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	<title>Alter &#8211; Lebenslinie</title>
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	<description>Gesundheitsmagazin für Mainfranken</description>
	<lastBuildDate>Sat, 04 Apr 2026 05:40:35 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Bewegung, Begegnung,  Lebensfreude</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/bewegung-begegnung-lebensfreude/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 05:41:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
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					<description><![CDATA[Älterwerden heißt heute mehr denn je: aktiv bleiben, neugierig sein und das Leben bewusst gestalten. Genau hier setzen die Seniorenwochen im Landkreis Würzburg an. Vom 3. bis 15. Mai  laden sie Menschen ab 55 Jahren dazu ein, neue Impulse für Gesundheit, Bewegung, Gemeinschaft und Lebensfreude zu entdecken – wohnortnah, vielfältig und offen für alle. 2026 [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Älterwerden heißt heute mehr denn je: aktiv bleiben, neugierig sein und das Leben bewusst gestalten. Genau hier setzen die Seniorenwochen im Landkreis Würzburg an. Vom 3. bis 15. Mai<span class="Apple-converted-space">  </span>laden sie Menschen ab 55 Jahren dazu ein, neue Impulse für Gesundheit, Bewegung, Gemeinschaft und Lebensfreude zu entdecken – wohnortnah, vielfältig und offen für alle. 2026 steht alles unter dem Motto „Bewegung im Alter!“ – bewusst weit gefasst. Bewegung meint nicht nur körperliche Aktivität, sondern auch geistige Beweglichkeit und soziale Teilhabe. „Im Kern geht es darum, möglichst lange selbstbestimmt zu leben und zu wohnen“, betont der Vorstand des Kommunalunternehmens, Robert Scheller. Die Ansprechpartnerin für die Veranstaltung, Carmen Mayr, spricht über die Bedeutung von Prävention: „Wenn das Kind mal in den Brunnen gefallen und der Oberschenkelhalsbruch da ist, wird es schwierig, wieder fit zu werden.“ Los geht’s am Sonntag, 3. Mai um 15 Uhr, mit der Auftaktveranstaltung in Kirchheim. Im Mittelpunkt steht eine Podiumsdiskussion rund um die Frage: Wie wollen wir im Alter wohnen und leben? Vertreterinnen und Vertreter aus ambulanter Pflege, Tagespflege, Service-Wohnen und stationärer Pflege geben Einblicke in unterschiedliche Wohn- und Betreuungsformen. „Es gibt nicht die eine Lösung für das Wohnen im Alter“, sagt Scheller. „Wir brauchen abgestufte Konzepte, die sich am individuellen Bedarf orientieren.“ Auch der Einsatz von technischen Hilfsmitteln ist angesichts des Personalmangels ein wichtiges Thema für den KU-Vorstand, der jedoch ist sich sicher: „Pflege und Betreuung bleiben immer etwas Persönliches. Das lässt sich nie vollständig durch Technik ersetzen.“ Das Programm der Aktionswochen bietet eine große Vielfalt: Geführte Wanderungen, E-Bike-Touren und Angebote zur Sturzprophylaxe stehen ebenso auf dem Plan wie Sitztanz, Gedächtnistraining, Sprachkurse oder kulturelle Veranstaltungen. Auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Demenz finden passende Formate – etwa barrierearme Begegnungsangebote oder Mitmachformate, die Verständnis und Austausch fördern. Alle, die Lust auf Bewegung haben, sollten sich die Abschlussveranstaltung am 15. Mai um 14 Uhr in der Seniorenwohnanlage am Hubland in den Kalender eintragen: Altersmediziner Dr. Michael Schwab spricht über sicheres Bewegen im Alter und ergänzt seinen Vortrag durch einen praktischen Teil mit einfachen Übungen für den Alltag. Organisiert werden die Seniorenwochen vom Kommunalunternehmen des Landkreises in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt, sozialen Trägern, Vereinen und Einrichtungen.</p>
