<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Kindheit &#8211; Lebenslinie</title>
	<atom:link href="https://www.lebenslinie-magazin.de/rubrik/kindheit/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.lebenslinie-magazin.de</link>
	<description>Gesundheitsmagazin für Mainfranken</description>
	<lastBuildDate>Sat, 04 Apr 2026 04:50:16 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	
	<item>
		<title>Was Kinder stark macht!</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/was-kinder-stark-macht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 04:50:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=20348</guid>

					<description><![CDATA[Hermann Hesse wusste schon: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“ Nicht von ungefähr hat Sina Wittmann aus Leinach nach ihrer Ausbildung als Erzieherin im Kleinkindbereich einen Schnitt gemacht und eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin mit Spezialisierung auf Schwangerschaft, Beikost-Beratung, Säuglings- und Kleinkind-Ernährung absolviert. Ein Anfang in einem [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20350" style="width: 210px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20350" class="size-medium wp-image-20350" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC03749-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC03749-200x300.jpg 200w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC03749-683x1024.jpg 683w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC03749-1024x1536.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC03749-1365x2048.jpg 1365w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC03749-218x327.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC03749.jpg 1536w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-20350" class="wp-caption-text">©LouStudio Fotografie in Rimpar</p></div>
<p>Hermann Hesse wusste schon: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“ Nicht von ungefähr hat Sina Wittmann aus Leinach nach ihrer Ausbildung als Erzieherin im Kleinkindbereich einen Schnitt gemacht und eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin mit Spezialisierung auf Schwangerschaft, Beikost-Beratung, Säuglings- und Kleinkind-Ernährung absolviert. Ein Anfang in einem neuen Bereich, der sich wiederum auf den Anfangszauber des Mutterseins fokussiert. Hier möchte die 27-Jährige mit ihren Seminaren im Bereich gesunder Ernährung unterstützen. Was in Schwangerschaft und Stillzeit auf den Teller kommt, ist für die junge Frau mehr als eine Geschmacksfrage. „Grundsätzlich sollte man alle Rohprodukte meiden“, erklärt Wittmann. Dazu zählen rohes Fleisch, rohe Wurst, Rohmilchprodukte, roher Fisch und rohe Eier. Der Grund ist simpel: „Die Keimbelastung ist zu hoch.“ Auch Klassiker wie Sushi, Tiramisu oder Salami fallen damit raus. Weniger bekannt sei ein anderes Risiko: Soft-Eis. „Gerade an der Ausgabedüse sammeln sich oft Bakterien“, warnt die Fachfrau. Auch Fertigprodukte, stark verarbeitete Lebensmittel, gehärtete Fette und zu viel Zucker sollten möglichst gemieden werden. Denn was die Mutter isst, gelange über Plazenta und Muttermilch ins Kind. Und: Eine zuckerreiche Ernährung könne bereits früh Vorlieben prägen. Sie empfiehlt dagegen frische Lebensmittel: viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse, Samen und ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser oder Tee. „Sanddorn ist eine kleine Geheimwaffe“, sagt die Ernährungsberaterin. Die Beeren seien Vitaminbomben. Kaffee sei erlaubt, aber in Maßen. Stillen gilt aus ernährungsphysiologischer Sicht als optimal. In der Praxis rät Wittmann zu mindestens einem Jahr – und darüber hinaus so lange, wie es für Mutter und Kind stimmig ist. Mit etwa fünf bis sechs Monaten beginnt die Beikostphase. „Nicht vor dem fünften und nicht nach dem siebten Monat“, so Wittmann, da sonst das Eisen aus der Muttermilch nicht mehr ausreiche. Gestartet wird idealerweise mit Gemüsebrei aus Karotte, Pastinake oder Kürbis. Später kommen Kartoffeln und gegebenenfalls Fleisch hinzu. Vegetarisch sei ebenfalls möglich, etwa mit Haferflocken als Eisenquelle. Parallel empfiehlt Wittmann eine Mischung aus Brei und stückiger Kost. Problematisch sieht sie industriell hergestellte „Quetschies“. „Da bleibt vom Obst nichts außer Fruchtzucker.“ Auch Honig sei im ersten Lebensjahr wegen des Botulismus-Risikos verboten. Gesüßt werden kann stattdessen sparsam mit Datteln oder Agavendicksaft. Zwischen einem und drei Jahren essen Kinder idealerweise am Familientisch mit. Wichtig sei dabei ein bewusster Umgang mit Wurst, die viele Zusatzstoffe enthält. Beim Thema Süßigkeiten plädiert Wittmann für klare Regeln. „So lange wie möglich hinauszögern und niemals als Belohnung einsetzen.“ Und ihr gut gemeinter Rat zum Thema neue Lebensmittel: Sie brauchen Geduld. „Zehn bis fünfzehn Versuche sind ganz normal.“ Helfen könne es, Kinder einzubeziehen – beim Einkaufen, Kochen und gemeinsamen Essen. Denn eine entspannte Atmosphäre sei oft die wichtigste Zutat.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>In der eigenen Kraft bleiben</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/in-der-eigenen-kraft-bleiben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 10:35:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=20344</guid>

