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	<title>Schlaf &#8211; Lebenslinie</title>
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	<description>Gesundheitsmagazin für Mainfranken</description>
	<lastBuildDate>Sun, 02 May 2021 13:24:30 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Schlaf-Effizienz: sich gesund schlafen!</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/schlaf-effizienz-sich-gesund-schlafen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Loretta Klevenow]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Apr 2021 21:08:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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					<description><![CDATA[In Deutschland leiden laut DAK-Gesundheitsreport „Deutschland schläft schlecht – ein unterschätztes Problem“¹ rund 80 Prozent aller Erwerbstätigen unter Schlafstörungen. Eine eklatant hohe Zahl. Ärztliche Hilfe wird trotz teilweise schwerwiegender Gesundheitsbeeinträchtigungen laut den Daten der Krankenkasse nur selten beansprucht. „Die meisten schlafen nicht gut ein, nicht durch und wachen dadurch wie gerädert früh wieder auf. Obwohl [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In Deutschland leiden laut DAK-Gesundheitsreport „Deutschland schläft schlecht – ein unterschätztes Problem“¹ rund 80 Prozent aller Erwerbstätigen unter Schlafstörungen. Eine eklatant hohe Zahl. Ärztliche Hilfe wird trotz teilweise schwerwiegender Gesundheitsbeeinträchtigungen laut den Daten der Krankenkasse nur selten beansprucht. </p>
<p>„Die meisten schlafen nicht gut ein, nicht durch und wachen dadurch wie gerädert früh wieder auf. Obwohl es ihre Lebensqualität einschränkt, halten viele ‚Schlechtschläfer‘ ihr Schicksal für unabänderlich“, sagt Schlafexperte Gerhard Ankenbrand. Er mahnt: „Wer in den gesunden Jahren nicht auf die Bedürfnisse des Körpers achtet, wird später viel Geduld für Reparaturmaßnahmen aufbringen müssen.“ Doch was heißt „schlecht schlafen“? Erste Hinweise auf gestörten Schlaf seien Ein- und Durchschlafprobleme, Müdigkeit am Tage, sich unwohl fühlen, Konzentrationsschwächen und morgens wie gerädert sein. „Durch die Messung der Hirnströme (EEG) in einem Schlaflabor etwa erhalten wir objektive Informationen über die Qualität des Schlafes“, so Ankenbrand. Nur so könnten die Einschlafzeit – „gut wären etwa fünf bis zehn Minuten“ –, die Zeit im Tief- und im Traumschlaf, die Wachphasen während der Nacht – „normal sind bis zu 28 pro Nacht und nicht länger als je drei Minuten“ –, die Anzahl der Aufwachvorgänge und die Schlaf-Effizienz ermittelt werden. Eine Schlafanalyse-EEG-Messung bietet Gerhard Ankenbrand aufgrund der großen Bedeutung bereits seit zehn Jahren seinen Kunden an.</p>
<p>Der Fachmann mit rund 25-jähriger Expertise auf diesem Gebiet ist überzeugt: „Für etwa 90 Prozent aller Schlafstörungen ist der Schlafplatz die Ursache.“ Am häufigsten läge den Problemen eine falsche Kopf / Nacken /Schulter- und Hüftlagerung zugrunde, wie das Schlafen auf einem falschen Kissen respektive auf einer falschen Matratze. Darüber hinaus sollte die Luftfeuchtigkeit im Schlafraum unter 40 Prozent liegen und die Raumtemperatur zwischen 16 bis 18 Grad betragen. „Auch ein Blick auf die im Schlafzimmer verwendeten Materialien lohnt“, lautet sein Appell für „Natur pur“. Nicht zu unterschätzen sei außerdem das Thema Licht. „Das Hormon Serotonin wird tagsüber produziert. Es ist für unsere Stimmungsveränderungen verantwortlich und bestimmt unser Tages-Bewusstsein“, weiß Ankenbrand. „Aus Serotonin produziert die Zirbeldrüse bei beginnender Dunkelheit das Schlafhormon Melatonin. Nur wenn Serotonin ausreichend vorhanden ist, wird auch genügend Melatonin produziert.“ (Wir berichteten dazu in der Oktoberausgabe der Lebenslinie 2020.) </p>
<p>Sein Rat lautet daher: „Täglich mindestens zwei Stunden im Freien aufhalten.“ Bekomme man Schlafstörungen nicht in den Griff, habe das nicht unerhebliche Folgen. Der Körper reagiere laut Ankenbrand mit Kopfschmerzen oder Migräne, verminderter Leistungsfähigkeit, einem erhöhten Stressempfinden, schlechtem Gedächtnis, Gereiztheit oder gar Depression. Auch ­Sexualstörungen, erhöhter Blutdruck, Herz-Kreislauf-Probleme, Ohrengeräusche oder eine gestörte Hormonregulation seien mögliche Folgen, ebenso eine Gewichtszunahme. Eine schlechte Schlafqualität könne außerdem das Risiko erhöhen, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Forscher der Universitäten Tübingen und Lübeck² konnten außerdem belegen, dass wichtige Immunzellen unter Schlafmangel schlechter arbeiten: Bereits drei Stunden Schlafentzug würden die Immunabwehr schwächen und den Körper anfälliger für Infekte machen. In diesem Sinne: Schlafen Sie sich gesund!</p>
