Südkorea hat eine der höchsten Burnout-Raten der Welt, daher gibt es dort die Empfehlung für Nichttun-Tage. Es gibt sogar einen jährlichen „Space-Out Competition Day“. Bei dieser öffentlichen Veranstaltung sitzen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer 90 Minuten nur da und tun nichts. Es geht um eine bewusste Pause vom ständigen Tun. Ärztinnen und Ärzte kontrollieren bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wie sich etwa Atmung, Herzfrequenz und Blutdruck im „Space-Out“ verändern. „Müßiggang ist aller Laster Anfang“ – wegen solcher Sprüche aus unserer Kindheit ist Nichtstun negativ gebrandmarkt. Die Folgen: Erschöpfung und ausgebrannt sein nehmen zu – mit erheblichen Auswirkungen auf Körper und Psyche und ebenso für die Marktwirtschaft (lange Ausfallzeiten wegen Krankheit). Wir entspannen nur, wenn wir krank oder völlig erschöpft sind. Auszeiten sind keine Faulheit, sie sind Erhaltungsarbeit für Geist, Körper und Seele. Also, verschwende Zeit, du verdienst es!
Quelle: www.vice.com/en/article/space-out-competition-korea-zen-do-nothing/