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	<title>Digital Health &#8211; Lebenslinie</title>
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	<description>Gesundheitsmagazin für Mainfranken</description>
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	<item>
		<title>Befund genauso wichtig wie Befinden</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/befund-genauso-wichtig-wie-befinden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Sep 2024 22:05:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital Health]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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					<description><![CDATA[Lebenslinie (LL): Der Einsatz von VR, KI oder auch ChatGPT1 in der Medizin kann vorteilhaft sein und kann „Grenzen verschieben“, womöglich Horizonte erweitern. Aber keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Wo lauern die Gefahren, wo sind die Grenzen für die Grenz­erweiterung? Professor Giovanni Maio: (GM): „Der Einsatz der KI in der Medizin ist nicht per se ein [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_18082" style="width: 210px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18082" class="size-medium wp-image-18082" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/09/Maio-Giovanni-1-©-Silke-Wernet-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/09/Maio-Giovanni-1-©-Silke-Wernet-200x300.jpg 200w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/09/Maio-Giovanni-1-©-Silke-Wernet-683x1024.jpg 683w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/09/Maio-Giovanni-1-©-Silke-Wernet-218x327.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/09/Maio-Giovanni-1-©-Silke-Wernet.jpg 1000w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-18082" class="wp-caption-text">© Silke Wernet</p></div>
<p><i>Lebenslinie (LL): Der Einsatz von VR, KI oder auch ChatGPT1 in der Medizin kann vorteilhaft sein und kann „Grenzen verschieben“, womöglich Horizonte erweitern. Aber keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Wo lauern die Gefahren, wo sind die Grenzen für die Grenz­erweiterung?</i></p>
<p>Professor Giovanni Maio: (GM): „Der Einsatz der KI in der Medizin ist nicht per se ein Problem. Im Gegenteil gehört es zur Sorgfalt dazu, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um Diagnosen, Therapien und Prognosen sicherer zu machen. Hierfür kann der Rückgriff auf Daten der KI sehr hilfreich sein. Das Problem beginnt erst dort, wo die KI nicht mehr als Hilfsmittel für eine bessere ärztliche Entscheidungsfindung genommen wird, sondern vielmehr als deren Ersatz gilt.“</p>
<p><span style="color: #bb4b78;"><strong><i>LL: Wo muss man Ihrer Meinung nach dem Machbaren Grenzen setzen?</i></strong></span></p>
<p>GM: „Die Grenze der KI ist dort auszumachen, wo man den Reduktionismus, der über die Sammlung von Daten implementiert wird, nicht mehr sieht, sondern meint, man würde über die Daten schon alles wissen. Die KI hantiert mit vielen Daten, aber zwischen der Wirklichkeit und diesen Daten besteht eine Kluft. Und dieser muss man sich bewusst bleiben, denn sonst berechnet die KI Lösungen, die an den Problemen der Menschen komplett vorbeigehen. Denn ihre Probleme sind nicht in Daten zu erfassen, sondern im Gespräch, im Zuhören, im Verstehen, im Zwischenmenschlichen zu begreifen.“</p>
<p><strong><span style="color: #bb4b78;"><i>LL: Eine Studie der Universität Oxford sieht in der KI eine existenzielle Bedrohung für die Menschheit. Wie ist Ihre Meinung dazu?<span class="Apple-converted-space"> </span></i></span></strong></p>
<p>GM: „Ich halte nichts von Superlativen, weder im Positiven noch im Negativen. Genauso wenig wie die KI alle Probleme lösen wird, wird sie auch den Niedergang unserer Kultur bedeuten. Beide Szenarien sind unseriös. Wenn man die KI als Bedrohung etikettiert, so hat man übersehen, dass die KI lediglich eine Technik darstellt, und es kommt ganz auf uns an, wie wir mit ihr umgehen. Wir müssen uns darüber verständigen, wie man einen besonnenen Umgang mit dieser Technik finden kann, und aus meiner Sicht besteht dieser darin, dass wir die KI nicht alleine entscheiden lassen dürfen, sondern wir müssen überall eine Plausibilitätsprüfung vornehmen und uns davon fernhalten, automatisierte Entscheidungen für normal anzusehen. Entscheidungen müssen reflektiert sein, sie müssen den Einzelfall in den Blick nehmen und sie müssen verstehensbasiert ausfallen. Wir brauchen eine menschliche Kontrolle der KI und das Bewusstsein, dass es gerade in der Medizin ein Recht auf eine menschliche Entscheidungshoheit gibt.“</p>
<p><strong><span style="color: #bb4b78;"><i>LL: Wie kann man Manipulationen durch KI Einhalt gebieten und so ein „Eigenleben“ derselben ausschließen?</i></span></strong></p>
<p>GM: „Wir brauchen eine stärkere Anstrengung, die Entscheidungswege der KI über ihre Algorithmisierung transparenter zu machen. Solange die Algorithmen nicht nachvollziehbar sind und wir es mit einer Black Box zu tun haben, bleibt alles intransparent und extrem störanfällig. Wir sind es den Patientinnen und Patienten schuldig, genau erklären zu können, warum so und nicht anders entschieden worden ist. Da dürfen wir keine Intransparenz zulassen, und so müssen die algorithmischen Entscheidungswege einfach durchsichtig werden. Hierin muss man viel mehr investieren, im Sinne der Autonomie der Patientinnen und Patienten – aber auch der Autonomie der Ärztinnen und Ärzte.“</p>
<p><strong><span style="color: #bb4b78;"><i>LL: Wie sieht ein ethisch verantwortlicher Umgang mit KI in der Medizin aus?</i></span></strong></p>
