Das verlorene Lachen wiederfinden

Entspannungstrainerin Heike Firsching bietet in Schonungen Lachyoga an

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Während du lachst, werden von Kopf bis Bauch
mehr als 100 Muskeln angespannt, die Lungenflügel werden gedehnt und das Herz schlägt schneller. Durch diese „Aufregung“, lapidar gesprochen, produziert der Körper Glückshormone, während er Stresshormone reduziert. Foto: ©depositphotos.com/@ Rawpixel

Es gibt Zeiten, da sind die Anlässe, herzhaft zu lachen, dünn gesät. Der Job stresst. Womöglich drücken Geldsorgen. Oder ein unberechenbares Virus infiziert die ganze Welt. Doch gerade in solchen Zeiten sollten wir unseren Humor und unser Lachen nicht verlieren

„Lachyoga kann dabei helfen. Die am Anfang spielerischen Lachübungen bringen das echte Lachen ins Rollen“, sagt Entspannungstrainerin und Lachyoga-Leiterin Heike Firsching aus Schonungen im Kreis Schweinfurt. Lachyoga sei laut Firsching eine äußerst wirkungsvolle Methode zum Abbau von Stress. „Die Übungen basieren hauptsächlich auf aktiver Bauchatmung“, erläutert die Trainerin. Diese Atmung entspanne und baue Stress ab. Und aus sozialpsychologischer Sicht sei Lachen der Sieg des Körpers über den Verstand. Hinzu kommen die Lachübungen.

Was viele nicht wissen: „Das ‚Nur-so-tun als-ob‘-Lachen aktiviert im Körper die gleichen Mechanismen wie echtes Lachen.“ Dieselben Glückshormone würden freigesetzt. Diese könnten sogar als Schmerzlinderung wahrgenommen werden. Viele Menschen, die zu Heike Firsching kommen, stehen unter enormem Erfolgsdruck im Beruf. „Am Anfang der Lachstunde frage ich immer, welches Gefühl die Teilnehmer mitbringen“, berichtet die Entspannungstrainerin. Oft komme „Stress“, „Ärger“ oder „Unmut“ als Antwort. Nach eineinhalb Stunden, also am Ende der Lachyoga-Einheit, fragt Firsching wieder reihum, wie das Gefühl jetzt ist. Dann heißt es: „Besser, leichter, beruhigt
und zufrieden.“

Ideal sei Lachyoga vor allem für Personen, die selbst nach einer Vierzigstundenwoche nicht zur Ruhe kommen. „Lachyoga ist eine perfekte Möglichkeit, auch rastlose Menschen mit Lachübungen ‚einzufangen‘“, sagt Firsching. Die Lach-, Atemund Dehnübungen würden die Teilnehmer dazu verleiten, den Kopf auszuschalten: „Was die eigene Kreativität fördert.“ Die Wirkung sei auch umgekehrt spürbar: „Menschen, die eher ruhig und schüchtern sind, fühlen sich mutiger und spüren geweckte Lebensfreude.“

Durch Lachyoga werde den Menschen laut Firsching bewusst, dass sie es selbst herbeiführen können, wieder herzhaft zu lachen. Einige Teilnehmer, erzählt sie, lachen anfangs eher zurückhaltend oder stumm. Nach ein paar Wochen stellen sie erstaunt fest, dass ein freies und sogar lautes Lachen möglich ist: „Was völlig in Vergessenheit geraten war.“

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