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	<title>Prävention &amp; Reha &#8211; Lebenslinie</title>
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	<description>Gesundheitsmagazin für Mainfranken</description>
	<lastBuildDate>Sat, 04 Apr 2026 06:39:20 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Ein Streichholz, das von beiden  Seiten abbrennt</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/ein-streichholz-das-von-beiden-seiten-abbrennt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 06:40:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Prävention & Reha]]></category>
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					<description><![CDATA[Sandra K.* bekam vor vier Jahren unerträgliche Rückenschmerzen, die ins rechte Bein ausstrahlten und ihren Arbeitsalltag so gut wie unmöglich machten. Diagnose: Bandscheibenvorfall! Eine OP kam für sie erst einmal nicht in Frage. Sie wollte den konservativen Therapieweg gehen und absolvierte drei Wochen lang (täglich von 8 bis 15 Uhr inklusive Mittagspause) eine ambulante Rehabilitation [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sandra K.* bekam vor vier Jahren unerträgliche Rückenschmerzen, die ins rechte Bein ausstrahlten und ihren Arbeitsalltag so gut wie unmöglich machten. Diagnose: Bandscheibenvorfall! Eine OP kam für sie erst einmal nicht in Frage. Sie wollte den konservativen Therapieweg gehen und absolvierte drei Wochen lang (täglich von 8 bis 15 Uhr inklusive Mittagspause) eine ambulante Rehabilitation im Reha- und Gesundheitszentrum Impuls im Würzburger Stadtteil Heidingsfeld. Zunächst erfolgte ein Anamnesegespräch mit einem Orthopäden im Therapiezentrum, der zugeschnitten auf ihr Krankheitsbild einen individuellen Rehaplan erstellte. „Täglich waren Sportstunden mit Muskelkräftigung und Dehnungsübungen angesagt, aber auch Entspannung und ­manuelle Therapie, sowie ­Nordic Walking und ­begleitende Gespräche beim Psychologen“, erzählt Sandra. „Dazu kamen noch Vorträge etwa über gesunde Ernährung und Stressbewältigungs-Techniken“, so die Reha-Patientin. Am Ende des Therapietages sei man ganz schon müde gewesen, aber angenehm müde. „Es hat mir so viel gebracht, und außerdem bis dato die OP erspart“, freut sich Sandra. Sie habe nach der Reha täglich kleine Übungen aus dem Programm in ihren Alltag eingebaut, ihre Ernährung umgestellt (weitgehender Verzicht auf Weißmehl, Zucker, Fleisch und Alkohol) und öfter einmal kleine Pausen eingelegt. Vor Kurzem habe sie die Reha-Maßnahme wiederholt, um den Status-Quo aufrechtzuerhalten. „Überrascht war ich ­beispielsweise davon, wie schwer seelische ­Probleme auf dem Rücken lasten können &#8230; als wenn ein Streichholz von beiden Seiten abbrennt“, sagt Sandra. Von der ganzheitlichen Sicht auf die Krankheit, die ihr hier vermittelt wurde, habe sie sehr viel profitiert! „Eine Patientin wie Sandra K. mit Bandscheibenvorfall hat bei einer ambulanten Reha stets einen Termin bei unseren Psychologinnen oder Psychologen, weil das Krankheitsbild immer in eine größere Geschichte eingebettet sein kann, &#8230; weil der Mensch eben nicht nur ein körperliches Wesen ist“, betont Impuls-Geschäftsführer Matthias Graeber. Wenn bei einem Bandscheibenvorfall weder Darm noch Blase betroffen sind, und keine Ausfallerscheinungen vorliegen, habe die konservative Therapie eine hohe Erfolgsquote, so Graeber. Und das Impuls Reha- und Gesundheitszentrum hat das sogar schriftlich bekommen: Beim Ranking der Reha-Kliniken auf der Seite der Deutschen Rentenversicherungen rangiert Impuls unter 830 Reha-Kliniken in Deutschland auf Platz 7. Impuls ist zugelassen für den Bereich Orthopädie und Traumatologie. Es geht hier also um den Bewegungsapparat. Die Indikationen seien vielfältig. „In erster Linie differenzieren wir: Obere oder untere Extremität &#8230; obere Extremität wäre jetzt Schulter als Beispiel, untere Extremität etwa das Bein, der Fuß. Und dementsprechend wird das Programm zugeschnitten“, so Matthias Graeber. Natürlich gebe es auch Module, die alle Reha-Patientinnen und -Patienten durchlaufen wie die begleitenden Vorträge zu Ernährung oder Stressmanagement. Im Impuls kümmern sich aktuell 130 υ υ Mitarbeitende um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einer Maßnahme, darunter insgesamt acht Ärztinnen und Ärzte aus den Bereichen Orthopädie und Unfallchirurgie sowie aus der Allgemeinmedizin. Dazukommen drei Mitarbeitende aus den Fächern Psychologie und sechs aus der Ergotherapie sowie knapp 30 Physiotherapeutinnen und -therapeuten. Das Team wird vervollständigt durch drei Diätassistentinnen, drei Krankenschwestern sowie Sportwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in der medizinischen Trainingstherapie. „Wer hier eine Reha absolviert, hat einen