<p><em>Quellen:<br />
¹<a href="https://www.dak.de/dak/bundesthemen/muedes-deutschland-schlafstoerungen-steigen-deutlich-an-2108960.html#/">https://www.dak.de/dak/bundesthemen/muedes-deutschland-schlafstoerungen-steigen-deutlich-an-2108960.html#/</a>,<br />
²<a href="https://rupress.org/jem/article/216/3/517/120367/G-s-coupled-receptor-signaling-and-sleep-regulate">https://rupress.org/jem/article/216/3/517/120367/G-s-coupled-receptor-signaling-and-sleep-regulate</a></em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sich selbst reparieren</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/sich-selbst-reparieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Loretta Klevenow]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Nov 2020 10:15:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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					<description><![CDATA[„Der Schlaf ist für den Menschen, was das Aufziehen für die Uhr ist“, sagte Arthur Schopen- hauer. Schlaf, so der Philosoph, sei kein rein „negativer Zustand, bloßes Pausieren der Ge- hirntätigkeit“, sondern er zeige zugleich einen „positiven Charakter“¹. Wie ernst seine Gedanken heutzutage genommen werden sollten, das geht aus der Antwort des Bundesministeriums für Gesundheit² [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Der Schlaf ist für den Menschen, was das Aufziehen für die Uhr ist“, sagte Arthur Schopen- hauer. Schlaf, so der Philosoph, sei kein rein „negativer Zustand, bloßes Pausieren der Ge- hirntätigkeit“, sondern er zeige zugleich einen „positiven Charakter“¹. Wie ernst seine Gedanken heutzutage genommen werden sollten, das geht aus der Antwort des Bundesministeriums für Gesundheit² auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion von Anfang 2020 hervor. Demnach würden Patienten mit Schlafstörungen in Deutschland jährlich hunderttausendfach in Krankenhäusern behandelt.</p>
<p>Gerhard Ankenbrand, Schlafberater aus Bad Brückenau, sind die Folgen ungesunden Schlafes hinreichend bekannt. Daher arbeitet er seit gut 20 Jahren aktiv daran, Menschen zu gesundem Schlaf zu verhelfen. Wie essen und trinken sei er notwendig, „um zu leben“, erklärt er. „Zu wenig Schlaf oder gar Schlafentzug führt zu gesundheitlichen Störungen.“ Es gebe kein Organ, das nicht unter den negativen Wirkungen eines gestörten Schlafes leide. Doch was ist gesunder Schlaf? Natürlich müssten der Schlafplatz und die Umgebung stimmen, sagt der Schlafexperte (hierzu berichten wir in einer späteren Ausgabe der Lebenslinie).</p>
<p>Doch auch die Schlafdauer und der Schlafrhythmus gemäß der inneren Uhr seien zu beachten. Dann würden Heilungsprozesse aktiviert, Gewebeschäden repariert, Organe und Zellen mit neuer Energie versorgt. Außerdem würden wichtige Hormone nur bei ungestörtem Schlaf zur richtigen Zeit und in ausreichender Menge ausgeschüttet. Zudem werde das am Tag Erlebte und Gelernte im Kurz- und Langzeitgedächtnis verarbeitet und gespeichert oder auch gelöscht. Schlaf werde grundsätzlich in zwei Grundformen unterteilt, erläutert der Fachmann. Zum einen der REM-Schlaf, zum anderen der Non-REM-Schlaf.</p>
<div id="attachment_10954" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-10954" class="wp-image-10954 size-medium" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2020/11/IMG_2605-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2020/11/IMG_2605-300x225.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2020/11/IMG_2605-1024x769.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2020/11/IMG_2605-768x577.jpg 768w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2020/11/IMG_2605-1536x1154.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2020/11/IMG_2605-2048x1539.jpg 2048w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2020/11/IMG_2605-218x164.jpg 218w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-10954" class="wp-caption-text">&#8222;Der Zusammenhang zwischen erholsamem, gesundem Schlaf und Leistungsfähigkeit ist wissenschaftlich erwiesen“, sagt Gerhard Ankenbrand mit Verweis auf Studien des mittlerweile verstorbenen Professors William Dement von der Stanford University³ Foto: Gerhard Ankenbrand ©Gerhard Ankenbrand</p></div>
<p>Ein Erwachsener, der sieben bis acht Stunden schlafe, so Ankenbrand in seinem Buch „Wer besser schläft hat mehr vom Leben“, sollte vier bis sechs solcher Schlafzyklen je circa 60 bis 90 Minuten durchlaufen – aufgegliedert in vier Non-REM- Schlafphasen und eine REM-Schlafphase. Wichtig zu wissen: Erst im Tiefschlaf läuft die körperliche Reparatur und Erneuerung unseres Körpers richtig an. In dieser Phase erfolgt auch die verstärkte Ausschüttung von Melatonin (Schlafhormon) und Somatropin (Wachstumshormon). „Stoffwechsel und das Immunsystem sind jetzt besonders aktiv“, sagt der 68-Jährige. Es laufe ein Entgiftungsprogramm (Leber und Nieren) „das alle schädlichen Stoffe aus dem Körper herausfiltert“.</p>
