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	<title>Die Leichtigkeit des Seins &#8211; Lebenslinie</title>
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	<description>Gesundheitsmagazin für Mainfranken</description>
	<lastBuildDate>Tue, 01 Jul 2025 04:00:08 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Eine Mutmachgeschichte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jul 2025 04:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Die Leichtigkeit des Seins]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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					<description><![CDATA[Kriege, Krisen, Konflikte bestimmen die Nachrichten tagaus, tagein. Auf der Welt herrscht Katastrophenstimmung und Dauerstress. Die persönliche Agenda sieht bei etlichen Menschen nicht viel besser aus. Um seine körperliche und seelische Gesundheit zu bewahren, hat man nun die Wahl, entweder den Kopf in den Sand zu stecken, um all das Negative aus seinem Blickfeld zu [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kriege, Krisen, Konflikte bestimmen die Nachrichten tagaus, tagein. Auf der Welt herrscht Katastrophenstimmung und Dauerstress. Die persönliche Agenda sieht bei etlichen Menschen nicht viel besser aus. Um seine körperliche und seelische Gesundheit zu bewahren, hat man nun die Wahl, entweder den Kopf in den Sand zu stecken, um all das Negative aus seinem Blickfeld zu verbannen, oder den Status Quo zu akzeptieren und zu versuchen trotz allem Leichtigkeit und Unbeschwertheit in seinem Alltag zu etablieren.<span class="Apple-converted-space">  </span>Anja Wagenbrenner hatte den Mut, nach 20 Jahren Pädagogikarbeit, davon zehn Jahre als Erzieherin in einem sozialen Brennpunkt, sich noch in der Corona-Zeit selbstständig zu machen mit einem „Small Business“, das mittlerweile zum „Big Business“ mutiert ist.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Fähigkeit, mit Leichtigkeit Gegebenheiten hinzunehmen, war für sie dabei ein wichtiges Werkzeug. „Ich bin die Älteste von sieben Kindern. Wir hatten ein gigantisches Elternhaus. Jede und jeder von uns durfte so sein, wie sie oder er sein wollte. Und das hat mir eine tolle Basis für mein Leben gegeben. Daher hatte ich auch den Mut aus der Komfortzone des Angestelltendaseins auszubrechen und zu sagen, ich mache ab jetzt etwas, das nicht mehr so schwer auf mir lastet, sondern etwas, das mir täglich ein Lächeln ins Gesicht zaubert“, berichtet Anja Wagenbrenner, Inhaberin von „Frieda &amp; Emil“, über die Anfänge ihrer Selbstständigkeit. „Freude, jeden Tag“, war das Motto! Los ging es mit einer Aktion für die Lebenslinie: Anja Wagenbrenner hat Anfang 2020 rund 1.600 Stoffmasken für Lebenslinie-Leserinnen und -Leser genäht. Mit der Fertigung nachhaltiger Bauchtaschen aus alter Kleidung ging es weiter bis zum Kauf von ein Paar Turnschuhen, die mit Seidenpapier im Karton ausgepolstert waren. „Das Seidenpapier zusammen mit einer Mohnkapsel, einem Überbleibsel von einem Spaziergang, lag bei den Wagenbrenners unbeachtet am Küchentisch bis ihr Sohn Emil beides entdeckte &#8230; „Emil fragte mich: Mama machst du mir daraus eine Blume. Gesagt, getan. Und das war 2023 die Geburtsstunde meiner Papierblumen, mit denen ich heute meinen Lebensunterhalt verdiene“, erzählt die Unternehmerin. Aus einer Laune heraus habe ich mein jetziges Business gestartet. Heute bin ich megastolz auf dieses wertvolle Erbe! Auch, wenn es im Nachhinein nicht immer leicht war, dieses Erbe angetreten zu haben? „Auch hier braucht es Mut &#8230; wir haben letztes Jahr das Schlimmste erfahren, was Eltern erleben können. Und dann gibt es zwei Möglichkeiten, die eine ist, aufzugeben, die andere, weiterzumachen“, weiß die trauernde Mutter. „Mein Mann und ich haben uns für die zweite Variante entschieden. Zu der gehört auch Leichtigkeit. Etwa die Leichtigkeit gemeinsam weinen zu können, um sich danach leichter zu fühlen. Oder wir besuchen am Wochenende gemeinsam Orte, wo wir das loslassen, was sich die Woche über anstaut“. Viele Trauernde hätten nach dem Verlust eines geliebten Menschen das Gefühl, um Himmels