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	<title>Wald &#8211; Lebenslinie</title>
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	<description>Gesundheitsmagazin für Mainfranken</description>
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		<title>Ein Stück Wald nach Hause holen</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/ein-stueck-wald-nach-hause-holen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2019 10:53:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
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					<description><![CDATA[In der Aromatherapie ist die vielfältige Heilwirkung ätherischer Baumöle schon lange bekannt. Hauptinhaltsstoffe von Baumölen sind Monoterpene, die nachweislich das Immunsystem aktivieren und sich wohltuend auf körperliches und psychisches Befinden auswirken. Ausführlich beschreiben die Autorinnen Anusati Thumm und Maria M. Kettenring in ihrem Buch „Waldmedizin“ die gesundheitsfördernden Wirkungen ausgewählter ätherischer Nadelbaumöle und geben Anleitungen, wie [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-8637" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Waldmedizin-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Waldmedizin-225x300.jpg 225w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Waldmedizin-218x291.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/06/Waldmedizin.jpg 675w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" />In der Aromatherapie ist die vielfältige Heilwirkung ätherischer Baumöle schon lange bekannt. Hauptinhaltsstoffe von Baumölen sind Monoterpene, die nachweislich das Immunsystem aktivieren und sich wohltuend auf körperliches und psychisches Befinden auswirken. Ausführlich beschreiben die Autorinnen Anusati Thumm und Maria M. Kettenring in ihrem Buch „Waldmedizin“ die gesundheitsfördernden Wirkungen ausgewählter ätherischer Nadelbaumöle und geben Anleitungen, wie diese gezielt zur Vorbeugung und bei Erkrankungen<br />
eingesetzt werden können. Unterstützende kurze Atem- und Yogaübungen runden das Thema Waldmedizin ab.</p>
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			</item>
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		<title>Ein Ort des Gedenkens</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/ein-ort-des-gedenkens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Apr 2019 14:24:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wald]]></category>
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					<description><![CDATA[„Die Natur braucht sich nicht anzustrengen, bedeutend zu sein. Sie ist es“, war der Schweizer Schriftsteller Robert Walser überzeugt. Sein Gedanke liegt nahe, wenn man sich auf den 470 Meter hohen Schwanberg bei Kitzingen begibt. Dort, auf einem Hochplateau gelegen, befindet sich ein Laubmischwald mit Eichen, Buchen sowie vereinzelt Hainbuchen und Linden. Im Frühjahr blühen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8480" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8480" class="size-medium wp-image-8480" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/EFS_2016_VB-11-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/EFS_2016_VB-11-300x169.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/EFS_2016_VB-11-768x432.jpg 768w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/EFS_2016_VB-11-218x123.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/EFS_2016_VB-11.jpg 900w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-8480" class="wp-caption-text">Insgesamt haben sich bereits 8.650 Menschen<br />für den Friedwald Schwanberg als letzte Ruhestätte entschieden. Seit der Eröffnung des Friedwald-Standortes Schwanberg im Mai 2007 haben hier 2.600 Beisetzungen stattgefunden. Foto: © FriedWald GmbH</p></div>
<p>„Die Natur braucht sich nicht anzustrengen, bedeutend zu sein. Sie ist es“, war der Schweizer Schriftsteller Robert Walser überzeugt. Sein Gedanke liegt nahe, wenn man sich auf den 470 Meter hohen Schwanberg bei Kitzingen begibt. Dort, auf einem Hochplateau gelegen, befindet sich ein Laubmischwald mit Eichen, Buchen sowie vereinzelt Hainbuchen und Linden. Im Frühjahr blühen Buschwindröschen.</p>
<p>Es ist ein Ort, der für viele Menschen von großer Bedeutung ist. Denn hier, auf rund 44 Hektar Waldfläche, befindet sich seit gut zwölf Jahren ein evangelisch-lutherischer Friedwald mit einem zentralen Andachtsplatz.</p>
<p>„Man hat das Gefühl, man ist auf einem magischen Berg und schwebt über allem“, beschreibt Carola Wacker-Meister von der FriedWald GmbH in Griesheim, die losgelöste Atmosphäre. Gleichzeitig weist sie auf eine seiner Besonderheiten hin. „Diplomierte Förster kümmern sich um den Wald und pflegen ihn auf seine Haltbarkeit. Betreut wird er jedoch von den Schwestern der Communität Casteller Ring. Die Motivation der Menschen, die zu uns kommen, ist, dass sie den Wald als tröstlich empfinden“, sagt Wacker-Meister.</p>
<p>„In einer eigens durchgeführten Studie* haben wir festgestellt, dass 76 Prozent der Deutschen einen Ort des Gedenkens brauchen. Ihr Andachts- und Erinnerungsort ist hier der Baum, da sie ihn als gut hierfür empfinden. Trost- und Gedenkrituale, so ein weiteres Ergebnis, helfen zudem, das Leben neu zu gestalten. Viele kommen daher regelmäßig.“ Ein- bis zweimal im Jahr laden die Schwestern Friedwald-Angehörige außerdem zum gemeinsamen Gedenken in die St. Michaelskirche ein.</p>
<p>Am Schwanberg kann man sich einzeln, zu zweit, im Kreis der Familie oder neben Freunden beerdigen lassen. Obschon in kirchlicher Trägerschaft, spiele die Konfession keine Rolle, so Carola Wacker-Meister. Welche Rituale die Beisetzung in der Verstorbenen und ihrer Angehörigen weitgehend überlassen. Einzig die Kremierung sei Pflicht.</p>