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		<title>Therapie dort, wo das  Leben stattfindet</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/therapie-dort-wo-das-leben-stattfindet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 05:40:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
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					<description><![CDATA[„Ich kann mein Zuhause doch nicht einfach für mehrere Wochen verlassen!“, so oder so ähnlich mag es so mancher oder so manchem gehen, der sich plötzlich mit der Notwendigkeit einer Rehabilitation konfrontiert sieht. Die berechtigte Frage steht im Raum: „Gelingt Genesung daheim genauso gut wie in einer Einrichtung?“ Das Team im Therapiehaus Ludwigstraße in Würzburg [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20384" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20384" class="size-medium wp-image-20384" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/GenAIImage_9178b623-cf31-41cc-b04d-84e471b16463-300x229.jpeg" alt="" width="300" height="229" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/GenAIImage_9178b623-cf31-41cc-b04d-84e471b16463-300x229.jpeg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/GenAIImage_9178b623-cf31-41cc-b04d-84e471b16463-218x167.jpeg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/GenAIImage_9178b623-cf31-41cc-b04d-84e471b16463-600x460.jpeg 600w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/04/GenAIImage_9178b623-cf31-41cc-b04d-84e471b16463.jpeg 1000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-20384" class="wp-caption-text">©Daniel Meeh</p></div>
<p>„Ich kann mein Zuhause doch nicht einfach für mehrere Wochen verlassen!“, so oder so ähnlich mag es so mancher oder so manchem gehen, der sich plötzlich mit der Notwendigkeit einer Rehabilitation konfrontiert sieht. Die berechtigte Frage steht im Raum: „Gelingt Genesung daheim genauso gut wie in einer Einrichtung?“ Das Team im Therapiehaus Ludwigstraße in Würzburg kennt solche Bedenken und weiß: Es gibt einen „Mittelweg“, die ambulante Intensivtherapie. Sie verbindet die Therapiedichte einer stationären Rehabilitation mit den Vorteilen des Verbleibs im gewohnten häuslichen Umfeld. „Die Patientinnen und Patienten kommen über mehrere Wochen an vier bis fünf Tagen pro Woche zu uns ins Therapiehaus und erhalten dort ein eng abgestimmtes, interdisziplinäres Therapieprogramm aus Physiotherapie, Osteopathie, Ergotherapie und Logopädie.“, erklärt Inhaberin Kirsten Möller. Im Unterschied zur klassischen ambulanten Therapie, die meist nur ein- bis zweimal wöchentlich stattfindet, ermögliche die hohe Frequenz deutlich intensivere Lern- und Anpassungsprozesse, betont die Physiotherapeutin. Gleichzeitig bleibe der Alltag erhalten, was einen wesentlichen Unterschied zur stationären Reha darstellt, bei der der Transfer in das häusliche Umfeld oft erst nach Abschluss der Maßnahme erfolgt. Die hohe Therapiefrequenz sieht Möller als entscheidend. „Sie erlaubt kontinuierliches, aufeinander aufbauendes Arbeiten ohne lange Unterbrechungen.“ Bewegungsabläufe, kognitive Strategien oder sprachliche Fähigkeiten könnten der Expertin zufolge gezielt angebahnt, wiederholt und stabilisiert werden. Fortschritte würden schneller sichtbar, Rückschritte durch Therapiepausen reduziert und Therapieziele konsequenter verfolgt. Eine besondere Rolle spiele dabei das häusliche Umfeld. Fähigkeiten, die im Therapiehaus erarbeitet werden, könnten direkt im Alltag angewendet, überprüft und angepasst werden. Probleme würden nicht theoretisch, sondern konkret im Lebenskontext der ­Patientinnen und Patienten bearbeitet, etwa bei der Selbstversorgung, beim Gehen in der eigenen Wohnung oder in der Kommunikation mit Angehörigen. „Der kontinuierliche Austausch im Team stellt sicher, dass alle Maßnahmen aufeinander aufbauen und die Patientinnen und Patienten ganzheitlich begleitet werden“, so die Physiotherapeutin. Besonders