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	<title>Naturheilkunde &#8211; Lebenslinie</title>
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	<description>Gesundheitsmagazin für Mainfranken</description>
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	<item>
		<title>Rindenmedizin neu gedacht</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/rindenmedizin-neu-gedacht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 06:27:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Komplementärmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde & Komplementärmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie schützt den Baum vor Wind, Wetter und Verletzungen und spielte früher auch in der Volksmedizin eine wichtige Rolle. Beim Tagesseminar am 27. Februar 2027 in der Arnika-Akademie Teuschnitz zeigt Bestsellerautorin und Kräuterpädagogin Eunike Grahofer, wie sich überliefertes Wissen über Baum- und Strauchrinden heute wieder nutzen lässt. Knochenrichter und Holzknechte verwendeten Rinden unter anderem bei [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie schützt den Baum vor Wind, Wetter und Verletzungen und spielte früher auch in der Volksmedizin eine wichtige Rolle. Beim Tagesseminar am 27. Februar 2027 in der Arnika-Akademie Teuschnitz zeigt Bestsellerautorin und Kräuterpädagogin Eunike Grahofer, wie sich überliefertes Wissen über Baum- und Strauchrinden heute wieder nutzen lässt. Knochenrichter und Holzknechte verwendeten Rinden unter anderem bei Wunden, Schwellungen, Zerrungen und überanstrengten Muskeln. Hebammen griffen bei Hautproblemen kleiner Kinder darauf zurück. Rinden dienten zudem als Lebensmittel und Gewürz. Sie ist überzeugt: „Wir können mit dem alten Wissen unser modernes Leben ungemein bereichern.“ Für die Hausapotheke nennt sie unter anderem Birke, Weide, Eiche, Buche, Linde, Tanne und Fichte. Birkenrinde lässt sich mit Zimt zu einem aromatischen Getränk kochen, ein Wasserauszug verschiedener Rinden kann dem Badewasser zugesetzt werden. Auch bei Insektenstichen kamen Rinden früher zum Einsatz. „Bei kleinen Wehwehchen können wir uns mit Rinden schnell selbst helfen“, so die Expertin. Entscheidend sei der richtige Umgang mit den Bäumen. Verwendet werden vor allem Rinden abgeschnittener oder durch Unwetter abgebrochener Äste &#8230; keinesfalls von in Saft und Kraft stehenden Bäumen. Im Seminar lernen die Teilnehmenden die traditionelle Rindenmedizin der „Boalrichter“ (Einrenker), Holzknechte und Hebammen kennen und stellen unter anderem Tinkturen, Oxymele, Öle, Salben, Wundauflagen und Wickel her. <span class="Apple-converted-space">                               </span></p>
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		<title>Kleine Knospe, große Wirkung</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/kleine-knospe-grosse-wirkung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 06:26:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Komplementärmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde & Komplementärmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Ihr Duft erinnert an Lebkuchen, Glühwein und winterliche Schmorgerichte. Doch in den unscheinbaren braunen Knospen steckt weit mehr als winterliches Aroma. „Die Gewürznelken sind die intensiv duftenden, brennend-scharfen Blütenknospen des immergrünen Nelkenbaumes“, erklärt Heilpraktiker Bernhard Späth aus Lohr am Main. Ursprünglich stammt der Baum von den Molukken, den indonesischen Gewürzinseln. Heute wächst er in tropischen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr Duft erinnert an Lebkuchen, Glühwein und winterliche Schmorgerichte. Doch in den unscheinbaren braunen Knospen steckt weit mehr als winterliches Aroma. „Die Gewürznelken sind die intensiv duftenden, brennend-scharfen Blütenknospen des immergrünen Nelkenbaumes“, erklärt Heilpraktiker Bernhard Späth aus Lohr am Main. Ursprünglich stammt der Baum von den Molukken, den indonesischen Gewürzinseln. Heute wächst er in tropischen Regengebieten auf der ganzen Welt. Seine getrockneten Knospen erinnern an kleine Nägel. Mit der heimischen Nelkenwurz sollten sie jedoch nicht verwechselt werden. Gemeinsam ist beiden Pflanzen der Inhaltsstoff Eugenol. „Genau dieses ätherische Öl ist der naturheilkundlich entscheidende Wirk- und Heilstoff“, betont Späth. Eugenol wirke nach seinen Angaben antimikrobiell, örtlich betäubend, entzündungshemmend, antioxidativ, verdauungsfördernd und krampflösend. Daneben würden die Knospen unter anderem Flavonoide, Gerbstoffe sowie Kalium, Magnesium und Eisen enthalten. „Am besten belegt und regulatorisch anerkannt ist die traditionelle Anwendung von Nelkenöl bei leichten Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie bei Zahnschmerzen infolge von Karies“, sagt der Heilpraktiker. Erwachsene können bei starken Zahnschmerzen ein bis zwei Tropfen auf einen Wattebausch geben und punktuell auf die betroffene Stelle auftragen. Das Zahnfleisch sollte dabei möglichst nicht berührt werden, denn das konzentrierte Öl kann die Schleimhäute reizen. Auch das Kauen ganzer Gewürznelken könne helfen. „Das Kauen von ein bis zwei Nelken kann sowohl den Schmerzen am Zahn als auch, aufgrund der antibakteriellen Wirkung, dem Mundgeruch entgegenwirken“, erklärt der Experte. Bei Halsschmerzen, Aphthen oder leichten Entzündungen empfehle sich eine Mundspülung aus zehn Tropfen Nelkenöl und 200 Millilitern lauwarmem Wasser. Sie könne zwei- bis