<p>Melatonin sei eine Art „Masterhormon“ und das „beste Antioxidans“, ist er überzeugt. Melatonin verhindere etwa die Oxidation des LDL-Cholesterins, das zur Verstopfung der Arterien führen könne, im Gehirn schütze es unersetzliche Neuronen vor dem Angriff freier Radikale, auch in der Flüssigkeit, die den Augapfel benetze, finde sich Melatonin, das freie Radikale davon abhalte, grauen Star zu verursachen. In der Magenschleimhaut wiederum verringere Melatonin das Risiko von Magengeschwüren.</p>
<p>Doch im Melatonin liegt die Krux: Seine Produktion, so Ankenbrand, beginne bei nachlassendem Tageslicht und sei stark vom Hormon Serotonin abhängig. Dieses wird tagsüber produziert. Aus Serotonin produziere die Zirbeldrüse bei beginnender Dunkelheit dann Melatonin. Nur, wenn Serotonin ausreichend vorhanden ist, sei auch genügend Melatonin vorhanden. „Nur dann ist unser Schlaf erholsam und regenerativ.“</p>
<p><em>Quellen:<br />
¹Gerhard Ankenbrand:Wer besser schläft hat mehr vom Leben, Wohngesund, Gerhard Ankenbrand GmbH &amp; Co. KG, Bad Brückenau 2017, www.wohngesund.com, I aus: Arthur Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 2. Buch, Kap. 19<br />
²<a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/1916584.pdf">http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/1916584.pdf</a><br />
³<a href="http://med.stanford.edu/news/all-news/2020/06/william-dement-giant-in-field-of-sleep-medicine-dies-at-91.html">http://med.stanford.edu/news/all-news/2020/06/william-dement-giant-in-field-of-sleep-medicine-dies-at-91.html</a></em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Müdes Deutschland</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/muedes-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2020 14:54:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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					<description><![CDATA[Laut DAK-Gesundheitsreport 2017¹ haben 80 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland Probleme beim Ein- oder Durchschlafen. Bei 35 Prozent führe dies dazu, dass sie sich morgens nicht ausgeruht fühlten und tagsüber mit Müdigkeit und Konzentrationsstörungen zu kämpfen hätten, so die Neurobiologin und Expertin für Stress und Burn-out Dr. Miriam Goos. Ein einfacher, aber wirkungsvoller Weg, besser [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_10174" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-10174" class="size-medium wp-image-10174" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2020/06/Depositphotos_60092493_xl-2015-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2020/06/Depositphotos_60092493_xl-2015-300x200.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2020/06/Depositphotos_60092493_xl-2015-768x512.jpg 768w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2020/06/Depositphotos_60092493_xl-2015-218x145.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2020/06/Depositphotos_60092493_xl-2015.jpg 900w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-10174" class="wp-caption-text">Foto: ©depositphotos.<br />com/@photographee.eu</p></div>
<p>Laut DAK-Gesundheitsreport 2017¹ haben 80 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland Probleme beim Ein- oder Durchschlafen. Bei 35 Prozent führe dies dazu, dass sie sich morgens nicht ausgeruht fühlten und tagsüber mit Müdigkeit und Konzentrationsstörungen zu kämpfen hätten, so die Neurobiologin und Expertin für Stress und Burn-out Dr. Miriam Goos.</p>
<p>Ein einfacher, aber wirkungsvoller Weg, besser zu schlafen, sei die Senkung des Cortisolspiegels. Cortisol ist ein Stresshormon und quasi der „Gegenspieler“ zum Schlafhormon Melatonin. Es werde<br />
in der Tiefschlafphase in der zweiten Nachthälfte produziert und bereite uns auf das Aufwachen vor. Eine zu große Dosis allerdings wirke sich negativ auf den Schlafverlauf aus, mahnt Dr. Goos, Gründungsmitglied der Initiative „Deutschland schläft gesund“. Mit den richtigen „Einschlafhilfen“ könne man jedoch gegensteuern.</p>