<p>GM: „Ärztinnen und Ärzte werden dazu ausgebildet, den ganzen Menschen zu sehen, sich für seinen Befund genauso zu interessieren wie für sein Befinden, und sie lernen, die KI dort einzusetzen, wo mit ihr mehr Sicherheit und Klarheit hergestellt werden kann. Am Ende muss es aber immer die Ärztin oder der Arzt sein, die oder der die Daten der KI einem Plausibilitätscheck unterziehen. Ein verantwortlicher Umgang hieße, dass alle Patientinnen und Patienten wissen, Ärztinnen und Ärzte nutzen das Potenzial der Künstlichen Intelligenz, aber sie fühlen sich persönlich verantwortlich für die Entscheidungen und sind bereit, sich verantwortungsbewusst um ihre Patientinnen und Patienten zu kümmern. Die KI kann den Ärztinnen und Ärzten bestimmte Dinge abnehmen und Teilfunktionen übernehmen. Die ärztliche Entscheidung selbst erfordert aber mehr als KI; sie erfordert ärztliches Beurteilungsvermögen – und dieses wird durch die KI nicht obsolet, sondern wichtiger denn je.“</p>
<p>Das Interview mit Medizinethiker Prof. Giovanni Maio führte Lebenslinie-Chefredakteurin Susanna Khoury</p>
<p><i>Quelle: 1VR =Virtuelle Realität; KI = Künstliche Intelligenz und ChatGPT = ist ein Chatbot, der<span class="Apple-converted-space">  </span>künstliche Intelligenz nutzt, um menschliche Sprache zu verstehen und so eine der menschlichen Sprache ähnelnde Antwort zu erzeugen.</i></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Der Mensch als letzte Instanz! </title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/der-mensch-als-letzte-instanz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Oct 2023 15:33:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital Health]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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					<description><![CDATA[Künstliche Intelligenz (KI) kann in unserem Leben einen Unterschied machen – im Guten wie im Schlechten. Im Juni dieses Jahres verabschiedete das Europäische Parlament seine Verhandlungsposition zum Gesetz über KI.1 Es handelt sich um das weltweit erste Regelwerk zur Bewältigung der mit den neuen Technologien verbundenen Risiken. Auch uns treibt das Thema um. Die Lebenslinie hat [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Künstliche Intelligenz (KI) kann in unserem Leben einen Unterschied machen – im Guten wie im Schlechten. Im Juni dieses Jahres verabschiedete das Europäische Parlament seine Verhandlungsposition zum Gesetz über KI.<sup>1</sup> Es handelt sich um das weltweit erste Regelwerk zur Bewältigung der mit den neuen Technologien verbundenen Risiken. Auch uns treibt das Thema um. Die Lebenslinie hat daher Experten aus Medizin, Wissenschaft und Wirtschaft nach den Chancen und Gefahren von KI, insbesondere in der Medizin befragt. Einig sind sie sich, dass KI eine Entlastung im Arbeitsalltag schaffen werde. Unreflektiert und ohne letzte Kontrollinstanz „Mensch“ ginge es aber nicht, auch darin herrscht Konsens. Professor Björn Eskofier, Inhaber des Lehrstuhls für Maschinelles Lernen und Datenanalytik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) zufolge böten KI-Sprachmodelle in der Medizin die einzigartige Chance, Mediziner:innen von Routineaufgaben wie Dokumentation zu entlasten und damit wieder mehr Zeit für die tatsächliche Interaktion mit Patient:innen zu haben. Es lägen allerdings Risiken in der unreflektierten Anwendung. Etwa dann, wenn den Anwendenden unklar sei, dass die Aussagen der KI maßgeblich von den Trainingsdaten abhingen. Der Würzburger Professor Andreas Hotho, Inhaber des Lehrstuhls für Data Science (Informatik X) und Sprecher des Centers for Artificial Intelligence and Data Science, sieht das ähnlich. „KI und hier vor allem die Machine-Learning-Technik ,Deep Learning‘ auf Bild- und Textbasis sind in der Lage, Modelle zu lernen, die Muster in sehr großen Datenmengen zu erkennen.“ Er prognostiziert, dass die gleichen Modelle und Systeme in naher Zukunft sicherlich auch zur Erstellung von Diagnosen genutzt würden. Deren kritische Reflexion und Kontrolle durch Ärzt:innen sei zwingend nötig, da diese eine Reihe von Defiziten aufweisen und nur durch menschliche Kontrolle „eine faire sowie sichere Nutzung der Technologie garantiert und Missbrauch verhindert werden kann“. Für Dr. Frank Schiefelbein, Chefarzt der Klinik für Urologie am Klinikum Würzburg Mitte, Standort Missioklinik, liegt die große Stärke der Nutzung von KI ebenfalls in der Analyse von großen Mengen von Patient:innendaten, um Muster und Zusammenhänge zu erkennen. „Bei der Diagnosestellung können individuelle Gesundheitsdaten wie Vorgeschichte, Symptome und genetische Information berücksichtigt werden, um Diagnosen zu präzisieren und gegebenenfalls maßgeschneiderte Therapiepläne zu erstellen“, so der Facharzt für Urologie. Auch er mahnt zur Vorsicht: Patient:innendaten seien sehr sensibel und bedürften eines besonderen Schutzes. Automatisiert generierte Diagnosen und Therapievorschläge sollten immer von einem Ärzt:innenteam unabhängig kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert werden. „KI sollte ein Hilfsmittel sein. Patient:innensicherheit, Verantwortung und Haftung, Transparenz und medizinisch ethisches Handeln müssen auch weiterhin unser Ärzt:innen-Patient:innen-Verhältnis bestimmen.“ Dr. Gunther Schunk, Vorstandsvorsitzender der Vogel Stiftung Würzburg, ist überzeugt: „Die KI wird uns künftig viel unangenehme Arbeit abnehmen und damit auch den Arbeitskräftemangel entschärfen.“ Seiner Ansicht nach müsse KI jedoch eine Unterstützungstechnik bleiben und als solche gekennzeichnet werden. „Der Mensch muss immer das letzte Wort haben (Stichwort: ,human in the loop!‘)!“</p>
<p><i>Quelle: 1www.europarl.europa.eu/news/de/headlines/society/20230601STO93804/ki-gesetz-erste-regulierung-der-kunstlichen-intelligenz</i></p>
