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	<title>Ökonomie &amp; Fürsorge &#8211; Lebenslinie</title>
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	<description>Gesundheitsmagazin für Mainfranken</description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Apr 2026 09:07:59 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Leben ist keine Ware!</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/leben-ist-keine-ware/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 09:08:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ökonomie & Fürsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf der Missio-Geburtsstation (Klinikum Würzburg Mitte, KWM) kommen jedes Jahr über 2.000 Kinder zur Welt. Der Rekord lag 2021 bei fast 2.500 Geburten &#8211; mehr als in jeder anderen Klinik der Region. Erst 2021 wurde mit Fördermitteln des Bundes in Höhe von 3,5 Millionen Euro die Missio-Geburtshilfe durch einen Sectio-OP und einen Kreißsaal mit Nebenräumen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20189" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20189" class="size-medium wp-image-20189" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Landrat-Thomas-Eberth-©Schmelz-Fotodesign-300x264.jpg" alt="" width="300" height="264" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Landrat-Thomas-Eberth-©Schmelz-Fotodesign-300x264.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Landrat-Thomas-Eberth-©Schmelz-Fotodesign-1024x901.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Landrat-Thomas-Eberth-©Schmelz-Fotodesign-1536x1352.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Landrat-Thomas-Eberth-©Schmelz-Fotodesign-2048x1802.jpg 2048w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Landrat-Thomas-Eberth-©Schmelz-Fotodesign-218x192.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Landrat-Thomas-Eberth-©Schmelz-Fotodesign-110x96.jpg 110w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-20189" class="wp-caption-text">©Norbert Schmelz</p></div>
<p>Auf der Missio-Geburtsstation (Klinikum Würzburg Mitte, KWM) kommen jedes Jahr über 2.000 Kinder zur Welt. Der Rekord lag 2021 bei fast 2.500 Geburten &#8211; mehr als in jeder anderen Klinik der Region. Erst 2021 wurde mit Fördermitteln des Bundes in Höhe von 3,5 Millionen Euro die Missio-Geburtshilfe durch einen Sectio-OP und einen Kreißsaal mit Nebenräumen in einem zweigeschossigen ­Anbau erweitert. Seit letztem Jahr gibt es neben dem ärztlich geleiteten Kreißsaal das neue und in der Folge stark frequentierte Angebot, in einem hebammengeleiteten Kreißsaal zu entbinden. Hört sich alles nach einer Erfolgsgeschichte an, die es ja auch ist! Nur wirtschaftlich gesehen nicht. Die Missio-Geburtsstation fährt rund 2,8 Millionen Euro Defizit im Jahr ein. Und so stand kürzlich ihre Schließung im Raum, da der Träger, die Juliusspitalstiftung, das Defizit nicht mehr schultern könne. Im Lebenslinie-Gespräch mit dem Landrat des Landkreises Würzburg, Thomas Eberth, räumt dieser offen ein, dass auch er – wie viele andere, etwa die Stadt Würzburg – beim ersten Hilferuf des KWM zur Missio-Geburtsstation im Jahr 2024 abgewinkt habe. „Klinikfinanzierung ist Aufgabe des Bundes und der Kassen, nicht der Kommunen!“ Als sich die Situation um die Missio-Geburtshilfe 2025 verschärfte und eine schnelle Umsetzung der Lauterbach’schen Krankenhausreform durch die neue Regierung – also in den nächsten zwei bis drei Jahren – nicht absehbar war, ergriff er die Initiative: Er berief runde Tische ein und prüfte die Landkreisordnung. „Diese besagt nämlich, dass Landkreise und kreisfreie Städte im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit etwa für Kliniken und Hebammenvorsorge zuständig sind“, so Eberth. In der Folge gab es noch viele Diskussionen, viele runde Tische und Streitgespräche. „Am Ende wurde am 15. Dezember 2025 einstimmig im Kreistag beschlossen, zwei Tage später auch im Stadtrat, dass die kommunalen Gebietskörperschaften (die Landkreise Würzburg und Main-Spessart und die Stadt Würzburg) gemessen an der Anzahl ihrer Geburten prozentual das Defizit der Missio-Geburtsstation tragen, sprich insgesamt rund 1,8 Millionen Euro“, berichtet der Landrat. „Die Landkreise haben sich für die nächsten drei Jahre verpflichtet hier in die ‚Bütt‘ zu gehen, die Stadt zunächst nur für 2026“, so Thomas Eberth. „Die Debatte, ob wir die Geburtsstation des Klinikums Würzburg Mitte retten, war keine einfache – weder im Stadtrat noch im Kreistag. Am Schluss hat das Argument gesiegt: Es geht hier um unsere Frauen und unsere Familien, und die können sonst nirgendwo hin. Meine Kinder wurden auch im Missio geboren. Und wir müssen eigentlich jedem, der ­heutzutage ein Kind kriegen möchte, sagen: Wir legen dir nicht nur υ υ  einen, sondern zwei rote Teppiche aus. Denn Kinder sind unsere Zukunft“, so der Landrat. „Wir investieren als Gemeinden Millionen für eine Kleinkindbetreuung, für eine Drei- bis Sechs-Regelbetreuung, wir investieren Millionen in Schulen und Horte, in Mittagsbetreuung, in Freizeitangebote &#8230; Und die Geburt wollen wir sterben lassen? Was für grotesker Unsinn! Aus diesem Grund fördern wir jetzt die Missio-Geburtsstation, weil wir jedes Kind dringend brauchen!