Willen, wie soll ich denn nun weitermachen? „Wenn man aber die Brille andersherum aufsetzt und sich überlegt, was habe ich denn eigentlich alles Schönes um mich herum? Ich habe wunderschöne Erinnerungen. Ich habe wunderschöne Emil-Videos und Fotos. Ich habe gigantische Freunde. Und dann fange ich an, diese Puzzleteile zu verbinden. Und dann fühlt sich das Leben gar nicht mehr so schwer an“, so Anja Wagenbrenner. Dankbarkeit sei hier das Stichwort der Stunde! Dankbarkeit habe definitiv etwas mit Unbeschwertheit zu tun. Aber auch der Wille weiterzumachen, die viel beschworene Resilienz sei ein Faktor. „Die muss aber, glaube ich, in einem angelegt sein“, mutmaßt die Positiv-Denkerin. „Manchmal gibt es auch Situationen und Tage, von denen man glaubt, dass sie schwer werden könnten &#8230;<span class="Apple-converted-space">  </span>etwa Weihnachten, das wollten wir 2024 einfach nicht zuhause feiern!“ Da müsse man dann kreativ werden und brauche einen Plan B. „Unserer war nach Sri Lanka zu fliegen. Wir reduzierten uns auf das Wesentliche – auf uns, ein paar Anziehsachen, die in einen Rucksack passten, und hoben ab“, erinnert sich die Mutmacherin.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Ausstieg aus der Situation „Weihnachten“, wenig Gepäck, eine fremde Umgebung und gastfreundliche Menschen vor Ort, machte es ihnen leicht, unbelasteter mit dem Fest umzugehen. Das „Hier und Jetzt“ sei auch noch so ein Paar, das mit Leichtigkeit vergesellschaftet ist. Ganz im Augenblick sein und alles andere für den Moment vergessen, das produziere Unbeschwertheit.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Im Alltag in Deutschland wieder aufgeschlagen, gehe es nun mit Freude weiter, allein schon durch die kreative Arbeit mit dem dünnen, leichten, teils transparenten Papier. Die ­Papierblumen, sind der Inbegriff von Leichtigkeit. Und auch das Installieren ihres Unternehmens, mit dem sie inzwischen deutschlandweit unterwegs ist, ging leicht von der Hand &#8230; durch Mundpropaganda und durch Posts auf Instagram. „Das bin ich. Ich mag es leicht und ich brenne für das, was ich tue und mache es mit Freude. Dazu gehört auch, dass ich mich immer wieder hinterfrage und orientiere, ob das, was den Menschen an meiner Arbeit gefällt immer noch im Einklang mit meinen Wünschen und Träumen ist“, sagt die Papierblumen-Künstlerin. Immer authentisch bleiben, dann stelle sich Leichtigkeit automatisch ein! Was für ein schöner Gedanke! Und was für ein wertvolles Erbe!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
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		<title>Heimliche Stars der Entwässerung</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/heimliche-stars-der-entwaesserung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Mar 2025 22:01:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Die Leichtigkeit des Seins]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_18914" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18914" class="size-medium wp-image-18914" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/03/240816_Kraut_Allerliebst-7-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/03/240816_Kraut_Allerliebst-7-2-300x200.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/03/240816_Kraut_Allerliebst-7-2-1024x683.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/03/240816_Kraut_Allerliebst-7-2-1536x1024.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/03/240816_Kraut_Allerliebst-7-2-2048x1365.jpg 2048w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/03/240816_Kraut_Allerliebst-7-2-218x145.jpg 218w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-18914" class="wp-caption-text">©Marcel Gollin</p></div>