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		<title>Fluch oder Segen?</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/fluch-oder-segen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Oct 2023 15:31:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital Health]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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					<description><![CDATA[Roboter und Computer, die selbstständig denken und handeln können, kannten wir bis vor Kurzem nur aus Science-Fiction-Filmen. Mit mannigfachen Anwendungen Künstlicher Intelligenz (KI)1 wie etwa Large Language Models (ChatGPT), virtuellen Assistenten und Chatbots oder auch Robotik sind sie längst in der realen Welt angekommen. Und dass diese selbstlernenden Systeme ein Eigenleben entwickeln können, liegt im [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_15846" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-15846" class="size-medium wp-image-15846" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/AlexanderHann_DanielPeter_UKW-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/AlexanderHann_DanielPeter_UKW-300x200.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/AlexanderHann_DanielPeter_UKW-1024x682.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/AlexanderHann_DanielPeter_UKW-1536x1024.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/AlexanderHann_DanielPeter_UKW-218x145.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/AlexanderHann_DanielPeter_UKW.jpg 2000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-15846" class="wp-caption-text">©Daniel Peter/UKW</p></div>
<p>Roboter und Computer, die selbstständig denken und handeln können, kannten wir bis vor Kurzem nur aus Science-Fiction-Filmen. Mit mannigfachen Anwendungen Künstlicher Intelligenz (KI)<sup>1</sup> wie etwa Large Language Models (ChatGPT), virtuellen Assistenten und Chatbots oder auch Robotik sind sie längst in der realen Welt angekommen. Und dass diese selbstlernenden Systeme ein Eigenleben entwickeln können, liegt im Bereich des Möglichen. Studienergebnisse von Wissenschaftler:innen der Universität Oxford sehen in der nächsten KI-Generation eine existenzielle Bedrohung der Menschheit.<sup>2</sup> Laut dem Hauptautor der Studie, Professor Michael Cohen, ist eine „existenzielle Katastrophe nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich“. Wie es scheint, haben wir die Büchse der Pandora geöffnet, ohne zu wissen, wie die Geister, die wir riefen, in Schach zu halten sind. Mit Alexander Hann und seiner neu eingerichteten Professur für Digitale Transformation in der Gastroenterologie am Uniklinikum Würzburg (UKW) haben wir einen Gastroenterologen mit Programmierkenntnissen zu Rate gezogen, um die Chancen, aber auch die Gefahren der neuen Technologien zu beleuchten, vor allem in so sensiblen Bereichen wie der Medizin. „Wenn man ein Zukunftsszenario sich ausdenken würde, bei dem KI-gesteuerte Systeme einen voll automatisierten Zugriff auf medizinisch-therapeutische Verfahren hätten, könnten diese sicherlich auch Schaden anrichten“, so der 42-Jährige. „Vor allem deswegen, weil sie noch Blackboxen sind. Ihre Entscheidungen können wir bislang nur bruchstückhaft nachvollziehen.“ Und so bedürfe es beim Einsatz von KI in der Medizin stets der menschlichen Kontrolle, so Professor Hann. Aber die neuen technischen Möglichkeiten bergen auch Chancen, die bei den „Baustellen“ im Gesundheitssystem Abhilfe schaffen könnten. „Derzeit benötige ich etwa 20 Klicks am Computer, um die Laborwerte eines:einer Patienten:in abzurufen. Hier würde der Einsatz von KI-gesteuerten Systemen eine enorme Zeitersparnis bedeuten. Zeit, die für meine Arzttätigkeit an Patient:innen frei werden würde.“ Auch bei der Dokumentation und anderen zeitraubenden Arbeiten des Ärzt:innenalltags sei seiner Meinung nach KI ohne größere Bedenken einsetzbar. Ein bisschen diffiziler werde es bei der Diagnostik etwa der Polypen-Detektion, so Hann. Alle großen Endoskop-Hersteller hätten bereits KI-gesteuerte Systeme hierfür auf dem Markt gebracht. Im UKW sucht und findet so ein Endoskop der neuesten Generation auch schon Darmkrebsvorstufen, allerdings noch im Rahmen klinischer Studien. Die KI wurde dafür gespeist mit über 300.000 händisch angezeichneten Bildern aus Dickdarmspiegelungen. Das Ergebnis: „Die KI ist hochsensibel eingestellt und findet alles, was manchmal auch zu falsch positiven Ergebnissen führt“, berichtet Professor Hann. Wobei erfahrene Untersuchende mehr auf ihre eigene Erfahrung als auf den Polypen-Detektor vertrauten. Die Anfänger:innen dagegen könnten nach einer durchgeführten Studie öfter unreflektiert die Vorschläge der KI übernehmen, so der stellvertretende Leiter der Gastroenterologie in der Medizinischen Klink und Poliklinik II am UKW. Daher empfehle er die Anwendung von KI-gesteuerten Systemen in der Gastroenterologie nicht in der Medizinausbildung. Mehr und mehr kristallisiere sich heraus, dass patient:innenferne Tätigkeiten wunderbar von KI erledigt werden könnten. Bei unmittelbarem Patient:innenkontakt bedürfe es aber immer der letzten Instanz „Mensch“. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><i>Fotos: ©depositphotos.com/@crytallight,<span class="Apple-converted-space">  </span>©depositphotos.com/@serezniy, ©depositphotos.com/@koya979; Quellen: 1Künstliche Intelligenz (KI) als Teilgebiet der Informatik imitiert menschliche kognitive Fähigkeiten, indem sie gewollte Informationen aus einer großen Menge an eingespeisten Computerdaten erkennt und herausfiltert. KI kann auf programmierten Abläufen basieren oder durch maschinelles Lernen erzeugt werden, 2 www.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/aaai.12064</i></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Robotik und KI  als verlängerter Arm?</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/robotik-und-ki-als-verlaengerter-arm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Oct 2023 15:19:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital Health]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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					<description><![CDATA[Er sieht futuristisch und sperrig aus, doch sein Einsatz ist real und filigran: Die Rede ist vom Da Vinci Roboter. Dabei handelt es sich um ein roboter-assistiertes Chirurgie-System, das mittlerweile in vielen deutschen Kliniken angekommen ist. In der Würzburger Missioklinik (KWM) wurden seit 2008 über 6.000 Da Vinci Roboter-Operationen durchgeführt. „Mittlerweile verfügen wir über die [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_15842" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-15842" class="size-medium wp-image-15842" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Prostata2b-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Prostata2b-300x200.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Prostata2b-1024x684.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Prostata2b-1536x1025.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Prostata2b-218x146.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Prostata2b.jpg 2000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-15842" class="wp-caption-text">©Inline Internet &amp; Werbeagentur</p></div>