geeignet sei die ambulante Intensivtherapie für Menschen nach neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma sowie bei neurodegenerativen Erkrankungen in stabilen Phasen. Auch orthopädische oder komplexe funktionelle Einschränkungen könnten profitieren. Kinder mit Sprach- und Entwicklungsdefiziten fänden ebenfalls die Möglichkeit, intensiv gefördert zu werden. Grenzen sehe ihr Team dort, wo eine durchgehende medizinische Überwachung erforderlich ist oder die Belastbarkeit für ein ambulantes Setting nicht ausreicht. Angehörige profitieren ebenfalls von der wohnortnahen Therapie, da sie aktiv in den Therapieprozess einbezogen werden könnten. Gleichzeitig reduziere das Setting organisatorische Belastungen und ermögliche es, Fortschritte im Alltag mitzuerleben – „ein wichtiger Faktor für langfristige Stabilität“, betont Möller. In der Praxis werde die ambulante Intensivtherapie zudem häufig als Alternative bei langen Wartezeiten auf stationäre Reha genutzt. „Gerade nach Akutereignissen ist ein zeitnaher Therapiebeginn entscheidend“, sagt Möller. Sie stellt aber auch klar: „Die Genehmigungsprozesse sind teilweise komplex und erfordern eine enge Abstimmung mit Ärztinnen, Ärzten und Krankenkassen.“ Nichtsdestotrotz sei die ambulante Intensivtherapie für sie und ihr Team ein „zukunftsweisendes Modell, das weiter an Bedeutung gewinnen wird – insbesondere durch den demografischen Wandel und den Wunsch nach wohnortnaher Versorgung.“</p>
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		<title>Mit Frühstück nach Wunsch</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/mit-fruehstueck-nach-wunsch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 05:30:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
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					<description><![CDATA[Stellen Sie sich vor: Sie stehen nicht um sechs Uhr auf, nur weil es ein Dienstplan vorsieht. Sie schlafen aus, trinken in Ruhe ihren Kaffee und entscheiden selbst, wann ihr Tag beginnt. Genau dieses Stück selbstbestimmten Alltags und Würde wollen viele ältere Menschen auch dann nicht aufgeben, wenn sie auf Pflege angewiesen sind. Eine mögliche [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Stellen Sie sich vor: Sie stehen nicht um sechs Uhr auf, nur weil es ein Dienstplan vorsieht. Sie schlafen aus, trinken in Ruhe ihren Kaffee und entscheiden selbst, wann ihr Tag beginnt. Genau dieses Stück selbstbestimmten Alltags und Würde wollen viele ältere Menschen auch dann nicht aufgeben, wenn sie auf Pflege angewiesen sind. Eine mögliche Lösung in einer solchen Situation ist eine ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaft (ABWG). Sie gilt als Alternative zum klassischen Pflegeheim. Der Vorteil: Sie versprechen mehr Selbstbestimmung, mehr Alltag und mehr Nähe. Tobias Konrad, bis Januar Leiter von „Wirkommunal“, einer Abteilung des Kommunalunternehmens des Landkreises Würzburg (KU), erklärt im Gespräch mit der Lebenslinie, was dieses Wohnmodell ausmacht und für wen es geeignet ist. „Im Grunde ist die hauptsächliche Unterscheidung zwischen den ABWGs und dem klassischen Pflegeheim, dass Ersteres eine ambulante Wohnform ist, das heißt, eine häusliche Wohnform. Das hat nichts mit einer stationären Trägerschaft zu tun.“ Entscheidend sei die Autonomie. „Die Pflegebedürftigen oder deren Angehörigen entscheiden alles selbstbestimmt und müssen das auch.“ Diese Selbstbestimmung präge den Alltag unmittelbar. „Wenn jemand sagt, er ist ein Langschläfer und möchte später frühstücken, dann ist das so.