Aufnahmetermin, eine Visite in der Mitte der Reha und einen Abschlusstermin bei einer oder einem unserer Ärztinnen oder Ärzte, die akribisch den Therapiefortschritt begleiten und dokumentieren“, so Graeber. Eine Ärztin oder ein Arzt sei dabei immer federführend verantwortlich, zu gucken, welche Problemlage vorhanden und welches Programm hier passgenau ist, um die Patientin oder den Patienten entweder wieder fit für den Job zu machen oder Pflege zu verhindern, wenn man schon in Rente ist. Es gebe unterschiedliche Arten der ambulanten Reha, etwa die medizinisch beruflich orientierte Anschlussbehandlung nach einer OP, wo man mit simulierten Kulissenarbeitsplätzen versucht, Menschen wieder fit für ihre Arbeitsplätze als Dachdecker oder Krankenschwester zu machen. Dann die konservative Reha zum Beispiel bei Rückenproblemen oder die verhaltensorientierte Reha etwa bei Burn-out. Pro Jahr durchlaufen rund 1.000 Patientinnen und Patienten das ambulante Reha-Programm von 15 bis 17 Therapietagen im Impuls Reha- und Gesundheitszentrum, bei dem sie am Ende jeden Tages wieder zu Hause sind. Für viele, auch für Sandra K., war das ein entscheidendes Kriterium, an der Maßnahme überhaupt teilnehmen zu können. Sandra beispielsweise hatte neben ihrer Arbeit auch familiäre Verpflichtungen, die es ihr nicht erlaubt hätten, drei Wochen weiter entfernt stationär eine Reha zu absolvieren. „Trotz der schlimmen Schmerzen &#8230; ich glaube, wenn es nur die stationäre Reha-Möglichkeit gegeben hätte, ich hätte es nicht gemacht“, sagt Sandra. Und so sei es wichtig für die Wiederherstellung der Gesundheit, dass der Reha-Moment nicht nur für die Indikation, sondern auch für die private Situation passgenau ist, weiß Matthias Graeber. <i><span class="Apple-converted-space"> </span></i></p>
<p><i>* Name von der Redaktion geändert</i></p>
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		<title>Frühwarnsystem für Pandemien</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/fruehwarnsystem-fuer-pandemien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 06:38:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Prävention & Reha]]></category>
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					<description><![CDATA[Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg übernehmen eine zentrale Rolle in dem neuen deutschlandweiten Forschungsverbund, der als Frühwarnsystem für Pandemien fungieren soll. Im Fokus stehen tierische Grippeviren, die das Potenzial haben auf den Menschen überzuspringen. Durch diese Forschung sollen Infektionsketten möglichst verhindert oder zumindest unterbrochen werden, bevor es zu größeren Ausbrüchen kommt [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;">Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg übernehmen eine zentrale Rolle in dem neuen deutschlandweiten Forschungsverbund, der als Frühwarnsystem für Pandemien fungieren soll. Im Fokus stehen tierische Grippeviren, die das Potenzial haben auf den Menschen überzuspringen. Durch diese Forschung sollen Infektionsketten möglichst verhindert oder zumindest unterbrochen werden, bevor es zu größeren Ausbrüchen kommt – ein Ziel, das für die klinische Versorgung von großer Bedeutung ist. Die Freiburger Virologinnen und Virologen um Professor Martin Schwemmle, Forschungsgruppenleiter am Institut für Virologie des Universitätsklinikums Freiburg, untersuchen verschiedene Grippeviren mithilfe moderner molekularbiologischer und zellbasierter Verfahren. Ziel sei es das zoonotische Potenzial zu bewerten – also ihre Fähigkeit, vom Tier auf den Menschen überzuspringen so Schwemmle. Dazu gehören genetische Analysen, Tests zur Virusvermehrung sowie Untersuchungen zur Reaktion des menschlichen Immunsystems. Der Bund fördert das Frühwarnsystem mit 3,5 Millionen Euro.</p>
<p style="font-weight: 400;">
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dehnen oder nicht dehnen?</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/dehnen-oder-nicht-dehnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 08:34:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Prävention & Reha]]></category>