					<description><![CDATA[„Dieses Buch ist für mich wichtig, weil Frauen viele allopathische Mittel nicht nehmen können, wenn sie schwanger sind, außer die begleitende Ärztin oder Arzt gibt das Arzneimittel für die besondere Situation frei. Hier profitiert die Naturheilkunde“, sagt Angelika Gräfin Wolffskeel über ihren „Praxisratgeber Schwangerschaft“. Seit mehr als 29 Jahren ist sie Heilpraktikerin mit eigener Praxis [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„<img decoding="async" class="size-medium wp-image-20345 alignleft" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-03-um-12.32.46-208x300.png" alt="" width="208" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-03-um-12.32.46-208x300.png 208w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-03-um-12.32.46-710x1024.png 710w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-03-um-12.32.46-218x314.png 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-03-um-12.32.46.png 964w" sizes="(max-width: 208px) 100vw, 208px" />Dieses Buch ist für mich wichtig, weil Frauen viele allopathische Mittel nicht nehmen können, wenn sie schwanger sind, außer die begleitende Ärztin oder Arzt gibt das Arzneimittel für die besondere Situation frei. Hier profitiert die Naturheilkunde“, sagt Angelika Gräfin Wolffskeel über ihren „Praxisratgeber Schwangerschaft“. Seit mehr als 29 Jahren ist sie Heilpraktikerin mit eigener Praxis in Großrinderfeld. Für sie gilt der Anspruch, möglichst viel aus der Naturheilkunde und aus der Erfahrung erfahrener Hebammen weiterzugeben. Gemeinsam mit der in München lebenden Hebamme Erzsébet Reisinger hat sie nun das Thema „Homöopathie und Schüßler-Salze in der Hebammenarbeit“ fokussiert. „Die meisten Schwangeren suchen sich von Anbeginn eine Hebamme als Begleiterin. Sie können hier zweigleisig fahren, zum einen können sie auf die Erfahrung der Hebamme, zum anderen auf die der Gynäkologin oder des Gynäkologen zurückgreifen“, betont Gräfin Wolffskeel. Sie ist überzeugt, dass dieser Ansatz zum Wohle aller sei: „Die erfahrene Hebamme weiß, dass weder die Homöopathie noch die Schüßler-Salze kontraindiziert in der Schwangerschaft sind.“ Wichtig sei aber, dass parallel immer eine differenzialdiagnostische Abklärung durch die Ärztin oder den Arzt stattfindet, wenn Beschwerden auftreten.“ Am Beispiel Sodbrennen in der Schwangerschaft macht Gräfin Wolffskeel deutlich, wie entscheidend das genaue Hinsehen in dieser besonderen Zeit ist. „Eine Ursache könnte sein, dass die Gebärmutter wächst und Druck auf den Magen ausübt. Es kann aber auch sein, dass Progesteron einen starken Einfluss hat. Die Symptome sind saures Aufstoßen, Völlegefühl, brennende Schmerzen, manchmal ein Hitzegefühl im Hals.“ Die Schwangere werde hierzu genau befragt. „Wenn sie sagt, das Sodbrennen tritt vor allem nach fettem Essen oder nach Eis, nachts, mit Blähungen und Winden auf, dann ist Rubinia pseudoacacia das Mittel der Wahl.“ Habe sie aber Magenbrennen und saures Erbrechen, Oberbauchbeschwerden, anfallsartig, vielleicht immer zur gleichen Uhrzeit, dazu Migräne und eine schlechte Grundstimmung, dann wäre Iris versicolor das Mittel der Wahl. „Dr. Wilhelm Schüßler, der Begründer der Lehre der Schüßler-Salze würde sagen, deine Säuren stimmen nicht. Dann arbeiten wir mit der Nr. 9 (Natrium phosphoricum), der Nr. 8 (Natrium chloratum) und der Nr. 10 (Natrium sulfuricum). Die Schüßler-Salbe Nr. 9 Natrium phosphoricum wird zudem im Bereich der Beschwerden sanft eingerieben.“ Auch bei kleineren Infekten rate sie zu naturheilkundlicher Unterstützung in der Schwangerschaft. Komme der Infekt plötzlich und schnell mit Fließschnupfen, wären es Schüßler-Salz Nr. 3 (Ferrum phosphoricum) und Nr. 8. Habe man es mit einer Schwellung, weiß-grauem Zungenbelag und fadenziehendem Schleim zu tun, dann sei Schüßler-Salz Nr. 4 (Kalium chloratum) angeraten. Ist der Schleim grün-gelb, dann empfehle sie die Nr. 6 (Kalium sulfuricum). Grundlage jeder Beratung bleibt für die Heilpraktikerin eine strukturierte Herangehensweise. „Die Verordnerin muss genau abfragen: Wann verbessert sich etwas? Wann verschlechtert sich etwas? Wie ist die aktuelle Situation?“ Am Ende stehe für sie immer die Stärkung der Frau. „Wichtig ist, sie in der Gewissheit zu stärken, dass ihr Körper von Natur aus schwanger werden und ein Kind aufnehmen kann. Wenn die Schwangere das im Auge behält, macht sie das stark auf ihrem Weg zur Geburt.“ <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Impulskontrolle &#038; Selbstwirksamkeit</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/impulskontrolle-selbstwirksamkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 08:31:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=19819</guid>

