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	<title>Landlust &#8211; Lebenslinie</title>
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	<description>Gesundheitsmagazin für Mainfranken</description>
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		<title>Ein Barfuß-Doktor erzählt</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/ein-barfuss-doktor-erzaehlt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Apr 2024 09:16:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Landlust]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Begriff „Barfuß-Doktor“ stammt ursprünglich aus China. Hier zogen Personen mit Wissen in traditioneller chinesischer Medizin von Dorf zu Dorf, meist barfuß, um auf dem Land ein Minimum an medizinischer Versorgung zu gewährleisten – meist ohne akademische Ausbildung. In Deutschland bezeichnet man heute auch akademisch ausgebildete Mediziner als Barfuß-Ärzte, wenn sie ohne nennenswerte Hilfsmittel oder [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_17734" style="width: 210px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-17734" class="size-medium wp-image-17734" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_9581-200x300.jpeg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_9581-200x300.jpeg 200w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_9581-683x1024.jpeg 683w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_9581-1024x1536.jpeg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_9581-1365x2048.jpeg 1365w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_9581-218x327.jpeg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/04/IMG_9581-scaled.jpeg 1707w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-17734" class="wp-caption-text">Dr. Rost © privat</p></div>
<p>Der Begriff „Barfuß-Doktor“ stammt ursprünglich aus China. Hier zogen Personen mit Wissen in traditioneller chinesischer Medizin von Dorf zu Dorf, meist barfuß, um auf dem Land ein Minimum an medizinischer Versorgung zu gewährleisten – meist ohne akademische Ausbildung. In Deutschland bezeichnet man heute auch akademisch ausgebildete Mediziner als Barfuß-Ärzte, wenn sie ohne nennenswerte Hilfsmittel oder Apparate arbeiten. Dr. Peter Rost (81), seit über 50 Jahren Allgemeinarzt, bezeichnet sich selbst mit Stolz als Barfuß-Doktor. Er habe bei einem Kongress in München einmal seine Schuhe ausgezogen, sei barfuß zum Podium gelaufen und habe so auf eine abwertende Bemerkung eines Facharzt-Kollegen gegenüber Allgemeinmediziner:innen pariert. Die Tätigkeit der Allgemeinärzt:innen sei vielleicht bar von Nimbus, aber Hausärzt:innen seien umfassend ausgebildet, um Menschen ganzheitlich helfen zu können, so Dr. Rost. „Für mich als Hausarzt steht die Beziehung zum Menschen im Vordergrund, das Interesse an dessen Familiengeschichte und dessen Aufgaben im Leben. Und nicht zuletzt muss ich als Allgemeinarzt Leidenschaft für mein Tun und generell Liebe zu Menschen mitbringen.“ Er praktiziere seit 46 Jahren Sprechende Medizin und könne zu 80 Prozent damit eine Diagnose stellen. Den ganzheitlichen Blick auf Patient:innen und deren Krankheiten habe er nie aus den Augen verloren. Und heute mit 81, immer noch halbtags als Landarzt in Randersacker in seiner Praxis zusammen mit seinem Sohn Michael tätig, gönne er sich den Luxus, sich wirklich Zeit für seine Patient:innen zu nehmen. „Das kann ich mir natürlich nur leisten, weil mein Sohn die Pflicht absolviert, wozu unter anderem Buchhaltung, Dokumentation und Abrechnung gehört, und ich mich so voll und ganz auf die Kür, das Arztsein, konzentrieren kann“, so der Facharzt für Innere Medizin. Aus einer Arztfamilie stammend (in der sechsten Generation), scheine sein Verständnis von Medizin heute aus der Zeit gefallen, so der Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Etwa in Bezug auf die stetig voranschreitende Digitalisierung bis hin zur KI-basierten Medizin, die immer stärkere Spezialisierung in allen Fachbereichen, gepaart mit dem Anspruch auf Work-Life-Balance und geregelten Arbeitszeiten von Ärzt:innen. Sein Vater und auch er waren noch Tag und Nacht Arzt, das gäbe es heute nicht mehr. Das sei auch gut so! „Aber nicht alles früher war schlecht!“ In seinem Buch schreibt Peter Rost über das dynamische Gleichgewicht, wenn es um die Gesundheit geht. Davon das große Ganze im Blick zu behalten und nicht nur Einzelteile zu fokussieren. Davon, ob eine 85-jährige Frau wirklich 15 Tabletten täglich zu sich nehmen müsse, die sie nach der Entlassung aus dem Krankenhaus verschrieben bekommen hat. Er persönlich nehme zwei Tabletten, einen Blutdrucksenker und ein Mittel für die Niere, und seit Kurzem noch Vitamin D. „Weniger ist oft mehr. Jedes zusätzliche Medikament tritt in Wechselwirkung zu den bereits verordneten“, so der frühere Lehrbeauftragte an der Universität Würzburg. „Aber auch jedes Wort, was man sagt oder nicht sagt, hinterlässt Spuren.“ Sprechende Medizin und der ganzheitliche Blick auf den Menschen sei wieder en vogue. Eine Tendenz, die die Geister, die wir riefen, – zum Teil – zurück in ihre Schranken weist und gepaart mit der neuen „Landlust“ das Landärzt:innen-Dasein für angehende Mediziner:innen wieder interessant macht. Apropos angehende Mediziner:innen &#8230; jungen Kolleg:innen empfiehlt Dr. Rost gerne die Lektüre von „Die Verlorene Kunst des Heilens“ von Bernhard Lown. Sie sei ein Plädoyer für eine Medizin mit menschlichem Gesicht, basierend auf einer gelungenen auf Vertrauen basierenden Beziehung zwischen Ärzt:innen und Patient:innen.</p>