<p>Einen Platz finden auf dem Schwanberg auch Sternenkinder. Der sogenannte Sternschnuppenbaum ist eine kostenfreie Ruhestätte und bietet eine Bestattungsmöglichkeit für Eltern, die sich viel zu früh von ihrem Kind verabschieden mussten. Getragen werden müssen hier lediglich die Beisetzungskosten. Während sonst die Natur den Grabschmuck übernimmt und einzig ein Namensschild an den Verstorbenen erinnert, ziert diese Bäume ein besonderes Sternenmotiv. Meist sind sie schützend von älteren Bäumen umgeben.</p>
<p><em>Quelle: *www.friedwald.de/studie-trauer</em></p>
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		<title>Erholung, Entschleunigung &#038; Innenschau</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/erholung%e2%80%89entschleunigung-innenschau/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Apr 2019 14:11:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wald]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Beste im Leben ist umsonst und doch unbezahlbar wie „Waldbaden“. Jeder kann ohne spezielle Ausrüstung, egal ob jung oder alt, reich oder arm, zu jeder Zeit, allein oder mit anderen kostenlos im Wald spazieren gehen und die mit Terpenen angereicherte Luft einatmen. Terpene sind natürliche Duftstoffe, die die Bäume abgeben, um sich etwa vor [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8475" style="width: 212px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8475" class="size-medium wp-image-8475" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Kettenring-Maria-202x300.jpg" alt="" width="202" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Kettenring-Maria-202x300.jpg 202w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Kettenring-Maria-218x324.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Kettenring-Maria.jpg 606w" sizes="(max-width: 202px) 100vw, 202px" /><p id="caption-attachment-8475" class="wp-caption-text">„Die Zierbelkiefer ist das ‚Gesundheitsholz‘ schlechthin,<br />so Maria M. Kettenring. „Sie hat positive Effekte auf den Schlaf, hilft in schwierigen Zeiten, sich aufzurichten, aber auch abzugrenzen, wenn alles zu viel wird.“ Autorenfoto: ©Maria M. Kettenring</p></div>
<p>Das Beste im Leben ist umsonst und doch unbezahlbar wie „Waldbaden“. Jeder kann ohne spezielle Ausrüstung, egal ob jung oder alt, reich oder arm, zu jeder Zeit, allein oder mit anderen kostenlos im Wald spazieren gehen und die mit Terpenen angereicherte Luft einatmen. Terpene sind natürliche Duftstoffe, die die Bäume abgeben, um sich etwa vor Insekten, Bakterien oder Pilzen zu schützen.</p>
<p>„Spezifische Monoterpene, Alpha-Pinen und Limonen, wie sie in Fichten, Kiefern oder auch Zedern vorkommen, kreieren die typische Waldluft. Diese gelten auch als besonders heilkräftig und haben entzündungshemmende Eigenschaften“, sagt die Mitautorin des Buches „Waldmedizin“ Maria M. Kettenring. Zudem würden sie die Aktivität des parasympathischen Nervensystems erhöhen, wodurch man entspannt, so Kettenring.</p>
<p>Auf der Suche nach Erholung, Entschleunigung und Innenschau entdecken wir das natürliche Ökosystem „Wald“ mit seinen atmungsaktivierenden, heilenden und reinigenden Kräften für Körper, Geist und Seele wieder neu. Seit der Antike gibt es Aufzeichnungen über die heilende Kraft der Wälder, damals hieß es Silviotherapie (lateinisch „silva“ für „Wald“), sie ist eine der ältesten Heilmethoden der Menschheit. Mit den Forschungen japanischer Ärzte zu Stress-Management-Methoden kam das Thema „Wald“ mit dem Begriff Shinrin Yoku (Baden in Waldluft) neu aufs Tapet. Waldbaden ist die Kunst, sich mit allen Sinnen mit der Natur zu verbinden.</p>
<p>In Japan wird es seit 1982 praktiziert und seit Ende der 80iger-Jahre sogar von Ärzten auf Rezept verschrieben. Verantwortlich für das staatliche Gesundheitsprogramm „Waldspaziergang“ von Immunologe Professor Dr. Qing Li und Professor Yoshivumi Miyazaki, ist die Tatsache, dass sie wissenschaftlich belegen konnten, dass mehrstündige Waldausflüge unter anderem Stresshormone reduzieren und Herz-, Kreislauf und Immunsystem nachhaltig stärken.</p>
<p>Ihren Studien* zufolge erhöht einmaliges Waldbaden bereits die Produktion natürlicher Killerzellen (NK) im menschlichen Körper um 26,5 Prozent. NK sind fähig, Krebszellen und virusinfizierte Zellen zu erkennen und zu vernichten. Seien Probanden mehrfach im Wald gewesen, hätten sich die NK um beeindruckende 52,6 Prozent vermehrt, so die japanischen Wissenschaftler. Angelehnt an ihre Untersuchungen habe sich ergeben: Schon ein Waldbad pro Monat könne für die Dauer von zehn Tagen, die Aktivität von NK steigern und so die körpereigene Krebsprophylaxe unterstützen.*</p>
<p>Man sollte nie den Ast absägen, auf dem man sitzt, besagt ein altes Sprichwort, daher hat die Bundesregierung 2017 in ihrem Klimaschutzbericht beschlossen, bis 2020 fünf Prozent des deutschen Waldes sich selbst zu überlassen, sozusagen als „Urwald“**, sodass Mensch und Umwelt auch in Zukunft vom Ökosystem Wald profitieren können. Eine andere Redewendung besagt: Wie man in den Wald hineinruft, schallt es zurück &#8230; diese straft der Wald allerdings Lügen. Eher das Gegenteil ist der Fall. Wenn man sich lustlos, und erschöpft zu einem Waldspaziergang aufrafft, kommt man in der Regel entspannter und wohlgemuter wieder zurück.</p>