<p>„Es gibt Momente, da fühlt man sich irgendwie ‚dicht‘. Nein, nicht, weil man zu tief ins Glas geschaut hat, sondern weil der Körper Wasser speichert, das er eigentlich nicht braucht“, sagt Romina Höchner, Inhaberin des Würzburger Kräuterladens „Kraut Allerliebst“. Um wieder zu eigener Leichtigkeit zu finden, empfiehlt sie „grüne Helferlein“, sprich entwässernde Kräuter, die bei diesem Vorhaben unterstützen können. Zu ihren „heimlichen Stars der Entwässerung“ gehört unter anderem die Brennnessel. Das „pieksige Wundertier“ hat es in sich. Romina Höchner weiß: „Brennnesselblätter sind nicht nur wahre Vitaminbomben, sie helfen auch dabei, überflüssiges Wasser aus dem Körper zu spülen.“ Und falls jemand skeptisch sei: „Als Tee schmeckt die Brennnessel gar nicht so wild wie ihr Ruf.“ Die Pfefferminze nennt die Kräuterexpertin ihre „erfrischende Freundin“. Neben ihrem „coolen, frischen Auftritt“, etwa in Zahnpasta oder Kaugummi, wirke Pfefferminze auch sanft entwässernd und beruhige gleichzeitig den Magen. Für „mehr als nur Deko auf dem Teller“ taugt ihres Erachtens die Petersilie. Höchner ist überzeugt: „Diese kleine grüne Powerpflanze hat es verdient, im Rampenlicht zu stehen!“ Petersilie wirke ihr zufolge stark entwässernd und liefere auch noch jede Menge Vitamin C. „Ein echter Allrounder, der Ihren Körper frühlingsfit macht.“ Der Schachtelhalm ist der „Urzeit-Gigant“ unter den Kräutern. Die Pflanze aus der Zeit der Dinosaurier bringe uns aber nicht zurück in die Kreidezeit, sondern helfe dabei, die Blase in Schwung zu bringen. Eine kleine Beere mit großer Wirkung, das ist für sie der Wacholder. „Wacholder kennen viele von Gin“, sagt sie. „Aber Vorsicht, die kleinen Beeren sind nicht nur aromatisch, sondern auch kräftig entwässernd.“ Sie würden die Nieren aktivieren und helfen, Giftstoffe aus dem Körper zu spülen. Die Birke wiederum sei vielen als der „Baum des Lebens“ bekannt. Sie stehe symbolisch für den Neubeginn – und das sei auch bei ihrem entwässernden Effekt zu spüren. „Birkenblätter unterstützen den Körper dabei, überschüssiges Wasser loszuwerden, und sind dabei sanft zur Blase“, sagt die Expertin. Freude kommt sicherlich auch beim Anblick von Löwenzahn, ihrem „Pusteblumen-Helden“ auf. Laut der Kräuter-Expertin kann er mehr als nur Kinderträume in die Luft schicken. Denn Löwenzahnblätter seien auch ein Klassiker, wenn es um Entwässerung gehe. „Sie fördern die Nierenfunktion und bringen uns in Schwung – und das ohne viel Aufhebens.“ Zu guter Letzt empfiehlt sie einen „Exot im Kräutergarten“: den Katzenbart (Orthosiphon). „Diese asiatische Pflanze sieht nicht nur witzig aus, sie ist ein echter Profi, wenn es darum geht, den Körper zu entwässern und die Nieren zu entlasten.“ Ihr Name klinge zwar verspielt, aber ihre Wirkung sei „knallhart effektiv“. All diese Kräuter, so Höchner, seien wahre Meister darin, das Leben leichter zu machen. „Sie entwässern, entschlacken und bringen frischen Schwung in den Alltag!“</p>
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		<item>
		<title>Selbstfürsorge, die zu kurz kommt</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/selbstfuersorge-die-zu-kurz-kommt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Mar 2025 22:01:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Die Leichtigkeit des Seins]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention & Reha]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 1. März fand der „Equal Care Day 2025“ statt. Der Aktionstag erinnert an „die mangelnde Wertschätzung und unfaire Verteilung von Care-Arbeit“. Mit ihr einhergeht auch Mental Load1, also die „Last der alltäglichen, unsichtbaren Verantwortung für das Organisieren von Haushalt und Familie im Privaten, das Koordinieren und Vermitteln in Teams im beruflichen Kontext sowie die [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 1. März fand der „Equal Care Day 2025“ statt. Der Aktionstag erinnert an „die mangelnde Wertschätzung und unfaire Verteilung von Care-Arbeit“. Mit ihr einhergeht auch Mental Load<sup>1</sup>, also die „Last der alltäglichen, unsichtbaren Verantwortung für das Organisieren von Haushalt und Familie im Privaten, das Koordinieren und Vermitteln in Teams im beruflichen Kontext sowie die Beziehungspflege und das Auffangen der Bedürfnisse und Befindlichkeiten aller Beteiligten in beiden Bereichen“. Für den Psychologischen Psychotherapeuten und Leiter des Psychologischen Dienstes am Krankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin Schloss