Uniklinikum Würzburg: Zwei Förderpreise für Schmerzforschung an Teammitglieder der Neurologischen Klinik verliehen

Dr. med. Melissa Held und Dr. rer. nat. Lukas Hofmann von der Neurologischen Klinik des Uniklinikums Würzburg erhielten von der Deutschen Schmerzgesellschaft Förderpreise für ihre wissenschaftlichen Arbeiten in der Schmerzforschung.

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Arbeitsgruppenleiterin Prof. Dr. Nurcan Üçeyler (Mitte) von der Neurologischen Klinik des Uniklinikums Würzburg ist stolz auf ihre mit Forschungspreisen ausgezeichneten Teammitglieder Dr. rer. nat. Lukas Hofmann und Dr. med. Melissa Held. Foto: Luisa Kreß, Uniklinikum Würzburg

Die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. vergibt jährlich den Förderpreis für Schmerzforschung in den Kategorien „Klinische Forschung“ und „Grundlagenforschung“. Der von der Firma Grünenthal GmbH Deutschland gestiftete Preis würdigt Nachwuchswissenschaftler/innen, die sich in der Schmerzforschung mit einem im Jahr oder Vorjahr der Preisverleihung veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeit besonders hervorgetan haben.

Unter den diesjährigen, insgesamt sechs Preisträger/innen finden sich gleich zwei Forscher/innen aus der Neurologischen Klinik des Uniklinikums Würzburg. In der Kategorie „Klinische Forschung“ erhielt die Medizinerin Dr. Melissa Held aus der Arbeitsgruppe um die Professorinnen Nurcan Üçeyler und Claudia Sommer den mit 7.000 Euro dotierten ersten Preis für ihre Arbeit zu sensiblen Profilen bei Patienten mit schmerzhaften und schmerzlosen Nervenläsionen, d. h. dem Muster der Sensibilitätsstörung, das nach einer Nervenverletzung eintreten und zusammen mit einer vermehrten Expression von Entzündungsmediatoren zu Schmerzen führen kann. Veröffentlicht wurde sie in diesem Jahr in der Fachzeitschrift PAIN.

In der Kategorie „Grundlagenforschung“ ist der Biologe Dr. Lukas Hofmann aus der Arbeitsgruppe von Prof. Üçeyler einer der Empfänger des auf zwei Forscher/innen aufgeteilten zweiten Preises. Mit 3.500 Euro wurde seine Forschung zum Thema Pathophysiologie von Schmerz und Kleinfaserpathologie im Mausmodell des Morbus Fabry geehrt. In dieser Studie gelang es, besser zu verstehen, wie es durch krankheitsspezifische Ablagerungen von Sphingolipiden in den sensiblen Nervenzellen der Maus möglicherweise zu den typischen Fabry-Symptomen wie Schmerzen und Hautdenervierung kommt. Publiziert wurde sie im Jahr 2018 in der renommierten Fachzeitschrift eLIFE.

Die preisgekrönten Publikationen:

Held M, Karl F, Vlckova E, Rajdova A, Escolano-Lozano F, Stetter C, Bharti R, Förstner KU, Leinders M, Dušek L, Birklein F, Bednarik J, Sommer C, Üçeyler N. Sensory profiles and immune-related expression patterns of patients with and without neuropathic pain after peripheral nerve lesion. Pain. 2019 Oct;160(10):2316-2327. doi: 10.1097/j.pain.0000000000001623.

Hofmann L, Hose D, Grießhammer A, Blum R, Döring F, Dib-Hajj S, Waxman S, Sommer C, Wischmeyer E, Üçeyler N. Characterization of small fiber pathology in a mouse model of Fabry disease. Elife. 2018 Oct 17;7. pii: e39300. doi: 10.7554/eLife.39300.

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