<p>Er sieht futuristisch und sperrig aus, doch sein Einsatz ist real und filigran: Die Rede ist vom Da Vinci Roboter. Dabei handelt es sich um ein roboter-assistiertes Chirurgie-System, das mittlerweile in vielen deutschen Kliniken angekommen ist. In der Würzburger Missioklinik (KWM) wurden seit 2008 über 6.000 Da Vinci Roboter-Operationen durchgeführt. „Mittlerweile verfügen wir über die dritte und neueste Gerätegeneration“, sagt Dr. Frank Schiefelbein, Chefarzt der Klinik für Urologie am Klinikum Würzburg Mitte (KWM). Er und sein Team operieren gut 600 Patient:innen pro Jahr mit dem Roboter. Und der Facharzt für Urologie schätzt dessen Einsatz. „Mit dem Da Vinci Roboter kann eine Operation minimalinvasiv, präzise und schonend in der Bauchspiegelungstechnik durchgeführt werden“, so Dr. Schiefelbein. Es würden lediglich sehr kleine Hautschnitte benötigt, um die chirurgischen Instrumente zu platzieren. Diese würden über Doppelgelenke verfügen und so eine Rotation um 540 Grad ermöglichen. Unterstützung erfährt der Mediziner durch spezielle Kameras, die den Operateur:innen eine dreidimensionale Sicht und eine 15-fache Vergrößerung ermöglichen. „Der Operateur führt die Operation von einer Bedienkonsole durch. Seine Finger- und Handgelenkbewegungen werden auf die Instrumente übertragen. Der Roboter macht keine eigenen Bewegungen und führt keine OP-Schritte selbstständig durch – dies macht ausschließlich der Operateur“, veranschaulicht der Arzt seine Vorgehensweise. Der Vorteil des Roboters: „Komplexe Operationsschritte ­können exakt kontrolliert werden. Kleine Ultraschallsonden können in den Bauchraum eingeführt werden. Das Ultraschallbild, zum Beispiel von einem Nierentumor, kann direkt in das Sicht- und Bedienfeld für die Operateur:innen eingespielt werden.“ Dies erhöhe die Präzision der Operation. Fluoreszenz-Farbstoffe könnten zudem Gefäße und Durchblutung darstellen und würden bei der Schonung von gesundem Gewebe helfen. Das Hauptaufgabenfeld in der Missioklinik ist die Entfernung der Prostata bei Prostatakrebs, die mit Schnellschnitt-Überwachung Potenz erhaltend bei vielen Patienten durchgeführt werden kann. Ein großer Vorteil ergebe sich Dr. Schiefelbein zufolge auch bei Nierenkrebs. Dank des Systems könnten komplexe Tumore entfernt und gleichzeitig Organe erhaltend operiert werden. „Mit über 1.000 durchgeführten Nierenteilresektionen liegen wir bundesweit an der Spitze“, so der Mitbegründer der Prostata Hilfe Deutschland mit Sitz in Würzburg. „Für Patient:innen sind die Vorteile des Systems enorm: deutlich kürzerer Krankenhausaufenthalt, schnellere Rekonvaleszenz.“ Der erfahrene Medizinier betont aber: „Voraussetzung für die gute Qualität sind, neben der technischen Ausstattung, die Erfahrung der Operateur:innen und des OP-Teams.“ Dr. Schiefelbein: „Der Da Vinci Roboter ist ein Telemanipulator, der die Finger- und Handbewegungen der Operateur:innen exakt auf die im Körper der Patient:innen agierenden Instrumente überträgt. Die Zukunft wird in der Automatisierung chirurgischer Eingriffe mithilfe von KI liegen, bei der ein Roboter über fortschrittliche Kameras und Sensoren auf der Grundlage von Daten und Algorithmen autonom bestimmte Aufgaben ausführen könnte.“ Hierbei könnte die KI dann auf die individuellen Patient:innendaten zugreifen und personalisierte Therapiepläne auf der Basis von „Deep Learning“ und maschinellem Lernen umsetzen. Das sei noch Zukunftsmusik. In einigen Fällen gebe es schon Überschneidungen. „Wir setzen, neben den Möglichkeiten der Robotik, die KI für ­Therapievorschläge in den medikamentösen Tumortherapien ein, um an die aktuellen Leitlinien angepasste Therapiepläne an den individuellen Krankheitsstadien der Patient:innen orientierend einzusetzen. Dadurch optimieren wir den Therapieplan und schonen die Ressourcen“, so Schiefelbein. Er ist überzeugt, dass sich die Robotik weiter verfeinern werde. Durch Miniaturisierung würden kleinere und präziser arbeitende Instrumente auch in anderen OP-Feldern offene Operationen ablösen. CT- oder MRT-Bilder würden zukünftig den Operateur:innen mit Datenbrillen zur Verfügung stehen. „Die KI hat in den kommenden Jahren ein großes Potenzial in der Medizin durch verbesserte Datenanalysen von Patient:innendaten, personalisierte Diagnosen und Therapieempfehlungen. Dies wird eine wichtige Rolle in der Früherkennung, in der Betreuung von chronischen Erkrankungen bei der Überwachung und Anpassung von Behandlungsplänen spielen.“</p>
<p><i>Fotos: Dr. Schiefelbein © Inline Internet &amp; Werbeagentur, ©Lebenslinie, ©depositphotos.com/@MarkoAliaksandr</p>
<p></i></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Persönlich? Höchstpersönlich!</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/persoenlich-hoechstpersoenlich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Oct 2023 15:08:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital Health]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundes Bamberg]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=15836</guid>