“ Die Entscheidung, betonen alle Seiten, sei eine Überbrückungshilfe, kein Strukturversprechen. „Wir sind sowohl mit Judith Gerlach in Bayern als auch mit Nina Wagen in Berlin im Austausch, sodass es mit der Geburtshilfe im KWM auch nach den drei Jahren weitergeht“, betont Eberth. Jurist und Philosoph Professor Heribert Prantl hielt beim Ethiktag 2024 im Würzburger Uniklinikum ein feuriges Plädoyer für ein menschenzentriertes Gesundheitswesen und gegen eine „Verbetriebswirtschaftlichung“ der Medizin (Lebenslinie berichtete 2024/1). Er mahnte an, dass auf allen Ebenen „Rationalisierung statt Ratio“ um sich greife, alles am Lineal der Ökonomie gemessen werde und König Midas Repräsentant unserer Zeit sei. Leben dürfe nicht zur Ware, geschweige denn auf dem Altar der Rentabilität geopfert werden. Die Debatte um die Missio-Geburtsstation wurde hier zum Prüfstein für Solidarität und Daseinsvorsorge in Unterfranken. Zum Glück hat in diesem Fall die Ratio gesiegt!<i></i></p>
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		<title>Schwimmende Stadt</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/schwimmende-stadt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 09:07:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ökonomie & Fürsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[Wird das Wohnen der Zukunft sich auf den Weltmeeren abspielen? Es sieht vielerorts so aus &#8230; Die Malediven, Südkorea und Japan haben bereits konkrete Pläne für schwimmende Städte. „Maledives Floating City“ soll 2027 an den Start gehen. Und das Projekt aus Japan, „Dogen City“ 2030. Gerade Inselstaaten oder Städte in Küstennähe sehen im stetigen Anstieg [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wird das Wohnen der Zukunft sich auf den Weltmeeren abspielen? Es sieht vielerorts so aus &#8230; Die Malediven, Südkorea und Japan haben bereits konkrete Pläne für schwimmende Städte. „Maledives Floating City“ soll 2027 an den Start gehen. Und das Projekt aus Japan, „Dogen City“ 2030. Gerade Inselstaaten oder Städte in Küstennähe sehen im stetigen Anstieg des Meeresspiegels ihre Existenz bedroht. Weltweite Forschungen prognostizieren bis 2050 Pegel von voraussichtlich weiteren 30 Zentimetern. Der Klimawandel und die damit verbundene Erderwärmung führen nicht nur zu einer thermischen Ausdehnung des Wassers, sondern auch zu einer nie dagewesenen Schmelze des vermeintlich „Ewigen Eises“. Die japanische Firma N-Ark plant „Dogen City“ als bewohnbaren Ring von knapp 1,6 Kilometern Durchmessern sowie einem Umfang von über vier Kilometern mit Raum für rund 10.000 Menschen. Innerhalb des Rings befindet sich „autonom schwimmende Architektur“. Diese soll „eine flexible Neukonfiguration städtischer Funktionen ermöglichen“, so die Designer.<span class="Apple-converted-space">  </span>Das Herzstück von „Dogen City“ soll eine „Medizinstadt“ unterhalb des Meeresspiegels werden, wo auch ein hochmodernes Forschungs- und IT-Zentrum seinen Platz finden soll. Tagesaktuelle Diagnosen bis hin zu gentechnischen Analysen der digital vernetzten Bewohnerinnen und Bewohner sei das erklärte Ziel der hochmodernen „Unterwasserwelt“. Fortgeschrittene medizinische Versorgung, Medikamentenentwicklung und Roboterchirurgie werden im geplanten Datacenter implementiert sein. Und dieses medizinische Angebot soll dann, so die Entwicklerinnen und Entwickler, nicht nur Bewohnerinnen und Bewohnern von „Dogen City“ zur Verfügung stehen, sondern allen Interessierten, die das gerne in Anspruch nehmen wollen (und es sich leisten können). Wenn das wahr wird, könnte Japans schwimmende Stadt bald zur ersten Adresse für Medizintourismus werden.</p>
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		<title>Neu: Obdachlosen-Ambulanz</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/neu-obdachlosen-ambulanz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 04:29:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ökonomie & Fürsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf Initiative von Zahnärztin Dr. Andrea Behr und Apothekerin Sonja Buchberger gibt es seit Kurzem ein niederschwelliges zahnärztliches Hilfsangebot für Menschen, die auf der Straße leben. Form hat die Idee der Obdachlosen-Ambulanz angenommen, als der Arbeitersamariterbund Schweinfurt einen ausrangierten Krankentransportwagen, der „erst 20.000 Kilometer drauf hatte“, zur Verfügung stellte, die Christopherus