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	<title>Schulmedizin &#8211; Lebenslinie</title>
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	<description>Gesundheitsmagazin für Mainfranken</description>
	<lastBuildDate>Mon, 12 Oct 2026 06:04:08 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Die falsche Kurve</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/die-falsche-kurve/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 06:04:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schulmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Schnee ist am Nachmittag schwerer geworden. Die Kräfte und die Konzentration haben nachgelassen. Nur noch ein letzter Schwung … Und dann passiert es: Der Ski verhakt sich, der Fuß bleibt stehen, der Körper dreht weiter. Ein kurzer Schmerz schießt durchs Knie und plötzlich ist der Skitag vorbei. Dem Chefarzt im Fachklinikum Mainschleife in Volkach, [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schnee ist am Nachmittag schwerer geworden. Die Kräfte und die Konzentration haben nachgelassen. Nur noch ein letzter Schwung … Und dann passiert es: Der Ski verhakt sich, der Fuß bleibt stehen, der Körper dreht weiter. Ein kurzer Schmerz schießt durchs Knie und plötzlich ist der Skitag vorbei. Dem Chefarzt im Fachklinikum Mainschleife in Volkach, Dr. Thomas Krause, ist dieser Unfallmechanismus nur allzu vertraut. „Da braucht es gar nicht viel“, weiß der Spezialist, selbst passionierter Skifahrer. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit Zusatzbezeichnung Sportmedizin ist zertifizierter Kniechirurg der Deutschen Kniegesellschaft und betreut zudem die U23-Frauen-Nationalmannschaft des DFB. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit Verletzungen des Kniegelenks. Beim Skifahren trifft es besonders häufig das vordere Kreuzband, aber auch Innenband und Meniskus können Schaden nehmen. Der Grund liegt nicht zuletzt im Skischuh. Fuß und Sprunggelenk sind darin fest eingebunden. „Die erste Drehbewegung, die dann erfolgt, ist im Knie“, erklärt Dr. Krause. Besonders ungünstig sei es, wenn das Knie nach innen kippt und sich Unterschenkel und Fuß gleichzeitig nach außen drehen. Dafür brauche es weder eine schwarze Piste noch hohes Tempo. „Schon eine unglückliche Verdrehung beim Warten am Lift kann ausreichen.“ Starke Schmerzen, eine rasch auftretende Schwellung, eingeschränkte Belastbarkeit oder das Gefühl, dass im Knie etwas gerissen oder verrutscht ist, sollten unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Doch nicht jede Verletzung bedeutet automatisch eine Operation. „Ich bin bei Indikationen sehr streng“, betont Dr. Krause. Entscheidend seien Art und Ausmaß der Verletzung sowie die Stabilität des Gelenks. Beim Kreuzband allerdings führe der Weg häufiger in den Operationssaal, vor allem bei deutlicher Instabilität oder Begleitverletzungen. Der Arzt vergleicht das Band treffend mit einer Türangel: Fehle sie, kann die Muskulatur zwar einen Teil der Stabilisierung übernehmen, aber nicht dauerhaft jede Bewegung auffangen. Bleibe das Knie instabil, können Meniskus und Knorpel zusätzlich geschädigt werden. Für ihn als erfahrenen Operateur gilt: „Ich muss es besser machen als das, was jetzt aktuell ist.“ Er sagt aber auch: „Wer seit Jahren mit einem gerissenen Kreuzband stabil und beschwerdefrei lebt, muss deshalb nicht zwangsläufig operiert werden.“ Nach einer Kreuzbandoperation seien zunächst Geduld und Mitarbeit gefragt. Rund vier Wochen werden Gehstützen benötigt, häufig etwa sechs Wochen eine Orthese. Bis zur Rückkehr zu Sportarten wie Skifahren, Fußball oder Handball nennt er einen deutlich längeren Zeitraum: „Dann sprechen wir von etwa sechs bis neun Monaten.“ Eine gewissenhafte Rehabilitation sei dabei entscheidend. „20 Minuten Krankengymnastik pro Woche bringen keine Wende.“ Patientinnen und Patienten müssten selbst aktiv mitarbeiten. Doch das Ergebnis sei bei so gut wie allen hervorragend. Noch lieber wäre es dem Knieexperten allerdings, wenn es gar nicht erst zur Verletzung käme. „Das Wichtigste ist die Prophylaxe.“ Dazu gehören kräftige Bein- und Rumpfmuskeln, Beweglichkeit und eine gute Vorbereitung auf die Skisaison. Gezieltes Training sei „extrem wichtig“. Das unterstreicht auch eine aktuelle Übersichtsarbeit<sup>1</sup> aus dem Jahr 2025. Die Auswertung von 27 Studien zeigt, dass unter anderem eine geringe körperliche Fitness, mangelndes Fahrkönnen, Risikoverhalten sowie ungünstig eingestellte Bindungen das Risiko für einen Kreuzbandriss beim alpinen Skifahren erhöhen können. Auch die Schneeverhältnisse spielen eine Rolle. Ebenso entscheidend ist aber auch das eigene Verhalten. Wer müde wird, sollte eine Pause machen. Und wer merkt, dass Kraft und Konzentration nachlassen, sollte den letzten Schwung lieber auslassen. Denn manchmal entscheidet genau dieser darüber, ob der Tag beim Après-Ski endet oder in der Notaufnahme am Urlaubsort.<span class="Apple-converted-space">  </span></p>
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<p><i>Fotos: ©depositphotos.com: @belchonock, @CandyBoxImages; Quelle: </i><i><sup>1</sup></i><i> https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40744398/</i></p>
