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	<title>Naturheilkunde &amp; Komplementärmedizin &#8211; Lebenslinie</title>
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	<description>Gesundheitsmagazin für Mainfranken</description>
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	<item>
		<title>Von der Locke bis zur Socke</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/von-der-locke-bis-zur-socke/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 05:59:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde & Komplementärmedizin]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20254" style="width: 210px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20254" class="size-medium wp-image-20254" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Portraits_408-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Portraits_408-200x300.jpg 200w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Portraits_408-683x1024.jpg 683w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Portraits_408-1024x1536.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Portraits_408-1365x2048.jpg 1365w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Portraits_408-218x327.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Portraits_408-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-20254" class="wp-caption-text">©Klinik am Steigerwald</p></div>
<p>Es beginnt oft mit einem Kribbeln in den Zehen, einem Brennen in den Fußsohlen oder einem tauben Gefühl, als läge Watte unter der Haut. Später kommen stechende Schmerzen, Unsicherheit beim Gehen und die Angst vor dem nächsten Stolpern hinzu. Polyneuropathie gilt in der Schulmedizin meist als nicht heilbar. Dr. Silke Gerland, Ärztliche Leitung der Klinik am Steigerwald und Nachfolgerin von Dr. Christian Schmincke, setzt hier einen anderen Akzent. „Die Menschen, die hierherkommen, kommen häufig viel zu spät“, bedauert die Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie. Dabei bestünde aus „chinesischer Sicht“ Hoffnung – zumindest auf Besserung. Häufig stehe eine „Schleimüberlastung“ im Zentrum, erklärt sie. Dieser Schleim verhindere die Versorgung der Nerven. Behandelt wird ursächlich. „Wir wollen, dass die Nerven wieder freigelegt werden, und nicht, dass das Problem unterdrückt wird.“ Zentrale Medikamente nutzten sich ab, die Dosierung müsse steigen. In der Klinik werde daher eine chinesische Diagnose gestellt und mit Dekokten (Abkochungen) gearbeitet. Diese Arzneisude seien eine von fünf Säulen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Hinzu kämen Akupunktur, Körpertherapie sowie Eigenübungen wie Tai-Chi oder Qigong. Der Weg beginnt für die Patientinnen und Patienten bereits vor der eigentlichen Aufnahme mit Informationstagen und ärztlichen Vorgesprächen. Stationär folgen ausführliche Anamnese, eine große körperliche Untersuchung „von der Locke bis zur Socke“, Blutabnahme und EKG. Auf Basis der Befunde werde der Therapieplan individuell zusammengestellt und angepasst. Die Akupunktur spielt hier eine zentrale Rolle. „Sie löst Blockaden und bringt das Blut in Bewegung.“ Mit Erfolg: Viele Patientinnen und Patienten spürten nach einiger Zeit wieder Reize in den Füßen. Gut zu wissen: Auch bei chemotherapiebedingter Polyneuropathie könne man tätig werden. Selbst kleine Erfolge wie eine Verbesserung der Standfestigkeit seien ein Gewinn. Und wie steht es mit der Ernährung? „Alkohol ist Gift“, betont die Ärztin. In der Klinik werde vegetarisch gekocht. Tierisches Eiweiß gelte als zusätzlich belastend. Kaffee gebe es nicht. „Es kostet den Körper zu viel Kraft.“ Stattdessen werde Lupinenkaffee angeboten. Bewegung gehöre unbedingt dazu, aber ohne Leistungsdruck. Tägliche Eigenübungen, Nordic Walking und angeleitete Programme im Bewegungspavillon seien möglich. Überforderung werde im täglichen Kontakt mit Ärztinnen oder Ärzten abgefragt. Schmerzmittel könnten ebenfalls reduziert werden, wenn es die Entwicklung erlaubt. Vorsicht geboten sei etwa bei zentral wirksamen Präparaten oder Psychopharmaka. Ziel sei eine schrittweise, begleitete Anpassung. Der „TCM-Werkzeugkasten“ biete außerdem mannigfach Ansätze zur Selbsthilfe. Dazu zählen unter anderem Linsenbäder für die Füße, Gleichgewichtsübungen oder Ernährungsempfehlungen. „Wir begleiten“, betont Dr. Gerland. „Am Ende muss der Wille zur Heilung von der Patientin oder dem Patienten kommen.“</p>
