Pilz killt Anopheles-Mücke

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Ein gentechnischer veränderter Pilz konnte in einem kontrollierten Feldversuch eine Population von Anopheles-Mücken, innerhalb weniger Wochen nahezu eliminieren. Metarhizium pingshaense ist der Name des Pilzes der ausschließlich Anopheles-Mücken befällt, die nachweislich vor allem Malaria übertragen können. Forscher um den Doktoranden Brian Lovett von der Universität Maryland haben den Pilz so „programmiert“, dass er mittels des Giftes der Sydney-Trichternetzspinne, Anopheles-Mücken schneller tötet, als sich diese vermehren können. Das Gift der Spinne wird durch ein Gen mit einem „Schalter“ in den Pilz geschleust. Der „Schalter“ wird aber nur umgelegt, wenn sich der Pilz im Blutsystem der Anopheles-Mücke befindet, und nicht, wenn der Pilz versehentlich auf eine Honigbiene trifft. Damit kann das „biologische Insektizid“ selektiv eingesetzt werden. Die Studie weist in Richtung Vektorkontrolle für Malaria-Gebiete. Das könnte die Reduktion der Ausbreitung der Anopheles-Mücke und somit die Vermeidung des vermehrten Kontaktes der Malaria-Überträgermücke zum Menschen bedeuten.

Quelle:
DOI: 10.1126/science.aaw8737

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