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		<title>Gesünder Leben durch SERVE</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/gesuender-leben-durch-serve/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 04:39:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Schulmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich, und so erlaube ich meine Rezension über das in der Ich- und Wir-Form geschriebene Buch der aus den Medien bekannten Autoren zu beginnen, war sehr gespannt über die männerbezogene Umsetzung des Buchtitels. Froböse, der ehemalige Spitzensportler und Uni-Professor der Sporthochschule Köln, und der Journalist und Sportmoderator Großmann haben es geschafft, mich schon beim Leseeinstieg [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-20839 alignleft" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/froboesegrossmann-maennergesundheit-256412-jpg-189x300.webp" alt="" width="189" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/froboesegrossmann-maennergesundheit-256412-jpg-189x300.webp 189w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/froboesegrossmann-maennergesundheit-256412-jpg-218x347.webp 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/froboesegrossmann-maennergesundheit-256412-jpg.webp 350w" sizes="(max-width: 189px) 100vw, 189px" />Ich, und so erlaube ich meine Rezension über das in der Ich- und Wir-Form geschriebene Buch der aus den Medien bekannten Autoren zu beginnen, war sehr gespannt über die männerbezogene Umsetzung des Buchtitels. Froböse, der ehemalige Spitzensportler und Uni-Professor der Sporthochschule Köln, und der Journalist und Sportmoderator Großmann haben es geschafft, mich schon beim Leseeinstieg neugierig zu machen. Inhaltlich gibt es viele anatomische Vergleiche zum weiblichen Geschlecht, das macht das Buch natürlich auch für Frauen gleichermaßen interessant. Regelmäßig wechselt der Schreibstil von der Erzählform und der direkten Anrede des Lesers in ein gesundheitsmedizinisches Sachbuch, was mich manchmal dazu veranlasste, eine Textpassage zweimal zu lesen oder gar Randnotizen zu machen. Am Ende ist der Code geknackt, nämlich: SERVE – auf geht´s zum gesünderen Leben. Sport, Ernährung, Regeneration, Vorsorge, Einstellung. Die Autoren verstehen es, ohne den erhobenen Zeigefinger zu heben und ohne einem die Freude im Alltag zu nehmen, den Mann, im übrigen jeden Alters, davon zu überzeugen, sein Leben etwas achtsamer zu gestalten, oder zumindest einen Anstoß dafür zu geben.</p>
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		<title>Nicht nur der Tod wird aufgeklärt</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/nicht-nur-der-tod-wird-aufgeklaert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 04:30:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schulmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Computer sei sein Lieblingsinstrument, sagt Michael Bohnert und schmunzelt. Der Arzt muss deshalb schmunzeln, weil er weiß, dass man das nicht wirklich erwartet. Professor Michael Bohnert ist Rechtsmediziner. Von Rechtsmedizinerinnen und -medizinern denkt man, dass sie ständig schrecklich zugerichtete Unfall- oder Gewaltopfer vor sich auf dem Seziertisch haben. Doch das stimmt nicht. „Wir haben [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20832" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20832" class="size-medium wp-image-20832" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Bohnert-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Bohnert-300x199.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Bohnert-1024x678.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Bohnert-1536x1017.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Bohnert-2048x1356.jpg 2048w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Bohnert-218x144.jpg 218w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-20832" class="wp-caption-text">©Pat Christ</p></div>
<p>Der Computer sei sein Lieblingsinstrument, sagt Michael Bohnert und schmunzelt. Der Arzt muss deshalb schmunzeln, weil er weiß, dass man das nicht wirklich erwartet. Professor Michael Bohnert ist Rechtsmediziner. Von Rechtsmedizinerinnen und -medizinern denkt man, dass sie ständig schrecklich zugerichtete Unfall- oder Gewaltopfer vor sich auf dem Seziertisch haben. Doch das stimmt nicht. „Wir haben pro Jahr rund 350 Obduktionen”, sagt der Vorstand des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Würzburg. Das Einzugsgebiet des Instituts erstreckt sich über ganz Unterfranken. Aus diesem großen Areal kommt also im Durchschnitt nur etwas mehr als ein Toter pro Arbeitstag zu Michael Bohnert und seinem Team. Gerichtliche Obduktionen, erläutert der Professor, laufen nach einem vorgeschriebenen Schema ab: Der Schädel-, die Brust- und die Bauchhöhle werden geöffnet. Organe werden entnommen, nach einem bestimmten Schema präpariert und auf Veränderungen hin untersucht. Analysiert werden außerdem, je nach Sachverhalt, Proben von Blut, Urin, Mageninhalt und von Gallenflüssigkeit. Die ganze Prozedur dauert im Durchschnitt zwei Stunden. Manchmal wird etwas gefunden, was eindeutig belegt: Da starb jemand nicht eines natürlichen Todes. Dass dies offenbar wird, kann für die Hinterbliebenen von großer Bedeutung sein. Bohnert denkt zum Beispiel an Unfallopfer. Die können auch eineinhalb Jahre nach dem Unfall an Spätfolgen sterben. Doch eineinhalb Jahre später haben Leichenschauärztinnen und -ärzte den Unfall oft gar