Der Preis von Schokolade steigt kontinuierlich. Die Gründe: Der Kakaoanbau in Westafrika (die Elfenbeinküste und Ghana stellen die Rohstoffe für rund 65 Prozent der Weltproduktion) gerät durch Wetterextreme und unsichere Lieferketten zunehmend unter Druck. Start-ups etwa aus der Schweiz oder Israel bieten nun „Schokolade aus dem Labor“ als Lösung an. Diese soll bereits 2027 in den Handel kommen. Es gibt zwei Ansätze der Lebensmitteltechnologie, Schokolade im Labor herzustellen: Zum einen ein Verfahren aus In-vitro-Kakaokulturen und zum anderen Vollfruchtschokolade. Beim In-vitro-Verfahren werden Zellen der Kakaopflanze in einem Bioreaktor vermehrt und zu Kakaopulver weiterverarbeitet. Bei der Vollfruchtschokolade entsteht aus dem gesamten Kakaofruchtfleisch und der Schale ein extrem süßes Gelee. Dieses Gelee ersetzt die Zugabe von Haushaltszucker, der in herkömmlich produzierter Schokolade in großen Mengen (30 bis 40 Prozent) zugesetzt wird. Das ist auch das Argument mit dem die Start-ups für ihre Laborschokolade werben: Sie sei gesünder, weil weniger Zucker enthalten ist, durch die Beimengung der Fruchtschale mehr Ballaststoffe drinstecken und weniger ungesättigte Fettsäuren. Zudem benötige die Produktion in Bioreaktoren deutlich weniger Fläche, sei unabhängiger von Klima und Ernten und könnte Lieferketten stabilisieren, so das amerikanisch-israelische Start-up Celeste Bio. Ein weiteres Pro für die Laborschokolade: Der Kakao aus Bioreaktoren werde unter streng kontrollierten Bedingungen hergestellt und ist somit frei von Pestiziden, Schwermetallen oder Schimmelpilzgiften, die in konventionellem Kakao vorkommen können. Quellen: www.nature.com/articles/s43016-024-00967-2, www.prnewswire.com/news-releases/celleste-bio-unveils-worlds-first-milk-chocolate-bars-made-with-cell-cultured-cocoa-butter-302743203.html
Schokolade aus dem Labor
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