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	<title>Schulmedizin &#8211; Lebenslinie</title>
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	<description>Gesundheitsmagazin für Mainfranken</description>
	<lastBuildDate>Sat, 04 Apr 2026 05:23:24 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Klare Sicht voraus!</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/klare-sicht-voraus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 05:24:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schulmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[„Immer noch ist der Graue Star (Katarakt) weltweit die häufigste Erblindungsursache“, betont der Europäische Facharzt für Augenheilkunde und Ärztliche Direktor der Universitäts-Augenklinik in Würzburg, Professor Jost Hillenkamp. Obwohl ein rund zehnminütiger Eingriff die vom Katarakt ausgelöste Linsentrübung des Auges beseitigen könnte. In Deutschland werden rund eine Million Katarakt-OPs jährlich durchgeführt, der häufigste Eingriff überhaupt. Auch [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20234" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20234" class="size-medium wp-image-20234" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Hillenkamp_17.7.20-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Hillenkamp_17.7.20-300x200.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Hillenkamp_17.7.20-1024x682.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Hillenkamp_17.7.20-1536x1023.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Hillenkamp_17.7.20-2048x1365.jpg 2048w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Hillenkamp_17.7.20-218x145.jpg 218w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-20234" class="wp-caption-text">©UKW</p></div>
<p>„Immer noch ist der Graue Star (Katarakt) weltweit die häufigste Erblindungsursache“, betont der Europäische Facharzt für Augenheilkunde und Ärztliche Direktor der Universitäts-Augenklinik in Würzburg, Professor Jost Hillenkamp. Obwohl ein rund zehnminütiger Eingriff die vom Katarakt ausgelöste Linsentrübung des Auges beseitigen könnte. In Deutschland werden rund eine Million Katarakt-OPs jährlich durchgeführt, der häufigste Eingriff überhaupt. Auch weltweit führt die Graue-Star-OP die Statistik der am meisten durchgeführten OPs an &#8211; mit mittlerweile rund 20 Millionen Eingriffen pro Jahr. In ärmeren Ländern fehlt meist der Zugang zu dieser Operation, obwohl sie eine Erblindung verhindern könnte. Die häufigste Form des Grauen Stars sei der altersbedingte Katarakt (Cataracta senilis), der im Laufe des normalen Alterungsprozess bei jedem Menschen irgendwann auftrete, genauso wie graue Haare oder faltige Haut, so der Professor. Die meisten altersbedingten Veränderungen könne man nicht so einfach rückgängig machen. Das schlechte Sehen durch den Grauen Star schon &#8211; wenn bei der OP alles komplikationslos verlaufe, was es in der Regel tut. „Viele sehen sogar deutlich besser als vorher. Die dankbarsten Patientinnen und Patienten sind die stark Kurzsichtigen mit Katarakt. Die sehen hinterher so viel besser, weil die Linse jetzt klar ist.“ Das und die Tatsache, dass die Katarakt-OP inzwischen ein ambulanter, minimalinvasiver Eingriff ist, erkläre auch die Vielzahl der hierzulande durchgeführten OPs, so Jost Hillenkamp, der in Israel, Großbritannien und den USA Erfahrungen gesammelt hat. „Patientinnen und Patienten waren früher nach einer Grauen-Star-OP ein, zwei Wochen im Krankenhaus. Heute dauert der Eingriff rund zehn Minuten und die Leute gehen danach nach Hause“, sagt der Ophthalmologe. Mittels Ultraschall werde die getrübte, natürliche Linse im Auge zertrümmert und anschließend herausgesaugt. „Ein kleiner Schnitt von zwei Millimetern ist nötig, um die Kunstlinse einzubringen, die sich dann im Auge entfaltet“, erklärt Hillenkamp das Prozedere der Kataraktchirurgie. Während vor der OP verschwommenes Sehen, „wie durch eine schmutzige Fensterscheibe“ angesagt war mit blassen Farben und meist Empfindlichkeit gegenüber hellem Licht, hieße es nun klare Sicht voraus! „Wenn es eine einfache, unkomplizierte Kateraktoperation ist, ist die Sehschärfe oft schon am ersten Tag sehr gut. Je nachdem, wie trüb, wie dicht, wie dick diese Linse war oder wie widerstandsfähig die Hornhaut ist“, erklärt der Ärztliche Direktor der Würzburger Universitäts-Augenklinik. Nach der OP bekomme man erst einmal eine Augenklappe verpasst, um das frisch operierte Auge zu schützen. Ein Tool, das vor allem nachts sinnvoll sei, um unbeabsichtigtes Hinfassen oder Reiben im Schlaf zu vermeiden, weiß Hillenkamp. Innerhalb von vier bis sechs Wochen pendle sich dann die endgültige Sehschärfe ein. Je nachdem, ob man sich für eine bessere Sicht in der Nähe oder in der Ferne entschieden hat, braucht man dann eine Sehhilfe für den anderen Bereich mit meist niedriger Dioptrienzahl. Egal für welche Art von Kunstlinsen (monofokal oder multifokal) man sich entscheide, so ganz ohne Brille in allen Lebenslagen gehe es hinterher in den seltensten Fällen, berichtet Professor Hillenkamp aus langjähriger Erfahrung. „Auch wenn man sich vom Sehergebnis postperativ beflügelt fühlt, Autofahren darf man mit dem frisch operierten Auge erst mal nicht“, sagt der Experte. Die Fahrtauglichkeit müsse nach der Katarakt-OP durch eine Augenärztin oder einen Augenarzt erst wieder bestätigt werden. Aber dann heißt es endlich: Klare Sicht voraus!</p>