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		<title>Neue Versorgungsstruktur: das Gesundheitszentrum</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/neue-versorgungsstruktur-das-gesundheitszentrum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Apr 2024 04:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Landlust]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie & Fürsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit immerhin noch vier Allgemeinmedizinern war es eigentlich recht gut bestellt um die hausärztliche Versorgung in dem rund 4400 Einwohner zählenden unterfränkischen Städtchen Amorbach. Trotzdem machte sich Rathauschef Peter Schmitt, seit 2006 im Bürgermeisteramt, schon früh Gedanken um die Zukunft der medizinischen Versorgung. Er wurde eine der treibenden Kräfte, als sich acht bayerische Kommunen der [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_17538" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-17538" class="wp-image-17538 size-medium" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/DSC01930-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/DSC01930-300x200.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/DSC01930-1024x683.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/DSC01930-1536x1024.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/DSC01930-2048x1366.jpg 2048w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/DSC01930-218x145.jpg 218w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-17538" class="wp-caption-text">Dr. Chefalo und Andreas Hickmann ©Michaela Schneider</p></div>
<p>Mit immerhin noch vier Allgemeinmedizinern war es eigentlich recht gut bestellt um die hausärztliche Versorgung in dem rund 4400 Einwohner zählenden unterfränkischen Städtchen Amorbach. Trotzdem machte sich Rathauschef Peter Schmitt, seit 2006 im Bürgermeisteramt, schon früh Gedanken um die Zukunft der medizinischen Versorgung. Er wurde eine der treibenden Kräfte, als sich acht bayerische Kommunen der Region 2015 zur sogenannten Odenwald-Allianz zusammenschlossen, einem Gebiet mit rund 20.000 Einwohnern. Und: Er machte sich für die Gründung einer Genossenschaft zur hausärztlichen Versorgung stark. Der 2021 eingetragenen „Campus Go e.G.“ hat sich neben den Allianz-Kommunen zudem eine hessische Gemeinde im Grenzgebiet angeschlossen. Im April 2023 nahmen dann die beiden Allgemeinmediziner Dr. Andreas Hickmann (61) und Dr. Peter Chefalo (55) im frisch gegründeten Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) im wenige Kilometer von Amorbach entfernten Schneeberg die Arbeit auf, angestellt sind sie bei der Campus GO e.G. Die Praxis in Schneeberg besteht schon lange, 1992 hatte sich Hickmann in der Kommune als Hausarzt niedergelassen. Bis zu zehn Allgemeinmediziner:innen könnten eines Tages im MVZ arbeiten – und in weiteren Schritten vielleicht auch die:der ein oder andere Fachärzt:in. Dafür hatte Hickmann, selbst Genossenschafter der ersten Stunde, seinen eigenen Sitz aufgegeben. „Mir ist extrem wichtig, dass meine Patient:innen auch in Zukunft gut versorgt sind“, begründet er dies. Ein:e Praxisnachfolger:in war weit und breit nicht in Sicht. Junge Kolleg:innen wollten sich nun mal lieber anstellen lassen. Das genossenschaftlich organisierte, gemeinwohlorientierte Modell sieht Hickmann gleichzeitig als Schritt, ein von einer gewinnorientierten Kapitalgesellschaft gesteuertes MVZ in der Region zu verhindern. Die bestehende Praxis in Schneeberg als „MVZ-Zentrale“ ist laut Bürgermeister und Odenwald-Allianz-Sprecher Peter Schmitt nur eine Übergangslösung. In Amorbach soll auf dem Gelände einer alten Gärtnerei in direkter Nachbarschaft zum Schulcampus ein großes Gesundheitszentrum entstehen, dafür hat die Stadt eine eigene Projektgesellschaft gegründet. Bis zum Frühjahr 2025 soll das Gesundheitszentrum, so der motivierte Plan, bezugsfertig sein. Dorthin wird das MVZ dann umziehen. Neben Hausärzt:innen sollen weitere Gesundheitsanbieter:innen einen großen Teil des ambulanten Versorgungsspektrums abdecken. Im Gesundheitszentrum sind ferner Präventionsangebote geplant, ein Medizinlabor als Akutlabor, eine Praxis für Kinder- und Jugendpsychotherapie, eine Erwachsenenpsychotherapiepraxis, ein Sanitätshaus, eine Apotheke, eine Sozialstation des Caritas-Kreisverbandes, arbeitsmedizinische Dienstleistungen und mehr. Der Begriff „Campus GO e.G.“ mag erst einmal verwirren. Campus hat nicht, wie man vielleicht meinen mag, mit einer Hochschule zu tun, sondern steht für eine medizinische Versorgung an verschiedenen Standorten. Das „GO“ steht für „Gesundheitszentrum Odenwald“.<span class="Apple-converted-space">  </span>Das neu entstehende Gesundheitszentrum bildet entsprechend nur einen Baustein des neuen MVZ. Geplant ist eine dezentrale Struktur mit weiteren Nebenbetriebsstätten in den übrigen Genossenschaftskommunen oder auch Sprechstunden in Gemeinden ohne eigene Hausärzt:innen. Auch ist eine telemedizinische Vernetzung mit den drei Universitätskliniken in Würzburg, Heidelberg und Frankfurt angedacht.</p>