nicht mehr in Erinnerung. Dann wird „natürlicher Tod” angekreuzt. Teilweise mit gravierenden finanziellen Folgen für die Angehörigen, die dadurch nichts von der Unfallversicherung erhalten. „Bundesweit gehen Angehörigen dadurch wohl mehrere Millionen Euro durch die Lappen”, sagt der Arzt. Anders als seine Kolleginnen und Kollegen in der Augen- oder Frauenklinik hat es Bohnert jedoch meistens mit Akten zu tun. Jedes Jahr fallen ungefähr 700 reine Aktengutachten an, zum Beispiel in Bezug auf Fahrtüchtigkeit. Rund 150 Mal werden, nach Aktenlage, Gutachten zur Verletzungsbeurteilung zwecks Schmerzensgeld gestellt. Das Team befasst sich außerdem jährlich mit mehr als 150 Vaterschaftsanalysen. Einige hunderte Male werden Blut oder Urin im Auftrag der Polizei auf Drogen oder Alkohol im Straßenverkehr untersucht. Wenig bekannt ist, dass Opfer von häuslicher Gewalt in der Würzburger Rechtmedizin Unterstützung erhalten. „Wir untersuchen bis zu 200 Gewaltopfer im Jahr”, berichtet Professor Bohnert. Dieses Arbeitsfeld nehme zu. Und zwar dadurch, dass die vertrauliche Spurensicherung seit letztem Jahr als Krankenkassenleistung übernommen wird. „Kommt ein Gewaltopfer zu uns, schauen wir die Person von oben bis unten an, wir dokumentieren Verletzungen fotografisch und indem wir sie beschreiben”, erläutert Michael Bohnert. Die Befunde werden aufbewahrt. In der Hoffnung, dass das Opfer irgendwann den Mut findet, den Täter anzuzeigen. <i><span class="Apple-converted-space"> </span></i></p>
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		<title>Keine Angst vor der Narkose</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/keine-angst-vor-der-narkose/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 04:26:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schulmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Der 16. Oktober ist Weltanästhesietag. Er erinnert an die erste öffentlich vorgeführte Äthernarkose im Jahr 1846 und lenkt den Blick auf ein medizinisches Fachgebiet, das vielen Menschen bis heute Unbehagen bereitet. Denn die Vorstellung, während einer Operation die Kontrolle abzugeben, löst vielfach Angst aus. Dabei ist Narkose nicht gleich Narkose. „Es gibt verschiedene Formen: von [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20828" style="width: 256px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20828" class="size-medium wp-image-20828" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Kloehr-Sven-HZ8_0672-246x300.jpg" alt="" width="246" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Kloehr-Sven-HZ8_0672-246x300.jpg 246w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Kloehr-Sven-HZ8_0672-840x1024.jpg 840w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Kloehr-Sven-HZ8_0672-1260x1536.jpg 1260w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Kloehr-Sven-HZ8_0672-1680x2048.jpg 1680w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Kloehr-Sven-HZ8_0672-218x266.jpg 218w" sizes="(max-width: 246px) 100vw, 246px" /><p id="caption-attachment-20828" class="wp-caption-text">©Christian Horn</p></div>
<p>Der 16. Oktober ist Weltanästhesietag. Er erinnert an die erste öffentlich vorgeführte Äthernarkose im Jahr 1846 und lenkt den Blick auf ein medizinisches Fachgebiet, das vielen Menschen bis heute Unbehagen bereitet. Denn die Vorstellung, während einer Operation die Kontrolle abzugeben, löst vielfach Angst aus. Dabei ist Narkose nicht gleich Narkose. „Es gibt verschiedene Formen: von der Allgemeinanästhesie über die Regionalanästhesie bis hin zur Lokalanästhesie“, erklärt der Leitende Oberarzt an der GKG Bamberg, Dr. Sven Klöhr. Bei regionalen Verfahren werden gezielt Nerven oder Körperregionen betäubt. „Heutzutage kann man die Nerven mit Ultraschall sehr gut darstellen und das Lokalanästhetikum entsprechend sicher an die richtige Stelle bringen“, so Dr. Klöhr. Die klassische Vollnarkose hingegen setze sich meist aus drei Komponenten zusammen: Schlaf, Schmerzausschaltung und, abhängig vom Eingriff, Muskelentspannung. „Das sind die drei Hauptbestandteile einer Vollnarkose“, fasst der Facharzt für Anästhesie mit Schwerpunkt Intensivmedizin zusammen und verweist auf die Vorteile moderner Präparate: „Heutzutage haben wir Medikamente, die extrem kurz wirksam und gut verträglich sind“, betont er. Auch die lückenlose Überwachung mache eine Anästhesie heute sehr sicher. „Jede Patientin und jeder Patient wird überwacht. Unter anderem werden Herzfrequenz, Blutdruck und Sauerstoffsättigung gemessen“, erklärt Klöhr. Auch das Kohlendioxid in der Ausatemluft werde fortlaufend kontrolliert. In der Juraklinik wird außerdem die Narkosetiefe gemessen. „Der Patient wird engmaschig von uns überwacht“, betont der Arzt. Das Risiko, während einer Operation bewusst aufzuwachen, sei äußerst gering. Die hierzu existierenden aktuellen Daten des „Royal College of Anaesthetists“ nennen ungefähr fünf Fälle von Wachheit auf 100.000 Allgemeinanästhesien.