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					<description><![CDATA[Dehnen gehört für viele Menschen fest zur Alltags- oder Sportroutine. Doch hilft es wirklich gegen Schmerzen, Verletzungen oder Fehlhaltungen? Eine neue Studie unter Leitung der Universität Bayreuth bringt erstmals Klarheit in eine seit Jahren emotional geführte Debatte1. Das Forschungsteam um Professor Jan Wilke hat wissenschaftlich fundierte Empfehlungen veröffentlicht, die mit gängigen Stretching-Mythen aufräumen. Das zentrale [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dehnen gehört für viele Menschen fest zur Alltags- oder Sportroutine. Doch hilft es wirklich gegen Schmerzen, Verletzungen oder Fehlhaltungen? Eine neue Studie unter Leitung der Universität Bayreuth bringt erstmals Klarheit in eine seit Jahren emotional geführte Debatte<sup>1</sup>. Das Forschungsteam um Professor Jan Wilke hat wissenschaftlich fundierte Empfehlungen veröffentlicht, die mit gängigen Stretching-Mythen aufräumen. Das zentrale Ergebnis: Dehnen ist kein Allheilmittel – aber sinnvoll, wenn es gezielt eingesetzt wird. So lässt sich die Beweglichkeit kurzfristig steigern, wenn einzelne Muskelgruppen in zwei Serien à fünf bis 30 Sekunden gedehnt werden. Für eine langfristige Reduktion von Muskelsteifigkeit sind jedoch deutlich längere Dehnzeiten nötig: mindestens vier Minuten statisches Dehnen pro Muskelgruppe, mehrmals pro Woche. Für Verletzungsprävention, Regeneration oder die Korrektur von Fehlhaltungen wie einem Rundrücken fand das Forschungsteam hingegen keine überzeugenden Belege. Diese differenzierte Sicht bestätigt auch Renée Sielemann von der Physiopraxis Sielemann in Oberdürrbach. „Viele Patientinnen und Patienten erwarten vom Dehnen, dass es Schmerzen dauerhaft beseitigt oder Haltungsschäden korrigiert. Das kann Stretching allein nicht leisten“, erklärt sie.<span class="Apple-converted-space">  </span>Die Bayreuther Studie zeigt: der Zeitpunkt des Dehnens ist entscheidend. Vor dem Sport sollte auf langes statisches Dehnen verzichtet werden, da es Kraft, Sprint- und Explosivleistung kurzfristig mindern kann. Stattdessen empfiehlt sich dynamisches Dehnen als Teil eines aktiven Warm-ups. Nach dem Training oder an trainingsfreien Tagen kann statisches Dehnen sinnvoll sein, um Beweglichkeit zu erhalten und subjektive Steifheit zu reduzieren. Nicht empfohlen ist Dehnen als alleinige Maßnahme gegen Fehlhaltungen oder zur Verletzungsprävention „Hier braucht es Krafttraining, Haltungstraining und Muskelbalance-Übungen“, bestätigt auch ­Sielemann. Wichtig sei außerdem, nie bis in den Schmerz zu dehnen – ein leichtes Ziehen reiche völlig aus. <i></i><i></i></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Venenpumpe Wade – das zweite Herz</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/venenpumpe-wade-das-zweite-herz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 08:30:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Prävention & Reha]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum die Wade als „zweites Herz“ bezeichnet wird, hat damit zu tun, dass sie als Venenpumpe fungiert. Ohne diese Muskelpumpe würde das Blut langsamer zirkulieren und sich in den unteren Extremitäten stauen. Das wiederum würde zu Schwellungen, Krampfadern oder Thrombosen führen. Die Venenpumpe entlastet  das Herz, weil sie mithilft, das Blut im Körper effizient zu [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Warum die Wade als „zweites Herz“ bezeichnet wird, hat damit zu tun, dass sie als Venenpumpe fungiert. Ohne diese Muskelpumpe würde das Blut langsamer zirkulieren und sich in den unteren Extremitäten stauen. Das wiederum würde zu Schwellungen, Krampfadern oder Thrombosen führen. Die Venenpumpe entlastet<span class="Apple-converted-space">  </span>das Herz, weil sie mithilft, das Blut im Körper effizient zu transportieren und so zu einer verbesserten Sauerstoffversorgung beiträgt. Erste Anzeichen, dass die „zweite Herzpumpe“ schwächelt, sind schwere Beine am Abend, geschwollene Knöchel oder Füße, Taubheitsgefühle in den Zehen, Ameisenlaufen in den Füßen oder auch Krampfadern. Die Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie hat 13 effektive Übungen im Sitzen, Stehen und Liegen für das tägliche Training zuhause zusammengestellt, um die Waden geschmeidig zu halten und unser „zweites Herz“ zu stärken. <i></i></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Damit der Schuh am Ende passt</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/damit-der-schuh-am-ende-passt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 06:07:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Prävention & Reha]]></category>
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					<description><![CDATA[Lebenslinie (LL): Orthopädische Fußvermessung ist eine präzise Methode, um Form, Größe, Weite, Druckverteilung des Fußes zu erfassen. Wie wird hier vorgegangen? Matthias Endres (ME): „Es gibt im Prinzip drei verschiedene Optionen. Früher hat man einen sogenannten Blauabdruck und einen Schaumabdruck gemacht. Das heißt, die Patientin oder der Patient ist auf einen Blauabdruckkasten gestiegen und über [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><i>Lebenslinie (LL): Orthopädische Fußvermessung ist eine präzise Methode, um Form, Größe, Weite, Druckverteilung des Fußes zu erfassen. Wie wird hier vorgegangen?</i></strong><i></i></p>