<p><i>Fotos: Dr. Gerland ©Klinik am Steigerwald, Ki generiert</i></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Alte Frucht, neue Kraft?</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/alte-frucht-neue-kraft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 05:58:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde & Komplementärmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[„Wenn im September der Herbst seine Farben auspackt, leuchten sie aus den Hecken wie kleine Rubine: Hagebutten“, schwärmt Romina Höchner, Inhaberin des Würzburger Kräuterladens „Kraut Allerliebst“. Die Früchte der Wildrose seien Multitalente, die schon seit Generationen als kräftigende Begleiter geschätzt würden. „Ob als Tee, Mus oder Pulver: Die Hagebutte hat ihren festen Platz in der [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Wenn im September der Herbst seine Farben auspackt, leuchten sie aus den Hecken wie kleine Rubine: Hagebutten“, schwärmt Romina Höchner, Inhaberin des Würzburger Kräuterladens „Kraut Allerliebst“. Die Früchte der Wildrose seien Multitalente, die schon seit Generationen als kräftigende Begleiter geschätzt würden. „Ob als Tee, Mus oder Pulver: Die Hagebutte hat ihren festen Platz in der Pflanzenwelt.“ Zu Recht, wie Romina Höchner erklärt: „Hagebutten enthalten eine ganze Schatzkiste an Pflanzenstoffen: Vitamin C, Carotinoide, Flavonoide, Pektine und besonders die viel beachteten Galaktolipide.“ Diese Mischung mache sie zu einer beliebten Pflanze für die Gelenke. Schon im Mittelalter wurden Hagebutten-Zubereitungen bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt, und diese Tradition erhält inzwischen eine nachvollziehbare wissenschaftliche Grundlage. Lipophile Inhaltsstoffe aus Schalen und Samen hemmen nachweislich entzündungsfördernde Zytokine und jene Enzyme, die am Knorpelabbau beteiligt sind. Damit besitzt die Hagebutte ein breiteres entzündungshemmendes Wirkspektrum als synthetische Schmerzmittel, wie moderne Laborstudien zeigen<sup>1</sup>. Gleichzeitig bestätigen mehrere klinische Untersuchungen eine relevante Wirksamkeit von Hagebuttenpulver bei Arthrose und chronischen Rückenschmerzen, wenngleich die Studienlage nicht als abgeschlossen gilt, wie Professor Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Freiburg darlegt. Höchner unterstreicht das: „Bei uns im Kräuterladen wird Hagebuttenpulver besonders häufig von Menschen gekauft, die ihren Gelenken etwas Gutes tun möchten.“ Doch die Hagebutte könne mehr &#8230; Ihr hoher Vitamin-C-Gehalt mache sie zu einem hilfreichen Begleiter in der Erkältungszeit, weiß die Kräuterfrau. Zudem spiele Vitamin C eine zentrale Rolle in der körpereigenen Kollagenbildung. Diese sei wichtig für die Spannkraft und Elastizität der Haut. Antioxidative Pflanzenstoffe wie Carotinoide und Flavonoide würden vor freien Radikalen schützen, während Hagebuttenkernöl traditionell zur Pflege empfindlicher oder trockener Haut genutzt werden könne. Auch für die Verdauung sei die Frucht wertvoll: Die enthaltenen Pektine können, je nach Flüssigkeitszufuhr, sowohl regulierend als auch leicht abführend wirken. Die Zubereitung der Hagebutte sei vielfältig, und ihre Qualität hänge entscheidend von der Verarbeitung ab, so Höchner. Damit Galaktolipide und andere wertvolle Inhaltsstoffe erhalten blieben, sollte das Pulver aus vollreifen Früchten stammen, schonend unter 40 Grad getrocknet und weder schockgefroren noch von Kernen getrennt worden sein. Ihr Tipp: Als Tee zwei Teelöffel getrocknete Schalen mit heißem Wasser übergießen und zehn bis 15 Minuten ziehen lassen. Das Pulver lasse sich auch problemlos in Joghurt, Saft oder Wasser einrühren, idealerweise in Kaltes, um die Galaktolipide zu schonen. Wie jedes Heilmittel könne auch die Hagebutte Nebenwirkungen haben. Gelegentlich könnten allergische Reaktionen auftreten, darunter Hautausschläge oder Magen-Darm-Beschwerden. Daher sei eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr angeraten wegen des hohen Ballaststoffgehaltes. Zudem sollte ein Einnahmeabstand von zwei Stunden zu Medikamenten eingehalten werden, da Pflanzenfasern deren Resorption verzögern können. Personen mit Neigung zu Oxalat-Nierensteinen sollten vor der Einnahme Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt nehmen. Denkt man an das selbst gemachte Hiffenmark der Oma, muss man zugeben: Die Hagebutte ist und bleibt ein Klassiker. Romina Höchner: „Sei es zur Stärkung des Immunsystems, zur Unterstützung der Haut, zur Regulierung der Verdauung oder zur Linderung chronischer Gelenkbeschwerden. Die Hagebutte ist kein modernes Superfood, sondern ein traditioneller kraftvoller Klassiker, der sich seit Jahrhunderten bewährt hat.“</p>
