Verdienstorden für Ulrike Holzgrabe

Bayerischer Verdienstorden für Prof. Ulrike Holzgrabe, Uni Würzburg

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Professorin Ulrike Holzgrabe bekommt von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder den Bayerischen Verdienstorden 2019
verliehen. Foto: Bayerische Staatskanzlei

Die Würzburger Pharmazieprofessorin Ulrike Holzgrabe hat sich weit über ihren beruflichen Aufgabenbereich hinaus auf herausragende Weise in zahlreichen Netzwerken und Funktionen engagiert. Dafür wurde sie am Montag, 22. Juli 2019, in München mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.

Ministerpräsident Markus Söder überreichte die Orden in der Residenz an insgesamt 58 Persönlichkeiten. „Dieser Orden ist eine ganz exklusive Auszeichnung“, so Söder. Nur 2.000 lebende Personen dürfen ihn tragen: „Mit ihm ehren wir das vielfältige Engagement von großartigen Menschen, die Bayern einzigartig machen. Bekannte Sportler, Künstler und Wissenschaftler sind die Botschafter Bayerns weit über die Landesgrenzen hinaus.“

Werdegang von Ulrike Holzgrabe
Ulrike Holzgrabe, 1956 in Wuppertal geboren, hat in Marburg und Kiel Chemie und Pharmazie studiert. Ab 1990 war sie Professorin für Pharmazeutische Chemie an der Universität Bonn, dort hatte sie auch das Amt als Vize-Rektorin für Studium und Lehre inne.

An die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) kam Ulrike Holzgrabe 1999 als Lehrstuhlinhaberin am Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie. Seit Oktober 2018 ist sie zudem als JMU-Vizepräsidentin für die Bereiche Studium und Lehre, Lehrerbildung und Lehramtsstudiengänge zuständig.

Einsatz für Studierende und die Wissenschaft
Um ihr Fach und um die Universität hat Ulrike Holzgrabe sich vielfach verdient gemacht. An der JMU ist sie seit der Gründung des Siebold-Collegiums – Institute for Advanced Studies (SCIAS) im Jahr 2016 Mitglied in dessen Direktorium. Hier setzt sie sich mit großem Engagement für die Vernetzung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus aller Welt ein.

Die Nachwuchsförderung und der Praxisbezug in der Lehre sind Herzensanliegen der Professorin. Sie betreut das Erasmus-Programm der Pharmazie und hat in dessen Rahmen Kooperationen mit 14 europäischen Universitäten vereinbart. Dadurch können die Studierenden vielfältige internationale Erfahrungen machen.

Forschung und Auszeichnungen
Holzgrabes Schwerpunkte in der Forschung liegen auf der Entwicklung von Antibiotika und der Qualitätsanalyse von Medikamenten. Für ihre Erkenntnisse wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter
anderem mit dem Wolfgang-Pauli-Preis der Universität Bonn, dem Phoenix-Science Award, der Lesmüller-Lecture und der Bazeley Oration der australischen Mikrobiologen.

Außerdem wurde die Wissenschaftlerin in zahlreiche Institutionen berufen. Sie war Vizepräsidentin und Präsidentin der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft und gehörte zum Beispiel dem Leitungsgremium der European Federation for Pharmaceutical Sciences sowie der International Pharmaceutical Federation an.

Die Fort- und Weiterbildung von Apothekerinnen und Apothekern liegt der JMU-Professorin ebenfalls am Herzen. Sie organisiert hierfür unter anderem eine wissenschaftliche Vortragsreihe und die Würzburger wissenschaftliche Winterfortbildung für Apotheker und Studierende.

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