Sonnen mit Verstand

Gesundheitsamt klärt auf Würzburger Spielplätzen auf

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Anja Bedenk, Honorarkraft am Gesundheitsamt Würzburg, informierte auf den Würzburger Spielplätzen Familien zum Thema Sonnenschutz
Foto: Stephanie Scheckenbach

Der Sommer verwöhnt uns in diesem Jahr mit vielen Sonnenstunden und hohen Temperaturen. Dass man dabei nicht nur viel trinken, sondern auch an einen entsprechenden Sonnenschutz denken sollte, vermittelte das Gesundheitsamt Würzburg am 18. Juli 2018 im Rahmen der Kampagne „Sonne(n) mit Verstand“ auf verschiedenen Spielplätzen in der Stadt Würzburg.

Die Kampagne „Sonne(n) mit Verstand – statt Sonnenbrand“ ist eine Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege und soll die Bevölkerung – vor allem aber Kinder und Jugendliche – zu den Themen Sonnenschutz und Hautkrebsprävention sensibilisieren.

Kinderhaut braucht Extra-Schutz
Denn die unsichtbare UV-Strahlung (ultraviolette Strahlung), die von der Sonne ausgeht, ist für Kinderhaut besonders schädlich. „Die Haut von Kindern braucht bis zu zwölf Jahren, um den Schutzmechanismus eines Erwachsenen aufzubauen.“, erklärt Stephanie Scheckenbach, Referentin für Gesundheitsförderung und Prävention am Gesundheitsamt Stadt und Landkreis Würzburg. „Kinder können sich selbst noch nicht ausreichend vor der Sonne schützen, deshalb ist umso wichtiger, dass die Erwachsenen für ihren Schutz sorgen“, so Scheckenbach weiter.

Wie intensiv man sich vor der Sonne schützen muss hängt vom sogenannten UV-Index ab. In Deutschland liegt der UV-Index üblicherweise im niedrigen bis hohen Bereich (zwischen 0 und 8 – am 18.07.2018 lag er bei 7); in der Nähe des Äquators kann der UV-Index sehr extrem sein (mehr als 15). Es gilt: Je höher der UV-Index, desto höher ist die UV-Belastung und desto besser sollte man sich vor der Sonne schützen. Aufgrund der Abnahme der Ozonschicht ist ein hoher UV-Index auch bei uns in Deutschland keine Seltenheit mehr.

Der UV-Index kann unter www.uv-index.de täglich abgerufen werden.

Neben einer Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor (bei Kindern mindestens LSF 25), einer Sonnenbrille zum Schutz der Augen sowie einer Kopfbedeckung (am besten mit Nackenschutz), sollten die Eltern auch auf eine angemessene Kleidung der Kinder achten. Das heißt T-Shirts mit halblangen Ärmeln und Hosen mit halblangen Beinen; zudem gibt es bei Kinder-Sommer-Kleidung auch den „UPF“, den Lichtschutzfaktor für Textilien. Die intensive Mittagssonne sollte prinzipiell gemieden werden und Kinder unter einem Jahr sollten nie der direkten Sonne ausgesetzt werden.

Was vielen auch nicht bewusst ist: Um den Bedarf an dem für uns wichtigen Vitamin D zu decken, genügt es, Gesicht und Handrücken dreimal die Woche für 10 Minuten der Sonne auszusetzen.

Folgen einer intensiven Sonnenbestrahlung können neben dem bekannten Sonnenbrand und einer Bindehautentzündung auch vorzeitige Hautalterung, Grauer Star und Hautkrebs sein. „Gerade häufige Sonnenbrände in Kindheit und Jugend erhöhen das Risiko, als Erwachsener an Hautkrebs zu erkranken erheblich“, warnt Scheckenbach. Denn die Haut merkt sich jeden Sonnenbrand – ein Leben lang.

Weitere Informationen zur Kampagne und zum Thema gibt es beim Gesundheitsamt Stadt und Landkreis Würzburg, Stephanie Scheckenbach, Tel. 0931 8003-647 oder E-Mail: s.scheckenbach@lra-wue.bayern.de

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