<p>Matthias Endres (ME): „Es gibt im Prinzip drei verschiedene Optionen. Früher hat man einen sogenannten Blauabdruck und einen Schaumabdruck gemacht. Das heißt, die Patientin oder der Patient ist auf einen Blauabdruckkasten gestiegen und über diese Druckverhältnisse am Fuß hat sich das Fußbild ergeben. Und dann hat man mit einem Stift noch den Umriss festgehalten. Schlussendlich hat man die Patientinnen und Patienten noch in einen Trittschaum geschickt. Die Geschichte mit dem Trittschaum, das macht man heute teilweise immer noch, weil das eine sehr genaue oder präzise Abbildung vom Fuß an sich ist. Dieser Trittschaumabdruck wird dann entweder mit Schaum, Gips oder mit einem anderen Material ausgegossen. Und darüber wird dann ein Leisten erstellt, über den die Einlage oder der Schuh passgenau gefertigt wird.“</p>
<p><strong><i>LL: Aber das ist nur der erste Schritt. Wie geht es dann weiter?</i></strong><i></i></p>
<p>ME: „Wir haben in allen Anprobe-Maßkabinen einen Fußscanner in den Boden eingebaut. Dieser Scanner fährt einmal über die Fußsohle und scannt diese ab. Dann hat man einen exakten Abdruck des Fußes ‚plantar‘, also ‚von unten‘. Mit diesen statischen Daten kann eine konventionelle Einlage exakt gefertigt werden.“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong><i>LL: Für die Erstellung eines orthopädischen Maßschuhs reicht das aber noch nicht aus &#8230; richtig?</i></strong><i></i></p>
<p>ME: „Richtig! Hier braucht es eine 3D-Vermessung. Da haben wir mittlerweile auch mehrere Scan-Systeme im Einsatz, die den Fuß oder auch das ganze Bein vermessen und dann eine Datei erstellen. Und über diese Datei kann man dann einen Leisten fräsen oder fertigen lassen oder auch drucken.“</p>
<p><strong><i>LL: Damit der Schuh nicht irgendwo drückt, gibt es weitere Mess­systeme, welche?</i></strong><i></i></p>
<p>ME: „Da gibt es die sogenannte Pedographie. Das sind Druckmessplatten oder, wie bei uns, dünne Messsohlen mit Funksender, die in den Schuh eingelegt werden und während des Gehens die Druckverhältnisse im Schuh analysieren. Diese dynamischen ­Daten sind besonders in der ­Versorgung von Diabetikerinnen und Diabetikern wichtig. Diese dürfen auf keinen Fall Druckstellen am Fuß bekommen, können oft aber wegen einer vergesellschafteten Polyneuropathie Druck nicht oder nicht gut spüren.“</p>
<p><strong><i>LL: Die Pedographie erhebt die dynamischen Daten, der Scan die statischen. Und wie ermittelt man die Fußstellung?</i></strong><i></i></p>
<p>ME: „Die Fußstellung ergibt sich zum einen aus dem Fußscan. Wenn man auf der Platte steht, sehen die Orthopädie-Schuh-Technikerinnen und -Techniker schon, wie die Belastung ist, ob eher nach innen oder nach außen. Und dann kommt noch das ‚Palpieren‘ der Füße hinzu. Also die Expertinnen und Experten nehmen den Fuß in die Hand und schauen, wie ist die Mobilität des Fußes, gibt es eine Versteifung, gibt es eine Bewegungseinschränkung im unteren, im oberen Sprunggelenk, sind die Zehen beweglich, gibt es da vielleicht eine Einschränkung oder schon eine Fehlstellung. Einen Fersensporn etwa kann man eigentlich nur durch Ertasten lokalisieren.“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong><i>LL: Welche Probleme kann man durch so eine professionelle Fußvermessung lösen oder korrigieren. Und welche Beschwerden kann man lindern?<span class="Apple-converted-space"> </span></i></strong><i></i></p>
<p>ME: „Eine Vermessung an sich ist ja nichts anderes als ein Röntgenbild bei der Ärztin oder dem Arzt. Mit einem Röntgenbild an sich kann man auch nichts verbessern, aber man weiß jetzt, wo oder was das Problem ist. Und so ist es auch in der Schuh-Orthopädie. Nach den Messungen, weißt man wo der ‚Schuh drückt‘ und man kann die Problematik zum Beispiel über eine Schuhzurichtung, also über etwas, das man am getragenen Schuh verändert, lösen. Das kann etwa ein Höhenausgleich sein bei unterschiedlich langen Beinen. Oder vielleicht über eine Polsterung oder eine Abrollhilfe, die in den Schuh eingearbeitet wird.“</p>
<p><strong><i>LL: Das kann man am Konfektionsschuh verändern, um diesen tragfähiger zu machen. Bei einer diagnostizierten Fußfehlstellung hilft das aber nicht weiter, oder?</i></strong><i></i></p>
<p>ME: „Fußfehlstellungen haben massiv Einfluss auf das ganze Körperskelett. Wenn das Fundament des Körpers nicht stimmt oder nicht geradesteht, kann man oberhalb auch nicht mehr ausgleichen. Das zieht sich durch wie ein Bogen. Und daher fängt man an den Füßen an, stellt diese erst einmal gerade. Das veranlasst in der Regel eine Entlastung auf Knie und Hüfte. Und gerade auch Höhendifferenzen haben massiv Auswirkungen auf die Wirbelsäule. Hier helfen Einlagen oder als Ultima Ratio oftmals nur der gefertigte Maßschuh.“</p>