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		<title>Kryoablation: Tumore, die zum Eisball werden</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/kryoablation-tumore-die-zum-eisball-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 05:22:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schulmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Krankenhaus in Sydney hat eine MRT-gesteuerte Maschine eingesetzt, um Tumore ohne chirurgischen Eingriff zu zerstören, via Kryoablation. Diese Technik beinhaltet das Einbringen einer mit Gas angetriebenen Nadel in einen Tumor. Dadurch wird das Gewebe eingefroren und zerstört, der Tumor quasi in einen Eisball verwandelt. Die Kryoablation wird in Echtzeit mittels MRT-Bildgebung überwacht. Für allem [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Krankenhaus in Sydney hat eine MRT-gesteuerte Maschine eingesetzt, um Tumore ohne chirurgischen Eingriff zu zerstören, via Kryoablation. Diese Technik beinhaltet das Einbringen einer mit Gas angetriebenen Nadel in einen Tumor. Dadurch wird das Gewebe eingefroren und zerstört, der Tumor quasi in einen Eisball verwandelt. Die Kryoablation wird in Echtzeit mittels MRT-Bildgebung überwacht. Für allem für ältere Patientinnen und Patienten könne die Kryoablation ein Durchbruch sein, so die medizinschen Fachkräfte des South-West Sydney Hospital. Ebenso für Patientinnen und Patienten mit schwer erreichbaren Tumoren im Becken oder an der Wirbelsäule. Das Verfahren ist minimal invasiv und ermöglicht es Patientinnen und Patienten oft, am selben Tag nach Hause zu gehen. Kryoablation steht für eine schnellere Genesungszeit und weniger körperlichen Stress.</p>
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		<title>Neuroplastizität des Gehirns</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/neuroplastizitaet-des-gehirns/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 05:36:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schulmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Schon vor rund zweitausend Jahren hat Marc Aurel gesagt: „Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an.“ Die Neuroplastizität unseres Gehirns bestätigt diese Aussage. Neuroplastizität beschreibt die Fähigkeit des Gehirns, lebenslang veränderungs- und lernfähig zu sein. Die Forschungen von Alvaro Pascual-Leone, Professor für Neurologie und Direktor am Beth in Israel, [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon vor rund zweitausend Jahren hat Marc Aurel gesagt: „Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an.“ Die Neuroplastizität unseres Gehirns bestätigt diese Aussage. Neuroplastizität beschreibt die Fähigkeit des Gehirns, lebenslang veränderungs- und lernfähig zu sein. Die Forschungen von Alvaro Pascual-Leone, Professor für Neurologie und Direktor am Beth in Israel, haben mit dem Mythos Schluss gemacht: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Lebenslange Veränderung sei möglich! Eine Studie der Queen’s Universität<sup>2</sup> in Kanada belegt, dass jeder Gedanke im Gehirn eine biochemische Reaktion auslöst. Botenstoffe (Neurotransmitter, Neuropeptide und Hormone) würden ausgeschüttet. Bei negativen Gedanken etwa Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol, Cytokine und Histamine, bei positiven Gedanken Serotonin, Oxytocin, Dopamin, Endorphine und Vasopressin. Diese Botenstoffe führen zu negativen oder positiven Emotionen. Auch auf der Körperebene nehmen wir die Gedanken wahr, zum Beispiel als Kloß im Hals, als Druck im Magen oder als verspannte Schultern. Wenn wir uns entscheiden, positiv zu denken, dankbar zu sein, Respekt und Wertschätzung anderen Menschen gegenüber zu zeigen, dann fühlen wir auch das körperlich, etwa wenn es uns warm ums Herz wird. Demzufolge seien allein die Gedanken in der Lage, die physische Struktur des Gehirns zu verändern – und das lebenslang.</p>
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		<title>Dem Gehirn auf die Sprünge helfen</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/dem-gehirn-auf-die-spruenge-helfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 05:33:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schulmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Es mag überraschend klingen: Doch für die Erholung des Gehirns nach einem Schlaganfall ist nicht nur entscheidend, dass behandelt wird, sondern vor allem wo und wie. Moderne Stroke Units und sogenannte Comprehensive Stroke Units schaffen den Rahmen, in dem das Gehirn seine Fähigkeit zur Neuorganisation nach einem Schlaganfall entfalten kann. Darüber hat die Lebenslinie mit [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20238" style="width: 210px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20238" class="size-medium wp-image-20238" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Dr.-Rene-Handschu_web-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Dr.-Rene-Handschu_web-200x300.jpg 200w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Dr.-Rene-Handschu_web-683x1024.jpg 683w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Dr.-Rene-Handschu_web-1024x1536.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Dr.-Rene-Handschu_web-218x327.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Dr.-Rene-Handschu_web.jpg 1092w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-20238" class="wp-caption-text">©Marc Hanson</p></div>
