Die Vier von Hier

Soja- und Ackerbohne, Körnererbse und Süßlupine: Am 10. Februar 2026 ist der internationale Tag der Hülsenfrüchte

0

Ob „Weltvegantag“ (1. November), „Tag des Trinkwasserhygiene“ (1. Dezember) oder „Tag des Nichstuns“ (16. Januar): Fast jeder Tag im Kalender ist auch mit einem mehr oder weniger bekannten Aktionstag belegt. Oft steckt Sinn dahinter, manche Tage wurden aber auch nur aus Spaß erfunden oder um den Konsum anzukurbeln. Der Internationale Tag der Hülsenfrüchte am 10. Februar 2026 gehört nicht dazu, er ist kein Marketinggag. Er wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um die Aufmerksamkeit auf eine Gruppe von Lebensmitteln zu lenken, die eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Ernährungssicherheit, Nährstoffversorgung und Wohlbefinden spielen. Weltweit gibt es rund 18.000 Sorten an Sojabohnen, Bohnen, Erbsen, Süßlupinen, Linsen, Kichererbsen und Co. Die Hülsenfrüchte, auch Körnerleguminosen genannt, standen schon in der Jungsteinzeit auf dem Speiseplan und waren lange die vorherrschende Proteinquelle der Weltbevölkerung. Noch zum Ende des 19. Jahrhunderts aßen die Menschen in Deutschland durchschnittlich 20 Kilogramm Hülsenfrüchte pro Jahr. Heute sind es nur noch ein bis zwei Kilogramm jährlich. Dabei ernähren Ackerbohnen und Co. neben dem Menschen auch Schmetterlinge, Hummeln, Bienen und sogar unsere Böden. Aufgrund der geringen Nachfrage werden hierzulande nur rund 2,5 Prozent der Ackerfläche für Körnerleguminosen genutzt. Eine bis 2027 geförderte EU-Kampagne möchte das ändern. „Die Vier von Hier“ wirft Sojabohne, Ackerbohne, Körnererbse und Süßlupine in die Waagschale, schmeißt aber dennoch nicht alles in einen Topf … Die Planetary Health Diet sieht Hülsenfrüchte als zentralen Bestandteil einer nachhaltigen und ausgewogenen Ernährung vor. Mit einer empfohlenen täglichen Aufnahme von 75 Gramm könnten sie eine entscheidende Rolle bei der Umstellung auf eine pflanzenbetontere Ernährung spielen und dazu beitragen die wachsende Weltbevölkerung satt zu machen, ernährungsbedingte Krankheiten zu verringern und sogar einen Beitrag zur Begrenzung der Erderwärmung zu leisten. Hülsenfrüchte enthalten 20 bis 40 Prozent Protein, B-Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Aktuelle Ernährungsempfehlungen raten zu mindestens 125 Gramm Hülsenfrüchte pro Woche. Dabei müssen ausgewiesene Fleisch- oder Fischesser nicht notgedrungen völlig verzichten. Denn auch kleine Schritte führen zum Ziel: Körnerleguminosen können in vielen Gerichten auch Begleiter von Fleisch oder Fisch sein. Etwa Surf and Turf auf nordische Art, bei dem gebratener Lachs mit Ackerbohnen kombiniert wird oder als Linsen-Eintopf mit Chorizo. So bekommen klassische Gerichte einen modernen Touch und sind auch noch gesünder. In Burger, Bolognese oder Chili können auch einmal Sojagranulat oder Süßlupinenschrot das Hackfleisch ersetzen. Das Praktische an Hülsenfrüchten ist, dass sie in der Regel lange haltbar sind, und nicht gekühlt werden müssen. Quelle: Kampagne „Die Vier von Hier!“ 

Lachs auf Ackerbohnen-Rahmspitzkohl

Zutaten für vier Personen:

180 g Ackerbohnen (geschält)
4 Schalotten
400 g Spitzkohl
6 EL Rapsöl
400 ml Gemüsebrühe
2 EL Schlagsahne
4 Lachstranchen à 150 g
Salz
½ Bio-Zitrone (Abrieb und Saft)
½ Bund Petersilie (kraus)
3 bis 4 EL Ackerbohnensamen geröstet
und gesalzen

Und so geht’s:

Am Vortag: Die Ackerbohnen 12 Stunden in Wasser einweichen.

Am nächsten Tag: Die eingeweichten Ackerbohnen in einem Sieb abtropfen lassen. Schalotten abziehen und fein würfeln. Spitzkohl waschen, putzen, halbieren und grob schneiden. 2 EL Rapsöl in einer großen Pfanne mit hohem Rand erhitzen, den Spitzkohl darin hell anbraten. Schalotten unterheben, mit Brühe und Sahne auffüllen und offen 8 bis 10 Minuten köcheln lassen. Dann die eingeweichten, abgetropften Ackerbohnen zugeben und nochmals 8 bis 10 Min. weiterköcheln lassen. Lachs waschen, trocknen, salzen und in einer Pfanne in 4 EL Rapsöl von beiden Seiten jeweils 3 bis 4 Minuten anbraten. Der Fisch darf innen noch etwas glasig sein. Rahmgemüse mit Salz, Zitronenabrieb und Zitronensaft abschmecken. Petersilie waschen, trocknen, fein schneiden und unter das Gemüse heben. Nach Wunsch die gerösteten Ackerbohnen grob zerhacken, den Lachs damit bestreuen und alles auf vorgewärmten Tellern mit dem Rahmgemüse anrichten.

Die Kampagne „Die Vier von Hier!“ will das Wissen über europäische Körnerleguminosen fördern und deren Image verbessern, www.dieviervonhier.eu

Share.