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		<title>Gesundheit: Verbundenheit   &#038; Beziehung</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/gesundheit-verbundenheit-beziehung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 05:43:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde & Komplementärmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Für Dr. Klaus-Dieter Preis findet sich Gesundheit nicht in einer Diagnose, die sich allein auf technische Daten gründet. Für ihn beginnt sie, wenn sich Ärztin oder Arzt und Patientin oder Patient wirklich begegnen. „Gesundheit setzt für mich voraus, dass die beiden in Beziehung treten“, betont der erfahrene Allgemeinmediziner im Gespräch mit der Lebenslinie. Dieses Verständnis [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-20251 alignleft" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-03-um-07.45.01-186x300.png" alt="" width="186" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-03-um-07.45.01-186x300.png 186w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-03-um-07.45.01-636x1024.png 636w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-03-um-07.45.01-218x351.png 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-03-um-07.45.01.png 860w" sizes="(max-width: 186px) 100vw, 186px" />Für Dr. Klaus-Dieter Preis findet sich Gesundheit nicht in einer Diagnose, die sich allein auf technische Daten gründet. Für ihn beginnt sie, wenn sich Ärztin oder Arzt und Patientin oder Patient wirklich begegnen. „Gesundheit setzt für mich voraus, dass die beiden in Beziehung treten“, betont der erfahrene Allgemeinmediziner im Gespräch mit der Lebenslinie. Dieses Verständnis habe sich im Laufe seiner Tätigkeit, die er mehr als 40 Jahre in eigener Praxis in Gößweinstein ausübte, verfestigt. Gespräch und körperliche Untersuchung gehörten untrennbar zusammen. Entscheidend dabei sei das gegenseitige Vertrauen. Ohne diese Basis verliere Medizin an heilender Kraft. Dr. Preis ist schulmedizinisch ausgebildet, doch früh kamen Naturheilweisen hinzu. Sie hätten ihm gezeigt, wie unzureichend die Behandlung von Krankheit sei, wenn sie auf das Ergebnis technischer Daten verkürzt werde. Mit einem ganzheitlichen Verständnis von Gesundheit hat er in mehr als zehnjähriger Arbeit zwei Bücher verfasst. Sie setzen sich nicht nur mit dem verkürzten Verständnis von Gesundheit in der Medizin auseinander, sondern auch mit dem Gesundheits-/Krankheitszustand unserer Gesellschaft. Für den Arzt ist es von größter Bedeutung, den Menschen in seiner familiären, beruflichen und sozialen Bezogenheit wahrzunehmen. Wird er nur nach messbaren Daten beurteilt, gehe er als Mensch verloren. Er stellt klar: Wer ausschließlich Parameter behandle, verliere den heilsamen Impuls der Beziehung zwischen zwei Menschen. Erst damit fühlen sich Kranke verstanden und begleitet, nicht „verwaltet“. Die Verkürzung der Sicht von Problemen auf technische Lösungen sieht Preis aber nicht nur im Sprechzimmer, sondern im gesamten gesellschaftlichen System. Die zunehmende Ökonomisierung und Effizienzsteigerung treibe dies unheilvoll voran. Sehr kritisch blickt er auf die Schließung kleiner Kliniken. „Das ist fatal!“ Dort gebe es oft noch persönliche Bindung. Angehörige könnten leicht kommen, man kenne Pflegepersonal und Behandelnde. So entstehe Nähe, alles Teil von Gesundheit. Das lasse sich durch technische Effizienz nicht ersetzen. Ein zentrales Motiv seines Denkens sei die umfassende Verbundenheit des Menschen mit der Natur. Der Rückgang an Artenvielfalt, die Monotonisierung der Landschaft und der Verlust an Schönheit seien daher Signale unserer Krankheit. Der Verlust an Verbundenheit führe Menschen in Einsamkeit und Depression oder mache sie aggressiv und gewaltbereit. Die Vielfalt der Natur sei dagegen Ausdruck unserer Gesundheit. Ihr Erlebnis lasse uns staunen, mache lebendig und dankbar. Anders gesagt: Je größer die Verbundenheit, desto gesünder werde der Mensch. Krankheit versteht Dr. Preis daher nie ausschließlich als biologisches Phänomen. Selbst bei klar körperlichen Ereignissen entscheide die Lebenssituation darüber, wie Heilung verläuft. „Krankheit ist immer eine Anfrage an mein Leben, an meinen Umgang mit dem Leben, an Beziehungen, Belastungen und Sinnfragen.“ Gesundung hänge wesentlich davon ab, wie eingebettet ein Mensch sei, wie getragen er lebe. Der Arzt ist überzeugt: Würde sich Medizin wieder stärker in Verbundenheit verstehen, könnten beide Seiten gewinnen. Ärztinnen und Ärzte würden mehr Freude empfinden, weil sie Leben kennenlernen dürften, nicht nur Befunde. Patientinnen und Patienten fühlten sich angenommen und ernst genommen. Sein Wunsch für die Zukunft ist klar: „Ich wünsche mir, dass Medizin offener und mutiger wird und sich in den großen Zusammenhang hineinbegibt, wo sie sich auch für die Gesundung unserer Erde zuständig weiß.“ Gesundung, so sein Fazit, sei nichts Technisches. Sie sei lebendig, verbunden und immer Teil des Ganzen. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
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		<item>