<p>Ein erster Tipp von Dr. Goos lautet: „Wackeln Sie mit Ihren Zehen und lächeln Sie dabei für eine volle Minute. Das löst unbewusste Anspannung und sendet positive Signale an den restlichen Körper.“ Nummer zwei: „Stellen Sie sich auf die Zehenspitzen, recken Sie die Arme in die Luft und strecken Sie Hände und Finger soweit es geht nach oben. Danach schütteln Sie sich ordentlich aus.“ Überhaupt sei es wichtig, den Körper zu aktivieren und zu lockern. Dabei helfen könne etwa Ellbogen kreisen: „Legen Sie die Hände auf Ihre Schultern. Dann beginnen Sie, mit den Ellbogen immer größere Kreise zu formen, so dass sie sich in regelmäßigen Abständen annähern und wenn möglich berühren.“</p>
<p>Eine weitere Stufe ist der altbekannte Hampelmann. „Absolvieren Sie 20 davon“, rät Goos, „kommen Sie hinterher zur Ruhe und lassen den Kopf entspannt nach vorne hängen. Bewegen Sie nun die Nackenmuskulatur, indem Sie den Kopf abwechselnd nach rechts und links rotieren. Wiederholen Sie diese beiden Übungen drei Mal.“</p>
<p>Und schlussendlich: „Stellen Sie sich aufrecht hin und lassen Sie Ihre Arme an beiden Seiten nach unten hängen. Bewegen sie nun die gestreckten Arme in einem großen Radius nach oben, sodass sich die Hände über dem Kopf berühren. Dann bewegen Sie die Arme wieder in einem weiten Kreis nach unten. Wiederholen Sie diese Bewegung einige Male.“ Und nun: eine gute Nacht!</p>
<p><em>Quelle: ¹DAK-Gesundheitsreport 2017: www.dak.de/dak/download/praesentation-iges-2108946.pdf</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die im Schlafe wandeln</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/die-im-schlafe-wandeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2015 08:18:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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					<description><![CDATA[„Klack!“ Das Geräusch der Tür, wie sie ins Schloss fiel, weckte den Mann unsanft auf. Da steht er wieder mal in T-Shirt und Unterhose da. Hat sich wieder ausgeschlossen. Das ist ihm schon oft in seiner Wohnung in Würzburg passiert. Aber auch früher, bei der Bundeswehr. Oder in einem exklusiven Hotel in New York. Fast [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2555" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/die-im-schlafe-wandeln/schlafwandeln/" rel="attachment wp-att-2555"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2555" class="size-medium wp-image-2555" src="http://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2016/01/Schlafwandeln--300x165.jpg" alt="Foto: ©depositphotos.com/@ ersler" width="300" height="165" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2016/01/Schlafwandeln--300x165.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2016/01/Schlafwandeln--768x422.jpg 768w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2016/01/Schlafwandeln--218x120.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2016/01/Schlafwandeln-.jpg 900w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-2555" class="wp-caption-text">Foto: ©depositphotos.com/@ ersler</p></div>
<p>„Klack!“ Das Geräusch der Tür, wie sie ins Schloss fiel, weckte den Mann unsanft auf. Da steht er wieder mal in T-Shirt und Unterhose da. Hat sich wieder ausgeschlossen.</p>
<p>Das ist ihm schon oft in seiner Wohnung in Würzburg passiert. Aber auch früher, bei der Bundeswehr. Oder in einem exklusiven Hotel in New York.</p>
<p>Fast immer war Vollmond. Meist hatte er ein oder zwei Glas Wein getrunken: „Und vor allen Dingen war ich immer sehr gestresst.“ Seinen Namen möchte der Mann nicht preisgeben.</p>
<p>„Klar, das ist für andere lustig, dass da einer schlafwandelt. Aber für den Betroffenen selbst ist das gar nicht witzig“, meint er.</p>
<p>Zum Glück gab es nun schon eine ganze Weile keine somnambulen (von lateinisch somnus: Schlaf und ambulare: wandern) Streiche mehr. Seit der Mann weiß, dass sein Schlafwandeln eng mit starkem<br />
Stress zu tun hat, lässt er seinen Stresspegel nie mehr über einen gewissen Punkt hinauswachsen.</p>
<p>„Für Schlafwandeln gibt es wahrscheinlich eine genetische Komponente“, erläutert Dr. Philipp Schendzielorz, der das Schlaflabor in der HNO-Klinik der Universität leitet: „Das Risiko ist um das Zehnfache erhöht, sind die Eltern betroffen.“</p>
<p>Bei Erwachsenen können außerdem Alkohol, Medikamente oder unregelmäßige Bettzeiten Schlafwandeln mit verursachen. Wobei es nur selten vorkommt, dass erwachsene Menschen nachts schlafend umherstromern.</p>
<p>Schendzielorz: „Allerdings schlafwandeln 20 bis 30 Prozent aller Kinder einmal.“ Nicht selten gebe es hierfür konkrete Auslöser: „Das kann etwa die Einschulung sein.“</p>
<p>Unter den Erwachsenen sind allerhöchstens vier Prozent Schlafwandler, schätzt die Wissenschaft. Wobei Schlafwandeln nicht gleich Schlafwandeln ist.</p>
<p>Von Somnambulismus spricht man Schendzielorz zufolge schon, wenn sich die Betroffenen nachts im Bett aufsetzen und sich dabei in einem Zwischenzustand zwischen Wachen und Schlafen befinden.</p>