Werneck, Dr. Philippe T. Pereira, sei das Problem jedoch nicht nur Mental Load. „Unser Gehirn kann theoretisch sehr gut parallele Aufgaben bewältigen“, sagt er. Es dürfe aber nicht außer Acht gelassen werden, dass heutzutage tatsächlich eine Menge auf uns hereinströme. Viele mentale und emotionale Probleme entstünden durch „Verstrickungen“, die sich im Alltag und in der Partnerschaft ergeben. „Es kann schwer sein, alles unter einen Hut zu bekommen“, betont er gerade mit Blick auf Menschen, die nicht in soliden Partnerschaften leben oder mit wenigen finanziellen Ressourcen auskommen müssen. Im Fokus steht für den Experten daher ein weiterer wichtiger Aspekt: die „Unterlassung, sich gut abzugrenzen“ oder „zu viel Verantwortung zu übernehmen, weil man glaubt, dafür auch noch verantwortlich zu sein“. Die Folge: Selbstfürsorge komme zu kurz. Eine Auszeit werde nicht eingefordert. Alles werde als „zu viel“ und „unfair verteilt“ erlebt. Ein Beispiel sei etwa das subjektive Gefühl, der Partner bzw. die Partnerin erledige zu wenig im gemeinsamen Haushalt. „Das ist nicht Mental Load, sondern die Erfahrung, dass es ungerecht zugeht.“ Jede zusätzliche Tätigkeit erhöhe dieses Unrechtsbewusstsein und führe zu weiterem Stress. Es sei daher wichtig zu erkennen, wie man mit Verantwortung, mit Grenzen und mit der eigenen Selbstfürsorge umgeht. Gelinge hier die Balance, sei auch das Gehirn in der Lage, relativ viel zu schaffen, so der Familienvater. Nimmt das subjektiv empfundene „zu viel“ aber überhand, gebe es Frühwarnsymptome. „In der Regel ist es ein Stress- und Überforderungserleben, Gereiztheit, Lustlosigkeit, Schlafstörungen, einfach eine Anspannung, ein gewisser Leidensdruck, bei dem man merkt: Irgendwie bin ich damit nicht zufrieden“, erklärt Dr. Pereira. Meistens werde das überhört, übergangen oder man glaube, dass es schon wieder vorbei geht. Auch Suchtneigungen könnten in dieser Phase angeheizt werden. Nicht wenige würden in einer solchen Situation auf „Hilfe von außen“ hoffen, anstatt selbst die Verantwortung zu übernehmen. Dadurch ändere sich aber meistens nichts. Wird der Bogen schließlich „überspannt“, könne das zu schlimmeren Störungen wie Burnout, Depression, Schmerz- oder psychosomatischen Störungen führen“. Dr. Pereira zufolge sei es daher „essenziell“, „ein Bewusstsein für eigene Gefühle zu schaffen“. Es gelte, die eigenen Gefühle wieder zu benennen, Grenzen wieder zu erkennen respektive das überhaupt zu erlernen. Gelingt es dann, einen Mangel oder ein Bedürfnis zu interpretieren und auch anzusprechen, sei das eine „Meisterleistung“. „Schafft man das nicht im Kontext der Beziehung, könnte man sich auch Hilfe suchen, zum Beispiel bei Paartherapeuten oder im Rahmen von Angehörigengesprächen mit einer neutralen dritten Person“, so der Experte. Der Grund: Wird das den Betroffenen selbst überlassen, sei das häufig schon eine Überforderung. Zu groß seien oftmals die Verstrickungen und die Gefahr, sich misszuverstehen. In jedem Fall sei das Aufbrechen bestehender Dynamiken ein längerer Prozess. Dr. Pereira erinnert in diesem Zusammenhang an so manche Gepflogenheit aus seiner Heimat Brasilien. Dort sei es zum Beispiel für Menschen, die sich das leisten könnten, viel selbstverständlicher, Hilfe im Haushalt in Anspruch zu nehmen. „Das schafft Freiräume, in denen man sich um die wesentlichen Dinge kümmern kann“, sagt er. In Deutschland sei diese Mentalität noch nicht sehr weit verbreitet. Vielmehr herrsche oftmals der Gedanke vor, alles alleine schaffen zu müssen. „Ich glaube, wir machen es uns unnötig schwer und haben vielleicht auch ein Mentalitätsproblem.“ Brauchen wir also wieder mehr Leichtigkeit in unserem Leben? Dr. Pereira möchte es anders formulieren. Denn Leichtigkeit bedeutet für ihn nicht „alle Fünf gerade sein lassen“: „Wir sollten die richtigen Dinge tun, uns und unsere Partnerschaften wieder ernst nehmen und uns nicht darauf verlassen, dass Traditionen alles regeln. Jeder Einzelne hat Verantwortung und muss seinen Beitrag leisten.“ Am Ende könne genau diese Wertschätzung und Selbstliebe Konflikte und Mental Load reduzieren und in der Konsequenz zu mehr Leichtigkeit im Leben führen.</p>
