Hoffnung im Herzen

Selfmade-Frau Anja Wagenbrenner über den Schlüssel zu einem sinnerfüllten Leben

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Bei dem Projekt „Manufaktour“ gehe es darum, Perlen des Einzelhandels in Würzburg sichtbar zu machen, die inhabergeführt sind und die Nähe zu ihrem Produkt leben. Es gehe aber auch um ein ganz persönliches Einkaufserlebnis und um das Wahrnehmen des Handwerks dahinter. Es gehe um Können, Leidenschaft und Herzblut, sagt Anja Wagenbrenner.
Das Manufaktour-Gründungsteam (v.l.n.r.): Conni Henle, Connis Töpferei, Petra und Andreas Karl, Druckquartier und Anja Wagenbrenner, Frieda und Emil
©Alexandra Feitsch

„Du brauchst nur ein Prozent mehr Mut, dann lebt die Hoffnung“, sagt Selfmade-Frau Anja Wagenbrenner, die vor Ideen nur so übersprudelt. Unter dem Label „Frieda & Emil“ ist sie in der Corona-Zeit mit einem „Small Business“ gestartet, das heute zum „Big Business“ geworden ist. „Vor zwei Jahren hatte ich die Idee mit Papierblumen anderen eine Freude zu machen, für sich selbst und für andere. Und ich hatte die Hoffnung, damit auskömmlich Geld zu verdienen“, erzählt die Papierblumenkünstlerin vom Start ihrer Idee, die sie zusammen mit ihrer Schwester Annalena umsetzte. „Jetzt haben wir Mitte Januar, ich habe schon vier Workshops gehalten und war in der ganzen Republik unterwegs, habe für eine große Modekette 28 Filialen in Deutschland und zwei Nachbarländern mit Papierblumen ausgestattet, und bin so voller Elan wie noch nie“, freut sich Wagenbrenner. Die Hoffnung, dass schon alles werden wird, stand am Anfang ihrer Selbstständigkeit und ist für sie heute immer noch der entscheidende Motor für Erfolg und ein sinnerfülltes Leben. „Mit Hoffnung im Herzen fühlt man sich leicht und offen für den richtigen Moment. Hoffnung fördert Kreativität und visualisiert ein Ziel“, weiß die gefragte Papierblumenkünstlerin. „Und Hoffnung stärkt das Vertrauen ins eigene Tun“, fügt Anja Wagenbrenner hinzu. Die Farbe Grün wird ja oft mit der Hoffnung vergesellschaftet, für die Selfmade-Frau sei die Farbe der Hoffnung aber ganz klar Bunt! Hoffnung sei für sie die Triebfeder, jeden Morgen aufzustehen, auch in herausfordernden Zeiten, um das anzugehen, was möglich ist. „Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das ­Unmögliche versucht ­werden“, wusste schon Herrmann Hesse. Und dazu gehöre eine positive Lebenseinstellung und die Fähigkeit, das Schöne und Gute zu sehen, betont Wagenbrenner. „Ohne die geht es nicht!“ Das Schöne und Gute in Würzburg zu sehen, sei auch der Motor für das Projekt „Manufaktour“ gewesen, das „Frieda & Emil“ zusammen mit Connis Töpferei und dem Druckquartier 2025 erstmals ins Leben gerufen haben. „Manufaktour“ bündele Einzelhändlerinnen und Einzelhändler, Werkstätten und Genussmanufakturen, die ihr Business auf einer Herzensbasis aufbauen, in einem Stadtplan der besonderen Art. „Es ist eine Aneinanderreihung von ganz vielen Perlen in Würzburg, die eine wunderbare Kette ergeben“, schwärmt das ­Teammitglied. Alle seien inhabergeführte Läden, die ­entweder ihre Produkte mit den Händen selbst herstellen oder die Produktionsketten bis ins letzte Glied genau kennen, erklärt Wagenbrenner das Konzept. „Über 50 Geschäfte waren bei der ersten Auflage dabei, die Anfragen für die zweite Auflage 2026 sind groß“, berichtet sie. Da sehe man auch, welche Hoffnung in dem Projekt drinsteckt. Nämlich die, den Blick der Käuferinnen und Käufer einmal wieder zu schärfen für das Besondere, weg vom Mainstream, welches es in Würzburg mannigfach gebe!

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