					<description><![CDATA[„Wenn sich die Eltern trennen, ist das für ein Kind schmerzhaft, es ist ein traumatisches Ereignis. Dies schreibt sich im Körpergedächtnis ein. Das Kind liebt beide Eltern und der größte Wunsch ist es, beide um sich zu haben. Das geht nicht mehr. Da das Erlebnis zumeist dynamisch im Vorder- oder Untergrund im Kind weiterwirkt, äußert [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_19821" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-19821" class="size-medium wp-image-19821" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_2998-300x225.jpeg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_2998-300x225.jpeg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_2998-1024x768.jpeg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_2998-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_2998-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_2998-218x164.jpeg 218w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-19821" class="wp-caption-text">©Lebenslinie/Sabine Trost</p></div>
<p>„Wenn sich die Eltern trennen, ist das für ein Kind schmerzhaft, es ist ein traumatisches Ereignis. Dies schreibt sich im Körpergedächtnis ein. Das Kind liebt beide Eltern und der größte Wunsch ist es, beide um sich zu haben. Das geht nicht mehr. Da das Erlebnis zumeist dynamisch im Vorder- oder Untergrund im Kind weiterwirkt, äußert dies sich oft in Aggressionen nach Außen und/oder Depressionen nach Innen“, sagt Beate Prieser-Klein, Kunsttherapeutin und Begleiterin in der Arbeit am Tonfeld®. Sabine T., Mutter von drei Jungs aus der Rhön, konnte nach der Trennung vor allem bei Toni (10), ihrem mittleren Kind, eine Verhaltensänderung feststellen: „Tonis Frustrationsgrenze wurde kleiner und er hat immer öfter körperlich reagiert“, erzählt die 45-Jährige. Als Mutter macht man sich immer Sorgen, wenn Kinder plötzlich anders reagieren und das nicht nur eine Phase ist, sondern anhält. So auch Sabine. Sie habe sich gefragt, ob die Trennung ein Fehler war: „Ich fühlte, dass er viel mit sich selbst ausmacht und kein Ventil für seine Gedanken und Empfindungen hat. Immer hat er versucht, es beiden Elternteilen recht zu machen und uns beide in Schutz genommen vor dem anderen. Ich hatte das Gefühl, dass er eine unendliche Wut in sich trägt,“ so die Mutter. Durch die Lebenslinie sei sie auf die Arbeit am Tonfeld® ­aufmerksam geworden und machte für Toni einen Termin bei Beate Prieser-Klein. Inzwischen besuchte Toni schon zehn Mal die Kunsttherapie und sie gefällt ihm sehr gut. Toni: „Ich arbeite am Tonfeld und Beate redet mit mir über meine Werke. Ich geh da gerne hin, weil ich mit dem Ton machen kann, was ich will. Es ist ein schönes Gefühl darin zu matschen. Aber der Ton trocknet auch schnell an den Händen. Das nervt ein bisschen.“ Die Begleiterin am Tonfeld kommentiert das folgendermaßen: „Der geschmeidige Ton macht fast alles mit, er ‚rächt‘ sich nicht“. So könne etwa Aggression (von lat. aggreddere &#8211; darauf zugehen) aktiv erprobt werden. Toni ließ bereits in der ersten Stunde eine große Wut erkennen. Er boxte seinen Tonkegel immer wieder nieder, baute ihn aber auch immer wieder neu. Toni gewann durch den erlebten Widerstand inneren Stand, er behauptete sich. Es sei ein Weg von der Ohnmacht in die Handlungsfähigkeit. Toni erlebte am Tonfeld seine Kraft und Selbstwirksamkeit. Der Gebrauch des in einer Schale zur Verfügung stehenden Wassers sei ein weiteres wichtiges Thema, so Prieser-Klein. Es stehe im Zusammenhang mit den Gefühlen: „Das Wasser im Tonfeld begrenzen (nicht überschwemmt werden), bahnen, schleusen, trockenlegen, oder über das Wasser den Ton berühren und sich tiefer spüren. Ein Umgang mit den eigenen Gefühlen wird erprobt und so ist beispielsweise bessere Impulskontrolle möglich.“ Mutter Sabine bemerkt auch eine Veränderung an ihrem Kind: „Ich glaube, er hat sich durch die Arbeit am Tonfeld®, bewusst oder unbewusst, mit seiner Situation beschäftigt. Beate Prieser-Klein hat mir erklärt, was es mit seinen ‚Bauten‘ auf sich hat.“ Es gehe oft um Ungerechtigkeit, um sich schützen und um „Mama“ und „Papa“. Manchmal sei es auch nur ein gefährlicher Parcours, den es zu überwinden gilt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die ersten Schritte</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/die-ersten-schritte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 08:24:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=19815</guid>