		<title>Selbstheilungsreize setzen</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/selbstheilungsreize-setzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 04:45:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturheilkunde & Komplementärmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) betrachtet den Körper als Ganzes und bezieht äußere Einflüsse mit ein. In der vergangenen Ausgabe der Lebenslinie (1/25) gab Daniela Schunk, Heilpraktikerin mit eigener Gesundheitspraxis in Versbach, einen ersten Einblick in die uralte, fernöstliche Heilkunde. Zu den Grundlagen gehört das Konzept von Yin und Yang. „Dieses ist in allem zu finden [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_19723" style="width: 281px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-19723" class="size-medium wp-image-19723" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Daniela-Schunk-38-271x300.jpeg" alt="" width="271" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Daniela-Schunk-38-271x300.jpeg 271w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Daniela-Schunk-38-218x242.jpeg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Daniela-Schunk-38.jpeg 480w" sizes="(max-width: 271px) 100vw, 271px" /><p id="caption-attachment-19723" class="wp-caption-text">©privat</p></div>
<p>Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) betrachtet den Körper als Ganzes und bezieht äußere Einflüsse mit ein. In der vergangenen Ausgabe der Lebenslinie (1/25) gab Daniela Schunk, Heilpraktikerin mit eigener Gesundheitspraxis in Versbach, einen ersten Einblick in die uralte, fernöstliche Heilkunde. Zu den Grundlagen gehört das Konzept von Yin und Yang. „Dieses ist in allem zu finden und hat immer gegensätzliche Zuordnungen“, erläutert die Fachfrau mit mehr als 20-jähriger TCM-Erfahrung. Yang sei aktiv, sei der Tag, Funktion, gebend, stehe für das Männliche. „Im Körper steht Yang für die Hohlorgane wie Darm, Gallen- und Harnblase.“ Yin stünde für die Nacht, die Substanz, aufbauend, passiv, nehmend und sei das Symbol für das Weibliche. „In der westlichen Medizin steht Yin für Speicherorgane, die Lebensstoffe wie Blut herstellen oder speichern.“ Das Konzept ist aber nicht nur organisch zu betrachten. „In unserer Zivilisation wird vor allem darauf geachtet, dass wir immer genügend im Tun sind, aktiv und erfolgreich,“ erläutert Daniela Schunk. „Mit dieser Denkweise und ohne ausreichend Zeit für Yin, die Regeneration und das Zuführen von Energie, ist ein Burnout vorprogrammiert.“ Ein wesentlicher Therapie-Bestandteil von TCM ist die Akupunktur, wie Schunk schon in der vergangenen Lebenslinie darlegte. „In den Meridianen zirkulieren die Energieflüsse des Körpers. Sie sind eigene Kommunikationswege für die Vitalkraft Qi im menschlichen Körper“, sagt sie. „So werden die an dieses Kanalnetz angeschlossenen Organe mit Lebensenergie versorgt und alles im Körper zu einer funktionellen Einheit verbunden.“ In einem Akupunktur-Punkt würden Arterie, Vene, Lymphbahn und Nerv aufeinandertreffen. „Die Meridiane verknüpfen die einzelnen Punkte wie eine Perlenkette miteinander.“ Nach dem Einstich achte sie darauf, dass von den Patientinnen und Patienten eine Befindensänderung an der Einstichstelle erkannt werde, etwa ein Warmwerden, Ausstrahlen oder Kribbeln. Dieses „De-Chi-Gefühl“ sei wie ein „Anschalten“ des Akupunktur-Punkts und unbedingt zu beachten. Die Anwendungsgebiete seien der Heilpraktikerin zufolge vielfältig und reichen von Spannungskopfschmerzen bis hin zur Kniegelenks-Arthrose. Doch es gehe nicht nur um körperliche Beschwerden, sondern auch um psychische Belastungen und daraus resultierende Störungen. „Sie können mit der TCM behandelt und mit Selbstheilungsreizen unterstützt werden.“ Sie macht jedoch deutlich, dass sich in der Therapie große individuelle Unterschiede in den Behandlungserfolgen zeigen. „Manch ein Organismus reagiert auch bei schwerwiegenden Erkrankungen positiv auf Akupunktur, ein anderer muss bei nur leichten Problemen Geduld aufbringen.“ Die Vielfältigkeit der Beschwerden sei oft ausschlaggebend, aber auch wie viele Medikamente den Organismus mit Nebenwirkungen beeinflussen, wie viele Operationen und Narben die Energie und Energieleitbahnen blockierten, aber auch der Umstand, wie einsichtig der Mensch an seinen veränderbaren Verhaltensweisen an der Genesung mitarbeite. „Die Heilung geht immer von der Patientin oder dem Patienten aus“, betont Daniela Schunk. „Als TCM-Therapeutin begleite ich Menschen bei ihrem Heilungsprozess, stelle die individuell am besten passende Strategie zur Verfügung und strebe Gesundung an.“</p>
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		<title>Wie sich die Zwiebel in Schale wirft</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/wie-sich-die-zwiebel-in-schale-wirft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 04:43:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturheilkunde & Komplementärmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie sich die Zwiebel für unsere Gesundheit in Schale wirft, ist wahrlich kein Grund zum Weinen. Dennoch laufen vielen Menschen die Tränen über die Wange, wenn sie das Amaryllisgewächs in der Küche verarbeiten. Warum wir die paar Tränchen gerne in Kauf nehmen sollten, darüber haben wir uns mit Bernhard Späth, Heilpraktiker aus Lohr am Main, [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sich