Gesellschaft sich beteiligte und [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Initiative von Zahnärztin Dr. Andrea Behr und Apothekerin Sonja Buchberger gibt es seit Kurzem ein niederschwelliges zahnärztliches Hilfsangebot für Menschen, die auf der Straße leben. Form hat die Idee der Obdachlosen-Ambulanz angenommen, als der Arbeitersamariterbund Schweinfurt einen ausrangierten Krankentransportwagen, der „erst 20.000 Kilometer drauf hatte“, zur Verfügung stellte, die Christopherus Gesellschaft sich beteiligte und Dr. Guido Oster vom zahnärztlichen Bezirksverband Unterfranken dem Projekt seine Unterstützung zusagte. Dieser stellte eine komplette mobile Zahnarzt-Einheit zur Verfügung. Die für die Behandlung benötigten Medikamente sponsert Apothekerin Sonja Buchberger. Ihr Bruder, Dr. Christoph Buchberger von der Radiologie am Berliner Platz, stellte ein mobiles Röntgengerät zur Verfügung. Zunächst kommt der Bus jeden letzten Freitag im Monat vor die Würzburger Wärmestube in die Rüdigerstraße 2. Das Ziel sei es, dass dieser jeden Mittwoch und Freitag genutzt werden kann, so Dr. Behr. Ehrenamtlich behandelnde Ärztinnen und Ärzte zum Start der Obdachlosen-Ambulanz sind neben Zahnärztin Dr. Behr ihr Ehemann Dr. André Trojanski sowie Dr. Katharina Orlob und Dr. Marco Kellner. <i></i></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zwischen Versorgung und Verdrängung</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/zwischen-versorgung-und-verdraengung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Oct 2025 16:24:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ökonomie & Fürsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[Ob Halsschmerzen, ein Beratungsgespräch zu Nebenwirkungen von Arzneien oder ein Botendienst nach Hause – für viele Menschen ist die Apotheke um die Ecke ein vertrauter Anker im Alltag. Doch genau diese Institution steht unter Druck: Die Zahl der Apotheken in Deutschland ist so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Ende 2024 waren es laut Bundesvereinigung [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_19629" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-19629" class="size-medium wp-image-19629" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/img_4248-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/img_4248-300x200.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/img_4248-1024x683.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/img_4248-1536x1024.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/img_4248-2048x1365.jpg 2048w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/img_4248-218x145.jpg 218w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-19629" class="wp-caption-text">©Stefan Mahler</p></div>
<p>Ob Halsschmerzen, ein Beratungsgespräch zu Nebenwirkungen von Arzneien oder ein Botendienst nach Hause – für viele Menschen ist die Apotheke um die Ecke ein vertrauter Anker im Alltag. Doch genau diese Institution steht unter Druck: Die Zahl der Apotheken in Deutschland ist so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Ende 2024 waren es laut Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) nur noch rund 17.000 Vor-Ort-Apotheken – ein Minus von über 16 Prozent innerhalb von zehn Jahren. Der Inhaber der Theater- und der Stern-Apotheke in Würzburg, Dr. Michael Sax, bringt es auf den Punkt: „Wir sind an der Kapazitätsgrenze – wirtschaftlich, personell und strukturell.“ Der Grund sei vor allem die seit über 20 Jahren kaum angepasste Vergütung durch die Krankenkassen: „Für jede abgegebene Packung rezeptpflichtiger Medikamente erhalten Apotheken aktuell 8,35 Euro – unabhängig vom Preis oder Aufwand. Gleichzeitig steigen Mieten, Energiepreise und Personalkosten. Viele Betriebe kämpfen ums wirtschaftliche Überleben.“ Vor-Ort-Apotheken leisten einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheitsversorgung: Sie beraten zu Risiken und Wechselwirkungen der Medikamente, erkennen Kontraindikationen, stellen individuelle Rezepturen her und sichern mit Not- und Nachtdiensten die Versorgung vor Ort – für ältere oder chronisch kranke Menschen ein unerlässlicher Mehrwert. Mit dem E-Rezept habe sich die Lage noch verschärft. Versandapotheken werben damit, E-Rezepte schnell per App zu schicken und am nächsten Tag die Medikamente zu erhalten. Diesen Wettbewerbsnachteil mahnt auch Dr. Sax an: „Nur als Lückenbüßer (für die Dienste, die eine ­Versandapotheke nicht leisten kann oder mag), funktionieren wir nicht.“ Auch die Bürokratie bindet Zeit. Laut Studien entfällt rund ein Drittel der Arbeitszeit in der Apotheke auf Verwaltung. Gesundheitsökonom Christian ­Hagist sieht in der Digitalisierung eine Lösung: „Sie kann Apotheken entlasten und zugleich die Versorgung verbessern.