<sup>1</sup> Sicherheit beginnt jedoch lange vor dem Eingriff. Im Aufklärungsgespräch fragt die Anästhesistin oder der Anästhesist Vorerkrankungen, frühere Narkoseerfahrungen, Allergien und Medikamente ab. „Am Tag des Narkosegesprächs lieber mal ein bisschen mehr Papier mitnehmen“, rät der Anästhesist. Dazu gehören Arztberichte, Befunde und ein vollständiger Medikationsplan, auch mit pflanzlichen Präparaten. Denn auch vermeintlich harmlose Mittel können die Anästhesie beeinflussen. „Ist doch pflanzlich, macht ja nichts. Das stimmt eben nicht immer“, stellt der erfahrene Mediziner klar. Ebenso wichtig sei es, „das zu befolgen, was die Narkoseärztin oder der Narkosearzt sagt“, etwa die Vorgaben zur Nüchternheit. Ebenso sollten ärztliche Hinweise zu Rauchen und Alkoholkonsum vor dem Eingriff beachtet werden. Ganz ohne mögliche Begleiterscheinungen kommt aber auch die moderne Narkose nicht aus. „Postoperative Übelkeit ist relativ häufig“, so der Arzt mit über 20-jähriger Berufserfahrung. Außerdem können nach einer Intubation Halsschmerzen oder Heiserkeit entstehen. Auch Schüttelfrost wegen intraoperativer Auskühlung sei möglich. All diese Nebenwirkungen gingen aber in der Regel schnell vorüber. Bei älteren Menschen kann nach einer Operation ein Delir auftreten. „Das ist nicht nur die Narkose“, betont der Anästhesist. Vielmehr handle es sich um „eine multifaktorielle Angelegenheit“: Die fremde Umgebung, unbekannte Menschen, der chirurgische Eingriff und bestehende Erkrankungen könnten in der Summe dazu beitragen. Wichtig sei hier die Reorientierung: „Man spricht mit der Patientin oder dem Patienten, erzählt ihr oder ihm, wo sie oder er ist, welcher Tag heute ist und was operiert wurde.“ Auch Angehörige und vertraute Bilder könnten helfen. Übrigens: Mehrere Narkosen in kurzen Abständen seien mit den heutigen kurzwirksamen Medikamenten in der Regel kein Anlass zur Sorge. Entscheidend sei jedoch stets die individuelle medizinische Beurteilung. Die Anästhesistin oder der Anästhesist seien ständiger Begleiter. Sie oder er beurteile das individuelle Risiko, plane das passende Verfahren, überwache die Patientin oder den Patienten während der Operation, leite die Narkose aus und begleite im Aufwachraum. Dr. Klöhrs wichtigste Botschaft zum Weltanästhesietag lautet deshalb: „Vor einer Narkose muss man keine Angst haben.“<span class="Apple-converted-space">  </span></p>
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		<title>Ein Leben lang beweglich</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/ein-leben-lang-beweglich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 04:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schulmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Es zwickt im Knie, die Schulter schmerzt, der Daumen will nicht mehr so recht: Gelenkbeschwerden können von Kopf bis Fuß auftreten. Welche Ursachen dahinterstecken und welche modernen Behandlungsmöglichkeiten es gibt, steht auch beim „Tag der Orthopädie“ am 15. November im Leopoldina-Krankenhaus im Mittelpunkt. Die Lebenslinie hat sich schon vorab schlau gemacht. In der Klinik für [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20824" style="width: 210px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20824" class="size-medium wp-image-20824" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Dr-Matthias-Blanke-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Dr-Matthias-Blanke-200x300.jpg 200w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Dr-Matthias-Blanke-683x1024.jpg 683w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Dr-Matthias-Blanke-1024x1536.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Dr-Matthias-Blanke-1365x2048.jpg 1365w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Dr-Matthias-Blanke-218x327.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Dr-Matthias-Blanke-scaled.jpg 1707w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-20824" class="wp-caption-text">©Marc Hanson</p></div>
<p>Es zwickt im Knie, die Schulter schmerzt, der Daumen will nicht mehr so recht: Gelenkbeschwerden können von Kopf bis Fuß auftreten. Welche Ursachen dahinterstecken und welche modernen Behandlungsmöglichkeiten es gibt, steht auch beim „Tag der Orthopädie“ am 15. November im Leopoldina-Krankenhaus im Mittelpunkt. Die Lebenslinie hat sich schon vorab schlau gemacht. In der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Leopoldina-Krankenhaus unter Chefarzt Dr. Matthias Blanke reicht das Spektrum vom ausgekugelten Kiefer bis hin zur Beckenfraktur. Besonders häufig betroffen seien bei Verletzungen das Hand- und das Sprunggelenk, bei Erkrankungen vor allem Knie und Hüfte. Doch auch Schulter und Daumensattelgelenk rücken stärker in den Blick. „Die Patientinnen und Patienten sind nicht mehr bereit, mit diesen Einschränkungen zu leben“, sagt der Chefarzt. Damit stellt sich für viele die Frage: Wann ist ein Schmerz mehr als eine vorübergehende Überlastung? Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sagt: „Wenn ein Schmerz die Dauer einer Woche überschreitet und deutlich einschränkt, ist der Zeitpunkt gekommen, diesen abklären zu lassen.