<p>Es kann aber auch zu größeren Aktivitäten kommen, die für den Somnambulen durchaus gefährlich werden können: „Zum Beispiel, wenn er sich in die Küche begibt, den Herd einschaltet oder beginnt, Brot zu schneiden.“</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schlaf gut&#8230;!</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/schlaf-gut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2015 14:02:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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					<description><![CDATA[„Schlaf gut!“, wünscht man sich am Abend. Doch guter Schlaf ist keine Selbstverständlichkeit, wie Dr. Johannes Gottfried Mayer von der Forschergruppe Klostermedizin der Uni Würzburg erklärt. Rund 32 Millionen Menschen in Deutschland leiden zeitlich begrenzt oder chronisch unter Schlafstörungen, so Dr. Mayer in seinem Vortrag „Gesunder Schlaf – was kann ich dafür tun?“ im Matthias-Ehrenfried-Haus [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2128" style="width: 272px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/schlaf-gut/mayer-schlaf/" rel="attachment wp-att-2128"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2128" class="size-medium wp-image-2128" src="http://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2015/10/Mayer-Schlaf-262x300.jpg" alt="Dr. Johannes Gottfried Mayer von der Forschergruppe Klostermedizin der Uni Würzburg. Foto: Peter Raider" width="262" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2015/10/Mayer-Schlaf-262x300.jpg 262w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2015/10/Mayer-Schlaf-218x249.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2015/10/Mayer-Schlaf.jpg 852w" sizes="auto, (max-width: 262px) 100vw, 262px" /></a><p id="caption-attachment-2128" class="wp-caption-text">Dr. Johannes Gottfried Mayer von der Forschergruppe Klostermedizin der Uni Würzburg. Foto: Peter Raider</p></div>
<p>„Schlaf gut!“, wünscht man sich am Abend. Doch guter Schlaf ist keine Selbstverständlichkeit, wie Dr. Johannes Gottfried Mayer von der Forschergruppe Klostermedizin der Uni Würzburg erklärt.</p>
<p>Rund 32 Millionen Menschen in Deutschland leiden zeitlich begrenzt oder chronisch unter Schlafstörungen, so Dr. Mayer in seinem Vortrag „Gesunder Schlaf – was kann ich dafür tun?“ im Matthias-Ehrenfried-Haus in Würzburg.</p>
<p>Die Folgen können gravierend sein: 60 Prozent der Herzinfarkte gingen Mayer zufolge auf schlechtes Schlafen zurück.</p>
<p>Um Schlafstörungen vorzubeugen, hilft es, zu verstehen, was beim Schlafen in unserem Körper vor sich geht.</p>
<p>Denn Schlaf bedeute keineswegs „kleiner Tod“, erläutert Mayer: „Das Gehirn speichert, trainiert und lernt im Schlaf, das Immunsystem regeneriert Zellen, es findet Zellwachstum und Endverdauung beim Schlafen statt“.</p>
<p>Die Steuerung des Schlafes laufe über Hormone, fährt der gebürtige Nürnberger fort.</p>
<p>So etwa über die müde machenden Hormone Melatonin, das bei Dunkelheit ausgeschüttet wird, und Adenosin (der sogenannte Drehzahlbegrenzer), das über den Tag hinweg und vor allem bei körperlicher Aktivität zum Abend hin ansteige.</p>
<p>Das Stresshormon Cortisol sorge dann ab circa 3 Uhr nachts dafür, dass man sich beim Aufwachen wieder fit fühlt.</p>
<p>Die weit verbreitete Annahme, dass wir bei gefühlt gutem Schlaf durchschlafen ohne aufzuwachen, sei falsch: „Wir wachen nachts 20 bis 25 Mal auf, erinnern uns aber nicht daran, wenn wir weniger als drei Minuten wach sind“, so Mayer.</p>
<p>Was kann man nun konkret für guten Schlaf tun? Wichtig sei, Mayer zufolge, ein klarer hell-dunkel-Kontrast, sprich viel Licht am Tag und ein dunkler, ruhiger Schlafraum bei Nacht.</p>
<p>Feste Strukturen im Tagesablauf, kein schweres Essen am Abend und frische Luft würden sich positiv auf den Schlaf auswirken.</p>
<p>Ruhige Beschäftigungen am Abend, wie ein entspanntes Gespräch, ein Spaziergang, ein Bad, Sex oder leichte Lektüre, helfen dabei, sich auf den Schlaf einzustellen.</p>
<p>Spannende Filme oder Bücher seien dagegen schlecht, um runterzufahren, kritisiert der Medizinhistoriker Mayer die gängige Praxis, beim Fernsehen einzuschlafen.</p>
<p>Zudem warnt er vor der Einnahme schnell süchtig machender Schlafmittel, da diese nicht für gesunden Schlaf sorgten, sondern den Körper in eine Art Narkose versetzten und heilende Vorgänge beim Schlafen verhinderten.</p>
<p>Der Autor zahlreicher Publikationen zu Klostermedizin und Phytotherapie empfiehlt stattdessen den Einsatz von Heilpflanzen.</p>
<p>Baldrian beispielsweise wirke ähnlich wie das müde machende Hormon Adenosin und helfe bei Unruhe und<br />