					<description><![CDATA[Ein kleiner Schritt für ein Kind, ein großer Schritt für seine gesunde Entwicklung: Wenn es um die ersten Schuhe geht, sind viele Eltern unsicher – zurecht. Denn schlechtsitzende Kinderschuhe können langfristige Auswirkungen auf die gesamte Körperhaltung haben. Andrea Wöber-Hübner vom Würzburger Fachgeschäft Schön &#38; Endres weiß: „Man sollte mit festen Schuhen anfangen, wenn die Kinder [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_19817" style="width: 209px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-19817" class="size-medium wp-image-19817" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC0847-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC0847-199x300.jpg 199w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC0847-678x1024.jpg 678w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC0847-1017x1536.jpg 1017w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC0847-1356x2048.jpg 1356w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC0847-218x329.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC0847-scaled.jpg 1696w" sizes="auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px" /><p id="caption-attachment-19817" class="wp-caption-text">©Nicole Oppelt</p></div>
<p>Ein kleiner Schritt für ein Kind, ein großer Schritt für seine gesunde Entwicklung: Wenn es um die ersten Schuhe geht, sind viele Eltern unsicher – zurecht. Denn schlechtsitzende Kinderschuhe können langfristige Auswirkungen auf die gesamte Körperhaltung haben. Andrea Wöber-Hübner vom Würzburger Fachgeschäft Schön &amp; Endres weiß: „Man sollte mit festen Schuhen anfangen, wenn die Kinder mit dem Laufen beginnen.“ Davor genügen Rutschsocken oder leichte Schühchen. Entscheidend sei die Stabilisierung in der Geh-Phase – nicht das modische Accessoire für Babys. Was zählt also beim Kauf? Für Andrea Wöber-Hübner steht und fällt dieser mit einer fundierten Beratung. „Der Fuß des Kindes wird genau in Augenschein genommen“, erklärt sie. Ist er schmal, breit, speckig? Kinderfüße unterscheiden sich stark. Fachpersonal tastet, beobachtet das Kind, achtet auf die richtige Weite und Länge. Und: „Die Ferse muss richtig sitzen und stabil sein, damit das Kind nicht umknickt.“ Ein bisschen Luft nach vorne ist erlaubt – aber nicht auf Kosten des Halts. Auch beim Material ist für die Fachfrau klar: „Für mich kommt als erstes immer ein Lederschuh infrage.“ Der Grund: Kinderfüße schwitzen stark. Leder atmet, formt sich sanft und kann trocknen. Hightech-Materialien seien ihres Erachtens höchstens als Zweit-Schuhe vertretbar. Einen genauen Blick sollten Eltern auch auf die Sohle werfen. „Sie darf nicht steif, sondern muss flexibel sein.“ Und wie oft sollte kontrolliert werden? „Es gibt Kinder, die benötigen alle drei Monate neue Schuhe, andere in längeren Abständen.“ Der Tipp der Expertin: Viele Modelle haben herausnehmbare Innensohlen mit Markierungen – die zeigen, wann es eng wird. Wichtig: Nicht vorne am Schuh herumdrücken. Beliebt bei vielen Eltern sind gebrauchte Kinderschuhe. Doch Wöber-Hübner warnt: „Normalerweise sollte man keine Kinderschuhe weitergeben, da jedes Kind seinen eigenen Fußabdruck hat.“ Sie gibt außerdem zu bedenken: Lederschuhe speichern Schweiß, Sohle und Absatz laufen sich individuell ab. Einzige Ausnahme: kaum getragene Schuhe mit intakter Form – aber dann bitte eine neue Sohle einlegen. Gibt es für sie auch absolute No-Gos? „Ein Kind in einen Synthetik-Schuh zu stecken, der von morgens bis abends angezogen wird.“ Auch Schadstoffe sind ein Thema. Als Einkäuferin setzt sie ausschließlich auf schadstofffreie Materialien. Und was hält sie von aktuellen Trends? Barfußschuhe sind bunt, flexibel und derzeit äußerst beliebt bei Eltern und Kindern. Doch auch hier gilt: „Sie müssen genauso gut passen wie andere Schuhe.“ Für Herbst und Winter hat sie ebenfalls einen guten Tipp parat: Wenn Kinder Goretex-Stiefel tragen, sollten sie das nicht mit reinen Wollsocken tun. Besser ist ein synthetisches Mischgewebe. Ihr wichtigster Rat: „Ins Fachgeschäft gehen und immer wieder nachmessen lassen.“ Auch wenn nichts gekauft werde – seriöse Beratung gebe Sicherheit. Denn Kinder merken oder sagen oft nichts – bis es zu spät ist. <i></i></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Suchtprävention an Schulen forcieren</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/suchtpraevention-an-schulen-forcieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Oct 2025 15:33:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=19588</guid>