<p>Es mag überraschend klingen: Doch für die Erholung des Gehirns nach einem Schlaganfall ist nicht nur entscheidend, dass behandelt wird, sondern vor allem wo und wie. Moderne Stroke Units und sogenannte Comprehensive Stroke Units schaffen den Rahmen, in dem das Gehirn seine Fähigkeit zur Neuorganisation nach einem Schlaganfall entfalten kann. Darüber hat die Lebenslinie mit Professor René Handschu, Facharzt für Neurologie mit den Zusatzbezeichnungen Intensivmedizin sowie Geriatrie, gesprochen. Der Chefarzt der Neurologischen Klinik am Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt betont: „Eigentlich gehört jeder Mensch nach einem Schlaganfall auf eine Stroke Unit.“ Eine besondere Rolle spielt in diesem Zusammenhang das Transit-Stroke-Netzwerk Nordwestbayern. Als Zentrumsklinik unterstützt das Leopoldina-Krankenhaus kleinere Kliniken telemedizinisch – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. So kommen Erfahrung und Entscheidungskompetenz genau dort an, wo sie gebraucht werden. Die Klinik ist die einzige Einrichtung im Raum Schweinfurt, die über eine solche zertifizierte Spezialabteilung verfügt. Über 1.000 Patientinnen und Patienten werden hier Jahr für Jahr behandelt. Und das in besonderem Umfang. Denn die Stroke Unit ist ein Ort der Konzentration: mit Monitoring, speziell geschultem Pflegepersonal und einem multiprofessionellen Team aus Neurologie, Kardiologie, Therapie (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie) und Neuropsychologie. Vor mehreren Jahrzehnten war das noch undenkbar. Heute macht das Miteinander den Unterschied. „Der entscheidende Faktor ist der Teamansatz. Die Menschen arbeiten hier zusammen und verfolgen das gleiche Ziel.“ Das macht Sinn, betont der Professor. Studien1 würden zeigen, dass Patientinnen und Patienten nach einer Behandlung auf der Stroke Unit häufiger selbstständig bleiben und seltener nach dem Vorfall dauerhaft auf Hilfe angewiesen sind. Dabei geht es nicht allein um Zeitdruck. „Ich arbeite nicht mehr mit Zeitfenstern“, betont Handschu, selbst Mitglied im ­Zertifizierungsausschuss der Deutschen Schlaganfallgesellschaft. Im besten Falle sollte die gesamte Behandlung so früh wie möglich starten. Frühzeitige Überwachung, Stabilisierung und funktionelle Therapie bilden die Basis – und damit den Nährboden für die Neuroplastizität. Doch was heißt das? Neuroplastizität beschreibt die Fähigkeit des Gehirns, sich neu zu organisieren. Gefördert werde diese im Wesentlichen durch funktionelle Therapie oder Frührehabilitationstherapie, also Physio-, Ergo- und Neurotherapie. Entscheidend sei die Wiederholung. Und später der Alltag. Hier kommt die Comprehensive Stroke Unit ins Spiel. Sie sorgt für einen sanften Übergang von der Akutphase in die Rehabilitation. Und dann beginnt ein Weg, der Geduld verlangt. Die Parole des Chefarztes lautet: „Das Gehirn lernt, was wiederholt wird.“ Auch später seien Fortschritte möglich – mit Motivation, Unterstützung und Vertrauen. Oder, wie Handschu es zusammenfasst: „Nicht aufgeben, weil es nie zu spät ist.“</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Endlich wieder Kaffee trinken</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/endlich-wieder-kaffee-trinken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 05:20:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schulmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Menschen nehmen Sodbrennen lange nicht ernst. Der Spezialist Dr. Hartmut Roth, Chefarzt der Abteilung Minimalinvasive Chirurgie am Fachklinikum Mainschleife, sieht genau hier Probleme für Patientinnen und Patienten. Er rät: „Eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen bei allem, was über sporadisches Sodbrennen hinausgeht.“ Sporadisch bedeute, das Sodbrennen trete sehr selten nach einer üppigen Mahlzeit auf [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20229" style="width: 285px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20229" class="size-medium wp-image-20229" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/GenAIImage_10b9e739-07fe-4281-9a9b-edab71f9cee0-275x300.jpeg" alt="" width="275" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/GenAIImage_10b9e739-07fe-4281-9a9b-edab71f9cee0-275x300.jpeg 275w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/GenAIImage_10b9e739-07fe-4281-9a9b-edab71f9cee0-938x1024.jpeg 938w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/GenAIImage_10b9e739-07fe-4281-9a9b-edab71f9cee0-1407x1536.jpeg 1407w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/GenAIImage_10b9e739-07fe-4281-9a9b-edab71f9cee0-218x238.jpeg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/GenAIImage_10b9e739-07fe-4281-9a9b-edab71f9cee0.jpeg 1426w" sizes="(max-width: 275px) 100vw, 275px" /><p id="caption-attachment-20229" class="wp-caption-text">©privat</p></div>