“ Zeitliche Vorgaben gebe es nicht – ganz im Gegensatz zur stationären Pflege. Geeignet ist das Modell grundsätzlich für alle Pflegegrade. „Jeder, der einen Pflegegrad hat, kann in diese Wohnform einziehen“, erklärt Tobias Konrad, der sich bestens mit dem Thema Wohnen im Alter auskennt (die Lebenslinie berichtete zuletzt in der Ausgabe 2/24). Auch ein Verbleib bis zum Lebensende sei möglich. Grenzen gebe es dennoch. „Wenn jemand zum Beispiel eine starke Weglauftendenz hat oder sehr pflegeintensiv versorgt werden muss, dann muss man auch über einen Auszug sprechen.“ Überhaupt ist miteinander sprechen essenziell. Denn ein zentrales Merkmal sei die gemeinschaftliche Auswahl der Mitbewohnerinnen und -bewohner. Konflikte sollen so vermieden werden. Für Konrad entscheidend sei die Offenheit des Konzepts. „Wenn eine Mitbewohnerin oder ein Mitbewohner sagt, sie fahren jetzt in Urlaub, dann fahren sie.“ Pflegedienste, Betreuerinnen und Betreuer hätten lediglich einen „Gaststatus“ in der WG. Besuche, stellt Konrad heraus, müssten vorher in der Wohngemeinschaft abgesprochen werden. Eine wichtige Rolle spielen dem Experten zufolge die Angehörigen. „Es ist gewünscht und auch gefordert, dass sie gewisse Leistungen übernehmen.“ Herzstück sei „das Gremium der Selbstbestimmung“, in dem etwa entschieden werde, wie hoch das Haushaltsgeld sein soll. Unterstützt werden die maximal zwölf Bewohnerinnen und Bewohner in der Pflege und Hauswirtschaft. Das übernehmen (nach Wunsch) ambulante Dienste sowie Betreuungs- und Hauswirtschaftskräfte. „Sie kochen und können auch einfache pflegerische Leistungen erbringen.“ Wichtig zu wissen: Bei den Kosten nähert sich die Pflege-WG dem Pflegeheim an. „Sie liegen meist nur leicht darunter“, sagt Konrad. Denn: Neben Pflegeleistungen fallen Miete, Betreuungspauschalen und Hauswirtschaftskosten an. „Man hat eine nahezu 24-Stunden-Versorgung und das muss finanziert werden.“ Für „Wirkommunal“, als Moderatoren von ambulant betreuten Wohngemeinschaften, ist das WG-Konzept zukunftsweisend. Das sieht auch Tobias Konrad so: „Es ist ein wichtiger ergänzender Baustein in der regionalen Pflegeversorgung.“</p>
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		<title>Trinken, trinken, trinken?</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/trinken-trinken-trinken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 05:16:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
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					<description><![CDATA[Angehörige wissen, dass sie an sehr heißen Tagen kontinuierlich am Ball sein müssen: Trinkt der betagte Vater genug, nimmt die demenziell veränderte Mutter ausreichend Wasser zu sich? „Flüssigkeitsmangel ist wahrlich ein großes Problem im Alter, da der Körper dann weniger Reserven an Flüssigkeit hat“, sagt dazu der Würzburger Geriater Dr. Michael Schwab. Aber nicht allein [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Angehörige wissen, dass sie an sehr heißen Tagen kontinuierlich am Ball sein müssen: Trinkt der betagte Vater genug, nimmt die demenziell veränderte Mutter ausreichend Wasser zu sich? „Flüssigkeitsmangel ist wahrlich ein großes Problem im Alter, da der Körper dann weniger Reserven an Flüssigkeit hat“, sagt dazu der Würzburger Geriater Dr. Michael Schwab. Aber nicht allein durch das Alter, sondern auch durch Krankheiten und Medikamente können Regulationsmechanismen bei Seniorinnen und Senioren beeinträchtigt sein. Die meisten medizinischen Laien wissen inzwischen, wie wichtig Trinken an Hitzetagen ist. In den vergangenen Jahren wurde hierüber massiv aufgeklärt, und zwar konkret mit Blick auf alte Menschen, bei denen das Durstgefühl in vielen Fällen nachlässt. Vor allem bei Frauen ist das so. Dr. Michael Schwab hat es dennoch immer wieder mit den Konsequenzen des Mangels an Flüssigkeit gerade in der Geriatrie zu tun. „Leider gibt es aber keine verlässlichen Zeichen für Flüssigkeitsmangel“, erläutert Schwab. Mögliche subjektive Beschwerden könnten Schwäche, Verwirrtheit und Schwindelbeschwerden insbesondere beim Aufstehen