die Zwiebel für unsere Gesundheit in Schale wirft, ist wahrlich kein Grund zum Weinen. Dennoch laufen vielen Menschen die Tränen über die Wange, wenn sie das Amaryllisgewächs in der Küche verarbeiten. Warum wir die paar Tränchen gerne in Kauf nehmen sollten, darüber haben wir uns mit Bernhard Späth, Heilpraktiker aus Lohr am Main, unterhalten. „Seit Jahrtausenden wird die Zwiebel (Allium cepa) als Gewürz-, Haus- und Heilmittel geschätzt“, weiß der Experte. Die uralte Kulturpflanze aus Mittelasien sei seines Erachtens nicht ohne Grund zur Heilpflanze des Jahres 2015 auserkoren worden. Denn: „Zusammen mit anderen Alliumgewächsen wie Schnittlauch, Knoblauch und Bärlauch kann man die Zwiebelknolle als ein starkes, natürliches Antibiotikum bezeichnen. Denn sie wirkt nachweislich antibakteriell.“ Laut Späth könne das Lauchgewächs aber noch deutlich mehr. Es sei in der Lage, Viren abzutöten, Schleimhäute abschwellen zu lassen, Entzündungen zu hemmen und das Immunsystem zu stärken. Darüber hinaus sage man der Zwiebel eine verdauungsfördernde, harntreibende, blutverdünnende, blutfett- und blutdrucksenkende Wirkung nach. „Diese heilende Wirkung hat die Zwiebel dem Allicin zu verdanken, einer schwefelhaltigen organischen Verbindung, die die tränenden Augen verursacht, sobald der Zwiebelkörper zerschnitten wird“, erklärt der Zwiebelfan. Daneben würden aber auch andere Inhaltsstoffe wie ätherische Öle, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente dazu beitragen, dass die Zwiebel bei vielen Beschwerden eine Linderung und manchmal sogar eine Heilung einleiten könne. „Äußerlich findet die Heilpflanze Anwendung bei frischen Narben, Warzen, Verbrennungen und Insektenstichen“, so Späth. Dabei werde der austretende Saft der frisch aufgeschnittenen Zwiebel leicht verrieben. Nach ein paar Minuten entfalte sich die abschwellende, kühlende und leicht desinfizierende Wirkung. Bei offenen Hautverletzungen sei diese Methode aber nicht geeignet. Bei einer Ohrentzündung lege man einen Zwiebelwickel aufs Ohr. Doch Vorsicht: Sei das Fieber zu hoch, würden die Ohrenschmerzen anhalten und wäre gar ein Ausfluss zu beobachten, sollte dringend ärztlicher Rat eingeholt werden. Als Hausmittel zum Einnehmen empfehle die Volksmedizin die Heilknolle bei Atemwegsinfekten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bei Verdauungsbeschwerden. „Die stärkste Heilwirkung hat die Zwiebel, wenn man sie pur isst“, so der Fachmann. Er rät zu mehreren frischen Zwiebelstücken pro Tag – entweder als vorbeugende Maßnahme oder zu Heilzwecken. Die Kehrseite der Medaille: Rohe Zwiebeln können in größeren Mengen auf den Magen schlagen und Schmerzen ­sowie Blähungen verursachen. Späth empfiehlt daher, zunächst kleinere Mengen zu essen. „Gemäß der naturheilkundlichen Sichtweise ist es nicht ausgeschlossen, dass die Beschwerden nicht primär von der Zwiebel verursacht werden, sondern durch deren entgiftende und keimabtötende Wirkung im Magen-Darm-Kanal.“ Demzufolge könnte die eingenommene Menge langsam erhöht werden, ohne dass weiteres Unbehagen ausgelöst wird. Aber: „Wer überempfindlich oder allergisch auf Zwiebel reagiert, sollte diese weder innerlich noch äußerlich anwenden“, mahnt Bernhard Späth.<span class="Apple-converted-space">  </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Sanft, verlässlich &#038; unaufgeregt</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/sanft-verlaesslich-unaufgeregt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Oct 2025 08:41:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturheilkunde & Komplementärmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn der Oktober beginnt, verschwindet der Duft des Sommers so langsam. Und doch birgt die kältere Jahreszeit ihre eigenen Schätze –  zurückhaltender, aber nicht weniger wohltuend. Eine Repräsentantin hierfür: die Lindenblüte. Von der Naturheilkunde geliebt, von Generationen geschätzt, wurden die Sommer- und Winterlinde zur Heilpflanze des Jahres 2025 gekürt. Zu Recht: „Die Lindenblüte ist so [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn der Oktober beginnt, verschwindet der Duft des Sommers so langsam. Und doch birgt die kältere Jahreszeit ihre eigenen Schätze –<span class="Apple-converted-space">  </span>zurückhaltender, aber nicht weniger wohltuend. Eine Repräsentantin hierfür: die Lindenblüte. Von der Naturheilkunde geliebt, von Generationen geschätzt, wurden die Sommer- und Winterlinde zur Heilpflanze des Jahres 2025 gekürt. Zu Recht: „Die Lindenblüte ist so etwas wie die Oma unter den Heilpflanzen – erfahren, sanft und immer zur Stelle, wenn’s zwickt“, sagt Romina Höchner, Inhaberin des Würzburger Kräuterladens „Kraut Allerliebst“, über das traditionelle pflanzliche Arzneimittel. Schon unsere Vorfahren hätten um ihre Kraft gewusst. Über Jahrhunderte hinweg habe die Linde als „lebendige Apotheke“ des Dorfplatzes gegolten, weiß die Expertin. Wer heute durch Alleen oder Parks spaziert, begegnet ihnen noch – mächtigen Sommer- und Winterlinden, bis zu 40 Meter hoch, mit herzförmigen Blättern und zartgelben Blütenständen, die im Juni geerntet und getrocknet werden. Und doch entfaltet sich ihre Wirkung erst richtig, wenn die Tage kürzer werden – als dampfende Tasse Tee, die Körper und Geist wärmt. Lindenblüten enthalten Höchner zufolge eine feine Kombination aus ätherischen Ölen, Flavonoiden, Schleim- und Gerbstoffen. In der Volksmedizin würden die Lindenblüten bei fiebrigen Erkältungen, Husten und innerer Unruhe eingesetzt. Sie wirkten schweißtreibend, reizlindernd und entzündungshemmend. „Der Tee fördert die Durchblutung und kann ein wohliges Körpergefühl erzeugen, gerade wenn man sich angeschlagen fühlt“, erklärt die Kräuter-Expertin. Zubereitung und Anwendung sind denkbar einfach: Ein bis zwei Teelöffel der getrockneten Blüten mit heißem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen – fertig. Zwei bis drei Tassen am Tag gelten als bewährte Menge. Für eine Schwitzkur darf es etwas mehr sein, möglichst heiß getrunken, dazu Ruhe und eine kuschelige Decke. Während Schwangerschaft und Stillzeit sollte vor der Anwendung ärztlicher Rat eingeholt werden, ebenso bei chronischen Erkrankungen oder generellen Unsicherheiten. Für Kinder unter vier Jahren wird die Anwendung nicht empfohlen. Die Lindenblüte ist keine schrille Erscheinung. „Sie ist sanft, verlässlich, unaufgeregt – und dabei doch eine kleine Heldin“, sagt Romina Höchner. „Ob bei Husten, Frösteln oder einfach zum Runterkommen: Diese Blüte hat es verdient, öfter in unsere Tassen zu kommen.“ Und vielleicht ist es genau das, was wir jetzt brauchen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Gespräche am Kamin</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/gespraeche-am-kamin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Oct 2025 08:38:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturheilkunde & Komplementärmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei leichtem Schnupfen oder Fieber in die Notaufnahme? Dass das keine Seltenheit ist, darüber hat die Lebenslinie bereits berichtet (Ausgabe I/2024). Grund dafür ist unter anderem das fehlende Wissen über den eigenen Körper. Das will Angelika Gräfin Wolffskeel von Reichenberg stärken. In Gerchsheim lodert nicht nur in den Wohnzimmern ein wärmendes Feuer – auch im [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_19716" style="width: 210px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-19716" class="size-medium wp-image-19716" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Graefin_Foto-Caroline-Foerster-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Graefin_Foto-Caroline-Foerster-200x300.jpg 200w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Graefin_Foto-Caroline-Foerster-683x1024.jpg 683w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Graefin_Foto-Caroline-Foerster-1024x1536.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Graefin_Foto-Caroline-Foerster-1365x2048.jpg 1365w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Graefin_Foto-Caroline-Foerster-218x327.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Graefin_Foto-Caroline-Foerster.jpg 1417w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-19716" class="wp-caption-text">©Caroline Förster</p></div>
<p>Bei leichtem Schnupfen oder Fieber in die Notaufnahme? Dass das keine Seltenheit ist, darüber hat die Lebenslinie bereits berichtet (Ausgabe I/2024). Grund dafür ist unter anderem das fehlende Wissen über den eigenen Körper. Das will Angelika Gräfin Wolffskeel von Reichenberg stärken. In Gerchsheim lodert nicht nur in den Wohnzimmern ein wärmendes Feuer – auch im übertragenen Sinne entfacht die Heilpraktikerin mit ihren „Gesprächen am Kamin“ ein Feuer für traditionelle Hausmittel, naturheilkundliche Lebensführung und Verständnis für den eigenen Körper. Gemeinsam mit der Gemeinde ins Leben gerufen und unterstützt von den hiesigen Dorffrauen, bietet sie regelmäßig kostenfreie Vortragsabende an. Die Impulse, die Gräfin Wolffs­keel vermittelt, stammen aus gelebter Erfahrung: von ihrer Mutter, Großmutter – und jahrzehntelanger eigener Heilpraxis. Ob Fließschnupfen, trockener Reizhusten oder produktiver Husten – wer die feinen Nuancen verstehe, könne gezielter Therapien angehen, ist sie überzeugt. So werde etwa schwarzer Rettich mit Honig zum natürlichen Hustensirup, Salbeitee bei trockenem Husten sollte hingegen lieber vermieden werden. Und Wickel – ob mit Zwiebel, Essig oder Retterspitz – würden erst dann ihre Wirkung entfalten, wenn man weiß, wie man sie korrekt anlegt. Dieses Wissen sei kein Luxus, sondern elementar – gerade in einer Zeit, in der Selbstfürsorge oft an Apps und Algorithmen delegiert werde, betont die Heilpraktikerin. Herzstück des nächsten