Dr. Matthias Held mit DGP-Posterpreis geehrt

Auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie hat die Fachgesellschaft verschiedene Wissenschaftler für Ihre Leistungen ausgezeichnet.

0
Oberarzt Innere Medizin und Leiter des PH-Zentrums an der Missionsärztlichen Klinik. Foto: Inline Internet & Werbeagentur

Oberarzt Innere Medizin und Leiter des PH-Zentrums an der Missionsärztlichen Klinik. Foto: Inline Internet & Werbeagentur

Auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie hat die Fachgesellschaft verschiedene Wissenschaftler für Ihre Leistungen ausgezeichnet.

Dr. Matthias Held aus der Missionsärztlichen Klinik wurde in Berlin als einer von 4 Wissenschaftlern mit dem DGP-Posterpreis für seine Arbeit „Outcome nach akuter Lungenembolie – Ergebnisse des prospektiven Würzburger Lungenembolienachsorge-Registers“ ausgezeichnet.

Die Lungenembolie gehört mit ca. 80.000 Neuerkrankungen/Jahr in Deutschland zu den 4 häufigsten Kreislauferkrankungen.

Es handelt sich um eine akut potentiell lebensbedrohliche Erkrankung, die auch Spätschäden hinterlassen kann. Die Häufigkeit und genaue Bedeutung solcher Spätschäden war bisher wenig verstanden.

Eine Arbeitsgruppe der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg unter der Leitung von Dr. Matthias Held untersuchte anhand der Daten von Patienten, die zwischen 2011 und 2014 eine akute Lungenembolie erlitten hatten, wie häufig eine funktionelle Leistungseinschränkung persistiert und wodurch diese verursacht wird.

Es zeigte sich, dass eine bleibende subjektive Einschränkung der Belastbarkeit mit 25-39 % häufig ist und in über 2/3 der Fälle objektiv zu bestätigen war.

10 % der Patienten mit durchgemachter Lungenembolie leiden an einer unvollständigen Normalisierung der Lungendurchblutung. Dies geht in der Hälfte der Fälle mit Lungenhochdruck einher und führt unbehandelt zu einer Herzschwäche.

In der Untersuchung zeigte sich, dass bei einer großen Anzahl der Patienten gleichzeitig bestehende Erkrankungen der Atemwege, der Lunge oder des Herz-Kreislaufsystems zu einer Leistungsminderung führen und eine frühzeitige Erkennung einer bleibenden Lungendurchblutungsstörung erschweren können.

Je nach Untersuchungszeitpunkt leiden bis zu 30 % der Patienten unter einem durch die Lungenembolie verursachten Alltagstrainingsmangel, der möglicherweise durch ein gezieltes Trainings- und Rehabilitationsprogramm behoben werden könnte.

Im Beobachtungszeitraum verstarben 14,3 % der Patienten, in über der Hälfte der Fälle war dafür eine Tumorerkrankung ursächlich.

Die Untersuchungsergebnisse unterstreichen, dass beim Nachweis einer Lungenembolie nicht alleine die Verschreibung von Blutverdünnungsmitteln, sondern auch die sorgfältige Suche nach ernsten Begleiterkrankungen nötig ist.

Zusammenfassend besteht die Bedeutung dieser wissenschaftlichen Arbeit darin, dass sie zum besseren Verständnis von Langzeitauswirkungen nach akuter Lungenembolie beiträgt und Ansätze zur frühzeitigen Erkennung und Behandlung aufzeigt.

Share.