sein. Dass immer wieder zum Teil drastische Fälle von Flüssigkeitsmangel auftauchen, erscheint angesichts der intensiven Aufklärungskampagnen erstaunlich. Doch Michael Schwab hatte vor gar nicht so langer Zeit erst wieder einen ganz konkreten Fall. „Eine 81 Jahre alte Seniorin, die zu Hause lebt, reduzierte ihre Trinkmenge, um Einlagen zu sparen und um nachts nicht so oft zur Toilette zu müssen, da sie inkontinent war“, schildert er. Wegen der geringen Menge an Harn entzündete sich die Blase: „Ich wurde am Morgen vom Ehemann gerufen, als er seine Frau im Dämmerzustand vorfand.“ Nach einer Infusion sei die Frau wieder wach und ansprechbar gewesen. Auch wenn nicht grundsätzlich Flüssigkeitsmangel als Beweis für einen plötzlich deutlich verschlechterten Zustand herbeigeführt werden kann: Während der warmen Jahreszeit liegt der Verdacht in jedem Fall nahe. „Im Hitzesommer 2003 starben in Europa rund 70.000 ältere Menschen zusätzlich wegen unzureichender Flüssigkeitsaufnahme, zum Teil begünstigt durch wassertreibende Medikamente“, so Dr. Schwab. In der Krankenhausbehandlung sähen er und seine Kolleginnen und Kollegen oft Patientinnen und Patienten, die mit akutem Nierenversagen aufgenommen werden, und zwar eindeutig ausgelöst durch einen Mangel an Flüssigkeit. Weil man betagten Angehörigen die Entscheidung über das Trinken nicht ganz alleine überlassen könne, rät der Arzt, die Flüssigkeitszufuhr zu kontrollieren: „Dabei hat sich bewährt, die angestrebte Trinkmenge zu Beginn des Tages bereitzustellen.“ So sieht man am Abend sofort, ob das Pensum geschafft wurde. Man darf dies aber auf keinen Fall völlig über den Kopf der Seniorin oder des Seniors hinweg tun: „Man sollte erklären, warum diese Menge zu trinken ist.“ Ein Liter sollte das Minimum sein. Klettern die Temperaturen über 30 Grad hinaus, liegt das Minimum bei zwei Litern: „Bei stärkerer Herz- oder Nierenschwäche muss die Trinkmenge aber mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen werden.“</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zu viele Pillen?</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/zu-viele-pillen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 05:10:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn ältere Menschen in die Akutgeriatrie kommen, bringen sie oft lange Medikamentenlisten mit. Manchmal stehen darauf zehn, 15 oder sogar 20 Präparate. „Polymedikation ist im Alter wirklich schwierig“, sagt Natalie Preiß, Fachärztin für Neurologie und klinische Altersmedizin am Klinikum Main-Spessart in Lohr am Main. Die Chefärztin der Geriatrie betont: „Wir wollen nicht untertherapieren, aber wir [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ältere Menschen in die Akutgeriatrie kommen, bringen sie oft lange Medikamentenlisten mit. Manchmal stehen darauf zehn, 15 oder sogar 20 Präparate. „Polymedikation ist im Alter wirklich schwierig“, sagt Natalie Preiß, Fachärztin für Neurologie und klinische Altersmedizin am Klinikum Main-Spessart in Lohr am Main. Die Chefärztin der Geriatrie betont: „Wir wollen nicht untertherapieren, aber wir wollen auch nicht übertherapieren. Das ist die Gratwanderung.“ Problematische Polypharmazie macht sie nicht an einer starren Zahl fest, sondern spricht dann davon, „wenn Nebenwirkungen auftreten oder die Medikation mehr belastet als nutzt“. In der Klinik wird deshalb jede Verordnung überprüft: Warum nimmt der Mensch dieses Medikament? Gibt es eine klare Indikation? Und ist es unter den aktuellen Voraussetzungen noch sinnvoll? Die Zahlen würden zeigen, wie groß das Thema sei, betont die Ärztin. Obwohl nur rund 22,4 Prozent der gesetzlich Versicherten 65 Jahre und älter seien, entfielen 55,9 Prozent aller verordneten Arzneimittel auf diese Gruppe. Fast jede dritte Person über 65 Jahre nehme fünf oder mehr Medikamente