Mitgemeint gleich mitgedacht?

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Das generische Maskulinum wird meist mit Männern assoziiert, auch wenn betont wird, dass alle Geschlechter gemeint sind. Das zeigt eine Studie der Universität Würzburg1: Erst wenn das generische Maskulinum mit Informationen ergänzt wird, die die geschlechtsgemischte Zusammensetzung einer Gruppe verdeutlichen (etwa „Kleider und Anzüge“ statt lediglich „Kleidung“), verschwindet die „männliche Verzerrung“. „Das bloße Wissen über die generische Bedeutung reicht also nicht aus, um asymmetrische Geschlechterrepräsentationen auszugleichen“, lautet das Fazit der Autoren. Ihrer Meinung nach sei ein tieferes Verständnis der zugrundeliegenden psychologischen Prozesse entscheidend, um die laufende wissenschaftliche und gesellschaftliche Debatte voranzubringen.

Quelle: https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/0261927X241237739, 1Rothermund, P., & Strack, F. (2024). Reminding may not be enough: Overcoming the male dominance of the generic masculine. Journal of Language and Social Psychology, 0(0). https://doi.org/10.1177/0261927X241237739, aufgerufen am 23.07.2025.

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