<p><strong><i>LL: Es gibt die drei Leitsätze in der Versorgung: „Stützen, Dämpfen, Führen“. Woher weiß man, was für welche Patientin oder welchen ­Patienten das Richtige ist?</i></strong><i></i></p>
<p>ME: „Wenn jemand etwa eine sehr starke Arthrose in den Knien oder in der Hüfte hat, dann ist für den zum Beispiel der dämpfende Faktor sehr wichtig. Auch bei einem Fersensporn ist das so. Führung im Schuh braucht jemand, der zum Beispiel eine extreme Kniefehlstellung hat. Hier kann die Unterstützung im Schuh das Knie in eine Art Nullstellung bringen, um eben einen achsengerechten Knieabrieb wiederherzustellen.“</p>
<p><strong><i>LL: Und das geht wirklich nur über eine Einlage im Schuh?<span class="Apple-converted-space"> </span></i></strong><i></i></p>
<p>ME: „Nicht nur, aber damit kann man schon sehr viel bewirken. Wenn natürlich die Fehlstellung am Knie sehr extrem ist, dann kann es sein, dass man zusätzlich eine Knieorthese braucht, um das Knie wieder besser aufzurichten. Aber in der Regel muss man am Fuß anfangen, damit sich am Knie oder in der Hüfte etwas verändert.“ <i><span class="Apple-converted-space"> </span></i></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenn dem Körper die Kraft ausgeht</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/wenn-dem-koerper-die-kraft-ausgeht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 06:04:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Prävention & Reha]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=20263</guid>

					<description><![CDATA[Kalium gehört zu den Mineralstoffen, über die kaum jemand nachdenkt &#8230; bis der Körper signalisiert, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Dabei spielt Kalium eine zentrale Rolle für zahlreiche Funktionen im Organismus. „Kalium steuert Muskelvorgänge“, erklärt Apotheker Michael Dickmeis, Inhaber der Sonnen-Apotheken in Würzburg und Kürnach. Das betreffe nicht nur die Skelettmuskulatur, sondern auch [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kalium gehört zu den Mineralstoffen, über die kaum jemand nachdenkt &#8230; bis der Körper signalisiert, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Dabei spielt Kalium eine zentrale Rolle für zahlreiche Funktionen im Organismus. „Kalium steuert Muskelvorgänge“, erklärt Apotheker Michael Dickmeis, Inhaber der Sonnen-Apotheken in Würzburg und Kürnach. Das betreffe nicht nur die Skelettmuskulatur, sondern auch das Herz mit seiner Pumpleistung, den Verdauungstrakt, die Blase und die Spannung der Blutgefäße und damit auch den Blutdruck. Zudem sei Kalium an der Energieversorgung beteiligt. Ohne Kalium könne die körpereigene Energiewährung Adenosintriphosphat (ATP) nicht gebildet werden. Fehle dieses zentrale Molekül, fühle man sich schnell schlapp und müde. Ein Kaliummangel entstehe dabei nur selten durch eine zu geringe Zufuhr über die Nahrung. „Eigentlich nehmen wir Kalium über die Ernährung ausreichend auf“, sagt Dickmeis. Häufiger liege die Ursache auf der Ausscheidungsseite. Kalium und Natrium wirken als Gegenspieler. Wer sehr salzreich esse, Fertiggerichte bevorzuge oder Speisen grundsätzlich nachsalze, verdränge Kalium aus dem Körper. Auch starkes Schwitzen, etwa bei Leistungssport, könne den Kaliumverlust erhöhen. Hinzu kämen Medikamente, insbesondere entwässernde Arzneimittel. Einige würden die Kaliumausscheidung fördern, andere sparen Kalium. In solchen Fällen müsse der Kaliumwert regelmäßig kontrolliert werden. Dem Experten zufolge seien die Symptome eines Kaliummangels oft unspezifisch. Betroffene fühlen sich müde, schwach und wenig leistungsfähig. Auch die Muskulatur ermüde schneller. Der Darm kann träge werden, Verstopfung ist möglich. Kritisch werde es, wenn das Herz betroffen sei, betont Dickmeis. Die Crux: Herzrhythmusstörungen könnten sowohl bei zu niedrigen als auch bei zu hohen Kaliumwerten auftreten. Genau darin liegt die Gefahr. „Der Bereich, in dem der Kaliumwert normal ist, ist relativ eng“, betont der Apotheker. Anders als bei Magnesium könne eine Überdosierung also ernsthafte Folgen haben. „Ist der Mangel leicht ausgeprägt, lässt er sich häufig über die Ernährung ausgleichen“, erklärt Michael Dickmeis. Seine Empfehlung: Salzarm essen und verstärkt zu Gemüse und Obst greifen. Besonders kaliumreich seien Brokkoli, Spinat, weiße Bohnen, Hülsenfrüchte und Bananen. Wichtig sei die Zubereitung. Gemüse sollte nicht in großen Wassermengen gekocht werden, da Kalium ins Kochwasser übergehe. Dünsten sei schonender und erhalte den Mineralstoff. Bei einem ausgeprägten Mangel kommen Kaliumpräparate zum Einsatz, allerdings nur unter ärztlicher Kontrolle. „Gefährlich ist das Herumdoktern auf eigene Faust“, warnt Dickmeis. Ohne Kenntnis des Blutwertes lasse sich nicht einschätzen, ob ein Mangel oder möglicherweise bereits ein Überschuss vorliege. Beides könne das Herz belasten. Deshalb gilt: erst messen, dann handeln. Für gesunde Menschen ohne entsprechende Medikamente reguliert der Körper den Kaliumhaushalt meist zuverlässig selbst – vorausgesetzt, die Ernährung stimmt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Es gibt keine Ausreden mehr</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/es-gibt-keine-ausreden-mehr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 05:59:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Prävention & Reha]]></category>