Einschlafstörungen. Auch Hopfen, Melisse, Lavendel und die Passionsblume haben eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung.</p>
<p>Mayer weist jedoch darauf hin, dass es kein Allheilmittel gäbe und die Pflanzen unterschiedlich gut bei verschiedenen Menschen wirkten.</p>
<p>„Manche Menschen schlafen auch nach dem Genuss von Kaffee&#8230;!“, meint Dr. Mayer zum Abschluss schmunzelnd.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Atem holen und durchschnaufen</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/atem-holen-und-durchschnaufen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2015 18:16:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.lebenslinie-magazin.de/?p=2120</guid>

					<description><![CDATA[Zwei von 100 Frauen und vier von 100 Männern leiden an Atemstillständen während des Nachtschlafes, publiziert die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin. Rund 800.000 Deutsche seien derzeit deswegen in Behandlung, so die Organisation, die Dunkelziffer unbehandelter Schlafapnoen sei um ein Vielfaches höher. Die Schätzungen belaufen sich auf rund fünf Millionen Betroffene allein in Deutschland. [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2121" style="width: 261px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/atem-holen-und-durchschnaufen/baron/" rel="attachment wp-att-2121"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2121" class="size-medium wp-image-2121" src="http://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2015/10/Baron-251x300.jpg" alt="„Neben der obstruktiven gibt es auch die zentrale Schlafapnoe. Diese ist jedoch selten. Dabei handelt es sich um eine Atemregulationsstörung, die beispielsweise bei Herzinsuffizienz auftreten kann“, so der Schlafmediziner Dr. Stefan Baron. Foto: Susanna Khoury" width="251" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2015/10/Baron-251x300.jpg 251w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2015/10/Baron-218x261.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2015/10/Baron.jpg 444w" sizes="auto, (max-width: 251px) 100vw, 251px" /></a><p id="caption-attachment-2121" class="wp-caption-text">„Neben der obstruktiven gibt es auch die zentrale<br />Schlafapnoe. Diese ist jedoch selten. Dabei handelt es sich<br />um eine Atemregulationsstörung, die beispielsweise bei<br />Herzinsuffizienz auftreten kann“, so der Schlafmediziner<br />Dr. Stefan Baron. Foto: Susanna Khoury</p></div>
<p>Zwei von 100 Frauen und vier von 100 Männern leiden an Atemstillständen während des Nachtschlafes, publiziert die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin.</p>
<p>Rund 800.000 Deutsche seien derzeit deswegen in Behandlung, so die Organisation, die Dunkelziffer unbehandelter Schlafapnoen sei um ein Vielfaches höher.</p>
<p>Die Schätzungen belaufen sich auf rund fünf Millionen Betroffene allein in Deutschland.</p>
<p>Rund 450 Patienten mit wiederkehrenden Atempausen im Nachtschlaf werden jährlich in der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg behandelt, erzählt Dr. Stefan Baron, Leiter des dortigen Schlaflabors.</p>
<p>Angeraten sei eine Therapie auf jeden Fall ab 15 Atempausen pro Stunde. „Keine Atempausen während des Schlafen zu haben ist normal, bei 30 Aussetzern pro Stunde spricht man von einer schweren Schlafapnoe“, so der Schlafmediziner.</p>
<p>Auffälligkeiten bei dieser Erkrankung seien lautes Schnarchen beim Schlafen, das von Pausen von mindestens zehn Sekunden unterbrochen wird.</p>
<p>Die damit verbundene Störung des erholsamen Schlafes führt zu Schläfrigkeit in monotonen Situationen bis hin zu Sekundenschlaf am Steuer mit Unfallgefahr.</p>
<p>Weiterhin können Symptome wie Bluthochdruck, Herzrasen oder Kopfschmerzen am Morgen auftreten, erläutert der Internist Dr. Baron die Zusammenhänge mit schlafbezogenen Atmungsstörungen.</p>
<p>Die häufigste Variante ist die sogenannte obstruktive Schlafapnoe, hier kommt es durch die Entspannung der ringförmigen Muskulatur um die oberen Atemwege im Schlaf, sodass der Rachen nicht mehr in der Lage ist, dem beim Einatmen entstehenden Unterdruck genügend Widerstand entgegenzusetzen.</p>
<p>Der obere Teil der Atemwege fällt zusammen und es kommt zu einer Behinderung (Obstruktion), die die Atempause auslöst.</p>
<p>Hauptursachen, so der Schlafmediziner Baron, seien meist starkes Übergewicht, angeborene Fehlstellungen des Unterkiefers (Zurückverlagerung) oder ein zu langer, durchhängender weicher Gaumen.</p>
<p>Auch könne die Einnahme von Schlafmitteln, sedierenden Medikamenten oder Alkoholkonsum Apnoen auslösen. Schlafapnoe gibt es in jedem Lebensalter, das Risiko steigt mit dem Alter.</p>