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		<title>Landhausstil: schick, modern &#038; gesund</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/landhausstil-schickmodern-gesund/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Apr 2024 04:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Landlust]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[„Landhausstil“ – da kommen Assoziationen auf: Schwere, dunkle Möbel, irgendwie gestrig &#8230; oder? Baubiologe Karlheinz Ursprung aus Waldbüttelbrunn versteht darunter etwas ganz anderes. „Für mich geht es beim Landhausstil darum, natürliche Materialien einzusetzen“, sagt der Fachmann. „Wohngesundheit“ lautet sein Stichwort. Und dabei hat er wahrhaft nicht nur den Baustoff Holz im Blick. Für ihn bedeutet [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_17570" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-17570" class="size-medium wp-image-17570" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/04/Bild-2-300x205.jpg" alt="" width="300" height="205" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/04/Bild-2-300x205.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/04/Bild-2-1024x699.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/04/Bild-2-1536x1049.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/04/Bild-2-2048x1398.jpg 2048w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/04/Bild-2-218x149.jpg 218w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-17570" class="wp-caption-text">Karl-Heinz Ursprung ©Lebenslinie</p></div>
<p>„Landhausstil“ – da kommen Assoziationen auf: Schwere, dunkle Möbel, irgendwie gestrig &#8230; oder? Baubiologe Karlheinz Ursprung aus Waldbüttelbrunn versteht darunter etwas ganz anderes. „Für mich geht es beim Landhausstil darum, natürliche Materialien einzusetzen“, sagt der Fachmann. „Wohngesundheit“ lautet sein Stichwort. Und dabei hat er wahrhaft nicht nur den Baustoff Holz im Blick. Für ihn bedeutet der Landhausstil, per se emissionsarme Baustoffe und Produkte ohne Schadstoffe zu verwenden, Elektrosmog zu reduzieren und Schimmel möglichst zu vermeiden – ergo ein gutes und gesundes Raumklima zu schaffen. „Holz als natürlicher Baustoff spielt dabei aber schon eine große Rolle“, sagt Ursprung. „Der Mensch hat von Haus aus einen engen Bezug zum Holz. Wir kennen von klein auf Bäume und Wälder.“ Setzt man diesen Baustoff ein, sei das wie eine „Rückkehr zum Ursprünglichen.“ Die positiven Aspekte von Holz in Bezug auf die Gesundheit seien mittlerweile unbestritten, so der Baubiologe. „Allergiker atmen auf, wenn Oberflächen nur mit natürlichen Mitteln eine Liaison eingehen, wie es bei rohem, geöltem oder gewachstem Holz der Fall ist. Auch Kalk ist eine wunderbare Behandlungsmöglichkeit.“ Für allergisch reagierende Menschen seien außerdem alle Oberflächen gut, die sich nicht elektrostatisch aufladen. Auch hier punktet Holz. Zudem filtere es Schadstoffe und Gerüche aus der Raumluft. Das schone die Atemwege genauso wie der Umstand, dass Holz von Natur aus keine Schadstoffe in sich trage. Dass der nachwachsende Rohstoff ­aufgrund seiner Diffusionsoffenheit so ganz nebenbei auch noch der Hausstaubmilde ihre Lebensgrundlage „Feuchtigkeit“ entziehe, dürfte mittlerweile bekannt sein. Etwas anders stünde es um das Thema Elektrosmog und Holz, sagt Karlheinz Ursprung. „Holz ist zwar nicht dafür bekannt, dass es Strom leitet, doch im Niederfrequenzbereich gilt das nicht.“ Das Holz könne sich durch die im Haus verlegten Stromleitungen aufladen – ein Phänomen, das unter Baubiologen seit Jahrzehnten bekannt sei. „Daher muss immer mit abgeschirmten Kabeln gearbeitet werden.“ Gar nicht oft genug kann der Experte auf die antibakterielle Wirkung von Holz verweisen. „Holz nimmt nicht nur Feuchtigkeit auf, die enthaltenen Tannine und Polyphenole tragen ebenfalls zur keimtötenden Wirkung bei.“ Besonders ausgeprägt sei das bei Kiefernkernholz, aber auch bei Eiche und Lärche<sup>1</sup>. Er selbst schwärmt von der Seekiefer, aber auch von der in den Alpen und in den Karpaten beheimateten Zirbelkiefer – vor allem wegen ihrer beruhigenden Wirkung auf Herz und Kreislauf. Ein Umstand, den der Physiologe und Forscher Maximilian Moser von der Universität Graz in der Studie „SOS – Schule ohne Stress“<sup>2</sup> auch wissenschaftlich nachgewiesen hat. Das Fazit des Baubiologen: „Landhausstil – das ist für mich schick, modern und gesund.“ <i>Nicole Oppelt</i><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><i>Quellen: 1 www.idw-online.de/de/news36650, 2 www.derix.de/wp-content/uploads/Studie_Schule_ohne-Stress.pdf</i></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was das Land  hervorbringt</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/was-das-land-hervorbringt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Apr 2024 04:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Landlust]]></category>
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					<description><![CDATA[„Es gibt viele gute Gründe, Lebensmittel aus der Region zu kaufen“, sagt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Zum einen seien die Transportwege kurz und würden schädliche Treibhausgase verringern, zum anderen würde der Kauf vor Ort die regionale Landwirtschaft, Verarbeitungsbetriebe und Vermarkter:innen stärken. Auch Informationen über die Erzeugung seien direkt zu bekommen. Ein wichtiges Argument: „Regionale [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Es gibt viele gute Gründe, Lebensmittel aus der Region zu kaufen“, sagt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Zum einen seien die Transportwege kurz und würden schädliche Treibhausgase verringern, zum anderen würde der Kauf vor Ort die regionale Landwirtschaft, Verarbeitungsbetriebe und Vermarkter:innen stärken. Auch Informationen über die Erzeugung seien direkt zu bekommen. Ein wichtiges Argument: „Regionale Landwirtschaft ist erlebbar und sichtbar.