<p>Viele Menschen nehmen Sodbrennen lange nicht ernst. Der Spezialist Dr. Hartmut Roth, Chefarzt der Abteilung Minimalinvasive Chirurgie am Fachklinikum Mainschleife, sieht genau hier Probleme für Patientinnen und Patienten. Er rät: „Eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen bei allem, was über sporadisches Sodbrennen hinausgeht.“ Sporadisch bedeute, das Sodbrennen trete sehr selten nach einer üppigen Mahlzeit auf und verschwindet spontan wieder, ohne große Maßnahmen. Sporadisches Auftreten sei nicht behandlungsbedürftig. Krankhaft werde Reflux dann, „wenn er regelmäßig und dauerhaft störend ist und mit Symptomen einhergeht. Dafür gibt es keine feste Definition. Entscheidend für Patientinnen und Patienten ist, ob sie sich eingeschränkt fühlen.“ Reflux sei heute in Europa eine der am schnellsten zunehmenden Erkrankungen, betont Dr. Roth. „Es ist ein Thema, über das ungern gesprochen wird, dabei nimmt es explosionsartig zu“, so der Facharzt für Viszeralchirurgie, für Allgemeinchirurgie und Spezialist für minimalinvasive Chirurgie. Hauptursachen seien Übergewicht und Fehlernährung. Daher: „Extrem kalorienreiche, fettreiche, zuckerreiche Ernährung meiden!“ Bei Frauen komme unter anderem die Belastung durch Schwangerschaften hinzu. Eine zentrale Rolle spielt für Roth der Zwerchfellbruch. „Ohne Zwerchfellbruch tritt Reflux prinzipiell nicht auf. Aber nicht jeder Zwerchfellbruch macht Beschwerden.“ Operiert werde nur, „wenn Symptome da sind oder wenn der Bruch so groß ist, dass sich der Magen in den Brustraum verlagert und die Funktion von Herz oder Lunge beeinträchtigt.“ Medikamente wie Protonenpumpenblocker seien leitliniengerecht der erste Schritt. „Sie nehmen das Brennen, aber nicht das Problem. Der Mageninhalt steigt weiter hoch, nur ohne Säure.“ Die Volumenbelastung bleibe bestehen und damit die latente Übelkeit und Unwohlsein. Die Operation (Fundoplicatio) setzt genau dort an. „Ich bin Chirurg und möchte die Ursachen beheben. Bei der Operation nähe ich den Zwerchfellbruch und unterstütze den unteren Schließmuskel.“ Der Magen werde dabei nicht entfernt, sondern „wie ein Mantel um die Speiseröhre gelegt und fixiert“. Dadurch entstehe wieder Spannung und Muskelkraft. Und diese sei nötig, wie er erklärt: „Durch die Operation funktioniert der Schließmechanismus wieder und der Magensaft kann nicht mehr in die Speiseröhre hochsteigen.“ Heute werde der Eingriff minimalinvasiv durchgeführt. „Wir operieren laparoskopisch mit fast keinem Blutverlust.“ Entscheidend sei das eingespielte Team. „Jede und jeder sieht jederzeit, was passiert.“ Dr. Roth bevorzugt die Toupet-Fundoplicatio. „Ich habe früher die Vollmanschette operiert, bin aber umgestiegen.“ Der Grund sei einfach. „Die Refluxkontrolle ist gleich gut, aber Schluckstörungen etwa sind deutlich seltener.“ Die Speiseröhre bleibe beweglicher. „Wenn man sich verschluckt, kann die Nahrung trotzdem passieren.“ Ängste vor Nebenwirkungen seien verständlich. „Null Risiko gibt es in der Medizin nicht, durch die modernen minimalinvasiven Methoden sind diese heute aber sehr klein und absolut vertretbar geworden.“ Entscheidend sei der Nutzen. „Viele Patientinnen und Patienten berichten mir, dass sie zum ersten Mal seit Jahren wieder Kaffee trinken können oder ein Glas Wein, ohne Schmerzen zu haben.“ Alternativen zu der Fundoplicatio wie Magnetringe sieht Dr. Roth kritisch. „Stahl gehört nicht an ein so sensibles Organ.“ Sein Rat an Betroffene ist klar. „Eine Operation ist kein Lifestyle-Eingriff. Sie ist sinnvoll, wenn Beschwerden bestehen und die Lebensqualität leidet.“ Und präventiv gelte wie so oft: „Bewegung stärkt auch das Bindegewebe. Gewichtsreduktion allein kann Reflux deutlich bessern.“<i><span class="Apple-converted-space"> </span></i><i></i></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zehenspitzengefühl</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/zehenspitzengefuehl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 04:47:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schulmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[„Der Schuh ist eine Fußverkrümmungsmaschine“, wusste schon der deutsche Naturheilkundler und katholische Theologe Sebastian Kneipp. Im Falle eines eingewachsenen Zehennagels, in der Fachsprache Unguis Incarnatus genannt, kann der Fuß-Chirurg und Oberarzt am Fachklinikum an der Mainschleife in Volkach, Dr. Stephan Forster, diese Aussage unterschreiben. ­„Falsches, etwa zu enges Schuhwerk ist ein Hauptverursacher eingewachsener Zehennägel“, so [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_19831" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-19831" class="wp-image-19831 size-medium" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Bildschirmfoto-2025-10-20-um-11.03.13-300x257.png" alt="" width="300" height="257" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Bildschirmfoto-2025-10-20-um-11.03.13-300x257.png 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Bildschirmfoto-2025-10-20-um-11.03.13-1024x878.png 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Bildschirmfoto-2025-10-20-um-11.03.13-1536x1318.png 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Bildschirmfoto-2025-10-20-um-11.03.13-2048x1757.png 2048w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Bildschirmfoto-2025-10-20-um-11.03.13-218x187.png 218w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-19831" class="wp-caption-text">©Schmelz Fotodesign</p></div>
<p>„Der Schuh ist eine Fußverkrümmungsmaschine“, wusste schon der deutsche Naturheilkundler und katholische Theologe Sebastian Kneipp. Im Falle eines eingewachsenen Zehennagels, in der Fachsprache Unguis Incarnatus genannt, kann der Fuß-Chirurg und Oberarzt am Fachklinikum an der Mainschleife in Volkach, Dr. Stephan Forster, diese Aussage unterschreiben. ­„Falsches, etwa zu enges Schuhwerk ist ein Hauptverursacher eingewachsener Zehennägel“, so der Facharzt für Orthopädie. „Andere Trigger könnten vermehrte Schweißbildung am Fuß, Mineralstoffmangel, genetische Veranlagung, Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und Psoriasis (Schuppenflechte) oder schlichtweg das fehlerhafte Schneiden der Nägel sein“, betont Dr. Forster. Um das Einwachsen des Nagels in die Haut, die ihn ­seitlich begrenzt, zu verhindern, müssten Zehennägel anders als Fingernägel gerade, nicht rund geschnitten werden, und nicht zu kurz. Die Nagelecken sollten frei auf dem seitlichen Hautrand liegen so der zertifizierte Wundexperte. „Einwachsen können prinzipiell alle Nägel, vornehmlich betroffen ist jedoch der Nagel des großen Zehs“. Symptome eines Unguis Incarnatus, seitliches Einkerben und Einwachsen der Nagelplatte in Hautbereich, seien Schmerzen beim Auftreten durch Entzündungsreaktionen mit Rötung, Überwärmung und Hautwucherungen, sprich wildem Fleisch. Oftmals komme es auch zu Eiterbildung. „Gehen ist des Menschen beste Medizin, indem man der Gesundheit hinterher und der Krankheit davonläuft“, so der griechische Arzt und Vater der modernen Medizin, Hippokrates. Gut gesprochen! Was aber, wenn jeder Schritt zur Qual wird und schmerzfreies Gehen aufgrund eines eingewachsenen Zehennagels nicht mehr möglich ist? In einem frühen Stadium könne die Podologin oder der Podologe mit Tapes, Draht oder Schienen für Abhilfe sorgen, meint Stephan Forster. Wenn diese „Erste-Hilfe-Maßnahmen“ versagten, ist die Begutachtung durch die Hausärztin oder den Hausarzt unumgänglich. Wenn der Unguis Incarnatus schon zu weit fortgeschritten ist, ist diese meist mit einer Überweisung in die Fuß-Chirurgie verbunden. Schwellung, Rötung, bakterielle Infektion und Schmerzen bei jedem Schritt, das ruft den Facharzt  für Chirurgie, Dr. Forster auf den Plan. Der Jahrzehnte als Notarzt tätige Mediziner schwört auf die sogenannte Emmert-Plastik als Ultima Ratio bei Unguis Incarnatus. Bei dieser chirurgischen Intervention, meist unter Lokalanästhesie, werde vom „Übeltäter“, dem eingewachsenen Nagel, von der Nagelplatte bis in die Matrix, ein ganz feiner Rand und umliegendes Gewebe entfernt. „Als Operateur bin ich hier sehr vorsichtig. Ich entferne maximal 1 bis 1,5 Millimeter Randnagel und Umgebung“. Fingerspitzengefühl, respektive Zehenspitzengefühl, sei hier entscheidend, sodass zukünftiges Einwachsen in das Weichteilgewebe verhindert wird. „Wenn es sich nur um einen Nagel handelt, dauert die ambulante OP rund 15 Minuten!“ Seien mehrere Zehen betroffen, entsprechend länger. Handle es sich um ein Kind oder eine Patientin oder einen Patienten mit sehr viel Angst, könne auch eine Kurznarkose gefahren werden. Auch hier sei „Zehenspitzengefühl“ für die individuellen Befindlichkeiten gefragt. Dr. Forster behandelt immer zuerst die Patientin oder den Patienten und dann die Krankheit. Vernäht wird bei ihm mit zwei Fäden rechts und links, die er nach einem Tag wieder entferne. Auch das sei eher unüblich, habe sich aufgrund seiner langjährigen Erfahrung aber bewährt. Zudem achtet der Fuß-Chirurg auf Schmerzfreiheit während der OP und in den Tagen danach. Fünf Tage postoperativ seien Schmerzmittel erforderlich. Danach in der Regel nicht mehr. In dieser Zeit müsse auch weites Schuhwerk oder ein Verbandsschuh (Vorfußentlastungsschuh) getragen werden. Er sehe seine Patientinnen oder Patienten einen Tag nach der OP und nach circa drei Wochen zur Verlaufskontrolle wieder. Verbandswechsel könnten bei der Hausärztin oder beim Hausarzt gemacht werden. Wenn das nicht möglich sei, auch bei ihm. Vier bis fünf Tage nach der Emmert-Plastik-OP könne die Patientin oder der Patient wieder schmerzfrei mit dem Fuß auftreten. Damit der Nagel nicht wieder einwächst, seien neben guter Fußpflege und richtigem Schneiden der Zehennägel von Patientinnen- oder Patientenseite, vonseiten der Operateurin oder des Operateurs Millimeterarbeit gefragt: „Einschneidend im wahrsten Sinne des Wortes ist hier, dass im Bereich der Matrix Restnagelstücke komplett mitentfernt werden, sodass es nicht erneut zu einem Einwachsen kommt!