					<description><![CDATA[Und plötzlich ist der Tag da: Ein Mensch stirbt. Die Angehörigen haben alle Hände voll zu tun. Viele Dinge sind zu regeln. Und immer wieder gibt es „Überraschungen“. Denn das Leben findet mittlerweile auch im Internet statt. Und oftmals hat der Verstorbene nichts in Bezug auf seine digitalen Hinterlassenschaften geregelt. „Für den digitalen Nachlass gibt [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_15837" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-15837" class="size-medium wp-image-15837" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Kanzlei_012-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Kanzlei_012-300x200.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Kanzlei_012-1024x682.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Kanzlei_012-1536x1024.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Kanzlei_012-218x145.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Kanzlei_012.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-15837" class="wp-caption-text">©Leuteritz Schiener RA-PartmbB</p></div>
<p>Und plötzlich ist der Tag da: Ein Mensch stirbt. Die Angehörigen haben alle Hände voll zu tun. Viele Dinge sind zu regeln. Und immer wieder gibt es „Überraschungen“. Denn das Leben findet mittlerweile auch im Internet statt. Und oftmals hat der Verstorbene nichts in Bezug auf seine digitalen Hinterlassenschaften geregelt. „Für den digitalen Nachlass gibt es nach aktuellem Stand keine offizielle Definition“, erklärt Markus Hollfelder, Fachanwalt für Erb- und IT-Recht in der Bamberger Kanzlei Leuteritz Schiener PartmbB. „Einfach ausgedrückt, handelt es sich um alle Online-Rechtsverhältnisse des Verstorbenen.“ Das könnten zum Beispiel elektronische Bücher, Musik, Bilder, Homepages, Social Media-Accounts, aber auch Online-Depots und Online-Krypto-Wallets (diese ermöglichen das Verwalten, Empfangen und Senden von Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum) sein. Auch sie werden vererbt, mit allen Rechten und Pflichten (dies wird als sogenannte Universalsukzession respektive Gesamtrechtsnachfolge bezeichnet). „Einzige Ausnahme: höchstpersönliche Rechte wie beispielsweise Vereinsmitgliedschaften oder Arbeitsverhältnisse. Sie sind an die Person gebunden“, so der Anwalt. Kümmert man sich vor dem Ableben nicht, kann es kompliziert werden. „Einer der bekanntesten Fälle ist das sogenannte Facebook-Urteil<sup>1</sup>“, erklärt der Experte. Der Fall beschäftigte Öffentlichkeit und Justiz über Jahre. Im Dezember 2012 verunglückte ein minderjähriges Mädchen unter ungeklärten Umständen. Über ihren Facebook-Account wollten die Eltern herausfinden, wie es dazu kommen konnte. Facebook verweigerte den Zugang. Das Konto wurde in einen Gedenkzustand versetzt, der Zugriff unmöglich. Es folgten langwierige Prozesse, bis die Eltern im Jahr 2020 endlich vollen Zugang erhielten. „Die Eltern konnten sich daraufhin im Benutzerkonto so bewegen wie einst die Tochter. Die aktive Nutzung des Facebook-Accounts ist davon ausgeschlossen, da es sich hierbei um nicht vererbbare höchstpersönliche Rechte der Verstorbenen handelt.“ Der Fall mahnt zur Sorgfalt. Man muss sich fragen: Gibt es eine lebzeitige vertragliche Regelung, die der:die Verstorbene mit einem Unternehmen getroffen hat und wo sitzt dieses überhaupt? Wenn nicht, steht hinsichtlich des Todesfalls etwas in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs)? Sind die AGBs auch wirksam? Auf diese Art und Weise, so Hollfelder, müsse eigentlich alles, was digital vererbt werde, geprüft werden. Gebe es keine anderslautenden Hinweise, treten die Erb:innen grundsätzlich erst einmal in das Vertragsverhältnis ein und könnten dann etwa von Sonderkündigungsrechten Gebrauch machen. Was also zu Lebzeiten tun, um den digitalen Nachlass so unkompliziert wie möglich zu gestalten? „Nach diesem Facebook-Urteil sind viele Unternehmen wach geworden und bieten den Benutzer:innen Regelungsmöglichkeiten für den Todesfall an“, so Hollfelder. „Diese sollte man nutzen.“ Ebenfalls sinnvoll sei eine Auflistung der eigenen Accounts und Zugänge, die zum Beispiel an einem sicheren Platz (offline) hinterlegt wird. „Ich empfehle aber ein individuelles Verschlüsselungssystem für Passwörter, wenn man diese aufschreiben sollte. Dieses System kann einer Vertrauensperson mitgeteilt oder im Testament aufgeführt werden.“ Ein Nachteil: Diese Auflistung muss gepflegt werden. „Die ideale Lösung ist stets individuell aufgrund unterschiedlicher Bedürfnisse“, sagt der Anwalt. „Ich persönlich bevorzuge die Regelung über das Testament. In diesem kann man gegebenenfalls auch einen Testamentsvollstrecker benennen, der sich um den digitalen Nachlass kümmern soll.“ Das sei in jedem Falle sicherer als das Aufsetzen postmortaler Vollmachten, da diese von den Erb:innen widerrufen werden könnten. Hollfelder ist überzeugt, dass das Thema digitaler Nachlass in den kommenden Jahren aufgrund weiter zunehmender Digitalisierung noch deutlich mehr Aufmerksamkeit erhalten werde – und damit auch neue Lösungen entstünden beziehungsweise gefunden werden müssen. <i>Nicole Oppelt</i><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><i>Quelle: 1 www.dejure.org (Facebook-Urteil 27.08.2202 Az.: III ZR 30/20)</i></p>