<p><i>Quelle: 1 https://equalcareday.org/mental-load</i></p>
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			</item>
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		<title>Sensible Küche</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/sensible-kueche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Mar 2025 22:01:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Die Leichtigkeit des Seins]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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					<description><![CDATA[„Ihr fällt es sehr schwer, dass sie als einzige nie einfach so zugreifen darf, dass sie immer nachfragen und sehr oft verzichten muss. Es geht nicht ohne Tränen“, heißt es in einem Zeitungsbeitrag über die chronische Erkrankung Zöliakie. Eine solche Unterverträglichkeit gegenüber Gluten macht das Leben von Betroffenen kompliziert. An Essengehen ist meist nicht zu [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Ihr fällt es sehr schwer, dass sie als einzige nie einfach so zugreifen darf, dass sie immer nachfragen und sehr oft verzichten muss. Es geht nicht ohne Tränen“, heißt es in einem Zeitungsbeitrag über die chronische Erkrankung Zöliakie. Eine solche Unterverträglichkeit gegenüber Gluten macht das Leben von Betroffenen kompliziert. An Essengehen ist meist nicht zu denken. Denn die Folgen könnten fatal sein. Köchin Gina Schäflein hat sich Menschen mit Zöliakie, Allergien und Unverträglichkeiten angenommen. Ihr Motto lautet: „Damit du weißt, was du isst.“ Betroffene benötigen eine rundum sensible Küche. Sie sollten unbedingt genau wissen, was sich auf ihren Tellern befindet. Ihrer Erfahrung nach sei das in der Regel sehr schwierig. Bei Zöliakie seien zum Beispiel Getreidearten wie Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer, Grünkern und Kamut tabu. Auch Backwaren wie Brot, Brötchen, Pizza oder Kuchen, die aus solchen Getreidearten bestehen, müssen Zöliakie-Betroffene meiden. Tückisch seien außerdem Fertiggerichte, Wurstwaren und Soßen, da auch diese Gluten enthalten könnten. Die Zutaten sind das eine. Die Lieferanten, die diese bereitstellen, die Küche, in der Mahlzeiten zubereitet werden, und schließlich das Personal, das die Gerichte zum Gast bringt, sind das andere. Um zum Beispiel den Kontakt mit Gluten zu vermeiden, seien alle Küchengeräte neu angeschafft worden, berichtet die Inhaberin des Würzburger Restaurants Vrohstoff, das vegan und vegetarisch, glutenfrei und allergenarm ausgerichtet ist. Gekocht werde nach festen Rezepten, die niemals abweichen. „Außerdem habe ich seit Jahren feste Lieferanten, die nur ausgewählte Lebensmittel liefern. Hier besteht ein großes Vertrauensverhältnis“, sagt sie. Zu guter Letzt treffen ihre Gäste auf geschultes Personal, das zum Thema Allergien, Unverträglichkeiten und Zöliakie regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht werde. All diese Maßnahmen sind mit kulinarischem Genuss vereinbar. „Ofensüßkartoffel überbacken mit Gemüse ist eines unserer gängigsten Gerichte bei Allergien“, erzählt Gina Schäflein. Auch herzhafte Pancakes mit Zucchini, Aubergine, Paprika, Tomaten, Artischocken, Oliven, Kapernäpfeln, Basilikum-Pesto und Salat gehören zu ihren Tipps. Die beliebten Burger wiederum gibt es im Brötchen oder im Pilz. „Wir möchten, dass sich jeder bei uns gut aufgehoben fühlt, und erfüllen daher auch individuelle Wünsche“, so die Köchin.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Hauptsache natürlich</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/hauptsache-natuerlich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Mar 2025 22:01:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Die Leichtigkeit des Seins]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie sind nicht allein: Laut dem Statistikportal Statista gehört der Wunsch, abzunehmen, zu den „häufigsten Vorsätzen“, die sich Menschen hierzulande vornehmen. „Insgesamt hatten im Jahr 2023 in Deutschland über 19 Millionen Personen Interesse an Diäten und Diätprodukten“, schreibt Statista im Sommer 