<div id="attachment_8474" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8474" class="size-medium wp-image-8474" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/AdobeStock_17826578-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/AdobeStock_17826578-300x201.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/AdobeStock_17826578-768x514.jpg 768w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/AdobeStock_17826578-218x146.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/AdobeStock_17826578.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-8474" class="wp-caption-text">Foto: © HLPhoto/stock.adobe.com</p></div>
<p>Verantwortlich dafür zeichnet laut Aromatherapeutin Maria M. Kettenring ganz eindeutig „die Waldluft, die wir bei einem Waldspaziergang einatmen, die gesättigt ist mit natürlichen ätherischen Ölen, die über die Nadeln und Zweige der Bäume an die Umgebung abgegeben werden und so die wohltuende Waldatmosphäre bilden“. Die Zirbelkiefer (Pinus cembra) beispielsweise sei das „Gesundheitsholz“ schlechthin: „Die Zirbelkiefer lässt den Atem vertiefen, hat positive Effekte auf den Schlaf, hilft in schwierigen Zeiten sich aufzurichten, aber auch abzugrenzen, wenn alles zu viel wird“, beschreibt die Mitautorin des Buches „Waldmedizin“ den Baum, der vorwiegend in der Alpenregion und in den Karpaten zuhause ist.</p>
<p>Im Gegensatz zur Zirbelkiefer eigne sich das Relikt aus der letzten Eiszeit, die Latschenkiefer (Pinus mugo) vor allem für körperliche Beschwerdebilder, so ­Kettenring. „Latschenkieferöl ist ein Klassiker unter den Baumölen. Es eignet sich besonders für atemstimulierende Einreibungen. Es ist schleimlösend, immunstimulierend, schmerzstillend und über die Raumluft verbreitet keimtötend.“ Und last but not least zu erwähnen ist der Baum, der einst dem griechischen Gott des Lichts, der Künste und der Heilkraft, Apollon, geweiht war, der Lorbeer.</p>
<p>„Bis heute ist der Lorbeerkranz ein Symbol und Auszeichnung für sportliche und geistige Größen“, beschreibt Maria M. Kettenring das „Salz der armen Leute“, wie der Lorbeer früher auch genannt wurde. In einer Zeit, in der Salz kostbarerer war als Gold. Die getrockneten Lorbeerblätter verliehen den Gerichten ein würziges und frisches Aroma. Lorbeeröl habe auch die Fähigkeit, innere Widerstände zu überwinden und Menschen zu befähigen, ihren eigenen Weg zu gehen, so die Autorin. Daher sei dieses kraftvolle ätherische Öl ein idealer Begleiter zu Beginn von Fastenkuren oder Entwöhnungsphasen. Zudem schütze Lorbeer vor Erkältungen und könne den Körper generell in kritischen Zeiten unterstützen, so die Fachfrau.</p>
<p>Waldluft als Medizin zum Einatmen? Bei allem, was die Wissenschaft über den Wald herausgefunden hat, ist es nicht verwunderlich, dass 2016 im mecklenburgischen Ostseebad Heringsdorf der erste Kur- und Heilwald*** eröffnet hat, Fachgesellschaften zur Förderung von Waldtherapie wie Pilze aus dem Boden schießen und an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München eine Weiterbildung zum Waldtherapeuten für Menschen in Gesundheitsberufen seit neuestem auf dem Studienplan steht.</p>
<p><em>Quellen: *Qing Li: Effects of. Forrest Bathing trips on human immun function in Environmental Health an Preventive Medicine (2010), Vol 15, Issue1, S. 9-17.doi.org/10.1007/s12199-008-0068-3, https://environhealthprevmed.biomedcentral.com/articles/10.1007/s12199-008-0068-3, ** https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/kabinett-beschliesst-klimaschutzbericht-1140220, *** www.kur-und-heilwald.de</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Aufbäumen für den Klimaschutz</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/aufbaeumen-fuer-den-klimaschutz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Apr 2019 18:38:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wald]]></category>
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					<description><![CDATA[„Wenn die Emissionen gestoppt werden müssen, dann müssen wir die Emissionen stoppen“, sagt die 16-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg. Da gebe es für die junge Schwedin mit Asperger-Syndrom (Variante des Autismus) nur Schwarz und Weiß. Ihr Engagement zieht solche Kreise, dass Jugendliche überall in Europa Schule schwänzen und für den Klimaschutz auf die Straße gehen. Stephen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8453" style="width: 210px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8453" class="size-medium wp-image-8453" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Garmisch_Pflanzung-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Garmisch_Pflanzung-200x300.jpg 200w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Garmisch_Pflanzung-218x327.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Garmisch_Pflanzung.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-8453" class="wp-caption-text">Nicht nur der Klimawandel und die Luftschadstoffe, auch die Tatsache, dass 60 Prozent der deutschen Wälder Monokulturen sind, rufe das Bergwaldprojekt auf den Plan. Foto: Bergwaldprojekt e.V.</p></div>
<p>„Wenn die Emissionen gestoppt werden müssen, dann müssen wir die Emissionen stoppen“, sagt die 16-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg. Da gebe es für die junge Schwedin mit Asperger-Syndrom (Variante des Autismus) nur Schwarz und Weiß. Ihr Engagement zieht solche Kreise, dass Jugendliche überall in Europa Schule schwänzen und für den Klimaschutz auf die Straße gehen. Stephen Wehner, Geschäftsführer des Vereins Bergwaldprojekt findet das gut.</p>
<p>Seit 30 Jahren engagiert sich Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg neben Deutschland auch in der Schweiz, Österreich, Lichtenstein und in der Ukraine für den Schutz, die Erhaltung, die Pflege des Waldes, insbesondere des Bergwaldes und der dazugehörigen Kulturlandschaften.</p>