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		<title>Bamberg: Bassd scho!</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/bamberg-bassd-scho/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Oct 2023 15:02:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital Health]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundes Bamberg]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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					<description><![CDATA[Bis zum Jahr 2027 erhält Bamberg insgesamt 17,5 Millionen Euro, um sich zu einer „Smart City“ zu entwickeln. Ziel ist es, die Lebensqualität aller Menschen in der Stadt nachhaltig zu verbessern. In diesen Kontext gehört auch das Thema „Digital Health“, ein Cluster im „Smart City Programm“ der Stadt. Professor Astrid Schütz, Leiterin des Lehrstuhls für [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_15834" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-15834" class="size-medium wp-image-15834" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Astrid-Schuetz_Buecher-UniBamberg-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Astrid-Schuetz_Buecher-UniBamberg-300x200.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Astrid-Schuetz_Buecher-UniBamberg-1024x682.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Astrid-Schuetz_Buecher-UniBamberg-1536x1024.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Astrid-Schuetz_Buecher-UniBamberg-218x145.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Astrid-Schuetz_Buecher-UniBamberg.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-15834" class="wp-caption-text">©Buecher/Uni, Stadt Bamberg</p></div>
<p>Bis zum Jahr 2027 erhält Bamberg insgesamt 17,5 Millionen Euro, um sich zu einer „Smart City“ zu entwickeln. Ziel ist es, die Lebensqualität aller Menschen in der Stadt nachhaltig zu verbessern. In diesen Kontext gehört auch das Thema „Digital Health“, ein Cluster im „Smart City Programm“ der Stadt. Professor Astrid Schütz, Leiterin des Lehrstuhls für Persönlichkeitspsychologie und Psychologische Diagnostik an der Uni Bamberg, sowie Professor­ ­Daniela Nicklas, Leiterin des TAO-Lehrstuhls für Informatik und des Smart City Research Labs an der Uni Bamberg, setzten mit ihren Smart City-Projekten „BAssd“ und „MoMM“ genau hier an. Das interdisziplinäre Projekt „BAssd“ verknüpft mentale und körperliche Gesundheit mit regionalen Besonderheiten. In einer mobilen Anwendung (Pilotversion liegt vor) wurden je nach Bedürfnis der Nutzenden ruhige, aktivierende oder gesellige Orte, also „Wohlfühlorte“, gemeinsam zusammengetragen und für alle auf einer Plattform zugänglich gemacht. Auf einer interaktiven Karte sind diese besonderen Orte dann zu Spazierrouten verbunden worden. Das Besondere: Zu jedem Ort gibt es nicht nur Mobilitätsangaben. Es werden auch gesundheitsfördernde Maßnahmen wie körperliche und mentale Übungen vorgeschlagen. „Dieses Projekt passt sehr gut zu Bamberg“, sagt Professor Astrid Schütz. „Es geht um Spaziergänge zum Kraft tanken, zum Treffen von anderen Menschen und zum Entspannen.“ Die Bamberger:innen konnten sich in einer Befragung einbringen und verraten, welche Orte ihnen wichtig sind. Das Projekt „MoMM“ hatte Menschen mit Mobilitätseinschränkungen im Fokus. Diese haben es vor allem im mittelalterlich geprägten Stadtkern nicht immer einfach. „Das MoMM-Projekt hat wertvolle Erkenntnisse darüber geliefert, welche Herausforderungen Menschen mit eingeschränkter Mobilität in Bezug auf die Stadtplanung und den öffentlichen Raum erleben“, heißt es hierzu von der Projektgruppe. Empfehlungen an die Stadt wurden bereits gemacht. <i> <span class="Apple-converted-space"> </span></i><i></i></p>
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		<title>Bessere Versorgung durch Virtuelle Realität </title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/bessere-versorgung-durch-virtuelle-realitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Oct 2023 14:57:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital Health]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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					<description><![CDATA[Schnelle Entscheidungen, rasches Handeln: Internistische Notfälle wie ein Herzinfarkt fordern medizinisches Personal extrem. Für junge Ärzt:innen kann das zu einer echten Herausforderung werden. Denn: Mangels Routine fehlt es ihnen häufig an den gebotenen praktischen Fertigkeiten. Das Fachwissen lässt sich nicht so schnell wie nötig abrufen, eine klinische Entscheidung zu treffen, fällt schwer. Stress entsteht. Ein [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schnelle Entscheidungen, rasches Handeln: Internistische Notfälle wie ein Herzinfarkt fordern medizinisches Personal extrem. Für junge Ärzt:innen kann das zu einer echten Herausforderung werden. Denn: Mangels Routine fehlt es ihnen häufig an den gebotenen praktischen Fertigkeiten. Das Fachwissen lässt sich nicht so schnell wie nötig abrufen, eine klinische Entscheidung zu treffen, fällt schwer. Stress entsteht. Ein Simulationstraining an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) schließt diese Lücke. Zusammen mit der ThreeDee GmbH (München) wurde vor gut vier Jahren das VR-basierte Trainingsprogramm für internistische Notfälle STEP-VR entwickelt. Seit Herbst 2020 können Medizinstudierende in virtueller Realität (VR) die Behandlung medizinischer Notfälle üben. Den Erfolg dieser Vorgehensweise bestätigt jetzt eine Studie. Rund 230 Studierende wurden in ihrem Rahmen zu Aspekten wie Akzeptanz, Nebenwirkungen, Stress-Erleben und dem subjektiv empfundenen Lernerfolg befragt. „Dabei zeigte sich, dass die VR-basierte Lehrveranstaltung bei den Studierenden auf hohe Akzeptanz stieß und zu einem beachtlichen subjektiven Lernerfolg und hohem Motivationszuwachs führte“, so Dr. Tobias Mühling, Facharzt und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medizinische Lehre und Ausbildungsforschung des Universitätsklinikums Würzburg. Er leitet dort die Arbeitsgruppe „Virtual Reality-Simulation im Medizinstudium“. Der Nutzen liegt Mühling zufolge auf der Hand: „VR-basierte Lehrmethoden in der Medizin – insbesondere wie im vorliegenden Beispiel im Fachgebiet Notfallmedizin – können das Fachwissen und die Praxisfertigkeiten angehender Ärzt:innen verbessern und die Belastung des Personals reduzieren.“ Damit trage die Methode – und die begleitende Forschung – langfristig zu einer besseren Patient:innenversorgung und mehr Resilienz beim involvierten Personal bei. Im Jahr 2022 erhielt Dr. Mühling den Forschungsförderpreis der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp.</p>