2024. Dabei sei die Reduzierung von Übergewicht nicht das einzige Motiv einer Diät, sondern [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie sind nicht allein: Laut dem Statistikportal Statista gehört der Wunsch, abzunehmen, zu den „häufigsten Vorsätzen“, die sich Menschen hierzulande vornehmen. „Insgesamt hatten im Jahr 2023 in Deutschland über 19 Millionen Personen Interesse an Diäten und Diätprodukten“, schreibt Statista im Sommer 2024. Dabei sei die Reduzierung von Übergewicht nicht das einzige Motiv einer Diät, sondern auch Prävention und Behandlung von Krankheiten wie Diabetes. Karl-Heinz Ursprung, Inhaber eines Bioladens in Höchberg und Gesundheitsberater, hält wenig von klassischen Diäten. „Die meisten von ihnen sind nicht gesund“, betont er. Würde ein Mensch seine Ernährung für eine bestimmte Zeit auf spezielle Lebensmittel fokussieren, sei der Jojo-Effekt vorprogrammiert. Ursprung plädiert dafür, langfristig zu denken. Sein Appell: „Mehr natürliches Obst wie Heidelbeeren oder Zitronen sowie Gemüse, etwa Brokkoli, Blumenkohl oder Zucchini, auf den Speiseplan! Streichen Sie Fertigprodukte!“ Sein Grundsatz fürs Leichterwerden lautet: „Hauptsache natürlich, Hauptsache bio!“ Diese Lebensmittel seien weniger belastet und hätten eine höhere Vitalstoffdichte statt „leerer“ Nährstoffe. Sie würden im Abnehmprozess außerdem unerwünschte Begleiterscheinungen wie Kopf- oder Gelenkschmerzen reduzieren, da der Körper beim Fettabbau weniger eingelagerte Giftstoffe zu bewältigen hätte. Generell rät der Gesundheitsberater zu drei Mahlzeiten am Tag – ohne Zwischenmahlzeiten. „Der Körper ist bestimmten Rhythmen unterworfen. Es ist nicht ideal, wenn der Magen permanent arbeitet“, sagt er. Viel hält er von der 16:8-Methode. Die ideale Zeit für eine Nahrungsaufnahme liege demnach zwischen 12 Uhr mittags und 20 Uhr abends. „Nehmen Sie sich Zeit, genießen Sie ihr Essen“, so sein dringender Rat. „Dann ist selbst eine einfache Gemüsebrühe ein echtes Gedicht.“ Wer morgens unbedingt etwas benötige, solle auf rohes Obst zurückgreifen. Wer leichter werden möchte, sollte daneben auf Lebensmittel mit einem hohen Eiweißgehalt achten. „Haferflocken, Linsen, Erbsen und Bohnen, Tofu, ungesalzene Nüsse, auch Kerne und Samen sorgen dafür, dass das Sättigungsgefühl länger anhält und regen gleichzeitig den Stoffwechsel an“, weiß Ursprung. Proteine seien darüber hinaus wichtige Nährstoffe. Sie würden die fettfreie Körpermasse aufrechterhalten, die Muskelgesundheit fördern und den Fettabbau verstärken. „Wer seinen Stoffwechsel zudem ein wenig ankurbeln möchte, kann auf Ingwer oder grünen Tee setzen. Letzteres wurde sogar wissenschaftlich belegt<sup>1</sup>“, so der Experte. Und wie steht’s mit dem klassischen Brot? „Wenn Brot, dann Vollkornbrot.“ Dieses enthalte viel mehr Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine als Weißmehlprodukte. „Dadurch wird die Verdauung angeregt und man bleibt länger satt.“</p>
<p><i>Quelle: 1 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19597519</i></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>What a wonderful world</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/what-a-wonderful-world/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Mar 2025 22:01:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Die Leichtigkeit des Seins]]></category>
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					<description><![CDATA[„In den Augen eines Kindes gibt es keine sieben Weltwunder. Es gibt sieben Millionen“, behauptet Autor Walt Streightiff. Kinder haben noch die Fähigkeit, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen. Wir alle hatten diese Gabe, die uns im Laufe der Jahre immer mehr abhandengekommen ist. „Es ist ganz unterschiedlich, was sich meine Klientinnen und Klienten in [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_18900" style="width: 210px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18900" class="size-medium wp-image-18900" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/03/0I5A2590-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/03/0I5A2590-200x300.jpg 200w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/03/0I5A2590-683x1024.jpg 683w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/03/0I5A2590-1024x1536.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/03/0I5A2590-1366x2048.jpg 1366w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/03/0I5A2590-218x327.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/03/0I5A2590-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-18900" class="wp-caption-text">©Daniel Pinho</p></div>