“ Dabei sei nicht immer das Gelenk selbst die Ursache. Schmerzen können ebenso von Muskeln, Sehnen oder Nerven ausgehen. Auch Gicht oder rheumatoide Arthritis kämen infrage. Knieschmerzen können ihren Ursprung in der Hüfte haben. „Sie brauchen Medizinerinnen und Mediziner, die über das Ganze hinausblicken“, betont Dr. Blanke. Gerade bei Arthrose zeige sich, wie wichtig dieser umfassende Blick ist. Neben dem Knorpelverschleiß spielen auch genetische Voraussetzungen, der Lebensstil und Stoffwechselerkrankungen eine Rolle. So unterschiedlich die Ursachen sind, so klar sei eine seiner wichtigsten Botschaften: Gelenke brauchen Belastung. Zwei- bis dreimal pro Woche empfiehlt Dr. Blanke eine Sportart, die Freude macht und deshalb dauerhaft ausgeübt wird. Besonders geeignet sei Krafttraining mit geführten Bewegungen. Schwimmen tue zwar gut, reiche allein jedoch nicht aus, um etwa einer Osteoporose entgegenzuwirken, da im Wasser die Wirkung der Schwerkraft fehlt. Wie viel Bewegung der Körper leisten kann und wie wichtig eine gezielte Betreuung ist, erlebt Dr. Blanke auch im Spitzensport. Er und sein Team betreuen unter anderem den 1. FC Schweinfurt 05 und die Schweinfurter Eishockeymannschaft Mighty Dogs. Zuvor behandelte er Profis des 1. FC Nürnberg und der SpVgg Greuther Fürth. Diese Erfahrungen fließen auch in die Versorgung anderer Patientinnen und Patienten ein. Denn reichen Bewegung und konservative Behandlung nicht mehr aus, stehen heute verschiedene gelenkerhaltende Verfahren zur Verfügung. Ist der Knorpel nur stellenweise geschädigt, können Defekte zum Beispiel mit einem Trägermaterial und körpereigenen Zellen aufgefüllt werden. „Das funktioniert sehr gut“, sagt Dr. Blanke. Voraussetzung jedoch sei, dass an den Rändern noch gesunder Knorpel vorhanden ist. Der Heilungsprozess dauere etwa ein halbes Jahr. Ist ein Gelenk dagegen vollständig zerstört und geht dadurch immer mehr Lebensqualität verloren, könne ein künstliches Gelenk zum „Game-Changer“ werden. Welche Möglichkeiten die moderne Orthopädie heute bietet, erklärt Dr. Blanke unter anderem beim Arzt-Patienten-Seminar „Gelenkbeschwerden von Kopf bis Fuß“. Dieses findet am 13. Oktober von 18 bis 19.30 Uhr im Konferenzraum B 81, 8. Obergeschoß, im Leopoldina statt. Dort dreht sich alles um konservative Verfahren, Knorpeltherapien und Gelenkersatz. Und damit um die Frage, die viele Betroffene bewegt: Was hilft, damit Bewegung möglichst lange selbstverständlich bleibt?</p>
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		<title>Klare Sicht voraus!</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/klare-sicht-voraus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 05:24:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schulmedizin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=20232</guid>

					<description><![CDATA[„Immer noch ist der Graue Star (Katarakt) weltweit die häufigste Erblindungsursache“, betont der Europäische Facharzt für Augenheilkunde und Ärztliche Direktor der Universitäts-Augenklinik in Würzburg, Professor Jost Hillenkamp. Obwohl ein rund zehnminütiger Eingriff die vom Katarakt ausgelöste Linsentrübung des Auges beseitigen könnte. In Deutschland werden rund eine Million Katarakt-OPs jährlich durchgeführt, der häufigste Eingriff überhaupt. Auch [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20234" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20234" class="size-medium wp-image-20234" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Hillenkamp_17.7.20-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Hillenkamp_17.7.20-300x200.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Hillenkamp_17.7.20-1024x682.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Hillenkamp_17.7.20-1536x1023.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Hillenkamp_17.7.20-2048x1365.jpg 2048w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Hillenkamp_17.7.20-218x145.jpg 218w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-20234" class="wp-caption-text">©UKW</p></div>
<p>„Immer noch ist der Graue Star (Katarakt) weltweit die häufigste Erblindungsursache“, betont der Europäische Facharzt für Augenheilkunde und Ärztliche Direktor der Universitäts-Augenklinik in Würzburg, Professor Jost Hillenkamp. Obwohl ein rund zehnminütiger Eingriff die vom Katarakt ausgelöste Linsentrübung des Auges beseitigen könnte. In Deutschland werden rund eine Million Katarakt-OPs jährlich durchgeführt, der häufigste Eingriff überhaupt. Auch weltweit führt die Graue-Star-OP die Statistik der am meisten durchgeführten OPs an &#8211; mit mittlerweile rund 20 Millionen Eingriffen pro Jahr. In ärmeren Ländern fehlt meist der Zugang zu dieser Operation, obwohl sie eine Erblindung verhindern könnte. Die häufigste Form des Grauen Stars sei der altersbedingte Katarakt (Cataracta senilis), der im Laufe des normalen Alterungsprozess bei jedem Menschen irgendwann auftrete, genauso wie graue Haare oder faltige Haut, so der Professor. Die meisten altersbedingten Veränderungen könne man nicht so einfach rückgängig machen. Das schlechte Sehen durch den Grauen Star schon &#8211; wenn bei der OP alles komplikationslos verlaufe, was es in der Regel tut. „Viele sehen sogar deutlich besser als vorher. Die dankbarsten Patientinnen und Patienten sind die stark Kurzsichtigen mit Katarakt. Die sehen hinterher so viel besser, weil die Linse jetzt klar ist.