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		<title>Chatten mit den Hausärzt:innen</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/chatten-mit-den-hausaerztinnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Oct 2023 14:55:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital Health]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Kinder- und Jugendärzt:innen kommunizieren schon eine ganze Weile mit Eltern und Patient:innen über die PraxisApp „Mein Kinder- und Jugendarzt“. Nun hat auch der Bayerische Hausärzteverband (BHÄV) eine Anwendung entwickeln lassen, die eine direkte, digitale Kommunikation zwischen Ärzt:innen und Patient:innen ermöglicht und Arbeitsprozesse in den Praxen erleichtern soll. Nutzen können „Meine hausärztliche Praxis“ alle Hausärzt:innen, [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Kinder- und Jugendärzt:innen kommunizieren schon eine ganze Weile mit Eltern und Patient:innen über die PraxisApp „Mein Kinder- und Jugendarzt“. Nun hat auch der Bayerische Hausärzteverband (BHÄV) eine Anwendung entwickeln lassen, die eine direkte, digitale Kommunikation zwischen Ärzt:innen und Patient:innen ermöglicht und Arbeitsprozesse in den Praxen erleichtern soll. Nutzen können „Meine hausärztliche Praxis“ alle Hausärzt:innen, die Mitglied ihres Landesverbands sind, und deren Patient:innen. Die recht überschaubaren Kosten trägt die jeweilige Arztpraxis. „Wir verweigern uns der Digitalisierung nicht“, betont Dr. Wolfgang Ritter, Landvorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbands. Sie müsse jedoch Arbeitsprozesse erleichtern. „Sie muss Zeit frei machen, die wir dann zusätzlich für unsere Patient:innen haben“, betont er. Mit der PraxisApp sieht er dies umgesetzt. Und so funktioniert das Ganze: Patient:innen laden die App im App Store oder bei Google Play herunter, installieren sie auf dem Smartphone und registrieren sich bei ihren Hausärzt:innen. Anschließend ist eine direkte Kommunikation via Chatfunktion möglich. Auch die Möglichkeit zur Videosprechstunde direkt über die App ist gegeben. Die Patient:innen können online Termine vereinbaren oder Fragen stellen. Zudem ist eine Übersetzungsfunktion mit dem „Google Translater“ integriert – ein Angebot, das die Kommunikation mit Migrant:innen deutlich vereinfachen könnte. Ärtz:innen können die Praxis-App-Verwaltung online über den Browser abrufen. Möglich sind individuelle Kommunikation mit Patient:innen oder Gruppennachrichten. In einem Medienpool kann den Patient:innen Informationsmaterial des BHÄV zur Verfügung gestellt werden. Einen großen Vorteil für Praxen sieht Ritter darin, dass die Hausarztpraxen die Zeitslots, wann sie Nachrichten abrufen und bearbeiten, selbst festlegen können. Es braucht keine zeitaufwändigen Rückrufaktionen mehr. Auch Push-Nachrichten seien rasch erledigt, um an Praxis-Termine zu erinnern. Ritter geht von einer „deutlichen Entlastung des Praxisteams“ aus. Hinzu kommt für ihn die Möglichkeit einer unkomplizierten Patient:innensteuerung unter gesundheitlichen Aspekten: „Wir können als Praxis an Checkups oder Medikamenten-Einnahmen erinnern.“ Ein weiterer, optional zubuchbarer Service: barrierefreie, zertifizierte und abrechenbare Videosprechstunden. Hinter der App steht ein zertifiziertes und evaluiertes Datenschutzkonzept, das darauf baut, dass sich Patient:innen die App aktiv herunterladen und im Zuge dessen auch den Datenschutzbestimmungen zustimmen müssen, ehe sie sich bei ihren Hausärzt:innen registrieren können. Drei getrennte Datenautobahnen sollen zusätzliche Sicherheit gewährleisten. Auch PDFs oder Bilder können datenschutzkonform übertragen werden. Und wie kommt das Angebot bei den Patient:innen an? Dazu kann Dr. Ritter noch nicht allzu viel sagen. Er verweist aber auf die Erfahrungen der Kinder- und Jugendärzt:innen: Er kenne dort Praxen, die die Telefonleitungen inzwischen beinahe abgeschaltet hätten, weil die Kommunikation zwischen Praxis und Patient:innen nahezu vollständig über die App laufe. Um die 650.000 Patient:innen bedienten die Kinder- und Jugendärzt:innen auf diesem Weg wohl mittlerweile insgesamt.</p>
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		<title>Lebensrettende Idee: Künstliche Intelligenz?</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/lebensrettende-idee-kuenstliche-intelligenz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Oct 2023 14:50:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital Health]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Silicon Valley herrscht Goldgräberstimmung. Von hier aus startete der Hype um Künstliche Intelligenz (KI). Hier sitzt auch Open AI, die Firma, die den Chatbot, Chat GPT, entwickelt hat. Das selbst lernende System hat das Potenzial, die Welt zu retten oder sie in den Abgrund zu stoßen, da sind sich die Expert:innen einig. Daher brauche [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Silicon Valley herrscht Goldgräberstimmung. Von hier aus startete der Hype um Künstliche Intelligenz (KI). Hier sitzt auch Open AI, die Firma, die den Chatbot, Chat GPT, entwickelt hat. Das selbst lernende System hat das Potenzial, die Welt zu retten oder sie in den Abgrund zu stoßen, da sind sich die Expert:innen einig. Daher brauche es Regulative für die jetzige und vor allem für kommende Generationen von KI-Software, so die Europäische Kommission.<sup>1</sup> Sieben führende US-Entwicklerfirmen von KI-Software, darunter Meta, Amazon und Google, haben ein Paper veröffentlicht, in dem sie eine Selbstverpflichtung zum verantwortungsvollen und sicheren Umgang mit den neuen Technologien eingehen. Darin steht zum Beispiel, dass KI-Programme vor der Veröffentlichung auf ihre Risiken geprüft werden und Inhalte, die von KI-Software erstellt oder verändert wurden, gekennzeichnet werden. KI berge zweifelsohne Risiken aber auch nie dagewesene Chancen, vor allem in der Medizin. Etwa durch rasche Kommunikation zwischen Rettungsdienst und Notaufnahmen, die lebensrettend sein kann (zum Beispiel durch Übertragung von Vitalparametern in Echtzeit).<sup>3</sup> Daher will auch das Bundesinnenministerium dafür sorgen, dass die „Industrialisierung 4.0“ so sicher wie möglich abläuft.</p>