					<description><![CDATA[Drogen und andere Suchtmittel verursachten in Deutschland einen erheblichen Schaden – sowohl in gesundheitlicher, sozialer, als auch volkswirtschaftlicher Hinsicht, betonte der Bezirkstagspräsident von Unterfranken Stefan Funk bei der Fachveranstaltung „Suchtprävention – die Qualität (noch) weiter steigern“, die 2024 zum ersten Mal stattfand.  In Deutschland seien 1,6 Millionen Menschen alkoholabhängig, und rund 1,3 Millionen berauschten sich [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;">Drogen und andere Suchtmittel verursachten in Deutschland einen erheblichen Schaden – sowohl in gesundheitlicher, sozialer, als auch volkswirtschaftlicher Hinsicht, betonte der Bezirkstagspräsident von Unterfranken Stefan Funk bei der Fachveranstaltung „Suchtprävention – die Qualität (noch) weiter steigern“, die 2024 zum ersten Mal stattfand.  In Deutschland seien 1,6 Millionen Menschen alkoholabhängig, und rund 1,3 Millionen berauschten sich regelmäßig mit Cannabis oder anderen Drogen. 2023 hätten sich rund 9.000 Menschen an eine der elf unterfränkischen Suchtberatungsstellen gewandt. Durch die Cannabis-Legalisierung sei die Suchtprävention wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, sagte Martin Heyn, Leiter des Bayerischen Zentrums für Prävention und Gesundheitsförderung im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Der Ärztliche Direktor des Psychiatrischen Krankenhaus Lohr am Main, Prof. Dominikus Bönsch und der Ärztliche Direktor des Psychiatrischen Krankenhaus Schloss Werneck, Prof. Maximilian Gahr wiesen auf das Spannungsfeld zwischen Prävention und der Teillegalisierung mit Blick auf den Cannabinoid-Konsum hin. Studien aus den USA belegten die höchste Zunahme des Konsums in Staaten mit vollständiger Cannabis-Legalisierung. Gerade junge Menschen kommen häufig mit Cannabis in Berührung. Das machten Manuela Götz-Herbst, Koordinierende Sozialpädagogin und Präventionsmanagerin und Anna-Lena Spirk, Servicestelle Suchtprävention, an der Regierung von Unterfranken sowie Helmuth Backhaus, Suchtpräventionskraft am Jugendamt Stadt Schweinfurt deutlich. Suchtprävention an Schulen nehme einen immer höheren Stellenwert ein, so Götz-Herbst.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>High-Tech-Kuscheln</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/high-tech-kuscheln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Oct 2025 15:26:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=19585</guid>

					<description><![CDATA[Ein High-Tech-Kuscheltier und den dazugehörigen Handschuh haben zwei Studentinnen der Medieninformatik der Saar-Universität entwickelt. Anna Calmbach und Sophie Kunz haben sich im Rahmen ihrer Bachelorarbeit überlegt, wie sie schwer kranken Kindern, etwa auf der Isolierstation, ermöglichen können, Kontakt zu ihren Eltern zu haben &#8211; jenseits der Videotelefonie. Sie konzipierten mit dieser Zielvorgabe ein Kuscheltier für [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;"><strong>Ein High-Tech-Kuscheltier und den dazugehörigen Handschuh haben zwei Studentinnen der Medieninformatik der Saar-Universität entwickelt. Anna Calmbach und Sophie Kunz haben sich im Rahmen ihrer Bachelorarbeit überlegt, wie sie schwer kranken Kindern, etwa auf der Isolierstation, ermöglichen können, Kontakt zu ihren Eltern zu haben &#8211; jenseits der Videotelefonie. Sie konzipierten mit dieser Zielvorgabe ein Kuscheltier für die Kinder und einen Handschuh für die Eltern. </strong>Das Kuscheltier biete den Kindern ein Stück weit Ersatz für den physischen Kontakt mit den Eltern, während der Handschuh für die Erwachsenen ein tragbarer Kontaktpunkt mit ihren Kindern sei, erklären die Studentinnen. Die Geräte haben miteinander verknüpfte Funktionen: Wenn die Eltern mit dem Handschuh winken, winkt auch das Kuscheltier. Wenn das Kind dem Kuscheltier die Hand gibt oder die Eltern eine Geste mit dem Handschuh machen, wird Händchenhalten simuliert. Dies geschieht zum Beispiel mit Wärme und Vibration. Zudem können die Kinder ihren Eltern mitteilen, wie sie sich gerade fühlen. Dazu hätten beide Geräten eine „Gefühlsskala“, die entsprechend dem Gefühlszustand des Kindes grün, gelb oder blau leuchte, sagt Anna Calmbach. Die Kuscheltier- und Handschuh-Prototypen wurden nicht nur weitgehend von den Studentinnen konzipiert, sondern auch gebaut, genäht, verkabelt und programmiert. In einer Nutzerstudie mit Eltern und Kindern zwischen drei und elf Jahren haben sie dann noch überprüft, wie ihre Erfindung ankommt. „Es war schön, das Lächeln der Kinder zu sehen“, sagt Sophie Kunz.