<p>„In den Augen eines Kindes gibt es keine sieben Weltwunder. Es gibt sieben Millionen“, behauptet Autor Walt Streightiff. Kinder haben noch die Fähigkeit, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen. Wir alle hatten diese Gabe, die uns im Laufe der Jahre immer mehr abhandengekommen ist. „Es ist ganz unterschiedlich, was sich meine Klientinnen und Klienten in der Zusammenarbeit mit mir wünschen“, sagt Gesundheitstrainerin Isabelle Meid, „eines ist aber fast immer dabei: mehr Leichtigkeit, mehr Lebendigkeit, mehr Leben im Hier und Jetzt!“. Staunen, neugierig sein und wundern sind der „sympathischen“ Leistungsgesellschaft, die von Höher, Schneller, Weiter getrieben ist, gewichen (wir berichteten). Gehetzt von den Anforderungen des Alltags und unseren inneren Antreibern, seien wir allzu oft im Kampf- oder Flucht-Modus wie zu Zeiten des Säbelzahntigers, so die Resilienz-Coachin: „Hier funktionieren wir nur noch, schauen weder rechts noch links, haben einen Tunnelblick, der die Verortung im Hier und Jetzt aus den Augen verliert.“ Orientierung zurück ins Jetzt sei gefragt, die Erweiterung des Blicks hin zu mehr Achtsamkeit. „Auch, wenn der Begriff strapaziert und schon ein bisschen abgenutzt ist: Achtsam sein, sich orientieren, wirkt auf unser Nervensystem beruhigend und stabilisierend und aktiviert den Parasympathikus, unseren Ruhe-Nerv“, so Meid. Und hier gebe es ganz einfache Übungen, die man leicht in jeden Alltag einbauen kann für mehr Leichtigkeit. „Etwa das bewusste Umschauen im Raum &#8230; Wo befinde ich mich? Was ist rechts und links von mir? Oder in der Natur, das bewusste ­Wahrnehmen eines Löwenzahns, der sich durch den Asphalt kämpft, einer Wolke, die wie ein Schmetterling entschwindet, oder eine Spiegelung im Wasser, die einfach nur wunderschön ist! Die Verortung im Hier und Jetzt ist ein großartiges Werkzeug, wenn man im Trubel des Alltags die Orientierung verloren hat.“ Ebenso Erde-Schwerkraft-Übungen: „Hier geht es darum, bewusst den Kontakt unserer Füße auf der Erde zu spüren. Das gibt uns Bodenhaftung und entspannt“, weiß Isabelle Meid. Oder man könne auch die Wahrnehmung auf seine Wirbelsäule lenken und diese leicht wie eine Wasserpflanze im Ozean hin- und herschwingen lassen. „Durch diese Übung orientiert man sich zu seiner Körpermitte hin und das ist beruhigend“, erklärt die Expertin in Vermeidung von Burnout. Und wie lange sollte man solche Übungen machen? Meid: „So lange bis man merkt, dass etwas im Körper ankommt. Kein Feuerwerk der Tiefenentspannung, sondern kleine, feinen Signale der Regulation wie Gähnen, mehr Spucke im Mund, oder Tränen, die ohne Grund kullern oder ein grummelnder Magen.“ All das seien Zeichen, dass man aus dem Funktionieren, aus dem zu aktiven Sein zurückschwingt in den Zustand des Parasympathikus. Auch regulierende Atemtechniken hätten diese Wirkung: „Einatmen, Atem halten und dann lange ausatmen, oder Seufzen, auch das sorgt dafür, dass unser Nervensystem schwingungsfähig bleibt.“ Die Selbstumarmung sei ebenfalls eine einfache Regulationstechnik, so Meid, um sich an Ort und Stelle sicher zu fühlen, wenn wir durch das Überangebot an Reizen einmal die Orientierung verloren haben. „Es gibt zwei Arten sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder. Ich glaube an Letzteres.“ Und dieses Zitat stammt von einem Naturwissenschaftler, nämlich Albert Einstein. Wunder passieren immer und überall, wir müssen nur kurz innehalten, der Magie des Augenblicks vertrauen und sie auf uns wirken lassen &#8230;<span class="Apple-converted-space">  </span>dann stellt sich Unbeschwertheit, Urvertrauen und Leichtigkeit des Seins ein. What a wonderful world!</p>