<p>„Rund 2.500 Menschen arbeiten jedes Jahr ehrenamtlich in den Bergwaldprojekten mit, um aufzubäumen, sprich Bäume zu pflanzen“, erzählt Wehner. Darüber hinaus würden Pflegemaßnahmen oder Erosionsverbauungen durchgeführt, oder auch Biotoppflege, Moor- und Bachrenaturierungen in Angriff genommen. Das Bergwaldprojekt ist europaweit die größte Volunteer-Organisation. Und sei inzwischen, wie Stephen Wehner sagt, in der Mitte der Gesellschaft angekommen.</p>
<p>Neben den schon immer ökologisch Engagierten fänden sich neben Senioren und junge Familien, aber immer öfter auch Richter, Büroangestellte, Anwälte, oder Ärzte, die sich in ihrer knapp bemessenen Freizeit für die Natur einsetzen möchten. Es sei schon eine Herausforderung für viele, da sie mit diesem Engagement ihre Komfortzone verlassen: Sich mit fremden Menschen eine Woche lang eine Dusche und Toilette teilen, in einem Zimmer übernachten und nach einem langen, körperlich anstrengenden Tag draußen bei Wind und Wetter, ein einfaches vegetarisches Essen einnehmen, so der Geschäftsführer des Vereins Bergwaldprojekt, der immer noch regelmäßig Waldprojekte persönlich betreut.</p>
<p>„Es ist eine besondere Erfahrung für die Menschen, die mitmachen – in jeder Hinsicht. Am ersten Tag sind sie euphorisch, weil sie der Natur etwas zurückgeben wollen. Am Dienstag fängt das Zweifeln an, was mache ich hier, ich bin fix und fertig, das halte ich keine Woche durch. Am Donnerstag haben sich die meisten von dem Schock erholt und eine anders geartete Euphorie macht sich breit – weniger eine romantisch-verklärte wie am ersten Tag, eher eine tiefe, echte, die etwas mit wiedergefundenem Solidaritätsgefühl, Sinnhaftigkeit im Tun und Selbstwirksamkeit zu tun hat“, berichtet Wehner von seinen Beobachtungen der Teilnehmer.</p>
<p>Mitmachen könne fast jeder, wobei Senioren sich nicht unbedingt das Hochgebirgsprojekt aussuchen sollten, bei dem der Helikopter auf 1.000 Meter Höhe Material einfliegt, sondern eher das Wald-Umbauprojekt auf Amrum, betont Stephen Wehner.</p>
<p>Dass immer mehr Menschen sich ehrenamtlich in Projekten wie dem Bergwaldprojekt oder auch anderen engagieren, führt der Aktivist vornehmlich auf fehlende Solidarität als Grundproblem unsere Gesellschaft zurück, und zwar sowohl fehlende intraspezifische (anderen Menschen gegenüber) als auch fehlende interspezifische (Tieren und Pflanzen gegenüber).</p>
<p>„Unsere Erde könnte alle Menschen ernähren, alle könnten das haben, was sie brauchen“, konstatiert Wehner und fragt: „Warum existieren so viele Probleme, Auseinandersetzungen, Streit um Ressourcen und Macht?“ Das Waldsterben in den 1980er-Jahren war die erste große Mahnung der Natur. Dass über 70 Prozent der Insekten im letzten Jahr verschwunden sind, die zweite. Jetzt muss etwas geschehen, bevor es zu spät ist!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Flattern im Wind</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/flattern-im-wind/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Apr 2019 18:21:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wald]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit 1989 wird von der Dr. Silvius Wordaz Stiftung in Deutschland jährlich der „Baum des Jahres“ gekürt. 2019 ist es die Flatterulme. Die zumeist in östlichen Teilen Deutschlands anzutreffende Baumart hat ihr natürliches Verbreitungsgebiet vorwiegend in Osteuropa. Ihren Namen verdankt sie den an langen Stängeln hängenden Blüten und Früchten, die ab Frühling im Wind „flattern“. [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8449" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8449" class="size-medium wp-image-8449" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Blaetterwerk_Flatterulme_Beitrag-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Blaetterwerk_Flatterulme_Beitrag-300x169.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Blaetterwerk_Flatterulme_Beitrag-768x432.jpg 768w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Blaetterwerk_Flatterulme_Beitrag-218x123.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Blaetterwerk_Flatterulme_Beitrag.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-8449" class="wp-caption-text">Die Flatterulme hat eine besonders hohe Überflutungstoleranz und kann sogar mehr als 100 Tage im Wasser stehen, ohne abzusterben. Foto: Flatterulme © farbstich/stock.adobe.com</p></div>
<p>Seit 1989 wird von der Dr. Silvius Wordaz Stiftung in Deutschland jährlich der „Baum des Jahres“ gekürt. 2019 ist es die Flatterulme. Die zumeist in östlichen Teilen Deutschlands anzutreffende Baumart hat ihr natürliches Verbreitungsgebiet vorwiegend in Osteuropa. Ihren Namen verdankt sie den an langen Stängeln hängenden Blüten und Früchten, die ab Frühling im Wind „flattern“.</p>
<p>Die Flatterulme ist, anders als ihre heimischen Verwandten, die Berg- und Feldulme, nicht anfällig für die sogenannte Ulmenkrankheit. Diese wurde vor gut einhundert Jahren durch den Holzhandel aus Ostasien nach Europa eingeschleppt. Der Pilz führte in den vergangenen Jahren zum Absterben vieler Berg- und Feldulmen, da er Lebensadern der Bäume verstopft und die Kronen deshalb austrocknen.</p>
<p>„Glücklicherweise ist die Flatterulme eine unserer einheimischen Ulmenarten, die von dieser Krankheit am geringsten betroffen ist“, sagt Matthias Wallrapp, Forstbetriebsleiter der Stiftung Juliusspital Würzburg und verantwortlich für den gut 3.300 Hektar großen Waldbesitz der Würzburger Stiftung in der Vorrhön. Der Überträger des Pilzes, der Ulmensplintkäfer, lasse die Flatterulme weitestgehend in Ruhe. Der Grund ist, er erkenne sie schlichtweg nicht als Ulme, denn ihre Rinde unterscheide sich im Aufbau stark von der ihrer zwei Verwandten und sei deshalb nicht interessant für ihn, so Wallrapp.</p>