dreimal täglich zum Gurgeln verwendet, sollte jedoch nicht geschluckt werden. Bei Völlegefühl, Blähungen und leichten Krämpfen könnten auch die ganzen Knospen zum Einsatz kommen. Für einen Tee zwei bis drei Nelken mit etwa 200 Millilitern heißem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. „Bis zu drei Tassen Nelkentee können täglich getrunken werden“, so Späth. Wegen seiner entzündungshemmenden und krampflösenden Eigenschaften könne der Tee außerdem bei Husten und Bronchitis hilfreich sein. So wirksam Nelken sein können, so wichtig ist ein verantwortungsvoller Umgang. „Die sichere Anwendung erfordert Respekt vor der Wirkstärke, insbesondere beim ätherischen Öl“, warnt Späth. Pures Nelkenöl dürfe nicht auf entzündliche Hautstellen oder Insektenstiche gegeben werden, weil es Brennen und Ausschläge auslösen kann. Auch bei anhaltenden Zahn- oder anderen Beschwerden ersetze das Hausmittel keinen Arztbesuch, so Späth. Während Schwangerschaft und Stillzeit sowie für Kinder unter sechs Jahren seien Gewürznelken und Nelkenöl nicht zur Behandlung geeignet. Menschen mit Leber- oder Nierenerkrankungen sowie bei der Einnahme von Blutverdünnern oder Diabetesmedikamenten sollten zuvor ärztlichen Rat einholen. Für medizinische Anwendungen empfiehlt Späth Produkte aus der Apotheke. „Für die Hausapotheke eignet sich die Kombination aus ganzen Nelken für den Alltag und hochwertigem Nelkenöl für akute Fälle.“ <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
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		<title>Die Pflege der inneren Landschaft</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/die-pflege-der-inneren-landschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 06:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Komplementärmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde & Komplementärmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Unser Körper lässt sich mit einer Landschaft vergleichen. Da gibt es stille Quellen, weit verzweigte Flüsse, schützende Hecken, fruchtbare Böden und blühende Gärten. In der Traditionellen Europäischen Medizin (TEM) stehen die Organe daher nicht nur für körperliche Aufgaben. Ihnen werden auch eigene Energien und Bedürfnisse zugeschrieben. „Heilpflanzen begleiten diese inneren Landschaften seit Jahrhunderten und laden [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20853" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20853" class="size-medium wp-image-20853" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/53153B34-8FC0-4E27-AB10-041861D100E8-300x200.jpeg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/53153B34-8FC0-4E27-AB10-041861D100E8-300x200.jpeg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/53153B34-8FC0-4E27-AB10-041861D100E8-1024x683.jpeg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/53153B34-8FC0-4E27-AB10-041861D100E8-218x145.jpeg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/53153B34-8FC0-4E27-AB10-041861D100E8.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-20853" class="wp-caption-text">©Marcel Gollin</p></div>
<p>Unser Körper lässt sich mit einer Landschaft vergleichen. Da gibt es stille Quellen, weit verzweigte Flüsse, schützende Hecken, fruchtbare Böden und blühende Gärten. In der Traditionellen Europäischen Medizin (TEM) stehen die Organe daher nicht nur für körperliche Aufgaben. Ihnen werden auch eigene Energien und Bedürfnisse zugeschrieben. „Heilpflanzen begleiten diese inneren Landschaften seit Jahrhunderten und laden dazu ein, achtsamer mit dem Körper umzugehen“, sagt Romina Höchner, Inhaberin des Würzburger Kräuterladens „Kraut Allerliebst“. Das Herz gleiche dabei einem warmen Rosengarten. Es stehe in der TEM für Lebensfreude, innere Ausgeglichenheit und Wärme. Weißdorn, Melisse, Rosenblüten, Mistel und Herzgespann gehören zu den Pflanzen, die traditionell dem Herzen zugeschrieben werden. „Sie laden dazu ein, einen Moment langsamer zu werden und den Alltag für eine Tasse Tee hinter sich zu lassen“, so die Fachfrau. Die Leber beschreibt Romina Höchner als „Wald der Wandlung“. Sie verwandele, speichere und sortiere. Mariendistel, Löwenzahn, Artischocke und Schafgarbe zählen zu den klassischen Leber­pflanzen. <span class="Apple-converted-space">  </span>Vor allem ihre Bitterstoffe werden seit Jahrhunderten geschätzt und gehören zu den Klassikern jeder Leberteemischung.“ Auch Nieren und Blase bilden eine gemeinsame Landschaft. Die Nieren glichen stillen Quellen, die den Flüssigkeitshaushalt regulieren und in der TEM für Kraftreserven und Balance stehen. Birkenblätter, Goldrute, Brennnessel und Ackerschachtelhalm fänden sich traditionell in Nieren- und Blasentees. Zu den klassischen Blasenkräutern gehört außerdem die Hauhechelwurzel. Die Lunge hingegen sei der Wald. Durchatmen sei hier angesagt. „Mit jedem Atemzug schenkt die Lunge unserem Leben Rhythmus“, sagt Höchner. Thymian, Spitzwegerich, Lungenkraut, Königskerze, Malve und Lindenblüten werden besonders in der kalten Jahreszeit für Teemischungen verwendet. Magen und Darm bildeten unsere verdauende Mitte. Der Magen sei der achtsame Kessel, in dem nicht nur Speisen, sondern oft auch Erlebnisse verarbeitet werden. Kamille, Melisse, Kalmus, Käsepappel, Tausendgüldenkraut und Wermut gelten als klassische Magenkräuter. „Im Darm entscheidet sich, was der Körper aufnehmen darf und was wieder gehen kann.