<p>Anders als im Erwachsenenalter kann sich die Schlafapnoe bei Kindern durch Hyperaktivität und Lernschwäche äußern.</p>
<p>Zusätzliche Ursache können hier vergrößerte Polypen oder Rachenmandeln sein, die dann operativ entfernt werden. Die Diagnose erfolge zunächst durch Selbst- oder Fremdbeobachtung (Partner) und durch die störende Tagesschläfrigkeit, dann durch eine körperliche Untersuchung beim Arzt.</p>
<p>„Bei Verdacht auf eine Apnoe bekommen die Patienten zunächst ein „kleines Schlaflabor“ mit nach Hause.</p>
<p>Das tragbare Messgerät zeichnet Parameter wie Sauerstoffsättigung, Luftfluss an der Nase, Atembewegung der Brust– und Bauchmuskulatur und Körperlage auf, mit denen Apnoen erkannt werden können“, erläutert Dr. Baron den Diagnoseweg.</p>
<p>Wenn das „kleine Schlaflabor“ eine Schlafapnoe wahrscheinlich macht, führt der Weg ins „große“ Schlaflabor, wo über ein bis zwei Tage hinweg weitere Messungen gemacht werden.</p>
<p>„Hier werden dann beispielsweise noch zusätzlich die Hirnströme aufgezeichnet, was die Beurteilung der Schlafqualität mit Traum- und Tiefschlaf ermöglicht“, berichtet der Schlaflaborleiter der Missionsärzlichen Klinik Dr. Baron.</p>
<p>Wird eine Schlafapnoe festgestellt, könne in vielen Fällen eine Schlafmaske Abhilfe schaffen.</p>
<p>Das sogenannte CPAP-Gerät („continuous positive airway pressure“- meint kontinuierlicher Atemwegsüberdruck) funktioniert so: Die angesaugte Luft aus dem Raum hält über eine Nasenmaske im Schlaf die Atemwege frei und verhindert so die gesundheitsschädlichen Atempausen.</p>
<p>Viele Apnoepatienten können durch die Maske erstmals wieder gut schlafen &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes nachts durchschnaufen.</p>
<p>Der Effekt des wiedergewonnen erholsamen Schlafes: ein ausgeschlafener und gut gelaunter Mensch am nächsten Morgen.</p>
<p>Eine weitere Option neben der Schlafmaske sei unter bestimmten Voraussetzungen eine Unterkieferschiene, die jedoch anders als das CPAP-Gerät meist nicht vollständig von den Krankenkassen übernommen werde, so Baron.</p>
<p>In seltenen Fällen (ein Prozent aller Patienten) sei auch eine HNO-ärztliche OP des weichen Gaumens das<br />
Mittel der Wahl, um Symptome zu lindern oder zu beseitigen.</p>
<p>Nicht entdeckte oder nicht behandelte Apnoen verschlechtern nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen wegen des Gerädertseins am Tag oder der Gefahr des Sekundenschlafs am Steuer, sondern verkürzten auch langfristig deren Leben: „Unbehandelte Apnoepatienten versterben in der Regel früher und dann meist an Herz Kreislauferkrankungen“, warnt der Schlafexperte vor dem Ignorieren einer Apnoe.</p>
<p>„Wenn der Körper über viele Jahre oder gar Jahrzehnte sich mit den Auswirkungen der Apnoe arrangieren muss (wie zum Beispiel schlechter Sauerstoffsättigung im Blut) quittiert er das irgendwann beispielsweise mit einem Herzinfarkt oder Schlaganfall!“</p>
<p><em>Das Interview mit Dr. Stefan Baron, Leiter des Schlaflabors in der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg, führte Lebenslinie-Chefredakteurin Susanna Khoury</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Die Rolle der Chronobiologie in ChronoCity</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/die-rolle-der-chronobiologie-in-chronocity/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Oct 2015 14:29:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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					<description><![CDATA[Der 29. April 2015 ist für Bad Kissingen ein besonderes Datum. Der Wirtschaftsausschuss hat an diesem Tag Wirtschaftsförderer Michael Wieden mit der Entwicklung eines Szenarios beauftragt, durch das die Kurstadt eine Vorreiterrolle beim Ausstieg aus der Sommerzeit einnehmen könnte. Mit dem Ziel, sich nach der inneren Uhr des Menschen auszurichten, geht man schon seit 2012 [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1894" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/die-rolle-der-chronobiologie-in-chronocity/wieden/" rel="attachment wp-att-1894"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1894" class="size-medium wp-image-1894" src="http://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2015/10/Wieden-300x195.jpg" alt="„Ziel sollte es sein, dass wir die Arbeit um den Menschen biegen und nicht den Menschen um die Arbeit“, so Michael Wieden. Foto: ©www.TESSENBERG.com" width="300" height="195" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2015/10/Wieden-300x195.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2015/10/Wieden-218x142.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2015/10/Wieden-214x140.jpg 214w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2015/10/Wieden.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1894" class="wp-caption-text">„Ziel sollte es sein, dass wir die Arbeit um den Menschen<br />biegen und nicht den Menschen um die Arbeit“, so Michael Wieden. Foto: ©www.TESSENBERG.com</p></div>