<p>Für den juliusspitälischen Forst setzt er mit der heimischen Stil- und Traubeneiche, der Hainbuche oder dem Spitz- und Feldahorn vorwiegend auf Baumarten, die besser mit Trockenheit zurechtkommen. „Die Ulme fühlt sich vor allem auf sehr feuchten Böden wohl, ihre natürlichen Standorte liegen vorzugsweise in Flussauen.“</p>
<p>Auch in den juliusspitälischen Wäldern gibt es tonreiche staunasse Böden und Bachläufe, in denen sich Wallrapp die Flatterulme in Mischung mit Eiche gut vorstellen kann. „Ihre Besonderheit sind die Brettwurzeln. „Diese dienen der Stabilisierung, das kennt man sonst eher von den Baumriesen im tropischen Regenwald“, betont der Forstwirt.</p>
<p>In Deutschland wird der Baum in vielen Gebieten als sehr selten angesehen, was ihn zusätzlich schützenswert und für Pflanzvorhaben interessant macht. Und sie wird – neben der Linde – als Alleebaum geschätzt.</p>
<p><em>Quelle: Dr. Silvius Wodarz Stiftung und Verein e.V. Baum des Jahres, www.baum-des-jahres.de</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Letzte Ruhe unterm Baum</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/letzte-ruhe-unterm-baum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Apr 2019 18:12:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wald]]></category>
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					<description><![CDATA[Sonnenstrahlen blitzen durch die Äste. Ruhig ist es in dem kleinen Wäldchen, nur der Wind säuselt durch die Äste. Ein paar Blumen am Stamm der Bäume deuten an, wo man sich befindet – auf dem idyllischen Bestattungswald am Rande des Waldfriedhofes. Hier, am Fuß der Bäume, sind Menschen bestattet, die naturnahe ihre letzte Ruhestätte finden [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8444" style="width: 210px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8444" class="size-medium wp-image-8444" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Bestattungswald-1-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Bestattungswald-1-200x300.jpg 200w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Bestattungswald-1-218x327.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Bestattungswald-1.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-8444" class="wp-caption-text">Foto: © Christian Weiß</p></div>
<p>Sonnenstrahlen blitzen durch die Äste. Ruhig ist es in dem kleinen Wäldchen, nur der Wind säuselt durch die Äste. Ein paar Blumen am Stamm der Bäume deuten an, wo man sich befindet – auf dem idyllischen Bestattungswald am Rande des Waldfriedhofes. Hier, am Fuß der Bäume, sind Menschen bestattet, die naturnahe ihre letzte Ruhestätte finden wollten. Ohne Grabstein, ohne Schmuck, dafür mit viel Natur. Nur ein kleines Namensschild an den Bäumen erinnert, wer hier ruht.</p>
<p>„In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach alternativen Bestattungsformen deutlich angestiegen“, weiß Isolde Krones, Leiterin der Würzburger Friedhofsverwaltung. Bereits seit 2005 finden am Waldfriedhof naturnahe Bestattungen unter Bäumen statt. Rund 200 Bäume sind schon belegt.</p>
<p>Um der Nachfrage nachzukommen, hat die Würzburger Friedhofsverwaltung im vergangenen Jahr den Bestattungswald ausgewiesen. 70 Bäume wurden dazu in der 15. Abteilung am Ende des Waldfriedhofs ausgewählt. Darunter ist auch ein Gemeinschaftsbaum, an dem einzelne Plätze vergeben werden. Acht Beerdigungen haben in den vergangenen Monaten bereits dort stattgefunden.</p>
<p>Da der Bestattungswald ein Teil des Würzburger Waldfriedhofes ist, kann er aus der Stadt auch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden. Die Wege wurden bis kurz vor das Wäldchen befestigt, sodass er möglichst barrierefrei erreichbar ist.</p>
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		<title>Mein Freund, der Baum!</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/mein-freund-der-baum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Apr 2019 18:04:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wald]]></category>
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					<description><![CDATA[„Die Birke bezeichnet das Glück“, meinte Hildegard von Bingen und beschrieb diese in ihrem Kräuterbuch erstmals als Arzneipflanze. Einsetzen lässt sie sich als durchaus schmackhafter Tee bei Frühjahrskuren oder auch Harnwegsinfekten. Und vor Kurzem erst hat man entdeckt, dass sich aus dem Extrakt der Birkenrinde und aus Sonnenblumenöl eine wirksame Salbe gegen Brandwunden herstellen lässt. [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8440" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8440" class="size-medium wp-image-8440" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Depositphotos_171804374_ds-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Depositphotos_171804374_ds-300x200.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Depositphotos_171804374_ds-768x513.jpg 768w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Depositphotos_171804374_ds-218x146.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Depositphotos_171804374_ds.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-8440" class="wp-caption-text">Die Weide liefert eine Vorform der Salicylsäure, die als Wirkstoff in Schmerzmitteln wie Aspirin enthalten ist. Jedoch nur das chemische Produkt wirkt blutverdünnend. Die nachgewiesene naturheilkundliche Wirkung der Weide ist fiebersenkend, entzündungshemmend und schmerzlindernd. Foto: ©depositphotos.com/@ ViktoriaSapata</p></div>