“ Es brauche ein neues Verständnis von Apothekenarbeit. Expertinnen und Experten fordern eine stärkere Einbindung in die Primärversorgung – Blutdruckmessungen, Impfberatungen oder Medikationsanalysen könnten in Apotheken durchgeführt werden. Diese Dienstleistungen würden nicht nur die Versorgung verbessern, sondern auch die Therapiesicherheit erhöhen. Apotheken selbst setzen verstärkt auf digitalen Service: Bestell-Apps und Onlineshops sollen den Alltag erleichtern – verbunden mit persönlicher Beratung. „Ein Chatbot kann keine echte Begegnung ersetzen“, sagt Dr. Sax. „Es fehlt an Empathie und der Bewertung des individuellen Problems der Patientinnen und Patienten, um eine optimale Lösung zu finden.“ Damit Apotheken überleben, brauche es faire Vergütung, weniger Bürokratie, gezielten Einsatz von Digitalisierung – und ein Bewusstsein in der Bevölkerung für ihren Mehrwert. Denn wenn die Apotheke um die Ecke verschwindet, geht mehr verloren als eine Medikamentenabgabestelle. Es verschwindet unwiederbringlich ein Stück Gesundheitskultur!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>,, Ich bin eine XY- Frau  ,,</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/ich-bin-eine-xy-frau/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Oct 2025 16:13:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ökonomie & Fürsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[Frederike Bahm sieht aus wie jede andere Frau. Doch etwas unterscheidet sie von den meisten Frauen: Frederike ist eine sogenannte XY-Frau. Professor Martin Fassnacht, Leiter der Endokrinologie am Universitätsklinikum Würzburg erläutert: „Medizinisch gesprochen hat sie eine komplette Androgenresistenz. Das bedeutet: Obwohl ihr Körper äußerlich weiblich ist, trägt Frau Bahm in jeder Zelle ihres Körpers einen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Frederike Bahm sieht aus wie jede andere Frau. Doch etwas unterscheidet sie von den meisten Frauen: Frederike ist eine sogenannte XY-Frau. Professor Martin Fassnacht, Leiter der Endokrinologie am Universitätsklinikum Würzburg erläutert: „Medizinisch gesprochen hat sie eine komplette Androgenresistenz. Das bedeutet: Obwohl ihr Körper äußerlich weiblich ist, trägt Frau Bahm in jeder Zelle ihres Körpers einen männlichen Chromosomensatz – XY statt XX. Ursache ist eine Genveränderung auf dem X-Chromosom, die bewirkt, dass ihr Körper auf männliche Geschlechtshormone (Androgene) nicht reagiert. Als Folge bilden sich keine männlichen Geschlechtsmerkmale, sondern Vagina und äußere weibliche Merkmale. Diese Frauen haben aber keine Gebärmutter und keine Eierstöcke, sodass sie nur geringe Mengen an Östrogenen und Gestagenen produzieren und auch keine Periodenblutungen bekommen.“ „Ich habe es mit 16 erfahren“, erzählt Frederike. „Alle Freundinnen um mich herum bekamen ihre Tage. Ich nicht.“ Ihre Mutter, mit der sie über Sexualität kaum sprach, vertraute ihr schließlich das Familiengeheimnis an – auch ihre Schwester und Tante sind XY-Frauen. „Es war ein Schock. Ich fühlte mich alleine und wusste nicht damit umzugehen.“ Frederike habe früh gelernt, zu funktionieren. Und zu schweigen. Sie hatte Beziehungen, ohne je einem Mann zu sagen, wer und was sie wirklich ist. „Sex war oft unangenehm. Zwar habe ich mit 19 Jahren eine Hormonersatztherapie begonnen, aber trotzdem sind meine Schleimhäute im Intimbereich hormonell nicht optimal versorgt. Das hat oft zu Problemen und Schmerzen geführt.&#8220; Statt Ehrlichkeit wählte sie Schutz – durch kleine Notlügen. Heute ist vieles anders. Frederike habe gelernt, ihre Geschichte anzunehmen. Es sei ein langer Weg gewesen mit Scham, Isolation und Schweigen – aber hin zu Selbstakzeptanz und Selbstliebe. Der Austausch mit anderen XY-Frauen, auch wenn er oft anonym bleibt, half ihr ebenso wie die gesellschaftliche Bewegung für Diversität und Sichtbarkeit. „Als mich eine gute Freundin bei der Geburt ihres Kindes dabeihaben wollte, war das ein Geschenk. Ich kann keine Kinder bekommen, und dass ich bei diesem intimen Moment dabei sein durfte, damit ich es auch einmal erlebe, bedeutet mir viel.“ Frederike würde sich eine Welt wünschen, in der Menschen mit körperlichen Besonderheiten nicht schweigen müssen. „Es braucht Aufklärung und Offenheit. Damit junge intersexuelle Menschen so wie ich nicht glauben, sie seien falsch oder weniger Frau. Diversität solle nicht nur ein politisches Schlagwort, sondern gelebte Realität sein.“</p>
