Besser Alu reduzieren

Potenzielle Gefährlichkeit des Elements

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Foto: ©depositphotos.com/@Implementar

Aluminium steht im Verdacht, Demenz und Krebs zu verursachen, auch soll die Fruchtbarkeit beeinträchtigt werden.

Eindeutige Studien hierzu gibt es allerdings nicht. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, versucht am besten, seinen Alukonsum zu reduzieren. Statt Folien aus Alu können zum Beispiel Frischhaltefolie aus Plastik oder Bratschläuche aus hitzebeständigem Kunststoff verwendet werden.

Wie der Braunschweiger Lebensmittelchemiker Ulrich Nehring erklärt, nimmt der menschliche Organismus Aluminium in gelöster Form aus Lebensmitteln, Trinkwasser, Aluminium-Kochgeschirren, Lebensmittelverpackungen und Deos auf. Der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit zufolge wird die wöchentlich tolerierbare Aufnahmemenge von einem Milligramm pro Kilo Körpergewicht von den wenigsten Verbrauchern überschritten.

Gesunde Menschen scheiden aufgenommenes Aluminium ohnehin fast vollständig über die Nieren aus. Ist die Nierenfunktion gestört, so Nehring, könne sich Aluminium im Organismus anreichern. Kritisch steht die Würzburger Heilpraktikerin Franziska Frankson Aluminium gegenüber. „In meiner Praxis sehe ich häufig Belastungen durch Aluminium, die man zum Beispiel spektralfotometrisch diagnostizieren kann“, sagt sie.

Frankson hält Studien für überzeugend, nach denen eine Anreicherung von Aluminium im Körper das Risiko, an Demenz oder Alzheimer zu erkranken, deutlich erhöht. Außerdem verweist sie ihre Patientinnen auf eine Untersuchung der englischen Biochemikerin Philippa Darbe. Die fand in ihren Untersuchungen Hinweise darauf, dass aluminiumhaltige Deos Brustkrebs entstehen lassen könnten.

Franziska Frankson empfiehlt, keine Alufolie in der Küche zu verwenden. „Speziell das Erwärmen in der Folie wie es für Ofen-Kartoffeln üblich ist, sollte vermieden werden“, betont sie. Patienten, bei denen eine erhöhte Belastung mit Aluminium festgestellt wurde, rät sie, außerdem auf aluminiumbeschichtete Tetra Paks und Kaffeekapseln sowie auf aluminiumhaltiges Backpulver zu verzichten und alufreie Deos zu verwenden.

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