“ Fenchel, Anis, Kümmel, Kamille und Pfefferminze begleiten den Bauch traditionell nach üppigen Mahlzeiten. Auch Geist und Nervensystem brauchen Ruhe. Lavendel, Melisse, Passionsblume, Rose, Hopfen und Baldrian werden als Abendtee oder in unruhigen Zeiten geschätzt. Sie erinnern daran, dass Teetrinken mehr sein kann als die Aufnahme von Pflanzenstoffen. Entscheidend sei aber nicht allein die Mischung. Es gehe darum, die Signale des eigenen Körpers wieder wahrzunehmen: Wo zeigt sich Enge? Wo entsteht Müdigkeit? Wo fühlen wir Hitze, Schwere oder Unruhe? Wer achtsam hinspürt, entwickle mit der Zeit ein persönliches Verständnis für die eigenen Bedürfnisse. Dabei gebe es nicht die eine richtige Teemischung. „Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte und seine eigene Balance mit. Tee kann eine Einladung sein, innezuhalten, den Duft der Kräuter wahrzunehmen und sich selbst wieder ein Stück näherzukommen.“ Und auf diese Weise seine innere Landschaft zu pflegen.</p>
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		<title>Schinkenwurzel für intakte Haut</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/schinkenwurzel-fuer-intakte-haut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 06:17:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Komplementärmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde & Komplementärmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Man kann sie zu Wildreis essen oder in die Suppe tun: Die herzhaft-süßliche Wurzel der Nachtkerze, sagen Fans der Pflanze, erinnert an rohen Schinken. Die „Oenothera biennis“, wie die Gemeine Nachtkerze von der Wissenschaft genannt wird, schmeckt jedoch nicht nur lecker. Sie habe auch Potenzial für die Gesundheit. Aus diesem Grund kürte sie der „Verein [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann sie zu Wildreis essen oder in die Suppe tun: Die herzhaft-süßliche Wurzel der Nachtkerze, sagen Fans der Pflanze, erinnert an rohen Schinken. Die „Oenothera biennis“, wie die Gemeine Nachtkerze von der Wissenschaft genannt wird, schmeckt jedoch nicht nur lecker. Sie habe auch Potenzial für die Gesundheit. Aus diesem Grund kürte sie der „Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim“ zur Heilpflanze des Jahres 2026. Während etwa die Brennnessel rein optisch als nicht sonderlich vorzeigbar gilt, fasziniert die Nachtkerze durch ihre leuchtend gelben Blüten. Die Pflanze habe es aber auch in sich. Das entdeckten Würzburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bereits in den Achtzigerjahren. Das aus ihren Samen gewonnene Öl enthält demnach Gamma-Linolensäure. Insgesamt besteht das Öl der „Oenothera biennis“ bis zu 75 Prozent aus essentieller Linol- und bis zu zwölf Prozent aus Gamma-Linolensäure. Beide Fettsäuren werden als mehrfach ungesättigt bezeichnet und gehören den Omega-6-Fettsäuren an. Auch Weizen oder Sonnenblume zum Beispiel enthalten die für die Haut so wichtige Linolsäure. Das aus der Nachtkerze gewonnene Öl bietet jedoch eine ungewöhnliche Komposition mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Aufgrund ihres chemischen Aufbaus seien diese besonders reaktionsfreudig am Stoffwechsel beteiligt, so die Würzburger Forschenden. Vor allem Gamma-Linolensäure ist für die Funktion und Regeneration der Haut wichtig. Bei Schuppung, Hautirritationen und Hauttrockenheit sei eine Kombination aus innerlicher und äußerlicher Anwendung der Nachtkerze sinnvoll. Insgesamt birgt die im Volksmund einst „Schinkenwurzel“ genannte Pflanze viele kostbare Inhaltsstoffe, als da sind Flavonoide, Vitamin E sowie Schleim- und Gerbstoffe. Was sie genau enthält und wie die Inhaltsstoffe interagieren, müsste noch intensiver erforscht werden. Gewonnen wird das Nachtkerzenöl durch Kaltpressung der Samen. Für ein Gramm Öl sind rund 20.000 Samen nötig. Weil in einer Fruchtkapsel nur ungefähr 200 Samen stecken, kosten die Fläschchen und Kapseln so viel.<span class="Apple-converted-space">  </span>Inzwischen liegen jahrzehntelange Erfahrungen mit der Nachtkerze vor, weshalb die Europäische Arzneimittelagentur anerkennt, dass Nachtkerzenöl bei juckender, trockener Haut innerlich wie äußerlich hilft. Sie benennt konkret die Arten „Oenothera biennis“ und „Oenothera lamarckiana“. Arzneimittel mit Nachtkerzenöl sollten nach Empfehlung der Agentur allerdings erst ab einem Lebensalter von zwölf Jahren angewendet werden, da Nebenwirkungen nicht völlig ausgeschlossen seien. Zu den Nebenwirkungen zählen Magen-Darm-Beschwerden wie Verdauungsstörungen oder Übelkeit sowie allergische Reaktionen.</p>
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		<title>Wenn Gift zu Medizin wird</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/wenn-gift-zu-medizin-wird/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 06:13:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Komplementärmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde & Komplementärmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Giftpflanzen faszinieren, weil sie beides in sich tragen: Gefahr und pharmakologisches Potenzial. Apotheker Michael Dickmeis, Inhaber der Sonnen-Apotheken in Würzburg und Kürnach, bringt es auf den Punkt: „Was ein Gift ist, bestimmt die Dosis.“ Pflanzen seien nicht per se gut oder böse. Entscheidend sei, welche Inhaltsstoffe sie enthalten und was diese im Körper auslösen. „Im [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20846" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20846" class="size-medium wp-image-20846" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/20260709_103239-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/20260709_103239-300x169.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/20260709_103239-1024x577.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/20260709_103239-1536x865.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/20260709_103239-2048x1153.jpg 2048w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/20260709_103239-218x123.jpg 218w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-20846" class="wp-caption-text">©Nicole Oppelt</p></div>