<div id="attachment_19621" style="width: 371px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-19621" class="wp-image-19621 " src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Bildschirmfoto-2025-10-17-um-18.14.03.png" alt="" width="361" height="696" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Bildschirmfoto-2025-10-17-um-18.14.03.png 646w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Bildschirmfoto-2025-10-17-um-18.14.03-156x300.png 156w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Bildschirmfoto-2025-10-17-um-18.14.03-531x1024.png 531w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Bildschirmfoto-2025-10-17-um-18.14.03-218x420.png 218w" sizes="(max-width: 361px) 100vw, 361px" /><p id="caption-attachment-19621" class="wp-caption-text">Illustrationen: ©Sabine Trost</p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Was, wenn bei uns Krieg wäre?</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/was-wenn-bei-uns-krieg-waere/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Oct 2025 16:09:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ökonomie & Fürsorge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=19615</guid>

					<description><![CDATA[„Als ein Land, das die wichtigste Drehscheibe der Nato ist, müssten wir im Kriegsfall mit Angriffen auf kritische Infrastruktur und Militärtransporte rechnen&#8220;, sagt Ralph Tiesler, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe  (BBK) im Interview mit der Zeit. Verteidigung ist eine Gesamtaufgabe, hier ist nicht nur die Bundeswehr gefragt, sondern auch die zivile Seite, hier [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Als ein Land, das die wichtigste Drehscheibe der Nato ist, müssten wir im Kriegsfall mit Angriffen auf kritische Infrastruktur und Militärtransporte rechnen&#8220;, sagt Ralph Tiesler, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe<span class="Apple-converted-space">  </span>(BBK) im Interview mit der Zeit. Verteidigung ist eine Gesamtaufgabe, hier ist nicht nur die Bundeswehr gefragt, sondern auch die zivile Seite, hier allen voran der Bevölkerungsschutz. Auch, wenn wir alle hoffen, dass das Worst-Case-Szenario in Deutschland nie eintrifft, gewappnet dafür sollten wir sein. Lebenslinie-Chefredakteurin Susanna Khoury hat sich dazu mit Thomas Witzel, unter anderem zuständig für den Bevölkerungsschutz bei den Würzburger Johannitern, unterhalten.</p>
<p><strong><i>Lebenslinie (LL):<span class="Apple-converted-space">  </span>Im Rahmenkonzept Medizinische Task Force des BBK sind auch die Johanniter aufgeführt. Wie stellt sich die Abteilung Bevölkerungsschutz der Würzburger Johanniter auf so ein Ereignis ein?</i></strong><i></i></p>
<p>Thomas Witzel (TW): „Die Johanniter in Würzburg sind als Teil des Bevölkerungsschutzes von Stadt und Landkreis Würzburg bereits heute mit verschiedenen Einheiten aktiv eingebunden. Aktuell erwarten wir zudem die Auslieferung eines Mannschaftstransportwagens ‚Dekon Führung‘ sowie eines Gerätewagens ‚Dekon Erstversorgung‘, die uns vom Bund zur Verfügung gestellt werden. Mit diesen Fahrzeugen stellen wir zukünftig einen Teil der Dekontaminationseinheit der Medizinischen Task Force (MTF). Parallel dazu engagieren wir uns mit unseren selbst finanzierten Einheiten in der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr und im Katastrophen- und Zivilschutz.“</p>
<p><strong><i>LL: Wie viele Mitarbeitende stehen hier im Ernstfall zu Verfügung und aus welchen Berufsgruppen setzen sie sich zusammen?<span class="Apple-converted-space"> </span></i></strong><i></i></p>
<p>TW: „Im Regionalverband Unterfranken, zu dem Würzburg gehört, sind rund 1.100 Mitarbeitende beschäftigt – darunter Rettungsdienstmitarbeitende, Pflegekräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Sozialpädagoginnen und -pädagogen sowie Mitarbeitende im Fahrdienst. Ergänzt wird unser Team durch etwa 150 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die im Bevölkerungsschutz eine tragende Rolle spielen. Sie sind in Schnell-Einsatz-Gruppen (SEGs), im Sanitätsdienst, in der Technik oder im Bereich Information und Kommunikation aktiv.“</p>
<p><strong><i>LL: Für welchen Bereich wären die Johanniter im Ernstfall zuständig?</i></strong><i></i></p>
<p>TW: „Unsere Einsatzschwerpunkte im Krisenfall liegen unter anderem in der medizinischen Erstversorgung, im Transport von Verletzten, in der Dekontamination sowie in der Lageaufklärung durch unsere Drohneneinheit. Wir stellen in Stadt und Landkreis Würzburg unter anderen zwei SEG Transport, eine SEG Behandlung sowie eine SEG Information und Kommunikation. Diese Einheiten sind modular einsetzbar – je nach Lagebild und Bedarf.“</p>
<p><strong><i>LL: Wie wird so ein Szenario trainiert?<span class="Apple-converted-space"> </span></i></strong><i></i></p>
<p>TW: „Unsere Einsatzkräfte nehmen regelmäßig an Übungen teil – sowohl intern als auch im Rahmen regionaler und überregionaler Katastrophenschutzübungen. Dabei werden unterschiedliche Szenarien trainiert, darunter auch Lagen mit chemischen, biologischen oder radiologischen Gefahren (ABC-Lagen). Die Zusammenarbeit mit regionalen Kliniken, anderen Rettungsdiensten und Behörden ist fester Bestandteil dieser Übungen. Zudem verfügen wir über mobiles Material für den Aufbau von Behandlungs- und Sichtungsplätzen in Zelten.“</p>