“ So wie bei Martin Keller, der Kellers Hofladen in Karlburg bei Karlstadt betreibt. „Wir haben uns in unserem Familienbetrieb auf den Anbau von Speisekartoffeln spezialisiert“, beschreibt er sein Tätigkeitsfeld. Durch die günstigen klimatischen Voraussetzungen im Maintal könne sein Betrieb das ganze Jahr über Kartoffeln anbieten. Schon ab dem Monatswechsel Mai/Juni werden hier die ersten Frühkartoffeln geerntet. „Durch kurze Transportwege und erntefrische Ware sind sie die beste Wahl zum Spargel“, ist Martin Keller überzeugt. Nach den Frühkartoffeln würden die lagerfähigen Herbstkartoffeln folgen, bei denen aus zahlreichen Sorten ausgewählt werden könne. Sein Hof verfügt zudem über ein klimatisiertes Lager. So kann er sicherstellen, dass das ganze Jahr über frische Knollen vorrätig sind. Übrigens, auch das BZfE befürwortet den Verzehr von Kartoffeln. Es handle sich um eine „kalorienarme Knolle mit wertvollen Inhaltsstoffen“. Sie liefere so gut wie kein Fett, enthalte aber Stärke, Ballaststoffe, Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Das Fazit der Expert:innen: In einer ausgewogenen Ernährung sollte die Kartoffel unbedingt ihren „festen Platz“ haben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>In Schwarzach am Main in der Raritätengärtnerei Schwarzach dreht sich seit 1983 alles um Gesundes vom Land. Seit drei Jahren liegt sie in den Händen des studierten Gartenbauwissenschaftlers Martin Schäfer. Auf einer zwei Hektar großen Freilandfläche und einem Hektar Gewächshausfläche werden zahlreiche Fein- und Fruchtgemüse angebaut. Zusätzlich werden fast das ganze Jahr über Gemüsejungpflanzen, Gehölze, Beerenobst, Heilkräuter, Wildkräuter und Gewürzkräuter angeboten. Besonders stolz ist Schäfer auf seine Auswahl an Bio-Tomaten. „Unsere verschiedenen Tomaten zeichnen sich oft durch ihren einzigartigen Geschmack aus, der den kulinarischen Alltag bereichert“, schwärmt er. All seine Sorten seien samenecht und frei verfügbar. Entscheidend für ihn: Sie würden zur Erhaltung der Biodiversität beitragen, da sie genetisch vielfältiger seien und damit widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und Schädlingen. „Ihre Anpassungsfähigkeit an lokale Bedingungen erleichtert den Anbau und fördert nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken.“ Probieren lohnt sich, meint auch das BZfE: „Reichlich Vitamin C, Kalium, Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Lykopin und noch viel mehr machen Tomaten so gesund.“ Safran gehört zum Metier von Katharina Apfelbacher. Tätig ist sie auf ihrem Drei-Generationen-Bauernhof, dem Ströhlershof in Erlach, wo sie Anbau nach biologischen Kriterien betreibt. „Es ist eine uralte Pflanze, die ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet kommt und erstmals vor 4000 Jahren erwähnt wurde“, weiß die ambitionierte Landwirtin. Schon immer sei Safran als Heilpflanze verwendet worden. Das Potenzial des roten Goldes, wie Safran genannt wird, bestätigt auch Heilpraktiker Bernhard Späth aus Lohr am Main. Die Stempelfäden, so der Experte, würden wichtige B-Vitamine, ätherische Öle und eine Menge Carotin (Provitamin A) enthalten. „Safran findet Anwendung als entzündungshemmendes, schmerzstillendes, durchblutungs- und verdauungsförderndes, krampflösendes und nervenstärkendes Mittel.“ Aufgrund seiner Eigenschaften könne der Safran etwa bei Depressionen, Augenleiden, Magen- und Leberbeschwerden (durch die enthaltenen Bitterstoffe), Demenzerkrankungen, Tumorbildungen und Potenzstörungen hilfreich sein. Auch das prämenstruelle Syndrom könne günstig beeinflusst werden. Seit zwei Jahren versucht sich Katharina Apfelbacher an Feigen. Im vergangenen Jahr gab es die erste Ernte. Sie schmecke nicht nur gut und enthalte fast die gesamte Bandbreite an Vitaminen, sondern sei aufgrund ihrer enthaltenen Ballaststoffe auch für die Verdauung förderlich, weiß die dreifache Mutter. Auf dem Obsthof von Rainer Böhm in Dettelbach gibt es Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Erdbeeren und vieles mehr aus eigenem, naturnahem Anbau. Seine Beeren und Steinobst haben gerade Saison. Und sie sind der Gesundheit zuträglich. So hätten etwa Heidelbeeren „antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften“, weiß der Fachmann. Erdbeeren wiederum seien besonders kalorienarm, enthielten viele Vitamine und überzeugen durch einen „hohen Gehalt an Folsäure und Eisen“. Freunde der Süßkirsche profitieren ebenfalls. Sie sei „reich an den Mineralstoffen Phosphor, Eisen und Vitaminen“. Um das sortentypische Aroma und die Fruchtqualität für viele Monate zu erhalten, setzt Rainer Böhm auf sogenannten CA-Kühllager, wo sie in den Tiefschlaf versetzt würden. „CA bedeutet ‚Kontrollierte Atmosphäre‘“, erklärt er. „Dies besagt, dass Lagerluft, Temperatur und Luftfeuchtigkeit ständig kontrolliert und aufeinander abgestimmt werden.“ So werde der Sauerstoffgehalt in den Kühlräumen so weit abgesenkt, dass die Atmung der Äpfel ganz natürlich verlangsamt und der Stoffwechsel reduziert werde. Täglich frisch sortiert und aufbereitet gelangt das Obst anschließend ohne große Transportwege zu den Kund:innen oder kann im Hofladen respektive über den Onlineshop bezogen werden. „Gemüse und Obst schmecken nicht nur lecker, sondern haben auch sonst viel zu bieten. Wer oft zugreift und die bunte Vielfalt nutzt, tut sich selbst und der Umwelt Gutes“, so der Appell der BZfE-Experten. Essen in den Farben des Regenbogens (wir berichteten) tut einfach gut!</p>