“ Das und die Tatsache, dass die Katarakt-OP inzwischen ein ambulanter, minimalinvasiver Eingriff ist, erkläre auch die Vielzahl der hierzulande durchgeführten OPs, so Jost Hillenkamp, der in Israel, Großbritannien und den USA Erfahrungen gesammelt hat. „Patientinnen und Patienten waren früher nach einer Grauen-Star-OP ein, zwei Wochen im Krankenhaus. Heute dauert der Eingriff rund zehn Minuten und die Leute gehen danach nach Hause“, sagt der Ophthalmologe. Mittels Ultraschall werde die getrübte, natürliche Linse im Auge zertrümmert und anschließend herausgesaugt. „Ein kleiner Schnitt von zwei Millimetern ist nötig, um die Kunstlinse einzubringen, die sich dann im Auge entfaltet“, erklärt Hillenkamp das Prozedere der Kataraktchirurgie. Während vor der OP verschwommenes Sehen, „wie durch eine schmutzige Fensterscheibe“ angesagt war mit blassen Farben und meist Empfindlichkeit gegenüber hellem Licht, hieße es nun klare Sicht voraus! „Wenn es eine einfache, unkomplizierte Kateraktoperation ist, ist die Sehschärfe oft schon am ersten Tag sehr gut. Je nachdem, wie trüb, wie dicht, wie dick diese Linse war oder wie widerstandsfähig die Hornhaut ist“, erklärt der Ärztliche Direktor der Würzburger Universitäts-Augenklinik. Nach der OP bekomme man erst einmal eine Augenklappe verpasst, um das frisch operierte Auge zu schützen. Ein Tool, das vor allem nachts sinnvoll sei, um unbeabsichtigtes Hinfassen oder Reiben im Schlaf zu vermeiden, weiß Hillenkamp. Innerhalb von vier bis sechs Wochen pendle sich dann die endgültige Sehschärfe ein. Je nachdem, ob man sich für eine bessere Sicht in der Nähe oder in der Ferne entschieden hat, braucht man dann eine Sehhilfe für den anderen Bereich mit meist niedriger Dioptrienzahl. Egal für welche Art von Kunstlinsen (monofokal oder multifokal) man sich entscheide, so ganz ohne Brille in allen Lebenslagen gehe es hinterher in den seltensten Fällen, berichtet Professor Hillenkamp aus langjähriger Erfahrung. „Auch wenn man sich vom Sehergebnis postperativ beflügelt fühlt, Autofahren darf man mit dem frisch operierten Auge erst mal nicht“, sagt der Experte. Die Fahrtauglichkeit müsse nach der Katarakt-OP durch eine Augenärztin oder einen Augenarzt erst wieder bestätigt werden. Aber dann heißt es endlich: Klare Sicht voraus!</p>
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		<title>Kryoablation: Tumore, die zum Eisball werden</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/kryoablation-tumore-die-zum-eisball-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 05:22:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schulmedizin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=20373</guid>

					<description><![CDATA[Ein Krankenhaus in Sydney hat eine MRT-gesteuerte Maschine eingesetzt, um Tumore ohne chirurgischen Eingriff zu zerstören, via Kryoablation. Diese Technik beinhaltet das Einbringen einer mit Gas angetriebenen Nadel in einen Tumor. Dadurch wird das Gewebe eingefroren und zerstört, der Tumor quasi in einen Eisball verwandelt. Die Kryoablation wird in Echtzeit mittels MRT-Bildgebung überwacht. Für allem [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Krankenhaus in Sydney hat eine MRT-gesteuerte Maschine eingesetzt, um Tumore ohne chirurgischen Eingriff zu zerstören, via Kryoablation. Diese Technik beinhaltet das Einbringen einer mit Gas angetriebenen Nadel in einen Tumor. Dadurch wird das Gewebe eingefroren und zerstört, der Tumor quasi in einen Eisball verwandelt. Die Kryoablation wird in Echtzeit mittels MRT-Bildgebung überwacht. Für allem für ältere Patientinnen und Patienten könne die Kryoablation ein Durchbruch sein, so die medizinschen Fachkräfte des South-West Sydney Hospital. Ebenso für Patientinnen und Patienten mit schwer erreichbaren Tumoren im Becken oder an der Wirbelsäule. Das Verfahren ist minimal invasiv und ermöglicht es Patientinnen und Patienten oft, am selben Tag nach Hause zu gehen. Kryoablation steht für eine schnellere Genesungszeit und weniger körperlichen Stress.</p>
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		<title>Neuroplastizität des Gehirns</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/neuroplastizitaet-des-gehirns/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 05:36:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schulmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Schon vor rund zweitausend Jahren hat Marc Aurel gesagt: „Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an.“ Die Neuroplastizität unseres Gehirns bestätigt diese Aussage. Neuroplastizität beschreibt die Fähigkeit des Gehirns, lebenslang veränderungs- und lernfähig zu sein. Die Forschungen von Alvaro Pascual-Leone, Professor für Neurologie und Direktor am Beth in Israel, [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon vor rund zweitausend Jahren hat Marc Aurel gesagt: „Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an.“ Die Neuroplastizität unseres Gehirns bestätigt diese Aussage. Neuroplastizität beschreibt die Fähigkeit des Gehirns, lebenslang veränderungs- und lernfähig zu sein. Die Forschungen von Alvaro Pascual-Leone, Professor für Neurologie und Direktor am Beth in Israel, haben mit dem Mythos Schluss gemacht: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Lebenslange Veränderung sei möglich! Eine Studie der Queen’s Universität<sup>2</sup> in Kanada belegt, dass jeder Gedanke im Gehirn eine biochemische Reaktion auslöst. Botenstoffe (Neurotransmitter, Neuropeptide und Hormone) würden ausgeschüttet. Bei negativen Gedanken etwa Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol, Cytokine und Histamine, bei positiven Gedanken Serotonin, Oxytocin, Dopamin, Endorphine und Vasopressin. Diese Botenstoffe führen zu negativen oder positiven Emotionen. Auch auf der Körperebene nehmen wir die Gedanken wahr, zum Beispiel als Kloß im Hals, als Druck im Magen oder als verspannte Schultern. Wenn wir uns entscheiden, positiv zu denken, dankbar zu sein, Respekt und Wertschätzung anderen Menschen gegenüber zu zeigen, dann fühlen wir auch das körperlich, etwa wenn es uns warm ums Herz wird. Demzufolge seien allein die Gedanken in der Lage, die physische Struktur des Gehirns zu verändern – und das lebenslang.</p>