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		<title>Change your Lifestyle</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/change-your-lifestyle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Mar 2025 22:01:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Die Leichtigkeit des Seins]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Bewegung wird oft als ein Schlüssel zur Leichtigkeit im Leben angesehen“, sagt Renée Sielemann. Die erfahrene Physiotherapeutin mit eigener Praxis in Oberdürrbach weiß um die Vorteile: Regelmäßige Bewegung fördert die Durchblutung, aktiviert den Stoffwechsel und setzt Endorphine frei. „Diese chemischen Reaktionen im Körper bauen Stress ab, heben die Stimmung und steigern das allgemeine Wohlbefinden“, erklärt sie. Bewegung wirke zudem regulierend auf das Nervensystem, was bei Ängsten, Schlafproblemen und depressiven Verstimmungen helfen könne. Sie sagt aber auch: „Bewegung ist kein alleiniges Allheilmittel.“ Sie sollte immer als Teil eines ganzheitlichen Lebensstils betrachtet werden, der auch Ernährung, Schlafgewohnheiten und mentale Gesundheit einschließe. Für sie seien etwa moderate Aktivitäten wie Spaziergänge, leichtes Joggen oder Radfahren „energiespendend“. Auch Achtsamkeitstechniken würden dazu zählen: „Yoga, Tai-Chi oder Qi-Gong wirken beruhigend und bauen gleichzeitig Stress ab.“ Dabei immer „Training mit Freude“. Die Kehrseite der Medaille sei „energieraubende“ Bewegung, etwa übermäßiges Trainieren. „Zu häufiges, intensives Training kann den Körper erschöpfen und Stresshormone freisetzen“, betont Sielemann. Auch monotone Workouts sind tückisch. „Bewegung, die sich wie eine Pflicht oder Belastung anfühlt, kann mental und emotional anstrengen.“ Und sie warnt: „Wer sich nicht ausreichend erholt, riskiert Verletzungen und chronische Müdigkeit.“ Das richtige Maß sei entscheidend. Das Leben leichter ­nehmen könne man durch Yoga – auch „Kunst der Leichtigkeit“ genannt. „Körperliche Übungen (Asanas), Atemtechniken (Pranayama) und Meditation.“ Yoga senke nachweislich den Cortisolspiegel, das Hormon, das mit Stress in Verbindung steht. Die sanften, aber wirkungsvollen Bewegungen würden den Körper geschmeidig machen und die Haltung fördern, was ein Gefühl von Leichtigkeit im Alltag schaffe. Nicht zu vergessen: „Yoga schult den Geist, den Moment bewusst zu erleben und negative Gedanken loszulassen.“ Und wie steht es mit Pilates? „Durch Pilates kann man sich nicht nur körperlich leichter fühlen, sondern auch mental mehr Balance und Stabilität finden“, ist die Expertin überzeugt. Hier liegt der Fokus auf der Stärkung der Körpermitte (Core), der Haltung und der Beweglichkeit. So könnten Rückenschmerzen reduziert und die Haltung aufrecht und entspannt werden. Der Fokus auf Atemkontrolle verhelfe zu einer effizienten Atmung, was Stress reduziere und die Sauerstoffversorgung verbessere. Die Übungen seien überdies gelenkschonend und schaffen ein harmonisches Körpergefühl, ohne den Körper zu überlasten. Übrigens, wer durch Yoga und Pilates den Stress reduziert, verspürt auch weniger Heißhunger – und das könnte zu mehr physischer Leichtigkeit führen. Der Schlüssel zum Abnehmen liege der Physiotherapeutin zufolge aber in einer regelmäßigen und mit Freude ausgeführten Mixtur aus Cardio-, Kraft- und Intervalltraining. Sie empfiehlt zum Beispiel High-Intensity Interval Training, Krafttraining, Cardio-Training und Tanzen. Ihr Fazit: „Bewegung kann tatsächlich Leichtigkeit in physischer, mentaler und emotionaler Hinsicht bringen, wenn sie bewusst und ausgewogen ausgeführt wird.“ Yoga, Pilates und ausgewählte Workouts für den Gewichtsverlust können dabei sogar eine zentrale Rolle spielen. „Die Basis bildet immer eine ausgewogene (antientzündliche) Ernährung“, sagt Renée Sielemann. In ihrer Praxis verfolgt sie den sogenannten „Change your lifestyle“-Ansatz. Dieser ist ganzheitlich und besteht aus basischen/antientzündlichen Rezepten, einer optimalen Zellversorgung sowie mehr Bewegung und Achtsamkeit.</p>
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