<p><i>Fotos: ©depositphotos.com: @amylv, @ryzhkov86, @NatashaKun, @Nik_Merkulov, @scis65, @jurajkovac, @kavita, @Furian, @kalozzolak, @Paul_Cowan, @Kassandra2, @pimonova, ©Oliver Karl</i></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grundlage allen Lebens: der Boden</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/grundlage-allen-lebens-der-boden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Apr 2024 04:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Landlust]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[In Europa ist mehr als ein Drittel der Getreideprodukte aus konventioneller Landwirtschaft mit Pestizid-Rückständen belastet. Das geht aus dem neuen Report der Verbraucherorganisation Foodwatch (The Dark Side of Grain) hervor. Auch wenn die ermittelten Rückstände bei den einzelnen Brot-Produkten jeweils unter den erlaubten Richtwerten liegen, ist es doch der Cocktail, der entsteht, wenn man dauerhaft [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_17555" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-17555" class="size-medium wp-image-17555" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/Foto©Schmelz-Fotodesign-Herr-Koehler2367-Kopie-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/Foto©Schmelz-Fotodesign-Herr-Koehler2367-Kopie-300x200.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/Foto©Schmelz-Fotodesign-Herr-Koehler2367-Kopie-1024x681.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/Foto©Schmelz-Fotodesign-Herr-Koehler2367-Kopie-1536x1022.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/Foto©Schmelz-Fotodesign-Herr-Koehler2367-Kopie-2048x1363.jpg 2048w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/Foto©Schmelz-Fotodesign-Herr-Koehler2367-Kopie-218x145.jpg 218w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-17555" class="wp-caption-text">© Schmelz Fotodesign</p></div>
<p>In Europa ist mehr als ein Drittel der Getreideprodukte aus konventioneller Landwirtschaft mit Pestizid-Rückständen belastet. Das geht aus dem neuen Report der Verbraucherorganisation Foodwatch (The Dark Side of Grain) hervor. Auch wenn die ermittelten Rückstände bei den einzelnen Brot-Produkten jeweils unter den erlaubten Richtwerten liegen, ist es doch der Cocktail, der entsteht, wenn man dauerhaft belastete Getreideprodukte zu sich nimmt (die Dosis macht das Gift). Seit 25 Jahren ist in Deutschland der Absatz von Pestizidwirkstoffen konstant.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong><i>Lebenslinie (LL): Bodenständiges Handwerk im wahrsten Sinne des Wortes setzt auf Landwirtschaft, die keine Pestizide verwendet. Wie geht das und was bedeutet das für die Getreideprodukte, die Artenvielfalt, die Böden und die Gesundheit der Verbraucher:innen?</i></strong></p>
<p>Ernst Köhler (EK): „Im Ökolandbau werden keine chemisch-synthetischen Pestizide eingesetzt, was gut für die Artenvielfalt ist. Jedoch wird durch diesen Verzicht die Arbeit auf dem Feld deutlich aufwendiger, unerwünschte Beikräuter müssen (teils manuell) entfernt werden, regelmäßig muss auf Schädlinge kontrolliert werden etc. Auch der Klimawandel bereitet Sorgen, weil man nur schwer abschätzen kann, wie sich verschiedene Kulturen in den kommenden Jahren mit zunehmenden Extremwetterlagen auf dem Feld verhalten werden.“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong><i>LL: Laut dem Pestizidatlas erkranken jährlich rund 385 Millionen Menschen an Pestizidvergiftungen, auf Feld und Flur geht die Artenvielfalt verloren, Insekten sterben mehr und mehr. Pestizide haben einen großen Anteil an diesem ökologischen Armageddon. Wie kann man diese Abwärtsspirale stoppen?</i></strong></p>
<p>EK: „Wenn ich auf diese große Frage nur eine Antwort geben könnte, dann diese: Bio muss die Norm werden. Es ist falsch, dass im konventionellen (Lebensmittel-)Einzelhandel Bio als das Außergewöhnliche, Besondere behandelt wird. Die Krux ist da selbstverständlich auch der Preis. Wenn konventionelle Lebensmittel nur einen Bruchteil kosten, dann ist es klar, dass viele Menschen so konsumieren – nicht, weil sie nicht vielleicht gerne anders kaufen wollen würden, sondern weil sie sich es vielleicht nicht leisten können, auf Bio-Lebensmittel umzusteigen.“</p>
<p><strong><i>LL: Wie viel Getreide beziehen Sie im Jahr für Ihre Backwaren (Weizen, Roggen, Dinkel, Emmer) und wo kommt das her?</i></strong></p>
<p>EK: „Wir beziehen im Jahr grob geschätzt rund 125 Tonnen Getreide und vermahlen das auf der hauseigenen Mühle täglich frisch. Hinzu kommt noch eine gewisse Menge bereits gemahlener Mehle sowie Ruchmehle, Quellmehle und Flocken, sodass eine genaue Menge tatsächlich nur schwer zu beziffern ist. All unser Getreide und auch die Mehle beziehen wir von der OBEG in Schrozberg/Hohenlohe. Mit der Bioland-Erzeugergemeinschaft im nördlichen Baden-Württemberg (rund 60 Kilometer zur Backstube) haben wir einen Partner gefunden, der die gleichen hohen Ansprüche an Getreide hat – und erfüllen kann – wie wir. Mehr als 100 Bioland-Bauern aus der Region bringen ihre Ernte dorthin. Dann wird vor Ort frisch vermahlen und an verarbeitende Betriebe, so wie wir einer sind, geliefert.“</p>
<p><strong><i>LL: Warum ist es besonders bei Vollkornprodukten so wichtig, dass sie aus ökologischer Landwirtschaft stammen?<span class="Apple-converted-space"> </span></i></strong></p>
<p>EK: „Vollkorn bedeutet, dass die Randschichten des Korns vor dem Mahlen nicht entfernt werden. In diesen Randschichten befinden sich die meisten Ballaststoffe, Antioxidantien und Mineralien des Getreides. Soweit der offensichtliche Vorteil von Vollkorn. Allerdings haften auf dieser Randschicht auch jegliche Schadstoffe aus der Umwelt, so also auch Pestizide. In einer Mühle wird das Getreide zuerst gesiebt, um Erde, Steinchen und andere Fremdkörper zu entfernen. In einem nächsten Schritt wird die Oberfläche des Getreides gereinigt, um Staub und Umweltkontaminanten zu entfernen. Allerdings wird (vor allem) bei Getreide, das als volles Korn weiterverarbeitet werden soll, so sanft wie möglich gereinigt, um die Kleie des Getreides, so gut es geht, zu erhalten. Das wiederum bedeutet, dass zwar viele Schadstoffe, aber nie einhundert Prozent der Pestizidrückstände entfernt werden.“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong><i>LL: Welche Rolle spielen hierbei auch die Böden?</i></strong></p>