<p>Giftpflanzen faszinieren, weil sie beides in sich tragen: Gefahr und pharmakologisches Potenzial. Apotheker Michael Dickmeis, Inhaber der Sonnen-Apotheken in Würzburg und Kürnach, bringt es auf den Punkt: „Was ein Gift ist, bestimmt die Dosis.“ Pflanzen seien nicht per se gut oder böse. Entscheidend sei, welche Inhaltsstoffe sie enthalten und was diese im Körper auslösen. „Im ganz schlechten Fall bringen sie Herz oder Nervensystem aus dem Takt“, sagt Dickmeis. Dann könne es lebensgefährlich werden. Dass ausgerechnet solche Pflanzen Arzneigeschichte geschrieben haben, sei kein Widerspruch. Die Tollkirsche etwa enthält Atropin. Der Stoff weitet die Pupillen, spielte historisch in der Augenheilkunde eine Rolle und ist bis heute medizinisch bedeutsam. „Atropin ist von der WHO als unverzichtbares Arzneimittel eingestuft“, erklärt der Pharmazeut. Eingesetzt werde es unter anderem in der Notfallmedizin, bei bestimmten Herzrhythmusstörungen und als Antidot bei Vergiftungen. Auch der Fingerhut bleibe ein Klassiker. „Seine Digitalis-Glykoside können bei Herzschwäche oder bestimmten Rhythmusstörungen helfen“, so Dickmeis. Doch gerade hier zeige sich, wie schmal der Grat ist. „Zu wenig hilft nichts und zu viel ist schädlich“. Deshalb brauche es Blutspiegelkontrollen und ärztliche Steuerung. „Dieses Drug Monitoring ist wirklich essenziell.“ Ähnlich verhalte es sich mit der Herbstzeitlose. Ihr Inhaltsstoff Colchicin werde noch bei Gichtanfällen eingesetzt, hat aber an Bedeutung verloren, weil heute besser vorgebeugt werden kann. „Die Eibe wiederum liefert mit den Taxanen wichtige Impulse für die Krebstherapie. Nicht als Tee, nicht als Gartenexperiment, sondern als isolierter und weiterentwickelter Arzneistoff!“ Bei Eisenhut wird Dickmeis besonders deutlich. Er zählt ihn „zu den giftigsten Pflanzen Europas“. Alle Pflanzenteile seien giftig, teils schon bei Hautkontakt problematisch. Wer Kinder im Haus oder Garten spielen lässt, sollte Eisenhut konsequent meiden. Für alle, die sich für Pflanzenheilkunde interessieren, zieht Dickmeis eine klare Grenze: Giftpflanzen seien nichts für den Selbstversuch oder die Hausapotheke. „Es gibt überhaupt keine Möglichkeit, festzustellen, wie hoch der Gehalt an Toxinen ist“, warnt der erfahrene Apotheker. In der rationalen Phytotherapie würden Extrakte standardisiert, analysiert und dosiert. Selbst gesammelte Blätter, Samen, Beeren oder Wurzeln seien unkalkulierbar. Seine Ansage: „Alle diese Dinge haben im Selbstanbau, frisch gepflückt und getrocknet, überhaupt keinen Platz.“ Besonders häufig passieren Vergiftungen nicht aus Absicht, sondern durch Verwechslung. Maiglöckchen statt Bärlauch sei der Klassiker. Auch Eibe, Eisenhut, Engelstrompete oder Herbstzeitlose begegnen Familien im Garten, auf Wiesen oder beim Spaziergang. Erste Warnzeichen können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Kopfschmerzen, Herzrasen oder Atemnot sein. Bei Kindern gelte besondere Vorsicht. Wer den Verdacht hat, dass Pflanzenteile gegessen wurden, Giftinformationszentrale anrufen und bei Atemnot, Herzrasen oder schweren Symptomen sofort die 112 wählen. Denn bei Giftpflanzen gilt mehr denn je: Medizin beginnt dort, wo Wissen, Kontrolle und Dosierung zusammenkommen. Alles andere ist ein unkalkulierbares Risiko.</p>
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		<title>Schmerz als Hilferuf des Körpers</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/schmerz-als-hilferuf-des-koerpers/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2026 04:31:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Komplementärmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde & Komplementärmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[„Der Schmerz ist der große Lehrer der Menschen“, schrieb einst die österreichische Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach. Wer unter Rückenschmerzen leidet, würde auf diese Lektion gerne verzichten. Hinzu kommt die Sorge: Was, wenn etwas Ernstes dahintersteckt? Nicht immer liefern Röntgenbild oder MRT eine eindeutige Antwort. „Der subjektive Schmerz und der objektive Befund stimmen oft nicht überein“, [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20777" style="width: 210px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20777" class="size-medium wp-image-20777" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Portraits_408-1-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Portraits_408-1-200x300.jpg 200w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Portraits_408-1-683x1024.jpg 683w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Portraits_408-1-1024x1536.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Portraits_408-1-1365x2048.jpg 1365w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Portraits_408-1-218x327.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Portraits_408-1-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-20777" class="wp-caption-text">Dr. Silke Gerland ©Klinik am Steigerwald</p></div>