<p><strong><i>LL: Wer übernimmt die Gesamtkoordination für Würzburg im Falle eines solchen Großschadensereignisses?</i></strong><i></i></p>
<p>TW: „Je nach Art und Ausmaß des Ereignisses liegt die Gesamtkoordination bei der jeweiligen Kreisverwaltungsbehörden, die sich im Einsatzfall vorausbenannter örtlicher Einsatz- und Sanitätseinsatzleitungen bedient, bestehend aus leitendem Notarzt und organisatorischem Leiter Retttungsdienst.“</p>
<p><strong><i>LL: Wie würde die Bevölkerung im Ernstfall informiert, etwa auch die ältere ohne Smartphones?</i></strong><i></i></p>
<p>TW: „Neben digitalen Warnsystemen wie Nina, Katwarn oder Cell Broadcast setzt man auch auf klassische Wege der Bevölkerungsinformation. Dazu gehören Lautsprecherdurchsagen, Aushänge an zentralen Stellen, Radiodurchsagen sowie die Information über Pflegeeinrichtungen und soziale Dienste. Unsere SEG Information und Kommunikation kann dabei auch unterstützend tätig werden, um Informationen gezielt zu verteilen.“</p>
<p><strong><i>LL: Immer wieder steht zu lesen, die Bevölkerung soll sich eine Notreserve aus Lebensmitteln und anderen Utensilien, etwa auch Bargeld, zuhause anlegen. Ist das sinnvoll? Wenn ja, was sollte diese Notreserve beinhalten?</i></strong><i></i></p>
<p>TW: „Ja, das ist absolut sinnvoll. Im Krisenfall kann es zu kurzfristigen Versorgungsengpässen kommen etwa durch Stromausfall, unterbrochene Lieferketten oder eingeschränkte Mobilität. Empfohlen wird eine Vorratshaltung für etwa zehn Tage. Dazu gehören: Trinkwasser (mindestens zwei Liter pro υ υ­Person und Tag), haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel, Medikamente, Batterien, Taschenlampe, Kurbelradio, wichtige Dokumente, Bargeld und gegebenfalls ein Gaskocher oder andere alternative Kochmöglichkeiten. Wir Johanniter bieten hierfür ein kostenloses Online-Seminar „Sicherheit, Vorsorge und Erste Hilfe in außerordentlichen Notlagen“ und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat hierfür einen sehr guten Ratgeber veröffentlicht.“</p>
<p><strong><i>LL: Gut 500 Milliarden Euro will der Bund in den Ausbau der Infrastruktur stecken. Davon soll auch eine große Summe in den Zivilschutz fließen. Wo müsste etwa bei den Johannitern in Würzburg noch dringend beim Bevölkerungsschutz nachgerüstet werden?<span class="Apple-converted-space"> </span></i></strong><i></i></p>
<p>TW: „Wir Johanniter investieren derzeit bayernweit in die Härtung unserer Strukturen im Krisenfall. Um in Krisen bestmöglich helfen zu können, bedeutet das vor allen Dingen in die Resilienz unseres haupt- und ehrenamtlichen Personals zu investieren. Im Bereich unserer Ehrenamtlichen muss es nun endlich zur Helfergleichstellung kommen. In der Freizeit ist die Masse an Aus- und Fortbildungen kaum mehr zu bewältigen.“ <i>sky</i><i></i></p>
<p><i>Fotos: ©Susanna Khoury, ©Regina Rodegra (Die Aufnahmen entstanden bei einer Übung für ein Großschadensereignis. Es handelt sich nicht um wirkliche Verletzte.), ©depositphotos.com: @Veneratio,<br />
@amudsen</i></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Siegel für KI-Modelle</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/siegel-fuer-ki-modelle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Oct 2025 15:48:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ökonomie & Fürsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[Künstliche Intelligenz (KI) hält mehr und mehr Einzug in die Medizin. Die ersten lernende Systeme sind assistierend schon im Einsatz. In Bälde werden noch mehr KI-Modelle erwartet, die selbständig Daten abfragen und bei ärztlichen Entscheidungsprozessen unterstützen. Doch wie können wir sicher sein, dass die KI in diesem sensiblen Bereich wahrheitsgemäß, vertrauenswürdig und transparent arbeitet? Dieser [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;">Künstliche Intelligenz (KI) hält mehr und mehr Einzug in die Medizin. Die ersten lernende Systeme sind assistierend schon im Einsatz. In Bälde werden noch mehr KI-Modelle erwartet, die selbständig Daten abfragen und bei ärztlichen Entscheidungsprozessen unterstützen. Doch wie können wir sicher sein, dass die KI in diesem sensiblen Bereich wahrheitsgemäß, vertrauenswürdig und transparent arbeitet? Dieser Frage widmete sich die Internationale Konferenz „CARS“ (Computer Assisted Radiology and Surgery), im Sommer in Berlin. Ziel einer eigens zusammengestellten Arbeitsgruppe, sei es, eine Art „Pass“ für KI-Modelle und KI-betriebene Medizinprodukte zu entwickeln. „Mit diesem MIC-Siegel (Model Identity Certificate) können Modelle dann ausweisen, dass sie vertrauenswürdig sind“, sagt CARS-Organisator Professor Dr. Heinz Lemke. Unbedenklich eingesetzt können die zertifizierten Modelle dann etwa um individuelle Behandlungspläne zu entwickeln und die Wirksamkeit von Chemotherapien zu erhöhen. Ebenso können sie intelligenten Operations-Robotern „assistieren“, die den Chirurginnen und Chirurgen auf Basis präziser 3-D-Bilder während des Eingriffs Hinweise geben, wie Tumore sicher entfernt werden können.</p>