<p>Der 29. April 2015 ist für Bad Kissingen ein besonderes Datum.</p>
<p>Der Wirtschaftsausschuss hat an diesem Tag Wirtschaftsförderer Michael Wieden mit der Entwicklung eines Szenarios beauftragt, durch das die Kurstadt eine Vorreiterrolle beim Ausstieg aus der Sommerzeit einnehmen könnte.</p>
<p>Mit dem Ziel, sich nach der inneren Uhr des Menschen auszurichten, geht man schon seit 2012 „schwanger“.</p>
<p>2016 existiert die Sommerzeit in Deutschland mit Pausen bereits 100 Jahre.</p>
<p>Forscher haben festgestellt, dass die Zeitumstellung Ende März für viele Menschen langfristig negative Gesundheitsfolgen hat.</p>
<p>So kann sich das Risiko von Unfällen am Arbeitsplatz, von Selbsttötungen, Schlaganfällen und Herzinfarkten erhöhen.</p>
<p>Warum das so ist, erklärt Dr. rer. nat. Thomas Kantermann, Chronobiologe an der Universität Groningen, wissenschaftlicher Leiter und Mit-Initiator der ChronoCity: „Jeder Mensch hat eine individuelle innere biologische Uhr. Sie muss täglich mit dem 24-Stunden Tag synchronisiert werden und dies geschieht durch Licht.“</p>
<p>Licht am Morgen sei besonders wichtig, um die innere Uhr ‚auf Kurs‘ zu halten.</p>
<p>Wenn man davon nicht genügend bekomme, verschiebe sich der Schlaf auf spätere Uhrzeiten. Da wir meist dennoch früh aufstehen müssten, führe dies zu einer Verkürzung der Regenerationszeit.</p>
<p>Die Folgen: „Die Akkus können nicht ausreichend aufgeladen werden“, ergänzt Wieden. Schulen und Unternehmen seien auf das Thema bereits aufmerksam geworden.</p>
<p>„Sie stoßen aber an Grenzen.“ Grund genug, sich den Spättypen („Eulen“), Frühtypen („Lerchen“) sowie den „Normaltypen“ (Intermediärtypen) in diesem weltweit einmaligen Pilotprojekt zu widmen.</p>
<p>Die „Normaltypen“ sind übrigens jene 60 Prozent der arbeitenden Bevölkerung, die zwischen 23.30 und 1 Uhr einschlafen und morgens ohne Wecker zwischen 7.30 und 9 Uhr aufwachen würden.</p>
<div id="attachment_1895" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/die-rolle-der-chronobiologie-in-chronocity/kantermann-text/" rel="attachment wp-att-1895"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1895" class="size-medium wp-image-1895" src="http://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2015/10/Kantermann-Text-300x200.jpg" alt="Folgen der Zeitumstellung: „Wir werden später am Tag müde und müssten dann eigentlich morgens länger schlafen“, so Dr. Kantermann. Foto: Reyer Boxem" width="300" height="200" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2015/10/Kantermann-Text-300x200.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2015/10/Kantermann-Text-218x145.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2015/10/Kantermann-Text.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1895" class="wp-caption-text">Folgen der Zeitumstellung: „Wir werden später<br />am Tag müde und müssten dann eigentlich<br />morgens länger schlafen“, so Dr. Kantermann. Foto: Reyer Boxem</p></div>
<p>Aber: „80 Prozent brauchen dennoch einen Wecker an Arbeitstagen. Das zeigen die Daten aus dem Labor von Professor Till Roenneberg, LMU. Um die machen wir uns Sorgen und für diese Menschen steht ChronoCity ein“, so Kantermann weiter.</p>
<p>Um langfristig etwas zu bewegen, wird daher gleich an mehreren Stellen angegriffen. So existiert ein Pilotprojekt an einer Schule mit dem Ziel, diese um 9 Uhr beginnen zu lassen.</p>
<p>Daneben gibt es Gespräche mit Unternehmen über die Anpassung individueller Arbeitszeiten.</p>
<p>Außerdem soll es Projekte mit Kliniken geben, deren Therapiezeiten auf die individuellen Rhythmen von Spättypen, Frühtypen oder „Normaltypen“ angepasst werden sollen.</p>
<p>Sogar Operationszeiten könnten nach der inneren Uhr des Patienten optimiert werden. Auch eine Akademie wird es künftig in Bad Kissingen geben.</p>
<p>Aktuell steht aber erst einmal die Aufklärung im Vordergrund, von der auch die breite Bevölkerung, etwa bei den Gesundheitstagen 2016, profitieren kann.</p>
<p>Aber warum eigentlich Bad Kissingen? „An diesem Ort geht es traditionell um Gesundheit“, so der Initiator.</p>
<p>Es passe perfekt zum ursprünglichen Kurgedanken der Prävention.</p>
<p>Denn es geht vor allem um eines: „Etwas für die Gesund-Erhaltung zu tun, indem man wieder mehr auf seine innere Uhr hört und dafür auch etwas tut.“</p>
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