<p>„Der Schmerz ist der große Lehrer der Menschen“, schrieb einst die österreichische Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach. Wer unter Rückenschmerzen leidet, würde auf diese Lektion gerne verzichten. Hinzu kommt die Sorge: Was, wenn etwas Ernstes dahintersteckt? Nicht immer liefern Röntgenbild oder MRT eine eindeutige Antwort. „Der subjektive Schmerz und der objektive Befund stimmen oft nicht überein“, erklärt Dr. Silke Gerland, Ärztliche Leiterin der Klinik am Steigerwald. Manchmal zeigten die Aufnahmen Veränderungen, die gar nicht zu den Beschwerden passen. „Dann kann man so lange therapieren, wie man will. Das eigentliche Problem wird nicht behandelt, sondern nur ein Befund.“ Deshalb betrachten die Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie und ihr Team nicht nur Wirbelsäule, Gelenke und Muskeln. Sie fragen nach Ernährung, Verdauung, Schlaf, früheren Infekten, Medikamenten und seelischen Belastungen. Denn auch Stress kann sich schmerzhaft bemerkbar machen. Nicht umsonst sprechen wir davon, dass etwas auf unseren Schultern lastet oder uns die Angst im Nacken sitzt. Anhaltende Anspannung führt zu körperlicher Reaktion. Muskeln verhärten sich, Stoffwechselprodukte sammeln sich an, Entzündungen entstehen. Der Schmerz sei dann „ein Hilferuf des Körpers“, sagt Dr. Gerland. Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) können selbst nicht richtig ausgeheilte Infekte eine Rolle spielen. Ein produktiver Schnupfen oder Husten sei zunächst ein Zeichen dafür, dass sich der Körper an der Oberfläche wehrt. Wird diese Reaktion immer wieder unterdrückt, könne sich ein anderer „Schauplatz“ eröffnen. „Das kann die Blase, der Rücken oder auch das Knie sein“, so die Fachärztin. Akute Schmerzen, betont sie, müssen dennoch gelindert werden. Ziel sei jedoch, Schmerzmittel möglichst bald wieder zu reduzieren und zeitgleich nach den Ursachen zu suchen. Zum Behandlungsspektrum in der Klinik am Steigerwald gehören daher unter anderem Physiotherapie, Akupunktur, Moxibustion, Physiotherapie (zum Beispiel Tuina, Shiatsu etc.) und insbesondere individuell abgestimmte chinesische Arzneirezepturen. Welche Methode geeignet sei, entscheidet sich nach Diagnose und persönlichem Empfinden. Eine Operation könne notwendig werden, insbesondere bei Lähmungen, deutlichem Kraftverlust oder Störungen der Blasen- und Darmkontrolle. Zugleich rät Dr. Gerland dazu, vor einem Eingriff die konservativen Möglichkeiten auszuschöpfen: „Es ist nicht so, dass wir jeden von seinen Schmerzen befreien können.“ Eine Operation sollte aber nicht der erste Ausweg sein. Wer eine Weile unter Rückenschmerzen leidet, gerät leicht in einen Teufelskreis. Aus der Angst vor dem nächsten Schmerz resultiert weniger Bewegung, eine Schonhaltung wird eingenommen und der Mensch wird immer unbeweglicher. Dabei müsse es kein Leistungssport sein, um dem entgegenzutreten. „Allein spazieren gehen ist oftmals der Gamechanger“, sagt Dr. Gerland. Auch Radfahren, Qigong, Psychotonik – eine Form der Atem- und Bewegungstherapie des deutschen Arztes Dr. Volkmar Glaser &#8211; können helfen. Wichtig sei, den Körper nicht zu überfordern und regelmäßig weiterzumachen. So kehren nicht nur Beweglichkeit und Kraft zurück, sondern auch das Vertrauen in den eigenen Rücken. Bleiben die Schmerzen trotz Wärme und vorsichtiger Bewegung bestehen, empfiehlt Dr. Gerland nach drei bis sieben Tagen eine ärztliche Abklärung. Bei Lähmungen, Taubheitsgefühlen oder Problemen mit Blase und Darm gilt dagegen: nicht abwarten. Doch am besten lässt man es gar nicht so weit kommen: Zur Vorbeugung rät Dr. Gerland zu regelmäßiger, maßvoller Bewegung und einem bewussten Lebensstil. Geeignet seien etwa Spaziergänge, Radfahren, Qigong oder Taiji, möglichst als Verbindung aus Muskelaufbau, Gleichgewicht und Entspannung. Ebenso wichtig seien ein gesundes Gewicht, eine gute Darmfunktion, ausreichend Erholung und vollständig ausgeheilte Infekte. So wird der Schmerz tatsächlich zum Lehrer, indem er aufmerksam macht, genauer hinzusehen und dem Körper zuzuhören.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Von der Locke bis zur Socke</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/von-der-locke-bis-zur-socke/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 05:59:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde & Komplementärmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Es beginnt oft mit einem Kribbeln in den Zehen, einem Brennen in den Fußsohlen oder einem tauben Gefühl, als läge Watte unter der Haut. Später kommen stechende Schmerzen, Unsicherheit beim Gehen und die Angst vor dem nächsten Stolpern hinzu. Polyneuropathie gilt in der Schulmedizin meist als nicht heilbar. Dr. Silke Gerland, Ärztliche Leitung der Klinik [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20254" style="width: 210px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20254" class="size-medium wp-image-20254" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Portraits_408-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Portraits_408-200x300.jpg 200w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Portraits_408-683x1024.jpg 683w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Portraits_408-1024x1536.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Portraits_408-1365x2048.jpg 1365w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Portraits_408-218x327.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Portraits_408-scaled.jpg 1707w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-20254" class="wp-caption-text">©Klinik am Steigerwald</p></div>