<p>„Die Birke bezeichnet das Glück“, meinte Hildegard von Bingen und beschrieb diese in ihrem Kräuterbuch erstmals als Arzneipflanze. Einsetzen lässt sie sich als durchaus schmackhafter Tee bei Frühjahrskuren oder auch Harnwegsinfekten. Und vor Kurzem erst hat man entdeckt, dass sich aus dem Extrakt der Birkenrinde und aus Sonnenblumenöl eine wirksame Salbe gegen Brandwunden herstellen lässt.</p>
<p>Viele Bäume spielten in der Klostermedizin früh eine wichtige Rolle, nicht von ungefähr trugen Kräuterbücher im 16. Jahrhundert in der Regel den Zusatz „von Kräutern, Stauden und Bäumen“. Auch Hildegard von Bingen behandelt in ihrer in neun Abteilungen untergliederten „Physica“ im dritten Buch sehr ausführlich die „verholzenden Gewächse“.</p>
<p>Der 65-jährige Medizinhistoriker Dr. Johannes Gottfried Mayer, Geschäftsführer der Würzburger Forschergruppe Klostermedizin, gibt einen Überblick über einige Anwendungsmöglichkeiten. Die Fichte und Kiefernarten etwa wurden von jeher gern bei Husten oder Erkältungskrankheiten eingesetzt. Eine Studie aus dem Jahr 2014 hat nun aber auch gezeigt, dass die ätherischen Öle der Fichtennadeln – zumindest bei ­Ratten – gegen Altersdemenz wirken können. Untersuchungen am Menschen stehen aus.</p>
<p>Myrrhe und Weihrauch waren nicht nur in biblischer Zeit ein Geschenk für Könige, auch in der Klostermedizin sind beide Baumarten schon lange bedeutsam, vor allem, weil die Säure im Öl Entzündungen hemmen kann. So wurde Myrrhe früher gern zur Wundbehandlung eingesetzt oder als Kosmetikmittel zur Hautpflege. Im arabischen Raum erkannte man zudem eine positive Wirkung auf den Magen – und bis heute gilt Myrrhe als wichtiges Mittel beim Reizdarm. Der Weihrauch indessen ist hierzulande kein zugelassenes Arzneimittel &#8211; wohl auch, weil keine entsprechenden Studien vorliegen.</p>
<p>Medizinhistoriker Mayer vermutet einen „denkbaren Einsatz“ bei Asthma, Rheuma und Morbus Crohn. In anderen Kulturen wird Weihrauch – vor allem der äthiopische – zudem zur Mundhygiene, als Mittel gegen Entzündungen und zur Prävention gegen Erkältungskrankheiten gekaut. In den Samen der Rosskastanie befinden sich Seifenstoffe, sogenannte Saponine, und einer dieser Stoffe heißt Aescin. Dieser kann helfen, die Venen zu stabilisieren und wirkt – ähnlich dem ­Ginkgo – gegen eine Ödembildung. Aufgebrüht empfiehlt der Medizinhistoriker Rosskastanienblätter als „leckeren Tee gegen Erkältungen“.</p>
<p>Eigentlich ist die Rosskastanie hierzulande ein Ureinwohner, verschwand aber während der Eiszeit aus unseren Breitengraden und wurde erst im 16. Jahrhundert von Türken zurück nach Mitteleuropa gebracht. Den Ginkgo – eine uralte Baumart zwischen Nadel- und Laubbaum – brachten wiederum die Niederländer im 18. Jahrhundert aus Asien mit nach Europa.</p>
<p>Im Gespräch ist er inzwischen als vorbeugendes Mittel gegen Altersdemenz. „Um die Weide schließlich ranken sich viele Missverständnisse“, sagt Mayer. Acetylsalicylsäure, kurz ASS, gilt als wichtigster Wirkstoff gegen Schmerzen. Zwar trug die Weide zu dessen Entdeckung bei, allerdings beinhaltet sie nur eine Vorform der Salicylsäure. Das eigentliche Produkt entsteht erst während der Verarbeitung in der Leber.</p>
<p>In Schmerzmitteln wie Aspirin jedoch befindet sich fertige Salicylsäure, deshalb wirken Tabletten schneller als Tee aus Weidenholz. Und: Blutverdünnend wirkt nur das chemische Produkt.</p>
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		<title>Für eine nachhaltigere Gesellschaft</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/fuer-eine-nachhaltigere-gesellschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Apr 2019 16:47:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=8421</guid>

					<description><![CDATA[1.000 neue Bäume – das ergibt eines Tages einen richtigen Wald. Pflanzen lassen will sie die memo AG. Aus gutem Grund: „Wälder sind Klimaschützer und Lebensgemeinschaften für unzählige Arten. Außerdem sind sie wertvolle Erholungsräume und wichtige Wirtschaftsgüter für den Menschen“, sagt die Leiterin der Unternehmenskommunikation bei memo, Claudia Silber. Diese Überzeugung teilt der umweltbewusste Versandhändler [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8423" style="width: 210px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8423" class="size-medium wp-image-8423" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Balderschwang_Pflanzung-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Balderschwang_Pflanzung-200x300.jpg 200w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Balderschwang_Pflanzung-218x327.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Balderschwang_Pflanzung.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-8423" class="wp-caption-text">Das Bergwaldprojekt engagiert sich jährlich mit rund 2500 Freiwilligen, angeleitet von circa 120 ehrenamtlichen und rund 60 hauptamtlichen Mitarbeitern in etwa 50 Wald-Sanierungs-Projekten in Deutschland. Foto: ©Bergwaldprojekt e.V.</p></div>
<p>1.000 neue Bäume – das ergibt eines Tages einen richtigen Wald. Pflanzen lassen will sie die memo AG. Aus gutem Grund: „Wälder sind Klimaschützer und Lebensgemeinschaften für unzählige Arten. Außerdem sind sie wertvolle Erholungsräume und wichtige Wirtschaftsgüter für den Menschen“, sagt die Leiterin der Unternehmenskommunikation bei memo, Claudia Silber.</p>