“ Dafür müsse sehr nah am Knochen gearbeitet werden, erklärt Dr. Forster. Mit Zehenspitzengefühl eben!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wenn plötzlich eine Lücke klafft</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/wenn-ploetzlich-eine-luecke-klafft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Oct 2025 08:28:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schulmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Zähne gehen verloren. Im Laufe des Lebens ist das nichts Ungewöhnliches. Doch wenn plötzlich eine Lücke klafft, stellt sich die Frage: Was nun? Eine Prothese? Eine Brücke? Oder vielleicht doch ein Implantat? „Ein Zahnimplantat ist immer dann sinnvoll, wenn Sie Nachbarzähne haben, die gesund sind und die man nicht abschleifen möchte“, erklärt Zahnarzt Dr. Volker [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-19708 alignleft" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/dr_panitz_2023-292x300.jpg" alt="" width="292" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/dr_panitz_2023-292x300.jpg 292w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/dr_panitz_2023-998x1024.jpg 998w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/dr_panitz_2023-218x224.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/dr_panitz_2023.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 292px) 100vw, 292px" />Zähne gehen verloren. Im Laufe des Lebens ist das nichts Ungewöhnliches. Doch wenn plötzlich eine Lücke klafft, stellt sich die Frage: Was nun? Eine Prothese? Eine Brücke? Oder vielleicht doch ein Implantat? „Ein Zahnimplantat ist immer dann sinnvoll, wenn Sie Nachbarzähne haben, die gesund sind und die man nicht abschleifen möchte“, erklärt Zahnarzt Dr. Volker M. Panitz. Der erfahrene Mediziner mit Praxen in Bad Kissingen und Zeil am Main denkt hier unter anderem an jüngere Menschen nach einem Unfall oder Erwachsene mit einem nicht mehr rettbaren Zahn, die von einer solchen Lösung profitieren könnten. Eine künstliche Zahnwurzel ersetze gezielt, ohne andere Zähne zu beeinträchtigen. Auch wenn im Kiefer größere Bereiche zahnlos seien, könne ein Implantat wieder Stabilität und festes Beißgefühl verschaffen. Einer der entscheidenden Aspekte für den Zahnarzt: Implantate sitzen fest im Kiefer, die ersetzten Zähne werden nachts nicht herausgenommen. Sie fühlen sich nicht nur natürlicher an, sie können auch dann zum Einsatz kommen, wenn der Kieferknochen bereits schwinde und andere Lösungen nicht mehr gut halten. „Ich hatte einen sehr betagten Patienten, der mit seinen Prothesen nicht mehr essen konnte. Mit zwei kleinen Implantaten, die seine alte Prothese stabilisiert haben, konnte er endlich wieder kauen.“ Essen, sprechen, lachen – mit mehr Selbstverständlichkeit. Das ist nicht nur Komfort, sondern oft ein echtes Stück Lebensqualität. Voraussetzung für ein Implantat sei dem Fachmann zufolge ein gesunder Kieferknochen. Wenn dieser fehlt, könne eine ­Operation nötig sein. „Wenn man zu lange wartet, wird der Aufwand größer“, betont Dr. Panitz. Auch gesundheitliche Faktoren spielen eine Rolle: Schwere Osteoporose mache eine Implantation quasi unmöglich, bestimmte Osteoporose-Medikamente, die den Knochenstoffwechsel hemmen, erhöhten das Risiko. Ein Implantat könne dann kaum noch anwachsen. Auch Diabetes stelle ein Problem dar. Die größte Sorge bereiten Dr. Panitz aber Raucherinnen und Raucher: „Ein starker Raucher hat ein Risiko von 800 bis 1000 Prozent, Zähne zu verlieren. Und wenn der eigene Zahn nicht hält, dann hält das Implantat auch nicht gut.“ Eine gute Vorbereitung vor der Implantation sei daher das A und O. Vor dem Eingriff erfolgt eine umfassende Diagnostik: Anamnese, Blutwerte, eventuell ein 3D-Röntgenbild. „Gerade im Unterkiefer, wo der Hauptnerv läuft, arbeiten wir mit computerberechneter, 3D-geführter Implantation – das ist sicherer.“ Auch der Vitamin-D-Spiegel spielt eine Rolle, habe er doch wesentlichen Einfluss auf die Knochenqualität. Und was wird schließlich eingesetzt? Die meisten Implantate bestehen aus Titan – gewebefreundlich und bewährt. „Die Knochenzellen lieben diese Titanoxidoberfläche. Bereits nach ein paar Wochen ist das Implantat mit dem Knochen verwachsen.“ Für sensible Patientinnen und Patienten gebe es auch Varianten mit Roxolid, einer Mischung aus Titan und Zirkonoxid.<span class="Apple-converted-space">  </span>Manche bevorzugen, vor allem aus ästhetischen Gründen, sogenannte Keramikimplantate aus reinem Zirkondioxid. Allergien bei Implantaten? Kaum dokumentiert, so der Arzt. „Aber wer ganz sicher sein will, kann sich testen lassen.