<p>Es beginnt oft mit einem Kribbeln in den Zehen, einem Brennen in den Fußsohlen oder einem tauben Gefühl, als läge Watte unter der Haut. Später kommen stechende Schmerzen, Unsicherheit beim Gehen und die Angst vor dem nächsten Stolpern hinzu. Polyneuropathie gilt in der Schulmedizin meist als nicht heilbar. Dr. Silke Gerland, Ärztliche Leitung der Klinik am Steigerwald und Nachfolgerin von Dr. Christian Schmincke, setzt hier einen anderen Akzent. „Die Menschen, die hierherkommen, kommen häufig viel zu spät“, bedauert die Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie. Dabei bestünde aus „chinesischer Sicht“ Hoffnung – zumindest auf Besserung. Häufig stehe eine „Schleimüberlastung“ im Zentrum, erklärt sie. Dieser Schleim verhindere die Versorgung der Nerven. Behandelt wird ursächlich. „Wir wollen, dass die Nerven wieder freigelegt werden, und nicht, dass das Problem unterdrückt wird.“ Zentrale Medikamente nutzten sich ab, die Dosierung müsse steigen. In der Klinik werde daher eine chinesische Diagnose gestellt und mit Dekokten (Abkochungen) gearbeitet. Diese Arzneisude seien eine von fünf Säulen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Hinzu kämen Akupunktur, Körpertherapie sowie Eigenübungen wie Tai-Chi oder Qigong. Der Weg beginnt für die Patientinnen und Patienten bereits vor der eigentlichen Aufnahme mit Informationstagen und ärztlichen Vorgesprächen. Stationär folgen ausführliche Anamnese, eine große körperliche Untersuchung „von der Locke bis zur Socke“, Blutabnahme und EKG. Auf Basis der Befunde werde der Therapieplan individuell zusammengestellt und angepasst. Die Akupunktur spielt hier eine zentrale Rolle. „Sie löst Blockaden und bringt das Blut in Bewegung.“ Mit Erfolg: Viele Patientinnen und Patienten spürten nach einiger Zeit wieder Reize in den Füßen. Gut zu wissen: Auch bei chemotherapiebedingter Polyneuropathie könne man tätig werden. Selbst kleine Erfolge wie eine Verbesserung der Standfestigkeit seien ein Gewinn. Und wie steht es mit der Ernährung? „Alkohol ist Gift“, betont die Ärztin. In der Klinik werde vegetarisch gekocht. Tierisches Eiweiß gelte als zusätzlich belastend. Kaffee gebe es nicht. „Es kostet den Körper zu viel Kraft.“ Stattdessen werde Lupinenkaffee angeboten. Bewegung gehöre unbedingt dazu, aber ohne Leistungsdruck. Tägliche Eigenübungen, Nordic Walking und angeleitete Programme im Bewegungspavillon seien möglich. Überforderung werde im täglichen Kontakt mit Ärztinnen oder Ärzten abgefragt. Schmerzmittel könnten ebenfalls reduziert werden, wenn es die Entwicklung erlaubt. Vorsicht geboten sei etwa bei zentral wirksamen Präparaten oder Psychopharmaka. Ziel sei eine schrittweise, begleitete Anpassung. Der „TCM-Werkzeugkasten“ biete außerdem mannigfach Ansätze zur Selbsthilfe. Dazu zählen unter anderem Linsenbäder für die Füße, Gleichgewichtsübungen oder Ernährungsempfehlungen. „Wir begleiten“, betont Dr. Gerland. „Am Ende muss der Wille zur Heilung von der Patientin oder dem Patienten kommen.“</p>
<p><i>Fotos: Dr. Gerland ©Klinik am Steigerwald, Ki generiert</i></p>
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		<title>Alte Frucht, neue Kraft?</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/alte-frucht-neue-kraft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 05:58:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde & Komplementärmedizin]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Wenn im September der Herbst seine Farben auspackt, leuchten sie aus den Hecken wie kleine Rubine: Hagebutten“, schwärmt Romina Höchner, Inhaberin des Würzburger Kräuterladens „Kraut Allerliebst“. Die Früchte der Wildrose seien Multitalente, die schon seit Generationen als kräftigende Begleiter geschätzt würden. „Ob als Tee, Mus oder Pulver: Die Hagebutte hat ihren festen Platz in der Pflanzenwelt.“ Zu Recht, wie Romina Höchner erklärt: „Hagebutten enthalten eine ganze Schatzkiste an Pflanzenstoffen: Vitamin C, Carotinoide, Flavonoide, Pektine und besonders die viel beachteten Galaktolipide.“ Diese Mischung mache sie zu einer beliebten Pflanze für die Gelenke. Schon im Mittelalter wurden Hagebutten-Zubereitungen bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt, und diese Tradition erhält inzwischen eine nachvollziehbare wissenschaftliche Grundlage. Lipophile Inhaltsstoffe aus Schalen und Samen hemmen nachweislich entzündungsfördernde Zytokine und jene Enzyme, die am Knorpelabbau beteiligt sind. Damit besitzt die Hagebutte ein breiteres entzündungshemmendes Wirkspektrum als synthetische Schmerzmittel, wie moderne Laborstudien zeigen<sup>1</sup>. Gleichzeitig bestätigen mehrere klinische Untersuchungen eine relevante Wirksamkeit von Hagebuttenpulver bei Arthrose und chronischen Rückenschmerzen, wenngleich die Studienlage nicht als abgeschlossen gilt, wie Professor Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Freiburg darlegt. Höchner unterstreicht das: „Bei uns im Kräuterladen wird Hagebuttenpulver besonders häufig von Menschen gekauft, die ihren Gelenken etwas Gutes tun möchten.