Schwimmende Stadt

0

Wird das Wohnen der Zukunft sich auf den Weltmeeren abspielen? Es sieht vielerorts so aus … Die Malediven, Südkorea und Japan haben bereits konkrete Pläne für schwimmende Städte. „Maledives Floating City“ soll 2027 an den Start gehen. Und das Projekt aus Japan, „Dogen City“ 2030. Gerade Inselstaaten oder Städte in Küstennähe sehen im stetigen Anstieg des Meeresspiegels ihre Existenz bedroht. Weltweite Forschungen prognostizieren bis 2050 Pegel von voraussichtlich weiteren 30 Zentimetern. Der Klimawandel und die damit verbundene Erderwärmung führen nicht nur zu einer thermischen Ausdehnung des Wassers, sondern auch zu einer nie dagewesenen Schmelze des vermeintlich „Ewigen Eises“. Die japanische Firma N-Ark plant „Dogen City“ als bewohnbaren Ring von knapp 1,6 Kilometern Durchmessern sowie einem Umfang von über vier Kilometern mit Raum für rund 10.000 Menschen. Innerhalb des Rings befindet sich „autonom schwimmende Architektur“. Diese soll „eine flexible Neukonfiguration städtischer Funktionen ermöglichen“, so die Designer.  Das Herzstück von „Dogen City“ soll eine „Medizinstadt“ unterhalb des Meeresspiegels werden, wo auch ein hochmodernes Forschungs- und IT-Zentrum seinen Platz finden soll. Tagesaktuelle Diagnosen bis hin zu gentechnischen Analysen der digital vernetzten Bewohnerinnen und Bewohner sei das erklärte Ziel der hochmodernen „Unterwasserwelt“. Fortgeschrittene medizinische Versorgung, Medikamentenentwicklung und Roboterchirurgie werden im geplanten Datacenter implementiert sein. Und dieses medizinische Angebot soll dann, so die Entwicklerinnen und Entwickler, nicht nur Bewohnerinnen und Bewohnern von „Dogen City“ zur Verfügung stehen, sondern allen Interessierten, die das gerne in Anspruch nehmen wollen (und es sich leisten können). Wenn das wahr wird, könnte Japans schwimmende Stadt bald zur ersten Adresse für Medizintourismus werden.

Quelle: www.n-ark.jp/en

Share.