Gefahr Hitzekollaps

Johanniter geben Gesundheitstipps für Tage mit Spitzentemperaturen

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Nicht-alkoholische Getränke sind bei den hohen Temperaturen eine passende Erfrischung. Foto: Andreas Schoelzel / Johanniter

Nicht-alkoholische Getränke sind bei den hohen Temperaturen eine passende Erfrischung.
Foto: Andreas Schoelzel / Johanniter

Würzburg. Endlich ist er da, der Sommer mit Spitzentemperaturen von über 30° Celsius.

Was für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres und ein willkommener Genuss ist, stellt
Andere vor große Herausforderungen.

Denn gerade Ältere und chronisch Kranke sind jetzt besonders gefährdet, doch auch jüngere Menschen können einen Hitzekollaps erleiden.

Insbesondere übermäßiger Alkoholgenuss belastet an heißen Tagen den Kreislauf zusätzlich – eine gefährliche Mischung.

„Erste Anzeichen einer Hitzeerschöpfung sind Schwindel, Übelkeit, Kreislaufstörungen und das Gefühl, sich nicht mehr auf den Beinen halten zu können“, sagt Alexander Nöth, Rettungsdienstleiter der Johanniter in Würzburg.

„Nur wenn der Betroffene bei Bewusstsein ist, darf und soll er trinken“, erläutert Nöth. „Außerdem kann man ihn vorsichtig kühlen.“

Um drastische Temperaturstürze zu vermeiden, empfiehlt es sich, sanft die Körpertemperatur mit kalten Umschlägen zu senken. Für den Rest des Tages ist es wichtig, sich zu schonen.

Wer sich trotz Hitze im Freien aufhalten möchte oder muss, sollte ein paar wichtige Dinge
beachten. Die Johanniter raten:

• Trinken Sie ausreichend, vor allem nicht-alkoholische Getränke.
• Tragen Sie eine Kopfbedeckung, da der Kopf besonders viel Sonne abbekommt.
• Tragen Sie luftige Kleidung.
• Vermeiden Sie körperliche Anstrengungen, legen Sie bewusst Pausen ein.
• Halten Sie sich möglichst im Schatten auf und vermeiden sie längere Aufenthalte in
der direkten Sonne.

Bei schwerer Überhitzung droht sogar Bewusstlosigkeit. Dann sind wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen zu beachten: Bei einem Zusammenbruch muss umgehend der Rettungsdienst über die 112 verständigt werden.

Die betroffene Person sollte in den Schatten gebracht werden.

Reagiert der Betroffene nicht auf Ansprache oder Berührung, müssen Atmung und Puls geprüft werden. Atmet die betroffene Person normal, bringt der Ersthelfer die Person in die stabile Seitenlage.

Atmet der Bewusstlose gar nicht oder nicht normal, muss umgehend mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen werden.

Einem Menschen ohne Bewusstsein dürfen keine Getränke verabreicht werden, er könnte daran ersticken.

 

Informationen und Handlungstipps vermitteln die Johanniter regelmäßig in den Erste-Hilfe-Kursen.

Die aktuellen Kurstermine sind im Internet unter www.johanniter-kurse.de zu finden oder können telefonisch unter 0931 79628-17 erfragt werden.

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