“ Doch die Hagebutte könne mehr &#8230; Ihr hoher Vitamin-C-Gehalt mache sie zu einem hilfreichen Begleiter in der Erkältungszeit, weiß die Kräuterfrau. Zudem spiele Vitamin C eine zentrale Rolle in der körpereigenen Kollagenbildung. Diese sei wichtig für die Spannkraft und Elastizität der Haut. Antioxidative Pflanzenstoffe wie Carotinoide und Flavonoide würden vor freien Radikalen schützen, während Hagebuttenkernöl traditionell zur Pflege empfindlicher oder trockener Haut genutzt werden könne. Auch für die Verdauung sei die Frucht wertvoll: Die enthaltenen Pektine können, je nach Flüssigkeitszufuhr, sowohl regulierend als auch leicht abführend wirken. Die Zubereitung der Hagebutte sei vielfältig, und ihre Qualität hänge entscheidend von der Verarbeitung ab, so Höchner. Damit Galaktolipide und andere wertvolle Inhaltsstoffe erhalten blieben, sollte das Pulver aus vollreifen Früchten stammen, schonend unter 40 Grad getrocknet und weder schockgefroren noch von Kernen getrennt worden sein. Ihr Tipp: Als Tee zwei Teelöffel getrocknete Schalen mit heißem Wasser übergießen und zehn bis 15 Minuten ziehen lassen. Das Pulver lasse sich auch problemlos in Joghurt, Saft oder Wasser einrühren, idealerweise in Kaltes, um die Galaktolipide zu schonen. Wie jedes Heilmittel könne auch die Hagebutte Nebenwirkungen haben. Gelegentlich könnten allergische Reaktionen auftreten, darunter Hautausschläge oder Magen-Darm-Beschwerden. Daher sei eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr angeraten wegen des hohen Ballaststoffgehaltes. Zudem sollte ein Einnahmeabstand von zwei Stunden zu Medikamenten eingehalten werden, da Pflanzenfasern deren Resorption verzögern können. Personen mit Neigung zu Oxalat-Nierensteinen sollten vor der Einnahme Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt nehmen. Denkt man an das selbst gemachte Hiffenmark der Oma, muss man zugeben: Die Hagebutte ist und bleibt ein Klassiker. Romina Höchner: „Sei es zur Stärkung des Immunsystems, zur Unterstützung der Haut, zur Regulierung der Verdauung oder zur Linderung chronischer Gelenkbeschwerden. Die Hagebutte ist kein modernes Superfood, sondern ein traditioneller kraftvoller Klassiker, der sich seit Jahrhunderten bewährt hat.“</p>
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		<title>Gesundheit: Verbundenheit   &#038; Beziehung</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/gesundheit-verbundenheit-beziehung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 05:43:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde & Komplementärmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Für Dr. Klaus-Dieter Preis findet sich Gesundheit nicht in einer Diagnose, die sich allein auf technische Daten gründet. Für ihn beginnt sie, wenn sich Ärztin oder Arzt und Patientin oder Patient wirklich begegnen. „Gesundheit setzt für mich voraus, dass die beiden in Beziehung treten“, betont der erfahrene Allgemeinmediziner im Gespräch mit der Lebenslinie. Dieses Verständnis [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-20251 alignleft" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-03-um-07.45.01-186x300.png" alt="" width="186" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-03-um-07.45.01-186x300.png 186w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-03-um-07.45.01-636x1024.png 636w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-03-um-07.45.01-218x351.png 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-03-um-07.45.01.png 860w" sizes="auto, (max-width: 186px) 100vw, 186px" />Für Dr. Klaus-Dieter Preis findet sich Gesundheit nicht in einer Diagnose, die sich allein auf technische Daten gründet. Für ihn beginnt sie, wenn sich Ärztin oder Arzt und Patientin oder Patient wirklich begegnen. „Gesundheit setzt für mich voraus, dass die beiden in Beziehung treten“, betont der erfahrene Allgemeinmediziner im Gespräch mit der Lebenslinie. Dieses Verständnis habe sich im Laufe seiner Tätigkeit, die er mehr als 40 Jahre in eigener Praxis in Gößweinstein ausübte, verfestigt. Gespräch und körperliche Untersuchung gehörten untrennbar zusammen. Entscheidend dabei sei das gegenseitige Vertrauen. Ohne diese Basis verliere Medizin an heilender Kraft. Dr. Preis ist schulmedizinisch ausgebildet, doch früh kamen Naturheilweisen hinzu. Sie hätten ihm gezeigt, wie unzureichend die Behandlung von Krankheit sei, wenn sie auf das Ergebnis technischer Daten verkürzt werde. Mit einem ganzheitlichen Verständnis von Gesundheit hat er in mehr als zehnjähriger Arbeit zwei Bücher verfasst. Sie setzen sich nicht nur mit dem verkürzten Verständnis von Gesundheit in der Medizin auseinander, sondern auch mit dem Gesundheits-/Krankheitszustand unserer Gesellschaft. Für den Arzt ist es von größter Bedeutung, den Menschen in seiner familiären, beruflichen und sozialen Bezogenheit wahrzunehmen. Wird er nur nach messbaren Daten beurteilt, gehe er als Mensch verloren. Er stellt klar: Wer ausschließlich Parameter behandle, verliere den heilsamen Impuls der Beziehung zwischen zwei Menschen. Erst damit fühlen sich Kranke verstanden und begleitet, nicht „verwaltet“. Die Verkürzung der Sicht von Problemen auf technische Lösungen sieht Preis aber nicht nur im Sprechzimmer, sondern im gesamten gesellschaftlichen System. Die zunehmende Ökonomisierung und Effizienzsteigerung treibe dies unheilvoll voran. Sehr kritisch blickt er auf die Schließung kleiner Kliniken. „Das ist fatal!