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mehr Sicherheit für Frühchen</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/mehr-sicherheit-fuer-fruehchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 May 2025 22:01:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundes Bamberg]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Spezial]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=19089</guid>

					<description><![CDATA[Zu Jahresbeginn wurden neue Rahmenbedingungen für die Versorgung frühgeborener Kinder in Perinatal-Zentren geschaffen. Dadurch gelten neue Mindestanforderungen. Perinatal-Zentren mit dem Versorgungsgrad „Level I“ müssen demnach jährlich mindestens 25 Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1.250 Gramm versorgen. Das hat Auswirkungen auf das Verbund-Perinatal-Zentrum Nordfranken. Extrem Frühgeborene werden im Verbund nur noch in Bamberg und Bayreuth versorgt. [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;">Zu Jahresbeginn wurden neue Rahmenbedingungen für die Versorgung frühgeborener Kinder in Perinatal-Zentren geschaffen. Dadurch gelten neue Mindestanforderungen. Perinatal-Zentren mit dem Versorgungsgrad „Level I“ müssen demnach jährlich mindestens 25 Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1.250 Gramm versorgen. Das hat Auswirkungen auf das Verbund-Perinatal-Zentrum Nordfranken. Extrem Frühgeborene werden im Verbund nur noch in Bamberg und Bayreuth versorgt. Je nach medizinischer Notwendigkeit kommt es deshalb dazu, dass die Frauen, im besten Fall möglichst vor der Geburt, innerhalb des Verbunds verlegt werden. Sowie das Geburtsgewicht auf unter 1.250 Gramm geschätzt wird, werden Schwangere nur noch in Bamberg oder Bayreuth aufgenommen. Innerhalb des Verbunds ist auch die heimatnahe Rückverlegung des Frühgeborenen geregelt. Die Belastungen für die Familien durch Fahrten in weiter entfernte Kliniken sollen möglichst geringgehalten werden. Das Leopoldina-Krankenhaus in Schweinfurt und das Klinikum in Coburg behalten den Level I-Status, übernehmen aber nicht mehr die Versorgung extrem Frühgeborener. Liegt das geschätzte Geburtsgewicht des Frühgeborenen zwischen 1.250 und 1.499 Gramm, wird die Schwangere an allen Standorten im Verbund versorgt. Risikoschwangerschaften werden ebenfalls weiterhin an jedem Standort betreut.</p>
<p style="font-weight: 400;">
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stimmakrobaten in Windeln</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/stimmakrobaten-in-windeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Apr 2025 16:32:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=18266</guid>

					<description><![CDATA[Sie greinen. Brabbeln. Gurgeln. Und beginnen im Alter von fünf oder sechs Monaten mit faszinierenden „Registerübungen”. Was Babys lautlich alles können, sei über alle Maßen beeindruckend. Seit langem befasst sich Professor Kathleen Wermke, Leiterin des Zentrums für vorsprachliche Entwicklung und Entwicklungsstörungen am Uniklinikum Würzburg, mit diesem Phänomen. Im März erschien ein Buch von ihr dazu. [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_18268" style="width: 235px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-18268" class="size-medium wp-image-18268" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/10/PM_KathleenWermke_von_KathrinKoenigl-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/10/PM_KathleenWermke_von_KathrinKoenigl-225x300.jpg 225w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/10/PM_KathleenWermke_von_KathrinKoenigl-768x1024.jpg 768w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/10/PM_KathleenWermke_von_KathrinKoenigl-1152x1536.jpg 1152w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/10/PM_KathleenWermke_von_KathrinKoenigl-1536x2048.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/10/PM_KathleenWermke_von_KathrinKoenigl-218x291.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2024/10/PM_KathleenWermke_von_KathrinKoenigl-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /><p id="caption-attachment-18268" class="wp-caption-text">©Pat Christ</p></div>
