Beerenstark

Claudia Süssenguth über kleine Früchte mit großer Wirkung: Erdbeere, Brombeere, Heidelbeere

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Foto: Claudia Süssenguth ©Nicole Oppelt

Auf dem Weg in den Sommer kommt man an ihnen unweigerlich vorbei: Die Rede ist von Beeren. Ob frisch gepflückt und direkt in den Mund, als Dessert, auf Kuchen oder in selbstgemachter Marmelade – die prallen, farbintensiven Früchte gehören (nicht nur) in dieser Zeit auf den Speiseplan.

Claudia Süssenguth, Inhaberin des Bio-Supermarktes Lollo Rosso in Würzburg, ist ein echter Fan dieser filigranen Verführungen. Erdbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren gehören zu ihren absoluten Favoriten. Was einige vielleicht nicht wissen: „Die Erdbeere gehört zur Familie der Rosengewächse“, informiert Claudia Süssenguth über die „Königin“ unter den Obstsorten, die in fast allen Ländern der Welt angebaut werde.

Beliebt seien vor allem die großen Erdbeeren. Diese Züchtungen, so die Bio-Fachfrau, gäbe es aber erst seit rund 200 Jahren. Gehe es nach den Kunden und den Züchtern, würde die Erdbeere zur Ganzjahresfrucht avancieren, die von überall her zu uns komme und jederzeit verfügbar sei. Dabei sollte eigentlich gelten: „Morgens geerntet, bis abends verkauft.“ Süssenguth baut überwiegend auf regionalen Bezug.

Hierzulande sei die Saison, je nach Witterung, von Ende Mai bis August. Dann schmecke sie nicht nur, sondern tue auch noch Gutes. „Die Erdbeere ist reich an Mineralstoffen, Natrium und Calcium. Daneben enthält sie Kalium, was besonders bei Eisenbedarf zuträglich ist“, sagt Claudia Süssenguth. Zudem seien sie sehr ballaststoffreich und daher der Verdauung zuträglich. Allerdings sei die Erdbeere auch das Obst, auf das nicht wenige allergisch reagieren würden.

Nicht minder lecker sind Brombeeren. Die Hauptanbaugebiete dieses Rosengewächses liegen hierzulande in Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Saison haben sie von August bis Oktober. „Sie sind reich an Pro-Vitamin A, Eisen, Mangan und Magnesium.“ 125 Gramm, so die Fachfrau, würden bereits den Tagesbedarf decken. Darüber hinaus empfiehlt sie Brombeer-Tee bei Durchfall und Magenschmerzen. Brombeeren seien übrigens gut für die Tiefkühlung geeignet, würden dadurch wenig an Inhaltsstoffen verlieren.

„Die Heidelbeere wiederum ist ein Heidekrautgewächs, das als Kulturpflanze, aber auch wild vorkommt.“ Ihre Saison ist von Juni bis September. Auch die Heidelbeere zeichne sich durch einen hohen Eisengehalt aus. „Gerade bei Mattigkeit im Sommer, helfen sie mir, wieder auf Touren zu kommen. Mit ein bisschen Joghurt sind sie wie ein Energieschub und als Elixier unheimlich lecker“, so die Powerfrau.

Daneben enthalte die Heidelbeere sogenannte Schönheits-­Vitamine, erklärt Süssenguth weiter, darunter Vitamin C und E.

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