Ein Ort des Gedenkens

Ein magischer Berg: Letzte Ruhe finden im Friedwald auf dem Schwanberg bei Kitzingen

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Insgesamt haben sich bereits 8.650 Menschen
für den Friedwald Schwanberg als letzte Ruhestätte entschieden. Seit der Eröffnung des Friedwald-Standortes Schwanberg im Mai 2007 haben hier 2.600 Beisetzungen stattgefunden. Foto: © FriedWald GmbH

„Die Natur braucht sich nicht anzustrengen, bedeutend zu sein. Sie ist es“, war der Schweizer Schriftsteller Robert Walser überzeugt. Sein Gedanke liegt nahe, wenn man sich auf den 470 Meter hohen Schwanberg bei Kitzingen begibt. Dort, auf einem Hochplateau gelegen, befindet sich ein Laubmischwald mit Eichen, Buchen sowie vereinzelt Hainbuchen und Linden. Im Frühjahr blühen Buschwindröschen.

Es ist ein Ort, der für viele Menschen von großer Bedeutung ist. Denn hier, auf rund 44 Hektar Waldfläche, befindet sich seit gut zwölf Jahren ein evangelisch-lutherischer Friedwald mit einem zentralen Andachtsplatz.

„Man hat das Gefühl, man ist auf einem magischen Berg und schwebt über allem“, beschreibt Carola Wacker-Meister von der FriedWald GmbH in Griesheim, die losgelöste Atmosphäre. Gleichzeitig weist sie auf eine seiner Besonderheiten hin. „Diplomierte Förster kümmern sich um den Wald und pflegen ihn auf seine Haltbarkeit. Betreut wird er jedoch von den Schwestern der Communität Casteller Ring. Die Motivation der Menschen, die zu uns kommen, ist, dass sie den Wald als tröstlich empfinden“, sagt Wacker-Meister.

„In einer eigens durchgeführten Studie* haben wir festgestellt, dass 76 Prozent der Deutschen einen Ort des Gedenkens brauchen. Ihr Andachts- und Erinnerungsort ist hier der Baum, da sie ihn als gut hierfür empfinden. Trost- und Gedenkrituale, so ein weiteres Ergebnis, helfen zudem, das Leben neu zu gestalten. Viele kommen daher regelmäßig.“ Ein- bis zweimal im Jahr laden die Schwestern Friedwald-Angehörige außerdem zum gemeinsamen Gedenken in die St. Michaelskirche ein.

Am Schwanberg kann man sich einzeln, zu zweit, im Kreis der Familie oder neben Freunden beerdigen lassen. Obschon in kirchlicher Trägerschaft, spiele die Konfession keine Rolle, so Carola Wacker-Meister. Welche Rituale die Beisetzung in der Verstorbenen und ihrer Angehörigen weitgehend überlassen. Einzig die Kremierung sei Pflicht.

Einen Platz finden auf dem Schwanberg auch Sternenkinder. Der sogenannte Sternschnuppenbaum ist eine kostenfreie Ruhestätte und bietet eine Bestattungsmöglichkeit für Eltern, die sich viel zu früh von ihrem Kind verabschieden mussten. Getragen werden müssen hier lediglich die Beisetzungskosten. Während sonst die Natur den Grabschmuck übernimmt und einzig ein Namensschild an den Verstorbenen erinnert, ziert diese Bäume ein besonderes Sternenmotiv. Meist sind sie schützend von älteren Bäumen umgeben.

Quelle: *www.friedwald.de/studie-trauer

Waldführungen
Der Treffpunkt für Waldführungen am Schwanberg befindet sich an der Infotafel am Holzkreuz im oberen Teil des Bestattungswaldes. Ein besonderer Service sind die Elektromobile, mit denen Besucher bequem in den Friedwald kommen. Menschen die sich für einen Platz oder Baum im Friedwald Schwanberg entschieden haben, können die E-Mobile nach telefonischer Reservierung bei den Schwestern der Communität Casteller Ring ausleihen. Von März bis November finden Waldführungen jeden zweiten und vierten Samstag im Monat statt.

Anmeldung unter Telefon 06155.848-200 oder www.friedwald.de/schwanberg

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