<p>EK: „Böden sind die Grundlage alles Lebens. Nährstoffe aus dem Boden wandern auch ins Korn. Aber eben nicht nur Nährstoffe, sondern auch Schadstoffe. Deshalb muss unser Boden und das Grundwasser besser geschützt werden.“ <i></i><i></i></p>
<p><strong>Das Interview mit Biobäckermeister Ernst Köhler führte Lebenslinie-Chefredakteurin Susanna Khoury.</strong></p>
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		<title>Die Leute zieht&#8217;s aufs Land</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/die-leute-ziehts-aufs-land/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Apr 2024 04:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Landlust]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie & Fürsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist jedes Mal wieder ein Hochgenuss für Konrad Schlier, abends nach getaner Arbeit heimzukommen. „Unser Haus liegt sehr ruhig, es ist von einem großen Grundstück umgeben, dort zu sein, ist pure Erholung“, sagt der Bürgermeister von Bergtheim bei Würzburg. Nach dem, was er tagtäglich genießt, sehnen sich immer mehr Menschen. Vor allem Bergtheim bekommt [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist jedes Mal wieder ein Hochgenuss für Konrad Schlier, abends nach getaner Arbeit heimzukommen. „Unser Haus liegt sehr ruhig, es ist von einem großen Grundstück umgeben, dort zu sein, ist pure Erholung“, sagt der Bürgermeister von Bergtheim bei Würzburg. Nach dem, was er tagtäglich genießt, sehnen sich immer mehr Menschen. Vor allem Bergtheim bekommt die aktuelle „Landlust“ zu spüren: „Durch neue Baulandausweisungen sind wir in den letzten Jahren richtig gut gewachsen.“ In seiner Heimatgemeinde habe man das Glück, keine Wucherpreise verlangen zu müssen, schildert Schlier. Zuletzt zahlte man für Bauland in Bergtheim etwas weniger als die Hälfte jenes Preises, der in Würzburger Stadtrandgemeinden verlangt wurde: „Gleichzeitig haben wir infrastrukturell viel zu bieten.“ Es gibt mehrere Lebensmittelläden, fünf praktische Ärzt:innen, eine Grundschule sowie einen Kindergarten: „Auch haben wir einen Bahnhof mit täglich 20 Verbindungen nach Würzburg oder Schweinfurt.“ Konrad Schlier kam, vor allem durch seine Zeit bei der Bundeswehr, viel in deutschen Landen herum: „Doch wo auch immer ich war, es zog mich stets hierher zurück.“ Schlier liebt die Ruhe auf dem Land. Und er liebt die Freund:innen, die er an seinem Heimatort hat. Was in Bergtheim passiert, ist kein Einzelfall. Die Studie „Landlust neu vermessen“ des Berlin-Instituts für Bevölkerungsentwicklung belegt, dass seit 2017 vor allem kleine Kommunen an Attraktivität gewonnen haben. Die Zuzüge übersteigen die Wegzüge bei Weitem. 2020, zu Beginn der Corona-Krise, lagen erstmals die sehr peripheren Orte in ihrer Beliebtheit vorn. „Auf dem Land kam man besser durch die Corona-Krise als in der Stadt, vor allem, weil man rasch in der Natur war“, sagt dazu Bernd Korbmann, Bürgermeister von Altertheim im Landkreis Würzburg. Im Übrigen könne auch er konkret in Altertheim feststellen, dass es die Menschen neu aufs Land zieht. Der in der Studie nachgewiesene Trend lässt sich auch am Beispiel der Gemeinde Waldbrunn bei Würzburg belegen. Für Bürgermeister Markus Haberstumpf allerdings ist es nicht erstaunlich, dass er in letzter Zeit viele Neubürger:innen gewinnen konnte: „Wir haben große Neubaugebiete und eine gute Verkehrsanbindung.“ Auch er bestätigt, dass die Corona-Krise zur neuen Landlust beigetragen hat: „Wir waren auf dem Land weniger eingeengt als in der Stadt.“ Was für Bergtheim und Waldbrunn gilt, gilt auch für Kolitzheim im Kreis Schweinfurt. „In den letzten zehn Jahren wuchs unsere Gemeinde durchschnittlich um je ein Prozent“, berichtet Bürgermeister Horst Herbert. Jedes Jahr zogen demnach 50 bis 60 Menschen nach Kolitzheim zu. „Die Nachfrage nach Bauplätzen erlebte bei uns einen richtigen Boom“, so der Bürgermeister. Er selbst, so Horst Herbert, sei „ein Kind des Landes“: „Ich habe nie in einer größeren Stadt gelebt.“ Der Bürgermeister schätzt die Freiheit auf dem Land, die Begegnung mit den Dorfbewohner:innen und das Vereinsleben: „Meine beiden Kinder verbrachten einige Jahre zwecks Studium und Beruf in städtischen Bereichen, allerdings zog es sie wieder in die Heimat zurück.“ Die „neue Landlust“ ist allerdings nicht überall in Unterfranken spürbar. So macht Kerstin Deckenbrock, Bürgermeisterin von Triefenstein in Main-Spessart, andere Erfahrungen als ihre Kollegen. Ihre Gemeinde wuchs zwar 2022 und 2023 ebenfalls. Allerdings vor allem deshalb, weil 70 ukrainische Flüchtlinge zuzogen. Attraktiv sind nach ihren Worten die auf dem Dorf günstigeren Mieten: „Die Bauplatzpreise allerdings können auch bei uns nicht mehr günstig sein, da die Bau­erschließungskosten steigen.“ In Willanzheim bei Kitzingen beobachtet man weder eine neue Landlust noch eine Landflucht. „Unsere Bevölkerung bleibt konstant“, sagt Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert. Sie selbst liebt das Landleben sehr. Wegen der Ruhe. Und wegen des Lebens, umgeben von der Natur.</p>
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		<title>Landfrauenküche ist so viel mehr</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/landfrauenkueche-ist-so-viel-mehr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Apr 2024 04:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Landlust]]></category>