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		<title>Hohe Kosten bei schwachen Ergebnissen</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/hohe-kosten-bei-schwachen-ergebnissen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Oct 2025 15:46:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ökonomie & Fürsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[Trotz der dritthöchsten pro-Kopf-Gesundheitsausgaben innerhalb der OECD schneidet Deutschland bei Gesundheitsindikatoren schlechter ab als viele europäische Länder. Eine Studie unter Leitung von Prof. Dr. Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie1 sieht im Wesentlichen drei Hauptprobleme: fehlende zentrale Steuerung, die Konzentration auf nachsorgende Reparaturmedizin statt Prävention und den Einfluss wirtschaftlicher Lobbys. Föderale Strukturen erschwerten [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;">Trotz der dritthöchsten pro-Kopf-Gesundheitsausgaben innerhalb der OECD schneidet Deutschland bei Gesundheitsindikatoren schlechter ab als viele europäische Länder. Eine Studie unter Leitung von Prof. Dr. Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie1 sieht im Wesentlichen drei Hauptprobleme: fehlende zentrale Steuerung, die Konzentration auf nachsorgende Reparaturmedizin statt Prävention und den Einfluss wirtschaftlicher Lobbys. Föderale Strukturen erschwerten zudem koordinierte Maßnahmen, wie etwa die Erhebung flächendeckender Gesundheitsdaten. Das zeigte auch die Corona-Pandemie. Die Autoren der Studie fordern eine nationale und systematische Public-Health-Strategie, stärkere Prävention und Regulierung kommerzieller Interessen, etwa der Tabakindustrie. Ohne grundlegende Reformen drohten nicht nur schlechtere Gesundheitszustände, sondern auch weiter steigende Kosten. Deutschland könne sich diese Entwicklung weder gesundheitlich noch wirtschaftlich leisten.</p>
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		<title>Gehört werden: Würzburger Zukunftsrat am Start</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/gehoert-werden-wuerzburger-zukunftsrat-am-start/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Oct 2025 15:40:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ökonomie & Fürsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit dem ersten Würzburger Zukunftsrat (WueRAT) hat sich ein neuer Raum des Miteinanders geöffnet. Geloste Bürgerinnen und Bürger erarbeiten hier gemeinsam mit Expertinnen und Experten Lösungen für Zukunftsthemen – nicht abstrakt, sondern mit Blick auf das Leben vor der Haustür. Und das kommt an! „Wir hatten über dreimal mehr Zusagen als erwartet“, so Ulrike Zeigermann. [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;">Mit dem ersten Würzburger Zukunftsrat (WueRAT) hat sich ein neuer Raum des Miteinanders geöffnet. Geloste Bürgerinnen und Bürger erarbeiten hier gemeinsam mit Expertinnen und Experten Lösungen für Zukunftsthemen – nicht abstrakt, sondern mit Blick auf das Leben vor der Haustür. Und das kommt an! „Wir hatten über dreimal mehr Zusagen als erwartet“, so Ulrike Zeigermann. Die Wissenschaftlerin ist Juniorprofessorin für Sozialwissenschaftliche Nachhaltigkeitsforschung an der Universität Würzburg und Initiatorin des Projekts. Die große Resonanz bewertet sie als Bestätigung dafür, dass das Thema, „Gerechtigkeit in der Mobilität“ mit dem sich der Rat beschäftigt, für viele Menschen in Würzburg eine hohe Bedeutung hat. Beteiligt sind seit Juli Menschen zwischen 19 und 82 Jahren – jedweder Couleur. Bei dem Würzburger Zukunftsrat handelt es sich übrigens um ein Transformationsexperiment des Nachhaltigkeitslabors WueLAB der Universität Würzburg. Fünf Phasen von Forschung bis Empfehlungen binden darin Universität, Politik und Zivilgesellschaft ein. Die Laufzeit reicht bis März 2026. Wie es dann weitergeht ist offen. Doch es gibt Signale: Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig hat sich bereits positiv geäußert. „In einer Zeit, wo viele Bürgerinnen und Bürger das Gefühl haben nicht gehört zu werden, könnte das ein Modell für die Zukunft sein.“</p>