ein, ab 80 Jahren sei es nahezu jede oder jeder zweite. „Zehn Medikamente am Tag sind nicht selten“, berichtet Preiß aus eigener Erfahrung. Entscheidend für die Abwägung sei für sie der individuelle Blick. Chronische Erkrankungen wie eine koronare Herzkrankheit (KHK), Diabetes oder Parkinson bedingen oft mehrere Präparate. Gleichzeitig fragt sie: Wie ist die Lebenserwartung? Wie stabil ist die Gesamtsituation? Und könnten neue Beschwerden wie Schwindel oder Verwirrtheit mit der Medikation zusammenhängen? Denn der alternde Körper reagiert anders. „Im Alter nimmt der Fettanteil zu, das Körperwasser wird weniger“, erklärt Preiß. Lipophile Medikamente reichern sich stärker an und wirken länger, wasserlösliche erreichen schneller höhere Spiegel. Hinzu kämen veränderte Nieren- und Leberfunktion sowie eine erhöhte Empfindlichkeit des Nervensystems. Studien mit Hochbetagten seien noch immer zu selten, so die Expertin. Symptome wie Stürze, Schwindel oder kognitive Einbußen werden häufig dem Alter zugeschrieben. Dabei können sie Nebenwirkungen sein. Besonders hellhörig wird Preiß, wenn Beschwerden kurz nach Beginn der Medikamenteneinnahme oder Wechsel eines Medikaments auftreten. Dann gilt: prüfen, nicht bagatellisieren. Kritisch sieht sie bestimmte Wirkstoffgruppen, die als potenziell inadäquate Medikamente gelten. In Deutschland listet die Priscus-Liste 221 Wirkstoffe auf. Laut AOK-Daten erhalten 47,6 Prozent der Versicherten mindestens einmal jährlich ein solches Präparat. „Aber nicht jede Verordnung ist automatisch falsch“, betont sie. Einnahmedauer, Dosis und Indikation seien entscheidend. Nichtmedikamentöse Maßnahmen wie Bewegung, Gewichtsreduktion oder psychotherapeutische Angebote könnten helfen, die Medikamentenzahl zu senken. „Bewegung ist wichtig“, sagt Preiß. Doch bei hochbetagten, multimorbiden Menschen lasse sich nicht alles kompensieren. Medikamente seien oft notwendig, Alternativen müssten individuell geprüft werden. Besonders sensibel ist das Absetzen langjähriger Präparate. „Viele sagen: Das habe ich schon immer genommen“, berichtet sie. Veränderungen brauchen Erklärung, Zeit und Einbindung der Angehörigen. Ihr Appell ist klar: „Nie eigenmächtig absetzen, immer das Gespräch suchen!“ Denn gute Medikation im Alter ist kein Automatismus, sondern ein gemeinsamer Prozess.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Demenz – der leise Abschied?</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/demenz-der-leise-abschied/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 08:59:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
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					<description><![CDATA[Muss ich mich schon auf Demenz testen lassen, wenn ich nicht mehr weiß, auf welcher Ebene im Parkhaus ich mein Auto abgestellt habe? Nicht unbedingt. Ein regelmäßig stattfindender Online-Workshop zum Thema Demenz des Bayerischen Landesamts für Pflege in Amberg klärt umfassend darüber auf, etwa über verschiedene Ursachen für Vergesslichkeit. Oft sind sie Begleiterscheinungen einer Infektion, [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Muss ich mich schon auf Demenz testen lassen, wenn ich nicht mehr weiß, auf welcher Ebene im Parkhaus ich mein Auto abgestellt habe? Nicht unbedingt. Ein regelmäßig stattfindender Online-Workshop zum Thema Demenz des Bayerischen Landesamts für Pflege in Amberg klärt umfassend darüber auf, etwa über verschiedene Ursachen für Vergesslichkeit. Oft sind sie Begleiterscheinungen einer Infektion, Stoffwechselerkrankung oder Depression, können medikamentös behandelt werden und klingen mit Gesundung oder unter medikamentöser Einstellung wieder ab. Erst im fortgeschrittenen Alter und wenn ich über einen Zeitraum von sechs Monaten immer wieder beobachte, dass ich mich an alltägliche Dinge nicht