Cashewkerne: giftig, aber gesund?

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Der Cashewbaum wurde letztes Jahr zur Giftpflanze des Jahres gekürt. Sein Öl namens Cardol kann bei Kontakt mit den Schleimhäuten zu heftigen Koliken und Hautreizungen führen. Deshalb ist beim Ernten der Cashew-Äpfel Vorsicht geboten. Doch warum können wir Cashewkerne trotz der Giftigkeit des Baums unbedenklich snacken? Die Kerne sind nur in rohem Zustand giftig. Das gesundheitsgefährdende Cardolöl befindet sich in der Schale der Kerne die vor dem Verzehr entfernt wird. Durch Rösten oder Erhitzen der Kerne, verlieren sie die Giftigkeit. Und dem nicht genug! Nach der Aufbereitung sind Cashewkerne ein wahres Superfood. Sie sind reich an ungesättigten Fettsäuren, Proteinen, Ballaststoffen sowie Vitaminen und Mineralstoffen wie Magnesium, Kupfer, Zink und Vitamin B. Und in kaum einem anderen Lebensmittel ist der Anteil der essentiellen Aminosäure Tryptophan derart hoch. Tryptophan ist ein unerlässlicher Nährstoff bei der Produktion des Neurotransmitters Serotonin. Durch die Entfernung des giftigen Öls sind sie nicht nur sicher, sondern auch gesundheitsfördernd. Wegen des hohen Gehalts an Histamin sollten Menschen mit Histamin-Intoleranz Cashews allerdings meiden.

Quelle: www.hamburg.de/wandsbek/botanischer-sondergarten, www.hamburg.de/wandsbek/botanischer-sondergarten

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