First-Night-Effect

Schlechter Schlaf in fremden Betten

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Foto: ©depositphotos.com/@nesharm

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Nach einem Langstreckenflug endlich in der Urlaubsdestination angekommen, wollen wir nach dem ersten Hype, ausgelöst durch viele neue Eindrücke, die auf uns einprasseln, einfach nur ins Hotelbett fallen und durchschlafen.

Pustekuchen! Oft wird da nichts draus, wie eine Studie aus den USA belegt.

Schlafforscher der Brown University in Providence haben als Grund für den schlechten Schlaf in der ersten Nacht, in fremden Betten unsere linke Gehirnhälfte ausgemacht. Ähnlich wie Delfine oder Wale oder auch manche Vogelarten sind wir in „Hab-Acht-Stellung“, um mögliche Gefahren und Feinde abzuwehren.

Das bedeutet einen leichten Schlaf mit vielen Aufwachphasen, da unser Gehirn durch die ungewohnte Umgebung in Alarmbereitschaft bleibt. Das Resultat: Am nächsten Morgen sind wir gerädert! In der Regel ist das nur die erste Nacht so und gibt sich dann wieder.

Bisweilen helfen kleine Tricks, um uns die fremde Umgebung von Anfang an vertraut zu machen, wie die eigene Nackenrolle, ein Kuscheltier, Musik oder Hörspiele von zuhause. Und wenn alles nichts hilft… was ist schon eine Nacht?

Quelle: Current Biology Report von Masako Tamaki, Ji Won Bang, Takeo Watanabe, Yuka Sasaki, Night Watch in One Brain Hemisphere during Sleep Associated with the First-Night Effect in Humans, April 2016

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