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					<description><![CDATA[Es beginnt mit einem kleinen Luxus: ausschlafen. Für Renée Sielemann startete der erste Tag des Programms „RV-Fit“ am späten Vormittag – Zeit für Ruhe, bevor es sportlich wird. Fünf Tage lang war die Physiotherapeutin nicht in ihrer eigenen Praxis in Oberdürrbach, sondern im für diese Maßnahme zugelassenen Impuls Reha- und Gesundheitszentrum in Würzburg-Heidingsfeld. Nicht als [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es beginnt mit einem kleinen Luxus: ausschlafen. Für Renée Sielemann startete der erste Tag des Programms „RV-Fit“ am späten Vormittag – Zeit für Ruhe, bevor es sportlich wird. Fünf Tage lang war die Physiotherapeutin nicht in ihrer eigenen Praxis in Oberdürrbach, sondern im für diese Maßnahme zugelassenen Impuls Reha- und Gesundheitszentrum in Würzburg-Heidingsfeld. Nicht als Behandlerin, sondern als Teilnehmerin. Im Frühjahr entschloss sie sich, an RV-Fit teilzunehmen. Das ist ein von Ärztinnen und Ärzten entwickeltes, kostenfreies Präventionsprogramm der Deutschen Rentenversicherung für Berufstätige, das Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung im Blick hat. Die einzige Voraussetzung für eine Teilnahme: Man muss seit mindestens sechs Monaten berufstätig sein und erste gesundheitliche Einschränkungen spüren. Bezahlt wird alles von der Deutschen Rentenversicherung, beantragen kann man die Teilnahme online in wenigen Minuten – ganz ohne Arztbesuch. „Am ersten Tag gibt es ein ärztliches Aufnahmegespräch, Zielvereinbarungen und den persönlichen Trainingsplan“, erzählt Renée Sielemann. „Es war mir wichtig, ein genaues Bild von den eigenen ‚Zipperlein‘ zu erhalten, die eigenen Ziele zu definieren und an ihnen zu arbeiten“, erinnert sie sich. „Für mich als Physiotherapeutin war es aber auch wertvoll, neue Impulse von außen zu erhalten.“ In festen Gruppen wechseln sich medizinische Trainingstherapie, Entspannungseinheiten, Arbeitsplatzberatung und Ernährungsvorträge ab – dazu gab es „aktives Handwerkszeug“. Denn Wissen in der Theorie ist das eine, Anwendung in der Praxis das andere. Die Mischung aus praktischen Übungen und Aha-Momenten gefällt ihr. Ernährung? „Vor allem das Thema versteckter Zucker hat mich überrascht.“ Stress? „Mein Handy ist mein größter Stressor – ich arbeite daran, klare Grenzen zu setzen.“ Bewegung? „Das gezielte Schulter- und Rückentraining hat mir persönlich sehr gut geholfen.“ Überhaupt sei es die Philosophie der „kleinen Schritte“ gewesen, die sie begeistert habe. Diese könnten wesentlich leichter umgesetzt werden als große Veränderungen, die man sich zuweilen vornehme. Nach der intensiven Startwoche, die ambulant bei Impuls Reha stattfindet, folgt die Umsetzungsphase: zwölf bis 24 Trainingseinheiten, wohnortnah und flexibel vor oder nach der Arbeit. Die dritte Phase, ein halbtägiges Auffrischungstreffen nach sechs Monaten, soll die Motivation sichern und beim Bilanzieren helfen. Als Sportlerin und Therapeutin zieht Renée Sielemann ein klares Fazit: „Ich würde es jedem empfehlen – egal, ob sportlich oder nicht. Prävention ist entscheidend, um Belastungen, Schmerzen und Stress langfristig vorzubeugen.“ Matthias Graeber, kaufmännischer Geschäftsführer des Impuls Reha- und Gesundheitszentrums, hat das Programm 2020 ins Haus geholt. „Das war ein Paradigmenwechsel: Die Rentenversicherung investiert in Prävention statt erst in Reha.“ Seitdem haben rund 1.500 Menschen in Würzburg teilgenommen – quer durch alle Berufsgruppen, vom Handwerker bis zur Büroangestellten. Eine echte Erfolgsgeschichte. Warum? Matthias Graeber: „Man wird angeleitet, begleitet und motiviert. Das unterscheidet das Programm von Einzelmaßnahmen.