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					<description><![CDATA[Ute Leyh ist als Stadtkind groß geworden. „Mit Landwirtschaft hatte ich in jungen Jahren nicht viel Kontakt“, erzählt die Erlebnisbäuerin aus Rentweinsdorf im Kreis Haßberge. Das änderte sich während ihrer Ausbildung zur Ländlichen Hauswirtschafterin. Leyh entdeckte ihre Liebe zur Landwirtschaft. Heute engagiert sich die Landfrau vor allem dafür, dass Menschen wieder lernen, regional und saisonal [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_17545" style="width: 210px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-17545" class="size-medium wp-image-17545" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_0802_edited-1-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_0802_edited-1-200x300.jpg 200w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_0802_edited-1-683x1024.jpg 683w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_0802_edited-1-1024x1536.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_0802_edited-1-1365x2048.jpg 1365w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_0802_edited-1-218x327.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/IMG_0802_edited-1-scaled.jpg 1707w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-17545" class="wp-caption-text">@ privat</p></div>
<p>Ute Leyh ist als Stadtkind groß geworden. „Mit Landwirtschaft hatte ich in jungen Jahren nicht viel Kontakt“, erzählt die Erlebnisbäuerin aus Rentweinsdorf im Kreis Haßberge. Das änderte sich während ihrer Ausbildung zur Ländlichen Hauswirtschafterin. Leyh entdeckte ihre Liebe zur Landwirtschaft. Heute engagiert sich die Landfrau vor allem dafür, dass Menschen wieder lernen, regional und saisonal zu kochen. Ganz im Sinne der Landfrauenküche. Der Begriff „Landfrauenküche“ entstammt einer 2008 gestarteten Staffel des Bayerischen Rundfunks. Ute Leyh nahm daran 2018 teil. Erzählt sie von dem Menü, das sie damals kochte, läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Als Vorspeise gab es am Lagerfeuer gegarten Lachs mit Wildkräutersalat. Das Hauptgericht bestand aus Kalbsröllchen mit Baumkuchen und Spargel-Tomaten-Gemüse. Als Dessert kredenzte die Landfrauenköchin Joghurt-Honig-Eis auf marinierten Erdbeeren. Bis auf den Lachs entstammte der Großteil aller Ingredienzen dem eigenen Hof: „Ich nahm zum Beispiel Kräuter, die man bei uns findet.“ Leyh engagiert sich vielfach für eine nachhaltige, saisonale und regionale Ernährung im Sinne der Landfrauenküche: „Jedes Jahr kommt zum Beispiel eine sechste Klasse für eine Woche zur Ernährungsbildung zu uns.“ Die Kinder lernen, dass man sich das ganze Jahr über allein mit regionalen Lebensmitteln ernähren kann: „Im Winter zum Beispiel hat man Kohlarten, Kartoffeln oder Lauch zur Verfügung.“ Die Leyhs halten außerdem Kühe, Hühner und Gänse. Von daher können sie das ganze Jahr über auf Milch, Eier und Fleisch zurückgreifen. Für die Landfrau ist es erschreckend, zu sehen, dass das Wissen darüber, welche regionalen Lebensmittel aktuell Saison haben, rapide abnimmt. „Ich bin auch als Prüferin in der Hauswirtschaft tätig und erlebe dort, dass nicht einmal angehende Hauswirtschafterinnen eine Ahnung davon haben, was wann Saison hat“, erzählt sie. Das liege daran, dass in den Supermärkten jederzeit alles verfügbar sei. Kaum jemand mache sich bewusst, welche langen Transportwege die Lebensmittel hinter sich haben. Ute Leyh leistet auch durch die Organisation monatlicher Eltern-Kind-Gruppen auf ihrem Bauernhof Aufklärungsarbeit. Im Sommer werden in der Gruppe zum Beispiel Kartoffeln geerntet: „Daraus kochen wir dann Kartoffelsuppe.“ Seit sieben Jahren gibt es die Gruppen schon: „Aktuell haben wir drei Gruppen mit jeweils bis zu 15 Familien.“</p>
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		<title>Naturschutz &#038; Selbstversorgung</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/naturschutz-selbstversorgung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Apr 2024 04:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Landlust]]></category>
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					<description><![CDATA[So langsam beginnt er wieder zu kitzeln, der grüne Daumen von Erich Morgenstern und weiteren Aktiven. Der passionierte Hobby-Gärtner kann den Start der neuen Freiluftsaison kaum erwarten. Dann geht es wieder verstärkt los mit dem Hacken, Säen und Ernten. Doch dies findet hier nicht im heimischen Garten statt, sondern auf einer großen landwirtschaftlichen Nutzfläche in [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>So langsam beginnt er wieder zu kitzeln, der grüne Daumen von Erich Morgenstern und weiteren Aktiven. Der passionierte Hobby-Gärtner kann den Start der neuen Freiluftsaison kaum erwarten. Dann geht es wieder verstärkt los mit dem Hacken, Säen und Ernten. Doch dies findet hier nicht im heimischen Garten statt, sondern auf einer großen landwirtschaftlichen Nutzfläche in Bergrheinfeld. Gemeinsam bauen dort die Mitglieder:innen der Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi e.V.) Gemüse, Salate und Kräuter an. Eine bunte Gemeinschaft kommt zu Ackersamstagen zusammen, bewirtschaftet die Felder, rückt dem Unkraut zu Leibe und genießt das gemeinsame Mittagessen und das schöne Gefühl, die Produkte für den eigenen Bedarf selbst anzubauen. Im März 2019 konnten die SoLaWi-Mitglieder:innen zum ersten Mal ernten. Seitdem erfolgt die Verteilung nach ‚Ernteteilen‘. Jedes Mitglied entscheidet selbst, wie groß der Ernteteil sein soll, der jede Woche geliefert wird. Es gibt große und kleine Anteile, insgesamt sind es 99. Verteilt wird über neun