<p>Diese Überzeugung teilt der umweltbewusste Versandhändler aus Greußenheim mit dem Bergwaldprojekt e.V. „Mich persönlich beeindruckt vor allem die engagierte Arbeit des Bergwaldprojekts“, so Silber. „Und wir haben ein gemeinsames Ziel – die Erhaltung und den Schutz der Wälder.“</p>
<p>Seit Oktober 2018 machen sie sich nun zusammen für eine „nachhaltigere Gesellschaft und bewussteren Konsum“ stark. Konkret lässt das Unternehmen jeweils einen standortheimischen Baum in verschiedenen Regionen Deutschlands vom Bergwaldprojekt pflanzen, wenn ein Gewerbe- oder Privatkunde FSC®-zertifizierte Produkte ab einem Wert von 300 Euro kauft. „Jeder Kunde erhält darüber ein entsprechendes Baumpflanz-Zertifikat. Das Bergwaldprojekt entscheidet, wo, wann und vor allem welcher Baum gepflanzt wird“, erklärt die memo-Mitarbeiterin.</p>
<p>Am Ende sollen es ganze 1.000 Zertifikate respektive Bäume werden. Auch Lothar Hartmann, Leiter Nachhaltigkeitsmanagement des Versandhändlers, sieht in dieser langfristig angelegten Zusammenarbeit große Vorteile: „Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie bietet das Bergwaldprojekt wirkungsvolle Projekte, mit denen wir gemeinsam natürliche Ressourcen schützen, ein Bewusstsein für die Gefährdungen der Waldökosysteme schaffen und für die Notwendigkeit umweltschonenden Verhaltens fördern können.“</p>
<p>Denn: Seit über 25 Jahren ist Nachhaltigkeit das „Kerngeschäft“ der memo AG – angefangen beim Sortiment mit mehr als 20.000 bewusst ausgewählten, nachhaltigen Produkten, über die Logistik, bis hin zum Personalbereich wird alles „nach nachhaltigen Aspekten beleuchtet und durchgeführt“, so Claudia Silber. So bietet das Unternehmen beispielsweise den Versand von Bestellungen in einem Mehrweg-Versandsystem an. Das Engagement der memo AG wurde in den vergangenen Jahren mehrfach ausgezeichnet.</p>
<p>Erst kürzlich belegte der memo Nachhaltigkeitsbericht 2017/18 im Ranking der Nachhaltigkeitsberichte 2018 des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der Unternehmensinitiative Future den dritten Platz in der Kategorie Mittelstand.</p>
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		<title>Mit anderen Augen sehen</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/mit-anderen-augen-sehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Apr 2019 19:45:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=8383</guid>

					<description><![CDATA[Der französische Schriftsteller Marcel Proust hat gesagt: „Die wahren Entdeckungsreisen bestehen nicht darin, neue Landschaften aufzusuchen, sondern neue Augen zu haben.“ Mit anderen Augen sehen, das ist auch das Anliegen von Augen- und Sehtrainerin Claudia Heil aus Oberleichtersbach, wenn sie etwa zum Sehspaziergang durch den Kurpark von Bad Brückenau und die angrenzenden Wälder einlädt. Zusammen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8384" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8384" class="size-medium wp-image-8384" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Claudia_Heil-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Claudia_Heil-300x300.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Claudia_Heil-150x150.jpg 150w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Claudia_Heil-768x768.jpg 768w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Claudia_Heil-218x218.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Claudia_Heil.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-8384" class="wp-caption-text">„Mit 83 Prozent nimmt der Sehsinn die Spitzenposition bei unserer Wahrnehmung ein. Hören, Riechen, Schmecken und Tasten machen nur 17 Prozent aus“, weist Sehtrainerin Claudia Heil auf die Bedeutung der Augen hin. Foto: Susanna Khoury</p></div>
<p>Der französische Schriftsteller Marcel Proust hat gesagt: „Die wahren Entdeckungsreisen bestehen nicht darin, neue Landschaften aufzusuchen, sondern neue Augen zu haben.“ Mit anderen Augen sehen, das ist auch das Anliegen von Augen- und Sehtrainerin Claudia Heil aus Oberleichtersbach, wenn sie etwa zum Sehspaziergang durch den Kurpark von Bad Brückenau und die angrenzenden Wälder einlädt. Zusammen mit ihr und zwei anderen Teilnehmerinnen habe ich mich vergangenen Oktober auf den Weg gemacht und in dreieinhalb Stunden „Sehschule“ einen anderen Blick bekommen, für das, was man vermeintlich kennt und schon so oft wahrgenommen hat, aber nicht mehr richtig anschaut, geschweige denn, hinterfragt.</p>
<p>„Lösen Sie sich bewusst von dem, was Sie zu wissen glauben und betrachten Sie die Dinge, wie Kinder es tun, wenn sie sie zum allerersten Mal sehen“, rät Coach Claudia Heil. Sie lässt uns „blind“ (geführt durch einen Partner, aber mit geschlossenen Augen) durch die Gegend gehen oder die Augen schließen und in die Sonne sehen. Oder auch mit den Augen Äste nachfahren. Oder mit den Augen von einem Baum zum anderen hüpfen. Quasi unverfängliche Blicke üben, die haften bleiben.</p>
<p>Zwischendrin ist „palmieren“ angesagt, damit die Augen entspannen können. „Palmieren“ kommt aus dem Amerikanischen und bedeutet Abschirmen. Claudia Heil macht vor, wie es geht: „Die Handinnenflächen aneinander reiben und dann beide Hände über die Augen legen, um diese zu verdunkeln. Die Fingerspitzen liegen auf der Stirn und der Handballen auf den Wangenknochen. So lange in dieser Position verweilen, wie es sich gut anfühlt!“</p>
<p>Normalerweise würden wir 25 Mal in der Minute blinzeln, um die Augen zu entspannen. Das Arbeiten etwa am Bildschirm verhindere das und so könne es beispielsweise zu tränenden Augen, Kopfschmerzen und nachlassender Sehkraft kommen, so die Trainerin, die ihr Wissen präventiv im Rahmen von betrieblichem Gesundheitsmanagement Firmen anbietet. Goethes Farbenlehre sei für sie evident: „Farben sind immer essenziell. Und jeder sieht Farben anders.“</p>
