Was gegen Verstopfung hilft

Heilpraktikerin Dr. rer. nat Iris Eisenmann-Tappe empfiehlt Sauerkrautsaft, Dörrpflaumen oder auch Leinensamen

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Iris Eisenmann-Tappe berät auf Basis der Klostermedizin, wenn der Bauch mal streikt und ernsthafte Krankheiten ausgeschlossen sind. Foto: ©depositphotos.com/@poznyakov

Verstopfung gilt als eines der häufigsten Magen-Darm-Probleme: Schätzungen zufolge leidet fast jeder fünfte Erwachsene darunter. Heilpraktikerin Dr. rer. nat Iris Eisenmann-Tappe aus Sommerhausen bestätigt, dass Obstipation „sehr häufig“ vorkomme.

Verursacht werde das Leiden meist durch einen Problemmix. Die Patienten bewegen sich zu wenig, trinken zu selten, ernähren sich falsch und leiden oft auch unter Nebenwirkungen von Medikamenten.

„Ich selbst behandele nur, wenn ernste Ursachen wie Krebs, Geschwüre oder Morbus Crohn ausgeschlossen wurden“, betont die Heilpraktikerin. Der Patient müsse im Falle einer chronischen Verstopfung also eine Magen- und Darmspiegelung machen lassen: „Danach suchen wir nach Fehlbesiedelungen des Darms oder nach Nahrungsmittelunverträglichkeiten.“

Vom Gebrauch von Abführmitteln rät das Mitglied der Würzburger Forschergruppe Klostermedizin ab. Auch Hausmittel sollten nur dann zum Einsatz kommen, wenn die Verstopfung nicht chronisch ist. Im akuten Fall empfiehlt die Diplom-Biochemikerin, morgens auf nüchternen Magen ein Glas Sauerkrautsaft oder zwei über Nacht in einem Glas Wasser eingeweichte Dörrpflaumen mitsamt Einweichwasser zu sich zu nehmen.

Hilfreich sind auch Leinsamen, die man am besten ins Brot einbackt: „Allerdings ist es dabei ganz wichtig, genug zu trinken.“ Alternativ kann zweimal täglich ein Teelöffel Flohsamenschalen, eingeweicht in einem halben Glas Wasser, getrunken werden. Wer das nicht mag, kann die Flohsamenschalen mit Suppe oder Joghurt essen: „Aber auch hier ist es wichtig, unbedingt genug nachzutrinken.“

Jede Hauptmahlzeit, so ein weiterer Tipp der Heilpraktikerin, sollte mit einer kleinen Schale Rohkost beginnen. Schließlich sei es möglich, Bauchmassage-Techniken oder Übungen aus dem Qi Gong zur Förderung der Darmbewegung zu lernen.

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