Verteilungsstellen im Landkreis und in der Stadt Schweinfurt. Dort kann dienstags und freitags frisches Gemüse abgeholt werden. Gerade im Sommer sind die Körbe randvoll. Auch ausgefallenere Sorten landen im Kochtopf. Im Laufe der Jahre hat das Team rund um die fest angestellten Gärtner viele Dinge ausprobiert: die unterschiedlichsten Tomatensorten wurden getestet und von den SoLaWi-Mitglieder:innen bewertet, Gemüse wir Mangold, Edamame oder Bittersalat angesät. „Unsere SoLaWi lebt von den Mitarbeitenden und wir freuen uns über jeden, der sich mit Produkten aus dem ‚eignen Garten‘ versorgen möchte“, stellt Vorstand Erich Morgenstern fest. Er erinnert sich gerne an ein Gespräch mit einer Ernteteilerin aus dem letzten Jahr: „Sie hatte immer Probleme mit ihrem Eisenwert. Seitdem sie Ernteteilerin ist, hat sich das Problem erledigt. Sie kocht viel mehr, weil das Obst und Gemüse da ist und ruft: Ich möchte verbraucht werden.“ Die Arbeit auf dem Acker ist freiwillig, niemand muss mithelfen, auch der reine Bezug der Produkte ist möglich. Und dennoch ist die Ackergemeinschaft das, was die SoLaWi auszeichnet. „Es macht Spaß, gemeinsam in der Natur zu arbeiten. Unser Motto ist: einfach kommen und mitmachen“, betont Morgenstern. Auf das Erreichte ist er sichtlich stolz „SoLaWi bedeutet für uns die Verbindung von Naturschutz und Selbstversorgung. Dies geht weit über den reinen Anbau hinaus. Durch eine Kooperation gibt es das Solidarische Natur Huhn (SoNaHuhn), das Eier liefert. Wir wollen wieder ein Imkerteam aufbauen, haben eine eigene Pflanzenanzucht. Ein Team pflegt nach einem Schnittkurs Streuobstwiesen für Obst und Apfelsaft. Seit 2023 bildet die SoLaWi eine Gemüsegärtnerin aus – als einzige im Landkreis. Und bei allem erreichen wir biologische Vielfalt und bilden einen humusreichen Boden, der Wasser und CO<sub>2</sub> speichert.“ Es ist viel los auf der „Fläche“, wie das Stück Land von den SoLaWi-Mitglieder:innern liebevoll genannt wird. Zum Tag der offenen Gartentür im letzten Mai kamen 700 Besucher. „Genau das macht die SoLaWi aus“, bestätigt Morgenstern. „Wir wollen Menschen dafür begeistern, das eigene Gemüse anzubauen und Gemeinschaft neu zu erleben.“ Wie gut das gelingt, zeigt sich jedem, der an einem Ackertag einfach mal vorbeikommt in Bergrheinfeld.</p>
<p><i>Fotos: ©Rainer Schuler, depositphotos.com: @IgorBorodin, @IgorBorodin,<br />
@NewAfrica, @Smileus, @mythja, @AndrewLozovyi, @akiyoko74,<span class="Apple-converted-space"> </span></i></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Erst das Fressen, dann die Moral?</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/erst-das-fressen-dann-die-moral/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Apr 2024 04:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Landlust]]></category>
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					<description><![CDATA[„Ich wollte ein Sachbuch schreiben, aber es ist ein Entwicklungsroman geworden. Meine ganze Sicht aufs Leben hat sich geändert“, erzählt Bestsellerautorin Karen Duve bei ihrer Lesung im Gartenpavillon des Juliusspitals Anfang Februar in Würzburg. Irgendwann beschloss Duve, anständig zu essen. Grillhähnchenpfanne im Supermarkt für 2,99 Euro, weil es so schnell, lecker und praktisch ist? Damit [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-17548" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/Anstaendig-essen-197x300.jpg" alt="" width="197" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/Anstaendig-essen-197x300.jpg 197w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/Anstaendig-essen-673x1024.jpg 673w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/Anstaendig-essen-1009x1536.jpg 1009w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/Anstaendig-essen-1346x2048.jpg 1346w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/Anstaendig-essen-218x332.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/03/Anstaendig-essen.jpg 1476w" sizes="auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px" />„Ich wollte ein Sachbuch schreiben, aber es ist ein Entwicklungsroman geworden. Meine ganze Sicht aufs Leben hat sich geändert“, erzählt Bestsellerautorin Karen Duve bei ihrer Lesung im Gartenpavillon des Juliusspitals Anfang Februar in Würzburg. Irgendwann beschloss Duve, anständig zu essen. Grillhähnchenpfanne im Supermarkt für 2,99 Euro, weil es so schnell, lecker und praktisch ist? Damit sollte nun Schluss sein! Sie startete einen Selbstversuch, um herauszufinden, wie sie am besten gesund und ethisch korrekt einkaufen, kochen, essen und leben sollte. Sie verzichtete zwei Monate auf konventionell hergestellte Lebensmittel, dann zwei Monate auf Fleisch, anschließend auf alle tierisch hergestellten Produkte – und am Ende sogar auf Kartoffeln und Möhren, weil bei deren Ernte die Pflanzen zerstört werden. Ethische Fragen der Ernährung bergen oft Konfliktpotenzial. Doch angesichts des fortschreitenden Klimawandels und der Auswirkungen, die beispielsweise hoher Fleischkonsum auf Mensch, Tier und Umwelt hat, scheint ein Umdenken geboten. Karen Duve weiß aber: Gewohnheiten zu ändern muss sich lohnen … Schonungslos und mit knochentrockenem Humor setzt sie sich jenseits aller Ideologien mit der Frage auseinander: Wie viel gönne ich mir auf Kosten anderer? Ein höchst unterhaltsam dokumentierter Selbstversuch, der Widersprüche (auch des eigenen) Lebensstils ausweist, Ausreden im sorglosen Umgang mit Lebensmitteln entlarvt und aufzeigt, welchen persönlichen Gewinn veränderte Gewohnheiten haben können. Gelungenes Leben ist möglich!</p>
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