<p>Sie greinen. Brabbeln. Gurgeln. Und beginnen im Alter von fünf oder sechs Monaten mit faszinierenden „Registerübungen”. Was Babys lautlich alles können, sei über alle Maßen beeindruckend. Seit langem befasst sich Professor Kathleen Wermke, Leiterin des Zentrums für vorsprachliche Entwicklung und Entwicklungsstörungen am Uniklinikum Würzburg, mit diesem Phänomen. Im März erschien ein Buch von ihr dazu. „Damit will ich vor allem Demut erzeugen“, sagt die Verhaltensbiologin. Und sie will Verständnis wecken. Um sich ein Urteil über etwas bilden zu können, braucht es Wissen. Ohne Wissen sind Äußerungen weder Urteile noch Meinungen, sondern allenfalls Ansichten. Ohne Wissen wird die herrschende Ansicht über Babys den kleinen Wesen nicht gerecht. Für Professor Wermke, die sich seit Jahren wissenschaftlich mit Säuglingen beschäftigt, sind Babys Wunder der Schöpfung. „Stimmakrobaten in Windeln“ nennt die 63-Jährige sie. Was Babys durch Melodien, Intervalle und rhythmische Akzentuierungen mit ihrer Stimme an Gefühlen und Bedürfnissen ausdrücken können, müsse einfach demütig machen, sagt sie. Oft reagieren Menschen genervt, wenn Babys quengelig sind oder wie am Spieß schreien. Hochfrequent. Schrill. Entdecke man jedoch ihre lautlichen Meisterleistungen, so Kathleen Wermke, beginnt man, Babys schätzen zu lernen. „Statt dem Baby immer gleich den Nuckel zu geben, sollte man ihm einmal genau zuhören und seine Melodiebögen zählen“, appelliert sie. Dass sie den Nachweis für ein universales Entwicklungsschema hinter den Babygesängen erbringen konnte, zählt zu Professor Wermkes herausragenden wissenschaftlichen Leistungen. Feinheiten in den Babygesängen würden sich durch die Umgebungssprache ergeben, erläutert sie. Besonders faszinierend sei die Entdeckung, dass Babys in ihren Gesängen zum Teil mehr Laute und Elemente haben, als sie später für ihre Sprache benötigen. Ein asiatisches Baby brabbele mit sechs oder sieben Monaten noch unter Verwendung des „R“. In der Sprache würde das „R“ später jedoch nicht mehr vorkommen. Lautlich verliere das Kind also an Vielfalt und Flexibilität. Dank Kathleen Wermke gibt es heute in Würzburg die weltweit einzige Datenbank von Babylauten. Nirgendwo sonst existiert außerdem das Know-how, die Lautäußerungen von Babys zu modellieren und auszuwerten. In einem aktuellen wissenschaftlichen Vorhaben unterstützt sie mit ihrem Team eine US-amerikanische Studie, in der die Gehirnentwicklung von Kindern mit Spaltbildungen untersucht wird. Glücklich ist die Professorin, dass sie einen neuen Geldgeber für ihre Arbeit fand: Die Carl Friedrich von Siemens-Stiftung unterstützt sie bei der Erstellung eines Fachbuchs, für dessen Erstellung sie für ein Jahr von ihrer klinischen Arbeit freigestellt ist. Los geht es im Herbst. <i><span class="Apple-converted-space"> </span></i></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jeder Buchstabe hat seine Tücken</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/jeder-buchstabe-hat-seine-tuecken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Mar 2025 22:01:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=19086</guid>

					<description><![CDATA[Der Schrank im Therapieraum der ergotherapeutischen Praxis von Annemarie Gräbner ist mit lauter bunten Bildern übersät. Ein Junge namens Kilian etwa gestaltete „die beiden bösen Buben“ Max und Moritz. Ein anderes Kind schuf eine Schildkröte, die sich anscheinend an der Sonne labt. „Das sind Knüllbilder“, erklärt die Ergotherapeutin Annemarie Gräbner. Ihre kleinen Patientinnen und Patienten, [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schrank im Therapieraum der ergotherapeutischen Praxis von Annemarie Gräbner ist mit lauter bunten Bildern übersät. Ein Junge namens Kilian etwa gestaltete „die beiden bösen Buben“ Max und Moritz. Ein anderes Kind schuf eine Schildkröte, die sich anscheinend an der Sonne labt. „Das sind Knüllbilder“, erklärt die Ergotherapeutin Annemarie Gräbner. Ihre kleinen Patientinnen und Patienten, die wegen schreibmotorischer Probleme kommen, basteln solche Bilder als Hausaufgabe. Denn Papier zu knüllen, das fördert die Motorik.</p>
<p>Gräbners Initiative ist es zu verdanken, dass Linkshänder in den vergangenen Jahren in Würzburg kompetente Hilfe fanden. Auf dieses Feld hatte sich die Ergotherapeutin spezialisiert. Weit über die Region hinaus machte sie sich damit einen Namen. Durch diese Spezialisierung kam sie allmählich dazu, sich überhaupt mit dem Thema „Schreibmotorik“ zu befassen. „Eltern von Linkshändern, die bei mir in Behandlung waren, fragten mich, wer denn dem rechtshändigen Geschwisterkind vernünftiges Schreiben beibringen könnte“, erzählt sie. Annemarie Gräbner dachte nach: Stimmt, hierfür gab es erst wenig ergotherapeutische Angebote! So begann sie, Kinder unabhängig von ihrer Händigkeit bei schreibmotorischen Problemen zu behandeln.</p>