“ Gut zu wissen: Damit auch während der selbstständigen Trainingsphase der gleiche Standard wie im Reha-Zentrum gewährleistet ist, hat Graeber den stetig wachsenden „Qualitätszirkel Mainfranken“ – einen Zusammenschluss von derzeit zehn zertifizierten Reha-Einrichtungen und physiotherapeutischen Praxen – ins Leben gerufen. „Die Anforderungen sind hoch – es geht nicht um Fitnessstudio-Feeling, sondern um medizinisch-therapeutische Qualität“, betont er. Doch wie überhaupt beginnen? Der Antrag ist denkbar einfach, die Bewilligungspraxis unkompliziert. Während der Startphase ist man offiziell freigestellt, erhält volles Gehalt und Fahrtkostenzuschuss. „Man muss es nur tun – es gibt keine Ausreden mehr“, sagt Graeber. Das Feedback der bisherigen Teilnehmenden zeigt: Viele integrieren Bewegung und gesündere Ernährung in ihren Alltag. Bedarf gibt es vor allem beim Stressmanagement. Impuls Reha bleibt an diesen Themen dran, wird sie weiterhin empirisch untersuchen und einzelne Bausteine des Programms gemeinsam mit der Deutschen Rentenversicherung weiterentwickeln. Für Renée Sielemann ist der größte Gewinn, dass selbst kleine, aber doch konkrete Veränderungen wirken – ob beim Schulter- und Rückentraining, beim Essen oder beim bewussten Pausieren. „Es gibt Tage, da klappt es besser, und Tage, da ist es schwieriger. Aber wenn man spürt, wie gut es tut, bleibt man dran.“ Und für Matthias Graeber liegt auf der Hand: „Wer teilnimmt, investiert Zeit in die eigene Gesundheit – und das zahlt sich aus, für jeden Einzelnen und für unsere Arbeitswelt.“</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Freie Wahl von Ärztin oder Arzt, ade?</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/freie-wahl-von-aerztin-oder-arzt-ade/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 05:59:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Prävention & Reha]]></category>
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					<description><![CDATA[Versicherte könnten künftig mit einem persönlichen Team aus Ärztinnen und Ärzten durch das Gesundheitssystem gesteuert werden. Dies sieht ein Konzept des Verbands der Ersatzkassen (vdek) vor. Dem Team, das jede oder jeder Versicherte selbst zusammenstellen soll, könnten neben der Hausärztin oder dem Hausarzt bis zu drei Fachärztinnen oder Fachärzte angehören. Wie die Ströme der Patientinnen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Versicherte könnten künftig mit einem persönlichen Team aus Ärztinnen und Ärzten durch das Gesundheitssystem gesteuert werden. Dies sieht ein Konzept des Verbands der Ersatzkassen (vdek) vor. Dem Team, das jede oder jeder Versicherte selbst zusammenstellen soll, könnten neben der Hausärztin oder dem Hausarzt bis zu drei Fachärztinnen oder Fachärzte angehören. Wie die Ströme der Patientinnen und Patienten künftig besser gesteuert werden könnten, ist aktuell ein großes Thema. Die Bundesärztekammer hatte vom Deutschen Ärztetag 2024 ebenfalls den Auftrag erhalten, ein Modell zu entwickeln. Der Bezirk Unterfranken des Bayerischen Hausärztinnen- und Hausärzteverbands lehnt das Modell der Ersatzkassen laut Dr. Wolfgang Offenberger, Würzburger Delegierter des Verbands, entschieden ab. „Gerade in ländlichen Regionen, wo Termine bei Fachärztinnen und Fachärzten ohnehin schwer zu bekommen sind, ist das keine Lösung, sondern ein Rückschritt“, sagt der Mediziner vom Hausarztzentrum Versbach. Die Idee, dass sich vier verschiedene Medizinerinnen oder Mediziner absprechen sollen, bezeichnet er als „realitätsfern”, nicht praktikabel, nicht effizient und für alle Beteiligten verwirrend. Nur dann, wenn die Hausärztin oder der Hausarzt die erste Anlaufstelle im Gesundheitssystem bleibe, ließen sich die Ströme sinnvoll koordinieren, ist Dr. Offenberger überzeugt. Über zehn Millionen freiwillig in die Hausarztinnen- und Hausarzt-zentrierte Versorgung integrierte Patientinnen und Patienten bewiesen ihm zufolge, wie gut dieses System seit über 20 Jahren funktioniere. „Hier entscheiden wir, welche Beratungsanlässe in unseren Praxen abschließend gelöst werden können, und in welchen Fällen wir gezielt zu spezialisierten Praxen zuweisen müssen”, erläutert der Allgemeinarzt. Die Hausärztinnen- oder Hausarztpraxis sieht er auch als idealen Ort an, um Befunde in einen Gesamtkontext einzuordnen. „Ich halte dem Vorschlag vom vdek für gar nicht so schlecht”, sagt hingegen der Schweinfurter Anästhesist Dr. Karl Amann, der dem Ärztlichen Bezirksverband Unterfranken vorsitzt. Gynäkologinnen und Gynäkolgen, Urologinnen und Urologen, Augenärztinnen und Augenärzte würden schon jetzt oft zusätzlich zur Hausärztin, zum Hausarzt aufgesucht. Auf dem Deutschen Ärztetag in Leipzig sei kürzlich allerdings die Hausärztinnen- oder Hausarzt-zentrierte Versorgung favorisiert worden. Auch die neue Bundesgesundheitsministerin Nina Warken habe sich in ihrer Antrittsrede hierfür ausgesprochen. Dem Konzept des vdek zufolge soll es zusätzlich zu dem persönlichen Team aus vier Ärztinnen oder Ärzten für jede Patientin und jeden Patienten Zugang zu einem digitalen Tool zur Ersteinschätzung geben, das regelmäßig genutzt werden könnte. Dies sieht Dr. Amann skeptisch.</p>