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		<title>Status Quo: Mangellage</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/status-quo-mangellage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Apr 2025 16:33:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ökonomie & Fürsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Ära geht zu Ende! Apotheker Dr. Helmut Strohmeier und Uschi Strohmeier treten den wohlverdienten Ruhestand an und geben den Stab weiter an Dr. Michael Sax und Tina Sax, die ab 1. Januar neben der Stern Apotheke in Grombühl auch die Theater Apotheke leiten. „Ja, ich schaue noch jung aus“, meint Helmut Strohmeier augenzwinkernd, „aber [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_18888" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18888" class="size-medium wp-image-18888" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/03/img_4248-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/03/img_4248-300x200.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/03/img_4248-1024x683.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/03/img_4248-1536x1024.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/03/img_4248-2048x1365.jpg 2048w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/03/img_4248-218x145.jpg 218w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-18888" class="wp-caption-text">©Stefan Mahler</p></div>
<p>Eine Ära geht zu Ende! Apotheker Dr. Helmut Strohmeier und Uschi Strohmeier treten den wohlverdienten Ruhestand an und geben den Stab weiter an Dr. Michael Sax und Tina Sax, die ab 1. Januar neben der Stern Apotheke in Grombühl auch die Theater Apotheke leiten. „Ja, ich schaue noch jung aus“, meint Helmut Strohmeier augenzwinkernd, „aber ich habe das Rentenalter erreicht. Mir macht die Pharmazie immer noch Spaß und ich arbeite auch gern noch ein wenig mit. Ich bin aber sehr froh, dass ich mit Michael Sax einen jüngeren Kollegen gefunden habe, der dieselbe Philosophie wie ich hat, nämlich für unsere Patientinnen und Patienten da zu sein und sie ordentlich zu versorgen &#8211; trotz aller Widrigkeiten wie etwa dem Dauerproblem Lieferengpässe bei Arzneimitteln.“<span class="Apple-converted-space">  </span>Über genau dieses Thema wollen wir mit Dr. Sax in seinem ersten Interview in der Lebenslinie sprechen. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) dokumentiert eine Nichtverfügbarkeit von Arzneien in etwa 20 Millionen Fällen pro Jahr haben. Sind Lieferengpässe bei Arzneimitteln hierzulande inzwischen ein Dauerproblem? Dr. Sax: „Ja, definitiv. Das ist kein Problem, das es erst seit gestern gibt. Lange vor der Pandemie mussten die Apotheken oft Klimmzüge machen, um an Ware zu kommen oder Alternativen zu finden.“ Es vergehe kein Tag ohne dokumentierte Nichtverfügbarkeit von Arzneien. Zugespitzt habe sich die Problematik seit der Pandemie, als etwa der Hafen in Shanghai wochenlang dicht war und die Asien-Importe ihrer Arzneien nicht verschifft werden konnten. Die häufige Auslagerung der Medikamenten-Herstellung in Billigproduktionsländer wie China und Indien sei vor allem im Generika-Markt einer der vornehmlichen Gründe für Lieferengpässe. „Und die Oligopolisierung etwa bei gängigen Schmerzmitteln mit weltweit nur noch zwei Herstellern. Wenn da einer ausfällt, wie kürzlich, als ein Produktionswerk gebrannt hat, fehlt der halben Welt Ibuprofen“, erklärt Dr. Sax. Die Rabattverträge der Krankenkassen täten ihr Übriges. Die Lösung wäre eine Rückverlagerung der Arzneimittel-Produktion zumindest nach Europa. Das brauche aber politischen Willen und mindestens zehn Jahre für die Ausführung, so Sax. So viel zur Theorie. Wie sieht der Umgang der Apotheken mit Lieferengpässen in der Praxis aus? Dr. Sax: „Sehr vielfältig mit stundenlangem Telefonieren, Nachfragen beim Großhandel und bei Herstellern, ärztlich abgestimmtes Aufbieten von Alternativen, die therapeutisch identisch oder vergleichbar sind, Einzelimporte aus dem Ausland oder Eigenherstellung.“ All das sei extrem zeitaufwändig und nicht immer von Erfolg gekrönt. „Und dennoch ziehen wir täglich alle Register, um die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten zu gewährleisten“, betont der 47-Jährige. „Ich habe einen Patienten, der ist zum Beispiel nierentransplantiert, hat also eine vehemente Niereninsuffizienz und neigt zu Übersäuerung. Seine Arzneimittel importiere ich inzwischen aus Österreich, damit er bei Lieferschwierigkeiten nicht auf der Intensivstation landet“, berichtet der dreifache Familienvater. Diese Aussage bestätigt auch eine Umfrage bei Apothekerinnen und Apothekern im Krankenhaus, die angaben, dass fast 40 Prozent der Arzneimittelengpässe eine lebenswichtige Therapie von Patientinnen und Patienten in der Vergangenheit nicht erlaubt oder zumindest verzögert hätte. Und es seien ja nicht nur die Medikamente, die nicht verfügbar sind, auch Zellulose, Steril-Glas, Ampullen, Papier, also die Umverpackungen für Arzneien haben Lieferprobleme. Das komme „on top“ noch dazu, so Sax. Kann all das im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Dauerbaustelle „Lieferengpass“ zu einem Versorgungsengpass wird? Dr. Michael Sax: „Diese Sorge ist berechtigt!“.</p>
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