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		<title>Dem Gehirn auf die Sprünge helfen</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/dem-gehirn-auf-die-spruenge-helfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 05:33:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schulmedizin]]></category>
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					<description><![CDATA[Es mag überraschend klingen: Doch für die Erholung des Gehirns nach einem Schlaganfall ist nicht nur entscheidend, dass behandelt wird, sondern vor allem wo und wie. Moderne Stroke Units und sogenannte Comprehensive Stroke Units schaffen den Rahmen, in dem das Gehirn seine Fähigkeit zur Neuorganisation nach einem Schlaganfall entfalten kann. Darüber hat die Lebenslinie mit [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20238" style="width: 210px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20238" class="size-medium wp-image-20238" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Dr.-Rene-Handschu_web-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Dr.-Rene-Handschu_web-200x300.jpg 200w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Dr.-Rene-Handschu_web-683x1024.jpg 683w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Dr.-Rene-Handschu_web-1024x1536.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Dr.-Rene-Handschu_web-218x327.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Prof.-Dr.-Rene-Handschu_web.jpg 1092w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-20238" class="wp-caption-text">©Marc Hanson</p></div>
<p>Es mag überraschend klingen: Doch für die Erholung des Gehirns nach einem Schlaganfall ist nicht nur entscheidend, dass behandelt wird, sondern vor allem wo und wie. Moderne Stroke Units und sogenannte Comprehensive Stroke Units schaffen den Rahmen, in dem das Gehirn seine Fähigkeit zur Neuorganisation nach einem Schlaganfall entfalten kann. Darüber hat die Lebenslinie mit Professor René Handschu, Facharzt für Neurologie mit den Zusatzbezeichnungen Intensivmedizin sowie Geriatrie, gesprochen. Der Chefarzt der Neurologischen Klinik am Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt betont: „Eigentlich gehört jeder Mensch nach einem Schlaganfall auf eine Stroke Unit.“ Eine besondere Rolle spielt in diesem Zusammenhang das Transit-Stroke-Netzwerk Nordwestbayern. Als Zentrumsklinik unterstützt das Leopoldina-Krankenhaus kleinere Kliniken telemedizinisch – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. So kommen Erfahrung und Entscheidungskompetenz genau dort an, wo sie gebraucht werden. Die Klinik ist die einzige Einrichtung im Raum Schweinfurt, die über eine solche zertifizierte Spezialabteilung verfügt. Über 1.000 Patientinnen und Patienten werden hier Jahr für Jahr behandelt. Und das in besonderem Umfang. Denn die Stroke Unit ist ein Ort der Konzentration: mit Monitoring, speziell geschultem Pflegepersonal und einem multiprofessionellen Team aus Neurologie, Kardiologie, Therapie (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie) und Neuropsychologie. Vor mehreren Jahrzehnten war das noch undenkbar. Heute macht das Miteinander den Unterschied. „Der entscheidende Faktor ist der Teamansatz. Die Menschen arbeiten hier zusammen und verfolgen das gleiche Ziel.“ Das macht Sinn, betont der Professor. Studien1 würden zeigen, dass Patientinnen und Patienten nach einer Behandlung auf der Stroke Unit häufiger selbstständig bleiben und seltener nach dem Vorfall dauerhaft auf Hilfe angewiesen sind. Dabei geht es nicht allein um Zeitdruck. „Ich arbeite nicht mehr mit Zeitfenstern“, betont Handschu, selbst Mitglied im ­Zertifizierungsausschuss der Deutschen Schlaganfallgesellschaft. Im besten Falle sollte die gesamte Behandlung so früh wie möglich starten. Frühzeitige Überwachung, Stabilisierung und funktionelle Therapie bilden die Basis – und damit den Nährboden für die Neuroplastizität. Doch was heißt das? Neuroplastizität beschreibt die Fähigkeit des Gehirns, sich neu zu organisieren. Gefördert werde diese im Wesentlichen durch funktionelle Therapie oder Frührehabilitationstherapie, also Physio-, Ergo- und Neurotherapie. Entscheidend sei die Wiederholung. Und später der Alltag. Hier kommt die Comprehensive Stroke Unit ins Spiel. Sie sorgt für einen sanften Übergang von der Akutphase in die Rehabilitation. Und dann beginnt ein Weg, der Geduld verlangt. Die Parole des Chefarztes lautet: „Das Gehirn lernt, was wiederholt wird.“ Auch später seien Fortschritte möglich – mit Motivation, Unterstützung und Vertrauen. Oder, wie Handschu es zusammenfasst: „Nicht aufgeben, weil es nie zu spät ist.“</p>
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		<title>Endlich wieder Kaffee trinken</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/endlich-wieder-kaffee-trinken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 05:20:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schulmedizin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=20227</guid>