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		<title>Auf dem Prüfstand: Symptom-Checker-Apps</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/auf-dem-pruefstand-symptom-checker-apps/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 05:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Prävention & Reha]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Wartezimmer sind gut gefüllt, Termine nicht immer kurzfristig zu bekommen. Wie praktisch wäre es, eine erste Diagnose per App zu erhalten? Symptom-Checker-Apps versprechen genau das: Symptome eingeben und Diagnose erhalten. Aber ist das wirklich so einfach? Und wie zuverlässig ist das Ergebnis? Die Stiftung Gesundheitswissen hat Studien verglichen und kommt zu folgendem Ergebnis: Die [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wartezimmer sind gut gefüllt, Termine nicht immer kurzfristig zu bekommen. Wie praktisch wäre es, eine erste Diagnose per App zu erhalten? Symptom-Checker-Apps versprechen genau das: Symptome eingeben und Diagnose erhalten. Aber ist das wirklich so einfach? Und wie zuverlässig ist das Ergebnis? Die Stiftung Gesundheitswissen hat Studien verglichen und kommt zu folgendem Ergebnis: Die Zuverlässigkeit von Symptom-Checkern ist sehr unterschiedlich. In ihrer ersten Diagnose liegen die Apps oft falsch. Etwas genauer sind sie in der Einschätzung der Dringlichkeit, also wann Symptome möglichst schnell behandelt werden sollten. Doch auch hier gilt Vorsicht: Vereinzelt neigen die Apps zur Unterschätzung der Dringlichkeit. Diese Unzuverlässigkeit kann für Nutzerinnen und Nutzer unter Umständen zu großem Schaden führen. Die Ergebnisse sollten aus diesem Grund immer kritisch hinterfragt werden. Symptom-Checker-Apps können eine erste Orientierung geben, sie sind jedoch kein Ersatz für einen Besuch bei einer Ärztin oder einem Arzt, so das Fazit. <i>Quelle: www.stiftung-gesundheitswissen.de<span class="Apple-converted-space"> </span></i></p>
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		<title>Parken nur mit Handicap! </title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/parken-nur-mit-handicap/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 05:46:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Prävention & Reha]]></category>
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					<description><![CDATA[Grundvoraussetzung ist der hellblaue EU-Schwerbehindertenparkausweis: Menschen, mit diesem Dokument dürfen auf Schwerbehindertenstellplätzen parken. Der Ausweis ist nicht auf ein Fahrzeug zugelassen. Sondern auf eine Person. „Die muss an der Fahrt auch teilnehmen“, erklärt Julian Wendel, Behindertenbeauftragter der Stadt Würzburg. Der Ausweis ist nicht übertragbar. Beantragt werden muss er bei der kommunalen Verwaltung. Genehmigt wird er [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Grundvoraussetzung ist der hellblaue EU-Schwerbehindertenparkausweis: Menschen, mit diesem Dokument dürfen auf Schwerbehindertenstellplätzen parken. Der Ausweis ist nicht auf ein Fahrzeug zugelassen. Sondern auf eine Person. „Die muss an der Fahrt auch teilnehmen“, erklärt Julian Wendel, Behindertenbeauftragter der Stadt Würzburg. Der Ausweis ist nicht übertragbar. Beantragt werden muss er bei der kommunalen Verwaltung. Genehmigt wird er auf der Basis bestimmter Kriterien. Der Antragsteller muss das Merkzeichen „aG“ für „außergewöhnliche Gehbehinderung“ oder „Bl“ für „blind“ im Schwerbehindertenausweis haben. Außerdem erhalten Menschen mit Contergan-Schädigung oder vergleichbarer Beeinträchtigung laut Julian Wendel einen Ausweis. Nichtbehinderte fragen oft, warum die Extra-Parkplätze nötig sind. Wendel erläutert die Hintergründe: „Personen mit Einschränkungen können sich nur unter sehr großer Anstrengung außerhalb des Kraftfahrzeugs bewegen.“ Sie seien darauf angewiesen, auf kurzem Weg dahin zu kommen, wohin sie gelangen möchten. Etwa ins Rathaus. Oder in den Supermarkt. Vor öffentlichen Gebäuden wie Ämtern, Krankenhäusern oder Schulen befindet sich deshalb mindestens ein Schwerbehindertenstellplatz: „Weitere Stellplätze sind in Würzburg im Stadtgebiet verteilt.“ Gemäß DIN seien Schwerbehindertenstellplätze breiter und länger als konventionelle Parkplätze. „Dies liegt daran, dass Personen im Rollstuhl an der Seite oder hinter dem Auto Platz zum Ein- und Aussteigen benötigen”, so Julian Wendel. Dass Behindertenparkplätze von Menschen ohne Ausweis blockiert werden, komme laut dem Behindertenbeauftragten in Würzburg selten vor. „Das mag am Bewusstsein über die Bedeutung der Stellplätze liegen, aber gewiss auch an den Kosten“, sagt er. Wer einen Behindertenparkplatz nutzt, ohne beeinträchtigt zu sein, wird mit einem Bußgeld in Höhe von 55 Euro belangt. Das Fahrzeug wird außerdem abgeschleppt. Was zusätzlich 100 Euro kostet.<i> </i></p>
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