Kaminabends wird der „Rhythmus des Menschen in den verschiedenen Jahreszeiten“, also die Chronobiologie, sein. Einen Fokus legt sie hier auf die sogenannte Organuhr. Gräfin Wolffskeel zeigt, wie dieses Konzept aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), das den Energiefluss der zwölf Meridiane und Organe beschreibt, auch uns helfen kann. Sie erklärt, wie jedes Organ des Körpers innerhalb eines 24-Stunden-Rhythmus eine bestimmte Hochphase durchläuft – und wie sich dieser innere Takt auf Wohlbefinden, Krankheit und Leistung auswirken kann. Zwischen sieben und neun Uhr habe zum Beispiel der Magen seine stärkste Aktivität: der ideale Zeitpunkt für das Frühstück. Zwischen 13 und 15 Uhr dominiere der Dünndarm – die beste Phase für die Hauptmahlzeit. Ab 19 Uhr beginne der Körper sich hormonell auf Ruhe einzustellen – wer jetzt noch schwer verdaulich esse, störe die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Die Nacht wiederum gehöre Gallenblase (23 bis 1 Uhr), Leber (1 bis 3 Uhr) und Lunge (3 bis 5 Uhr). Wer zum Beispiel regelmäßig um dieselbe Uhrzeit erwacht, könne aus der Organuhr nützliche Rückschlüsse ziehen, sagt die Gräfin. Wie Chronobiologie zur Verhaltensänderung einer ganzen Gesellschaft genutzt werden kann, beweist Bad Kissingen, die weltweit erste ChronoCity, bereits seit Jahren. Auch darüber hat die Lebenslinie berichtet (Ausgabe II/2015). Der Vortrag von Gräfin Wolffskeel findet am 5. November in der Turnhalle Gerchsheim statt – wie immer ohne Eintritt, mit thematisch passendem, phytotherapeutischem Tee, bereitgestellt von Gräfin Wolffskeel, und als Rezept im Würzburger Kräuterladen „Kraut Allerliebst“ hinterlegt. Weitere Termine folgen bis ins Frühjahr, darunter Themen wie Bachblüten oder Farbensprache. Der Geist der Gespräche am Kamin: lebendige Hilfe zur Selbsthilfe, kostenlos und für jeden zugänglich, ehrenamtlich, herzlich und ohne digitale Überfrachtung. Ein echter Mehrwert in unserer Zeit.</p>
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		<title>Koriander &#8211; ein „Superfood“?</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/koriander-ein-superfood/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Oct 2025 08:33:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturheilkunde & Komplementärmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Er gilt wie Chiasamen oder Blaubeeren als „Superfood“: Koriander soll entgiften, antibiotisch wirken und das Immunsystem stärken. „Der Vitamin C- und Antioxidantien-Gehalt ist tatsächlich nennenswert“, sagt dazu der Würzburger Apotheker Dr. Wolfgang Schiedermair, der sich mit der Gewürz- und Heilpflanze gut auskennt. Therapeutisch relevant wäre die Wirkung allerdings erst, würde man täglich einen ganzen Teller [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Er gilt wie Chiasamen oder Blaubeeren als „Superfood“: Koriander soll entgiften, antibiotisch wirken und das Immunsystem stärken. „Der Vitamin C- und Antioxidantien-Gehalt ist tatsächlich nennenswert“, sagt dazu der Würzburger Apotheker Dr. Wolfgang Schiedermair, der sich mit der Gewürz- und Heilpflanze gut auskennt. Therapeutisch relevant wäre die Wirkung allerdings erst, würde man täglich einen ganzen Teller voll Korianderblätter essen. Was gemeinhin niemand tut. Laut dem Pharmazeuten haben sowohl die Blätter als auch die Früchte sowie das ätherische Öl eine positive Wirkung bei Verdauungsproblemen. Vor allem in der Volksmedizin würden die Früchte des Korianders gern als Mittel bei Magen-Darm-Problemen eingesetzt: „Ein aktuellerer wissenschaftlicher Wirksamkeitsnachweis steht jedoch aus.” Trotzdem gelte die Verwendung von Koriander als Verdauungsmittel als mindestens plausibel: „Zum ätherischen Öl finden auch weiterführende Studien statt.“ Das ätherische Öl habe in vitro eine deutlich keimhemmende Wirkung. Die sei allerdings stark konzentrationsabhängig. Jeder Apfel beinhalte „um Größenordnungen” mehr an Vitamin C. In der indischen Küche werde Koriander als Aphrodisiakum verwendet: „Erste Untersuchungen scheinen zu bestätigen, dass hier etwas dran sein könnte.” Für eine abschließende Beurteilung wären weitere Studien nötig.</p>
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		<title>In Bamberg wird geforscht</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/in-bamberg-wird-geforscht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Loretta Klevenow]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jun 2025 04:58:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundes Bamberg]]></category>
		<category><![CDATA[Komplementärmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde & Komplementärmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