<p>Während Männer bestimmte Blautöne als türkis sehen, würden Frauen diese als grün wahrnehmen: „Und beides stimmt!“, betont Heil. Beim Sehen gäbe es kein Richtig und kein Falsch. Sehen passiert im Gehirn, über Impulse, die auf der Netzhaut entstehen. Diese werden über Sehnerven zum Sehzentrum im Gehirn weitergeleitet und dann zu einem Bild zusammengefügt. Interessanterweise auch dann, wenn es nur fehlerhafte oder unvollständige Informationen übermittelt bekommen hat (siehe Lebenslinie Oktober 2017, S. 19 „Wenn das Auge ‚irrt‘“).</p>
<p>„Auf unserer Netzhaut befinden sich rund sechs Millionen Zapfen, die für das Farbsehen verantwortlich sind und rund 100 Millionen Stäbchen, die für hell und dunkel zuständig sind“, weiß die Sehtrainerin nach Wolfgang Hätscher-Rosenbauer.<br />
Die Sehzellen (Zapfen und Stäbchen) seien von der Evolution her darauf ausgerichtet, mittig scharf zu sehen, so Claudia Heil. Daher konzentriere sie sich mit ihren Teilnehmern gerne auf ein anderes Blickfeld, andere Blickwinkel, nach rechts, links, oben oder unten schauen. Das sei wie „Augen-Yoga“, meint die 53-Jährige.</p>
<p>In ihrem Skript, das jeder Teilnehmer für Zuhause mitbekommt und das nach dem Sehspaziergang noch durchgegangen wird. Hier finden sich auch zahlreiche Übungen zum ganzheitlichen Entspannen, wie Ohren-Massage, Augenklopfmassage oder die „Eule“ (eine Dehnübung für verspannte Schulter- und Nackenmuskulatur).</p>
<p>Denn Sehen sei mehr als nur auf die Augen schauen, findet Heil. Sie betont aber auch, dass ihr Sehtraining keinen Gang zum Augenarzt ersetze, sondern eher als Wellness für müde und gestresste Augen anzusehen sei!</p>
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		<title>Eine Kirsche als Grab</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/eine-kirsche-als-grab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Apr 2019 16:28:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wald]]></category>
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					<description><![CDATA[Bäume haben ganz unterschiedliche Charaktere. Da ist die knorrige Eiche. Die schlanke Elsbeere. Und die Wildkirsche, die im Frühjahr so wunderschön blüht. Im Greußenheimer Ruhewald suchen sich Hinterbliebene den Baum aus, der am besten zu ihrem verstorbenen Freund oder Verwandten passt. „Wir sind oft lange mit den Angehörigen im Wald unterwegs, bis sie einen passenden [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8418" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8418" class="size-medium wp-image-8418" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Ruhewald-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Ruhewald-300x200.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Ruhewald-768x513.jpg 768w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Ruhewald-218x146.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/Ruhewald.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-8418" class="wp-caption-text">Angela Stegerwald mit einer Birkenstamm-Urne. Foto: Pat Christ</p></div>
<p>Bäume haben ganz unterschiedliche Charaktere. Da ist die knorrige Eiche. Die schlanke Elsbeere. Und die Wildkirsche, die im Frühjahr so wunderschön blüht. Im Greußenheimer Ruhewald suchen sich Hinterbliebene den Baum aus, der am besten zu ihrem verstorbenen Freund oder Verwandten passt.</p>
<p>„Wir sind oft lange mit den Angehörigen im Wald unterwegs, bis sie einen passenden Baum gefunden haben“, sagt Angela Stegerwald, Ideengeberin für den im November 2016 gegründeten Ruhewald. Bestattet wird in biologisch abbaubaren Naturstoffurnen. „Es dauert drei bis fünf Jahre, dann sind die Urnen komplett abgebaut“, so die Bestatterin.</p>
<p>Hergestellt werden sie aus einem Biowerkstoff, der auf Holz aus dem Greußenheimer Wald basiert. Außerdem sind Baumstamm-Urnen zugelassen. Die Urnen werden im Abstand von 2,5 bis 3 Metern vom Baum in die Erde gelassen. Kränze dürfen nicht abgelegt ­werden. Stegerwald: „Doch seit Anfang 2019 ist es möglich, dort, wo die Urne in der Erde liegt, einen Ginkgo-Baum zu pflanzen.“</p>
<p>Der erste Ruhewald im Landkreis Würzburg kann eine gute Bilanz ziehen: An 270 Bäumen wurden bisher Menschen bestattet. Teilweise befinden sich an den Wurzeln eines Baumes gleich mehrere Urnengräber. Es gibt „Partnerbäume“ für Paare oder Freunde, kleine „Familienbiotope“ für acht und große Biotope für zwölf Verstorbene. Die meisten Bäume werden für 99 Jahre verkauft. Dadurch, dass der Greußenheimer Wald ein Ruhewald wurde, änderte sich sein Zustand nicht.</p>
<p>„Die Wege waren bereits vorhanden, wir haben sie nur ausgebaut“, berichtet Stegerwald. Gute Wege sind wichtig für Ruhe- und Friedwälder, werden diese doch häufig von betagten, mobilitätseingeschränkten Hinterbliebenen besucht. Im Greußenheimer Ruhewald, der von der Gemeinde getragen und betrieben wird, ist es möglich, auf Schotterwegen an einzelne Bäume mit dem Auto heranzufahren.</p>
<p>Beisetzungen finden auf ähnliche Weise wie auf einem konventionellen Friedhof statt. „Nur wirken sie im Ruhewald nicht so traurig und bedrückend“, sagt Stegerwald. Vor allem im Frühjahr und im Sommer spendet die Waldatmosphäre Trost.</p>
<p>Dann zwitschern die Vögel. Schmetterlinge flattern umher. „Es kam sogar schon vor, dass sich ein Reh blicken ließ“, so Stegerwalds Kollege Richard Schwander.</p>
<p><a href="http://www.ruhewald-naturbestattung.de"><strong>www.ruhewald-naturbestattung.de</strong></a></p>
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