“ Geht es endlich los, werden Implantate meist unter lokaler Betäubung gesetzt. „Im Knochen gibt es keine Nerven – das tut nicht weh. Nur das Zahnfleisch und die Knochenhaut, und die werden betäubt.“ Angstpatientinnen und -patienten könnten zusätzlich sediert werden. Eine Vollnarkose? Möglich – sei aber meist nicht notwendig. Im Anschluss ist etwas Geduld gefragt. Die Heilung dauere zwischen sechs Wochen und sechs Monaten, je nach Knochenqualität. „Im Unterkiefer geht es oft schneller – im Oberkiefer dauert es länger.“ Und danach? Die Pflege ist entscheidend. „Wenn man nie putzt, darf man sich nicht wundern“, mahnt der Zahnarzt. Interdental-Bürsten helfen, Zahnzwischenräume zu reinigen. Denn Implantat-Kronen haben oft größere Abstände als natürliche Zähne – das Zahnfleisch deckt nicht alle Zahnzwischenräume ab. Regelmäßige Kontrollen sichern obendrein die Haltbarkeit. „Wenn es gut gemacht ist, sollte es 15 bis 20 Jahre halten.“ Ein Implantat ersetze nicht nur einen Zahn – es schenke ein neues Lebensgefühl. Das weiß auch Dr. Panitz, wenn er mit Blick auf Aufwand und eventuelle Kosten augenzwinkernd anmerkt: „Kein Mensch will ein Implantat. Aber jeder will feste Zähne.“ <i></i></p>
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		<title>Kleine Nagelkunde</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/kleine-nagelkunde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Oct 2025 08:01:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schulmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Zehennägel werden von Hautzellen gebildet. Sie zählen deshalb – wie Haare, Talg- und Schweißdrüsen – zu den Hautanhang-Gebilden. Was man umgangssprachlich als Nagel bezeichnet, nennen Fachleute Nagelplatte. Diese sorgt für Härte und Stabilität. Der Nagel ist mit dem darunterliegenden Nagelbett verwachsen. An der Zehenkuppe trennen sich Nagel und Nagelbett, sodass der Nagel frei vorragt. Die [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zehennägel werden von Hautzellen gebildet. Sie zählen deshalb – wie Haare, Talg- und Schweißdrüsen – zu den Hautanhang-Gebilden. Was man umgangssprachlich als Nagel bezeichnet, nennen Fachleute Nagelplatte. Diese sorgt für Härte und Stabilität. Der Nagel ist mit dem darunterliegenden Nagelbett verwachsen. An der Zehenkuppe trennen sich Nagel und Nagelbett, sodass der Nagel frei vorragt. Die Hautkanten, die den Nagel rechts und links begrenzen, heißen Nagelwall. Der untere Hautrand nennt sich Nagelfalz. Am Nagelfalz steckt der Nagel in einer Hauttasche. Dieser Bereich wird als Matrix (Nagelwurzel) bezeichnet. Wer auf einen Nagel schaut, sieht einen Teil der Matrix als hellen Bogen durch die Nagelplatte durchschimmern. Den hellen Bereich nennen Medizinerinnen und Mediziner aufgrund seiner Form Lunula (lateinisch Möndchen). In der Matrix entsteht ständig neue Hornsubstanz, die sich an die Nagelplatte anlagert und den Nagel langsam vorschiebt. Fingernägel wachsen pro Monat etwa drei Millimeter, Zehennägel etwas weniger. Der Nagel ist zudem wichtiger Bestandteil unseres Tastsinns.</p>
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		<title>Dem Fußgefühl folgen</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/dem-fussgefuehl-folgen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Oct 2025 07:57:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Schulmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[„Die Geschichte der Füße ist voller Superlative und überraschender Fakten“, so der Physiotherapeut Kay Bartrow in seinem Buch „Lucky Feet“. Heute seien die Füße eher zu einem Schattendasein verdonnert. „Sie erblicken nur noch selten das Tageslicht und werden durch einseitige Haltungen und reduziertes Bewegungsverhalten zu selten in ihren vielfältigen Funktionen benutzt oder gefordert.“ Seines Erachtens [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-19697 alignleft" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/71ErJhpigZL-221x300.jpg" alt="" width="221" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/71ErJhpigZL-221x300.jpg 221w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/71ErJhpigZL-755x1024.jpg 755w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/71ErJhpigZL-1132x1536.jpg 1132w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/71ErJhpigZL-218x296.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/71ErJhpigZL.jpg 1400w" sizes="auto, (max-width: 221px) 100vw, 221px" />„Die Geschichte der Füße ist voller Superlative und überraschender Fakten“, so der Physiotherapeut Kay Bartrow in seinem Buch „Lucky Feet“. Heute seien die Füße eher zu einem Schattendasein verdonnert. „Sie erblicken nur noch selten das Tageslicht und werden durch einseitige Haltungen und reduziertes Bewegungsverhalten zu selten in ihren vielfältigen Funktionen benutzt oder gefordert.“ Seines Erachtens sei es nicht verwunderlich, dass sie sich mit Verformung, Schmerzhaftigkeit und Bewegungsstörungen zur Wehr setzten. Er ist überzeugt, dass dagegen etwas getan werden kann, sodass wir sicher und schmerzfrei durchs Leben gehen können. Seine Leserinnen und Leser beginnen mit dem Grundprogramm „Fußtraining“. Dieses vermittelt das Fußgefühl und schult Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit. Gestartet wird mit der Suche nach den Kontaktpunkten. Danach folgt eine Mini-Massage, um die Durchblutung anzuregen und die Wahrnehmung auf die Fußregion zu lenken. Der Zehengriff sorgt anschließend dafür, das Gewebe geschmeidiger und formbarer zu machen. Insgesamt sieben Schritte umfasst der Einstieg in eine hoffentlich bessere Fußgesundheit. <i></i></p>