<p><i>Quellen: 1https://digital-strategy.ec.europa.eu/de/policies/regulatory-framework-ai; 2www.bmwk.de/Redaktion/DE/Artikel/Technologie/kuenstliche-intelligenz.html, 3www.umg.eu/news-detail/news-detail/detail/news/im-notfall-mehr-tempo-durch-digitale-unterstuetzung-und-kuenstliche-intelligenz</i></p>
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		<title>Mensch &#038; Maschine</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/mensch-maschine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Oct 2023 14:46:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital Health]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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					<description><![CDATA[„Der Einsatz von KI muss menschliche Entfaltung erweitern und darf sie nicht vermindern. KI darf den Menschen nicht ersetzen. Das sind grundlegende Regeln für die ethische Bewertung“, sagt Professor Alena Buyx, Vorsitzende des Deutschen Ethikrates. „KI-gestützte digitale Produkte kommen zunehmend im Gesundheitssystem zum Einsatz. Insbesondere in der medizinischen Forschung kann der Einsatz von KI vorteilhaft [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_15820" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-15820" class="size-medium wp-image-15820" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Buyx_Pressefoto-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Buyx_Pressefoto-300x200.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Buyx_Pressefoto-1024x682.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Buyx_Pressefoto-1536x1024.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Buyx_Pressefoto-218x145.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Buyx_Pressefoto.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-15820" class="wp-caption-text">©Deutscher Ethikrat/Reiner Zensen</p></div>
<p>„Der Einsatz von KI muss menschliche Entfaltung erweitern und darf sie nicht vermindern. KI darf den Menschen nicht ersetzen. Das sind grundlegende Regeln für die ethische Bewertung“, sagt Professor Alena Buyx, Vorsitzende des Deutschen Ethikrates. „KI-gestützte digitale Produkte kommen zunehmend im Gesundheitssystem zum Einsatz. Insbesondere in der medizinischen Forschung kann der Einsatz von KI vorteilhaft sein, so bei der Durchsuchung großer Datenbanken, um treffsichere Vorhersagen über individuelle Krankheiten, die Ausbreitung eines Virus oder zur Struktur komplexer Moleküle zu machen“, so Professor Buyx. In der medizinischen Versorgung würden KI-Instrumente zunehmend auch für die Diagnostik und Therapie entwickelt, beispielsweise bei Brust- und Prostatakrebs.</p>
<p>Einer der wenigen medizinischen Handlungsbereiche, in denen KI-basierte Systeme die weitgehende oder sogar vollständige Ersetzung von ärztlichem oder anderem Gesundheitspersonal zumindest suggerieren, sei die Psychotherapie.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h6><i>Vermeidung von Deskilling</i></h6>
<p>Um sicher zu stellen, dass menschliche Entfaltung und Handlungsmöglichkeiten erweitert und nicht vermindert werden, hat der Deutsche Ethikrat im Frühjahr dieses Jahres in einer 287-seitigen Stellungnahme zum Thema „Mensch und Maschine – Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz“<sup>1</sup> eine Reihe von Empfehlungen formuliert, die sich unter anderem auf die Qualitätssicherung bei der Entwicklung und Nutzung von KI-Produkten beziehen. „Wir unterstreichen die Vermeidung ärztlicher Kompetenzverluste – das sogenannte Deskilling – und das Ziel, die Privatsphäre von Patient:innen mit gleichzeitig intensiver Datennutzung in der medizinischen Forschung in Einklang zu bringen“, betont das Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. KI-Anwendungen, die nachweislich herkömmlichen Behandlungsmethoden überlegen seien, sollten allen einschlägigen Patient:innengruppen zur Verfügung stehen. Dabei gelte es, das Vertrauensverhältnis zwischen allen beteiligten Personen zu schützen. Eine vollständige Ersetzung der ärztlichen Fachkraft durch ein KI-System gefährde das Patient:innenwohl, und sei auch nicht dadurch zu rechtfertigen, dass schon heute in bestimmten Versorgungsbereichen ein akuter Personalmangel besteht, betont Alena Buyx. Gerade in komplexen Behandlungssituationen bedarf es eines personalen Gegenübers, das durch technische Komponenten zwar immer stärker unterstützt werden könne, dadurch selbst als Verantwortungsträger für Planung, Durchführung und Überwachung des Behandlungsprozesses aber nicht überflüssig werden dürfe, so die Medizinethikerin. Bereichsübergreifend identifiziert der Deutsche Ethikrat zehn Querschnittsthemen und Empfehlungen, die nicht nur für die ethische Einordnung von KI-Anwendungen in der Medizin bedeutsam sind. Darin geht es unter anderem darum, „KI zur Entscheidungsunterstützung und nicht zur Entscheidungsersetzung zu verwenden, die Diffusion von Verantwortung zu verhindern, menschliche Kontrolloptionen nicht zu beeinträchtigen und den Zugang zu den Entscheidungsgrundlagen insbesondere in Bereichen mit hoher Eingriffstiefe zu gewährleisten.“ Weitere Forderungen zielen darauf ab, Verzerrungen, Abhängigkeiten und Missbrauch von Technik sowie unerwünschte Verluste menschlicher Fertigkeiten zu vermeiden. Über alle Anwendungsbereiche hinweg gelte es, so das Plädoyer des Deutschen Ethikrates, die Interessen der Menschen, von denen die in KI-Anwendungen verwendeten Daten stammten, in den Mittelpunkt zu stellen, übermäßige Eingriffe in die Privatsphäre mithilfe effektiver rechtlicher und technischer Vorkehrungen zu verhindern und gleichzeitig eine gemeinwohlorientierte Datennutzung zu ermöglichen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
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