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					<description><![CDATA[Professor Langhorst und sein Team haben im September eine Studie zur Wirksamkeit der Hyperthermie beim Fibromyalgiesyndrom begonnen. Seine Abteilung sucht nun Probanden, die an der Studie mitwirken möchten. Voraussetzung zur Teilnahme sind: Alter zwischen 18 und 70 Jahren, diagnostiziertes Fibromyalgiesyndrom, die Bereitschaft, für ambulante Behandlungen und Untersuchungen an circa sieben Terminen vor Ort in Bamberg [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Professor Langhorst und sein Team haben im September eine Studie zur Wirksamkeit der Hyperthermie beim Fibromyalgiesyndrom begonnen. Seine Abteilung sucht nun Probanden, die an der Studie mitwirken möchten.</p>
<p>Voraussetzung zur Teilnahme sind: Alter zwischen 18 und 70 Jahren, diagnostiziertes Fibromyalgiesyndrom, die Bereitschaft, für ambulante Behandlungen und Untersuchungen<br />
an circa sieben Terminen vor Ort in Bamberg zu sein.</p>
<p>Interessierte wenden sich bitte an die Klinik für Integrative Medizin im Klinikum Bamberg unter Telefon <strong>0951.503-11650 </strong>oder unter E-Mail <strong>FIGN@sozialstiftung-bamberg.de</strong>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nature-based Therapies</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/nature-based-therapies/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Apr 2025 16:35:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Naturheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilkunde & Komplementärmedizin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=18956</guid>

					<description><![CDATA[Naturräume und Naturerfahrungen wirken sich positiv auf die körperliche und seelische Gesundheit aus. Das weiß man bereits. Aber welches Potenzial wirklich in den sogenannten „Nature-based Therapies“ steckt, rückt erst allmählich in den Fokus der Medizinforschung. Das „Waldbaden“ etwa weist gute therapeutische Effekte auf. Aber gerade Patientinnen und Patienten, die besonders davon profitieren würden, fällt der [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Naturräume und Naturerfahrungen wirken sich positiv auf die körperliche und seelische Gesundheit aus. Das weiß man bereits. Aber welches Potenzial wirklich in den sogenannten „Nature-based Therapies“ steckt, rückt erst allmählich in den Fokus der Medizinforschung. Das „Waldbaden“ etwa weist gute therapeutische Effekte auf. Aber gerade Patientinnen und Patienten, die besonders davon profitieren würden, fällt der Weg in den Wald oft schwer, weil sie beispielsweise unter Erschöpfung oder depressionsbedingter Antriebslosigkeit leiden. Die Carstens-Stiftung fördert deshalb mit rund 750.000 Euro zwei Projekte, die den Wald zu den Menschen bringen &#8211; mithilfe von Virtual Reality, Hypnose und Imagination. Auch das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) ist an der Forest-Studie beteiligt. Auf der Suche nach nicht-pharmakologischen Behandlungsansätzen kristallisieren sich zunehmend naturheilkundliche Therapien, insbesondere das Waldbaden, als vielversprechend heraus. Erste positive Effekte konnten etwa auf Schlafstörungen, Fatigue, Depressivität, Ängstlichkeit, Konzentrationsstörungen, Stressempfinden und Lebensqualität nachgewiesen werden. Naturheilverfahren in der Onkologie sind ein Thema, mit dem sich PD Dr. Claudia Löffler am UKW intensiv beschäftigt. Die Oberärztin leitet am Comprehensive Cancer Center Mainfranken seit 2016 den Schwerpunkt Komplementäre Onkologie Integrativ. Unter dem Akronym „Forest“ führt sie nun gemeinsam mit Dr. Marcela Winkler (Robert Bosch Centrum für Integrative Medizin und Gesundheit, Stuttgart) und Prof. Holger Cramer (Universitätsklinikum Tübingen) eine randomisierte kontrollierte Studie zum Waldbaden bei krebsbedingter Fatigue durch. „Vier von fünf Menschen, die eine onkologische Erkrankung überlebt haben, leiden noch Jahre nach Abschluss der Therapie unter den biopsychosozialen Folgen. Zu den häufigsten Symptomen gehört die krebsbedingte Erschöpfung mit negativen Auswirkungen auf die Schlafqualität und weiteren direkten Beziehungen zu emotionalen und kognitiven Symptomen“, so Löffler. Zu letzteren gehörten auch Depressionen. In dem einen von zwei geförderten Projekten soll nun die Wirkung von realem Waldbaden in Laubmischwäldern, Waldbaden mittels virtueller Realität, also simuliertes Waldbaden, und imaginiertes Waldbaden mittels ätherischer Öle untersucht werden. In einem weiteren Projekt, das hauptsächlich von der Charité in Berlin betreut wird, geht es um naturfokussierte Achtsamkeitsübungen und Hypnose und ihre mögliche positive Wirkung auf Depressionen. Mit der Auswahl und Zusammenstellung der Interventionen soll eine Brücke zwischen traditionellen Verfahren, Mind-Body-basierten Interventionen und modernsten Technologien geschlagen werden. Die Ergebnisse der Projekte werden in drei Jahren erwartet.</p>
<p><i>Fotos: ©depositphotos.com: @Smileus, @ShotStudio, @halfpoint, @zhukov-studio</i></p>
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