“ Dort gebe es oft noch persönliche Bindung. Angehörige könnten leicht kommen, man kenne Pflegepersonal und Behandelnde. So entstehe Nähe, alles Teil von Gesundheit. Das lasse sich durch technische Effizienz nicht ersetzen. Ein zentrales Motiv seines Denkens sei die umfassende Verbundenheit des Menschen mit der Natur. Der Rückgang an Artenvielfalt, die Monotonisierung der Landschaft und der Verlust an Schönheit seien daher Signale unserer Krankheit. Der Verlust an Verbundenheit führe Menschen in Einsamkeit und Depression oder mache sie aggressiv und gewaltbereit. Die Vielfalt der Natur sei dagegen Ausdruck unserer Gesundheit. Ihr Erlebnis lasse uns staunen, mache lebendig und dankbar. Anders gesagt: Je größer die Verbundenheit, desto gesünder werde der Mensch. Krankheit versteht Dr. Preis daher nie ausschließlich als biologisches Phänomen. Selbst bei klar körperlichen Ereignissen entscheide die Lebenssituation darüber, wie Heilung verläuft. „Krankheit ist immer eine Anfrage an mein Leben, an meinen Umgang mit dem Leben, an Beziehungen, Belastungen und Sinnfragen.“ Gesundung hänge wesentlich davon ab, wie eingebettet ein Mensch sei, wie getragen er lebe. Der Arzt ist überzeugt: Würde sich Medizin wieder stärker in Verbundenheit verstehen, könnten beide Seiten gewinnen. Ärztinnen und Ärzte würden mehr Freude empfinden, weil sie Leben kennenlernen dürften, nicht nur Befunde. Patientinnen und Patienten fühlten sich angenommen und ernst genommen. Sein Wunsch für die Zukunft ist klar: „Ich wünsche mir, dass Medizin offener und mutiger wird und sich in den großen Zusammenhang hineinbegibt, wo sie sich auch für die Gesundung unserer Erde zuständig weiß.“ Gesundung, so sein Fazit, sei nichts Technisches. Sie sei lebendig, verbunden und immer Teil des Ganzen. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
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		<title>Nature-based Therapies</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/nature-based-therapies/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Apr 2025 16:35:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde & Komplementärmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Naturräume und Naturerfahrungen wirken sich positiv auf die körperliche und seelische Gesundheit aus. Das weiß man bereits. Aber welches Potenzial wirklich in den sogenannten „Nature-based Therapies“ steckt, rückt erst allmählich in den Fokus der Medizinforschung. Das „Waldbaden“ etwa weist gute therapeutische Effekte auf. Aber gerade Patientinnen und Patienten, die besonders davon profitieren würden, fällt der [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Naturräume und Naturerfahrungen wirken sich positiv auf die körperliche und seelische Gesundheit aus. Das weiß man bereits. Aber welches Potenzial wirklich in den sogenannten „Nature-based Therapies“ steckt, rückt erst allmählich in den Fokus der Medizinforschung. Das „Waldbaden“ etwa weist gute therapeutische Effekte auf. Aber gerade Patientinnen und Patienten, die besonders davon profitieren würden, fällt der Weg in den Wald oft schwer, weil sie beispielsweise unter Erschöpfung oder depressionsbedingter Antriebslosigkeit leiden. Die Carstens-Stiftung fördert deshalb mit rund 750.000 Euro zwei Projekte, die den Wald zu den Menschen bringen &#8211; mithilfe von Virtual Reality, Hypnose und Imagination. Auch das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) ist an der Forest-Studie beteiligt. Auf der Suche nach nicht-pharmakologischen Behandlungsansätzen kristallisieren sich zunehmend naturheilkundliche Therapien, insbesondere das Waldbaden, als vielversprechend heraus. Erste positive Effekte konnten etwa auf Schlafstörungen, Fatigue, Depressivität, Ängstlichkeit, Konzentrationsstörungen, Stressempfinden und Lebensqualität nachgewiesen werden. Naturheilverfahren in der Onkologie sind ein Thema, mit dem sich PD Dr. Claudia Löffler am UKW intensiv beschäftigt. Die Oberärztin leitet am Comprehensive Cancer Center Mainfranken seit 2016 den Schwerpunkt Komplementäre Onkologie Integrativ. Unter dem Akronym „Forest“ führt sie nun gemeinsam mit Dr. Marcela Winkler (Robert Bosch Centrum für Integrative Medizin und Gesundheit, Stuttgart) und Prof. Holger Cramer (Universitätsklinikum Tübingen) eine randomisierte kontrollierte Studie zum Waldbaden bei krebsbedingter Fatigue durch. „Vier von fünf Menschen, die eine onkologische Erkrankung überlebt haben, leiden noch Jahre nach Abschluss der Therapie unter den biopsychosozialen Folgen. Zu den häufigsten Symptomen gehört die krebsbedingte Erschöpfung mit negativen Auswirkungen auf die Schlafqualität und weiteren direkten Beziehungen zu emotionalen und kognitiven Symptomen“, so Löffler. Zu letzteren gehörten auch Depressionen. In dem einen von zwei geförderten Projekten soll nun die Wirkung von realem Waldbaden in Laubmischwäldern, Waldbaden mittels virtueller Realität, also simuliertes Waldbaden, und imaginiertes Waldbaden mittels ätherischer Öle untersucht werden. In einem weiteren Projekt, das hauptsächlich von der Charité in Berlin betreut wird, geht es um naturfokussierte Achtsamkeitsübungen und Hypnose und ihre mögliche positive Wirkung auf Depressionen. Mit der Auswahl und Zusammenstellung der Interventionen soll eine Brücke zwischen traditionellen Verfahren, Mind-Body-basierten Interventionen und modernsten Technologien geschlagen werden. Die Ergebnisse der Projekte werden in drei Jahren erwartet.</p>
<p><i>Fotos: ©depositphotos.com: @Smileus, @ShotStudio, @halfpoint, @zhukov-studio</i></p>
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