<p>Heute ist der siebenjährige Oskar bei ihr. Auf einem Treppenstuhl sitzt der kleine Junge am großen Tisch des Therapieraums vor einer Schreibunterlage für Rechtshändler. „Die hat Johanna Barbara Sattler aus München entwickelt“, erklärt Gräbner. Auf der Unterlage ist eine Schildkröte zu sehen, die auf einer Hand hinaufkriecht. „Die Finger sollen sich bewegen wie der Kopf und der Hals einer Schildkröte“, erklärt die Ergotherapeutin dem Kind.</p>
<p>Während der Junge schreibt, achtet sie darauf, dass stets beide Hände auf dem Tisch liegen. Und dass der Stift richtig mit drei Fingern gehalten wird: „Der Stift soll auf dem Mittelfinger liegen, Zeigefinger und Daumen führen ihn ganz locker, sodass die Schulter entspannt ist.“ Auf jener Seite, auf der sich die Schreibhand befindet, sollte die obere Ecke des Blatts etwas vom Körper weggezogen sein.</p>
<p>Was man früh einübt, wird zur Gewohnheit. Zum Beispiel, dass beim Schreiben stets der ganze Arm auf dem Tisch liegt. Nur so kann man entspannt Buchstabe an Buchstabe aneinanderreihen. „Oft arbeiten die Kinder mit dem Arm direkt am Bauch“, beobachtet die Ergotherapeutin.</p>
<p>Was Annemarie Gräbner Kindern mit schreibmotorischen Problemen beibringt, ist gutfundiert und x-fach erprobt. Jeder Buchstabe, sagt sie, habe seine Tücken. Das erklärt sie am Beispiel des O. Die Problematik bestehe hier nicht einmal darin, dass das O perfekt rund gelingt: „Es geht darum, den Buchstaben richtig anzufangen und ihn richtig zu beenden.“ Die Kinder lernen, dass es nicht gut ist, dass O, wie die Ergotherapeutin das nennt, „bei 12 Uhr anzusetzen“: „Dann findet die letzte Bewegung zum Schließen des O gegen die Schreibrichtung statt.“ Geschickter sei ein Ansatz „zwischen ein und zwei Uhr.“ Danach könne rechts weitergearbeitet werden. Gut und schön mit der Hand zu schreiben, gilt heute nicht mehr als elementare Voraussetzung für späteren Erfolg im Beruf. Schließlich wird das meiste auf der Computertastatur getippt. Für Jugendliche scheint das Schreiben mit der Hand inzwischen ein Relikt aus alter Zeit zu sein. Wer schreibt schon noch „echte“ Briefe. Botschaften werden mithilfe von Texterkennungsprogrammen verschickt. Dieser Trend wirkt auf die Schule zurück.</p>
<p>„Haben Kinder große Probleme mit der Schreibmotorik, lassen Lehrer sie manchmal einfach auf dem Tablet weiterarbeiten“, weiß die Fachfrau. Das hält sie jedoch für keinen guten Ansatz. Wie könne sich ein Kind auf diese Weise motorische Grundfertigkeiten aneignen? Viel besser sei es, die Feinmotorik zu trainieren, sodass die Kinder fähig werden, durch fließende, kombinierte Fingerbewegungen die unterschiedlichen Buchstaben aus geraden und geschwungenen Linien, Bögen, Strichen und Punkten zu formen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Begleitetes Trinken verbieten</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/begleitetes-trinken-verbieten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Regina Rodegra]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Oct 2024 08:13:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=18263</guid>

					<description><![CDATA[Jugendliche ab 14 Jahren sollten nach Ansicht des Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Burkhard Blienert, auch in Begleitung ihrer Eltern kein Alkohol in der Öffentlichkeit trinken dürfen. Begleitetes Trinken ist aber bis dato in Deutschland erlaubt. „Diese Regelung ist einmalig in Europa“, merkt Blienert an. „Wenn Kinder und Jugendliche neben ihren Eltern sitzen, bleibt die [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jugendliche ab 14 Jahren sollten nach Ansicht des Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Burkhard Blienert, auch in Begleitung ihrer Eltern kein Alkohol in der Öffentlichkeit trinken dürfen. Begleitetes Trinken ist aber bis dato in Deutschland erlaubt. „Diese Regelung ist einmalig in Europa“, merkt Blienert an. „Wenn Kinder und Jugendliche neben ihren Eltern sitzen, bleibt die Wirkung von Alkohol dieselbe und ist katastrophal in diesem Alter. Darin spiegelt sich die anachronistische Wahrnehmung, dass wir in Deutschland kein Alkoholproblem hätten. Wir haben aber ein dickes Problem beim Alkoholkonsum.“ Laut dem Alkoholatlas wurden 2022 rund 1,5 Millionen Menschen wegen Alkoholsucht behandelt. Deutschland gehöre, laut den Daten der WHO, im internationalen Vergleich mit rund zehn Litern Reinalhokol im Jahr pro Kopf zu den Hochkonsumländern. Der Durchschnitt liege bei 5,8 Litern. Der Drogenbeauftragte sprach sich für eine Altersgrenze von 18 Jahren für alle Suchtmittel aus. So laute auch die Empfehlung vieler Medizinerinnen und Mediziner.</p>
<p><i>Quelle: dpa</i></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