					<description><![CDATA[Viele Menschen nehmen Sodbrennen lange nicht ernst. Der Spezialist Dr. Hartmut Roth, Chefarzt der Abteilung Minimalinvasive Chirurgie am Fachklinikum Mainschleife, sieht genau hier Probleme für Patientinnen und Patienten. Er rät: „Eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen bei allem, was über sporadisches Sodbrennen hinausgeht.“ Sporadisch bedeute, das Sodbrennen trete sehr selten nach einer üppigen Mahlzeit auf [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20229" style="width: 285px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20229" class="size-medium wp-image-20229" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/GenAIImage_10b9e739-07fe-4281-9a9b-edab71f9cee0-275x300.jpeg" alt="" width="275" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/GenAIImage_10b9e739-07fe-4281-9a9b-edab71f9cee0-275x300.jpeg 275w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/GenAIImage_10b9e739-07fe-4281-9a9b-edab71f9cee0-938x1024.jpeg 938w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/GenAIImage_10b9e739-07fe-4281-9a9b-edab71f9cee0-1407x1536.jpeg 1407w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/GenAIImage_10b9e739-07fe-4281-9a9b-edab71f9cee0-218x238.jpeg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/GenAIImage_10b9e739-07fe-4281-9a9b-edab71f9cee0.jpeg 1426w" sizes="auto, (max-width: 275px) 100vw, 275px" /><p id="caption-attachment-20229" class="wp-caption-text">©privat</p></div>
<p>Viele Menschen nehmen Sodbrennen lange nicht ernst. Der Spezialist Dr. Hartmut Roth, Chefarzt der Abteilung Minimalinvasive Chirurgie am Fachklinikum Mainschleife, sieht genau hier Probleme für Patientinnen und Patienten. Er rät: „Eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen bei allem, was über sporadisches Sodbrennen hinausgeht.“ Sporadisch bedeute, das Sodbrennen trete sehr selten nach einer üppigen Mahlzeit auf und verschwindet spontan wieder, ohne große Maßnahmen. Sporadisches Auftreten sei nicht behandlungsbedürftig. Krankhaft werde Reflux dann, „wenn er regelmäßig und dauerhaft störend ist und mit Symptomen einhergeht. Dafür gibt es keine feste Definition. Entscheidend für Patientinnen und Patienten ist, ob sie sich eingeschränkt fühlen.“ Reflux sei heute in Europa eine der am schnellsten zunehmenden Erkrankungen, betont Dr. Roth. „Es ist ein Thema, über das ungern gesprochen wird, dabei nimmt es explosionsartig zu“, so der Facharzt für Viszeralchirurgie, für Allgemeinchirurgie und Spezialist für minimalinvasive Chirurgie. Hauptursachen seien Übergewicht und Fehlernährung. Daher: „Extrem kalorienreiche, fettreiche, zuckerreiche Ernährung meiden!“ Bei Frauen komme unter anderem die Belastung durch Schwangerschaften hinzu. Eine zentrale Rolle spielt für Roth der Zwerchfellbruch. „Ohne Zwerchfellbruch tritt Reflux prinzipiell nicht auf. Aber nicht jeder Zwerchfellbruch macht Beschwerden.“ Operiert werde nur, „wenn Symptome da sind oder wenn der Bruch so groß ist, dass sich der Magen in den Brustraum verlagert und die Funktion von Herz oder Lunge beeinträchtigt.“ Medikamente wie Protonenpumpenblocker seien leitliniengerecht der erste Schritt. „Sie nehmen das Brennen, aber nicht das Problem. Der Mageninhalt steigt weiter hoch, nur ohne Säure.“ Die Volumenbelastung bleibe bestehen und damit die latente Übelkeit und Unwohlsein. Die Operation (Fundoplicatio) setzt genau dort an. „Ich bin Chirurg und möchte die Ursachen beheben. Bei der Operation nähe ich den Zwerchfellbruch und unterstütze den unteren Schließmuskel.“ Der Magen werde dabei nicht entfernt, sondern „wie ein Mantel um die Speiseröhre gelegt und fixiert“. Dadurch entstehe wieder Spannung und Muskelkraft. Und diese sei nötig, wie er erklärt: „Durch die Operation funktioniert der Schließmechanismus wieder und der Magensaft kann nicht mehr in die Speiseröhre hochsteigen.“ Heute werde der Eingriff minimalinvasiv durchgeführt. „Wir operieren laparoskopisch mit fast keinem Blutverlust.“ Entscheidend sei das eingespielte Team. „Jede und jeder sieht jederzeit, was passiert.“ Dr. Roth bevorzugt die Toupet-Fundoplicatio. „Ich habe früher die Vollmanschette operiert, bin aber umgestiegen.“ Der Grund sei einfach. „Die Refluxkontrolle ist gleich gut, aber Schluckstörungen etwa sind deutlich seltener.“ Die Speiseröhre bleibe beweglicher. „Wenn man sich verschluckt, kann die Nahrung trotzdem passieren.“ Ängste vor Nebenwirkungen seien verständlich. „Null Risiko gibt es in der Medizin nicht, durch die modernen minimalinvasiven Methoden sind diese heute aber sehr klein und absolut vertretbar geworden.“ Entscheidend sei der Nutzen. „Viele Patientinnen und Patienten berichten mir, dass sie zum ersten Mal seit Jahren wieder Kaffee trinken können oder ein Glas Wein, ohne Schmerzen zu haben.“ Alternativen zu der Fundoplicatio wie Magnetringe sieht Dr. Roth kritisch. „Stahl gehört nicht an ein so sensibles Organ.“ Sein Rat an Betroffene ist klar. „Eine Operation ist kein Lifestyle-Eingriff. Sie ist sinnvoll, wenn Beschwerden bestehen und die Lebensqualität leidet.“ Und präventiv gelte wie so oft: „Bewegung stärkt auch das Bindegewebe. Gewichtsreduktion allein kann Reflux deutlich bessern.“<i><span class="Apple-converted-space"> </span></i><i></i></p>
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