Das King’s College Hospital in England, eines von vier großen Traumazentren in London, eröffnete im Mai dieses Jahres auf dem Dach seines Krankenhauses einen Garten, in dem sechs Patientinnen und Patienten gleichzeitig intensivmedizinisch betreut werden können. Der Grund: Man will die therapeutischen Effekte der Natur nutzen. Pflanzen, Tageslicht und frische Luft würden die klinischen Werte der Menschen verbessern, so die Beobachtungen des intensivmedizinischen Teams am King’s. Delir beispielsweise, das nach Narkosen im klinischen Umfeld oft vor allem bei älteren Personen auftritt, könne durch die Outdoor-Unterbringung gelindert bis vermieden werden. Dr. Tom Best, klinischer Direktor des King’s zur neuen Critical-Care-Einheit: „Es ist wichtig, die ganze Person zu behandeln, und diese Intensivstation im Freien hilft, unser Ziel zu erreichen, sich sowohl um den Geist als auch um den Körper zu kümmern.“ Durch ein Fundraising-Projekt, das am King’s fest installiert ist, konnte diese Erweiterung der Intensivstation auf dem Krankenhausdach entstehen. Dort können Patientinnen und Patienten sicher im Freien versorgt werden, ohne von den lebenserhaltenden Systemen der Intensivstation getrennt zu sein. Die Leiterin des Fundraisings, Iona Joy, sagt: „Wir freuen uns, dieses visionäre Projekt auf die Beine gestellt zu haben, bei dem es um mehr als medizinische Exzellenz geht. Es geht um Würde, Menschlichkeit und Innovation. Wir verwandeln die Intensivstation in eine Einheit mitfühlender Fürsorge – wo Wissenschaft, Technologie und Empathie einen Space haben, um Leben zu retten und Rekonvaleszenz zu ermöglichen.“ Quelle: www.kch.nhs.uk/news/outdoor-critical-care-roof-garden-opens-at-kings-college-hospital/
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