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		<title>Eine TIA ist nicht nichts!</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/eine-tia-ist-nicht-nichts/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Oct 2025 07:54:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schulmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[„Der einzige Unterschied zwischen einer TIA und einem ischämischen Hirninfarkt ist der Faktor Zeit“, mahnt Professor Martin Berghoff, Chefarzt der Neurologie am Klinikum Main-Spessart in Lohr am Main. Die Abkürzung „TIA“ steht für Transitorische Ischämische Attacke, also einen vorübergehenden Verschluss einer Arterie des Gehirns, meist durch ein Blutgerinnsel. Im Volksmund wird eine solche Attacke oft [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_19693" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-19693" class="size-medium wp-image-19693" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Berghoff-Martin_Q-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Berghoff-Martin_Q-300x300.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Berghoff-Martin_Q-1024x1024.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Berghoff-Martin_Q-150x150.jpg 150w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Berghoff-Martin_Q-1536x1536.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Berghoff-Martin_Q-218x218.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Berghoff-Martin_Q.jpg 1713w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-19693" class="wp-caption-text">©Klinikum Main-Spessart</p></div>
<p>„Der einzige Unterschied zwischen einer TIA und einem ischämischen Hirninfarkt ist der Faktor Zeit“, mahnt Professor Martin Berghoff, Chefarzt der Neurologie am Klinikum Main-Spessart in Lohr am Main. Die Abkürzung „TIA“ steht für Transitorische Ischämische Attacke, also einen vorübergehenden Verschluss einer Arterie des Gehirns, meist durch ein Blutgerinnsel. Im Volksmund wird eine solche Attacke oft als „Mini-Schlaganfall“ bezeichnet. Und das aus gutem Grund: Denn die Symptome – darunter plötzlich auftretende halbseitige Lähmungen, Sprech-, Seh- oder Gefühlsstörungen, aber auch Koordinationsprobleme – verschwinden meist innerhalb von 24 Stunden vollständig. Doch darin liegt auch ihre Tücke. Während ein Schlaganfall bleibende Schäden verursachen könne, klingen die Beschwerden bei einer TIA nach kurzer Zeit ab. Doch das Risiko eines „großen“ Schlaganfalls ist in den Tagen danach deutlich erhöht. „Wir überwachen daher auch TIA-Patientinnen und -Patienten auf der Station, um sofort eingreifen zu können, sollte ein weiteres Ereignis eintreten.“ Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Blutfette, Rauchen oder Herzrhythmusstörungen zählen dem Arzt zufolge zu den wichtigsten Auslösern. „All das kann sowohl eine TIA als auch einen Hirninfarkt verursachen.“ Sendet das Gehirn also entsprechende Warnsignale, ist Eile geboten: „Rufen Sie sofort den Rettungsdienst– auch wenn es besser wird!“, mahnt Berghoff. In der Notaufnahme angekommen, erfolgt zunächst die neurologische Untersuchung, gefolgt von einer Computertomografie mit Gefäßdarstellung. „So sehen wir, ob noch Gewebe zu retten ist.“ Liegt der Beginn der Symptome weniger als viereinhalb Stunden zurück, kann eine Lysetherapie oder – bei Gefäßverschluss – eine Thrombektomie durchgeführt werden, um den Blutfluss wiederherzustellen. „Erst mal ist es Glück, dass sich die Symptome zurückbilden“, so Berghoff über die Zeit nach einer TIA. Doch dieser „Warnschuss“ sollte Konsequenzen haben: Blutdruck und Blutzucker einstellen, Nikotinverzicht, gesunde Ernährung und Bewegung. Er verweist in diesem Zusammenhang auf einen aktuellen Report der Deutschen Krankenversicherung AG<sup>1</sup>, der aufzeigt, dass gerade einmal zwei Prozent der Deutschen alle Kriterien für einen rundum gesunden Lebensstil erfüllen. Insgesamt würde die Bevölkerung zu viel sitzen. Das hat verheerende Konsequenzen. Denn mehr als ein Drittel der Deutschen habe dadurch ein erhöhtes Sterberisiko. Dabei sei heute, so Professor Berghoff, völlig klar, dass selbst moderates Spazierengehen das Risiko für einen Schlaganfall deutlich senke. Viele Menschen würden jedoch allein auf Medikamente setzen und ihren Lebensstil nicht nachhaltig verändern wollen. Der Mediziner unterstreicht: „Eine TIA ist kein harmloser Zwischenfall, sondern ein ernstes Signal des Körpers.“ Wer die Warnung ernst nehme und handle, könne Schlimmeres verhindern.<br />
<i>Quelle: 1 https://www.dkv.com/der-dkv-report.html</i></p>
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