mehr erinnern kann oder auf gewohnten Pfaden die Orientierung verliere, kann der Gang zur Hausärztin oder zum Hausarzt und ein eigens dafür vorgesehener Test Gewissheit bringen. Sollte das nicht weiterhelfen, kann die Hausärztin oder der Hausarzt zur Fachärztin oder zum Facharzt überweisen oder ein CT oder MRT anfordern. Als typisch für eine Demenzkrankheit nennen die Leiterinnen der Fachstelle für Demenz und Pflege Oberfranken, Kerstin Hofmann und Vanessa Sänger, die Beeinflussung des Kurzzeitgedächtnisses. Betroffene wiederholen dieselbe Frage mehrmals innerhalb kurzer Zeit. Dazu kommen Orientierungsstörungen und Stimmungsschwankungen von aggressiv über ängstlich bis hin zu apathisch oder Symptome ähnlich einer Depression. Die Alzheimer-Krankheit ist die bekannteste Form der Demenz. Die im Volksmund als „Verkalkung“ bekannte Alzheimer-Gefäßkrankheit ist mit 34 Prozent am häufigsten. Bei der mit 30 Prozent zweithäufigsten, klassischen Alzheimer-Erkrankung verklumpen Eiweiße in den Gehirnzellen, wodurch die Zellen absterben. Die Gefahr, an einer Form der Demenz zu erkranken, erhöht sich mit dem Alter. Menschen jenseits der 80 und in ihren 90er-Jahren erkranken am häufigsten. Wenige Fälle treten bereits ab dem 65. bis 74. Lebensjahr auf. Symptome entwickeln sich über einen Zeitraum von fünf Jahren von leichten kognitiven Beeinträchtigungen (vermindertes Kurzzeitgedächtnis) über Wortfindungs- und Orientierungsstörungen hin zu mittelschweren Beeinträchtigungen bis zur schweren Demenz (Pflegebedürftigkeit). Eine gesunde Lebensweise mit angemessener Ernährung, sportlicher Betätigung, sozialen Kontakten, Fort- und Weiterbildungen zählen zu den präventiven Maßnahmen, wogegen Bluthochdruck, Adipositas und erhöhte Cholesterinwerte Risikofaktoren darstellen. Wird man mit der Diagnose Demenz konfrontiert, kann Verhaltenstherapie helfen, damit umzugehen. Krankheitsbegleitend werden Ergo-, Logo-, Kunst- und Musiktherapie eingesetzt. Physiotherapie und Gangsicherheitstraining müssen die klassische Alzheimer-Erkrankung begleiten, da der Körper versteift. Gedächtnistraining oder die Arbeit an der eigenen Biografie können geistig fit halten. An Demenz Erkrankte brauchen ein stabiles Lebensumfeld, um sich sicher zu fühlen. Das Aufsuchen gewohnter Orte hilft, Erinnerungen zu wecken.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Konzepte für würdevolles Altern</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/konzepte-fuer-wuerdevolles-altern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 08:40:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=19823</guid>

					<description><![CDATA[Die Gesellschaft altert, die Geburtenrate sinkt. Was abstrakt klingt, zeigt sich im Alltag sehr konkret – nicht zuletzt im Bereich Wohnen und Pflege. Landrat Thomas Eberth brachte es bei einem Pressetermin auf den Punkt: Seine Generation, Jahrgang 1975, werde keinen Pflegeheimplatz mehr bekommen, „wenn wir nicht jetzt massiv Gas geben und die Weichen richtig stellen“. [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_19825" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-19825" class="size-medium wp-image-19825" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Foto©Schmelz-Fotodesign-Herr-Scheller-2730-300x267.jpeg" alt="" width="300" height="267" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Foto©Schmelz-Fotodesign-Herr-Scheller-2730-300x267.jpeg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Foto©Schmelz-Fotodesign-Herr-Scheller-2730-1024x913.jpeg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Foto©Schmelz-Fotodesign-Herr-Scheller-2730-1536x1369.jpeg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Foto©Schmelz-Fotodesign-Herr-Scheller-2730-2048x1826.jpeg 2048w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2025/10/Foto©Schmelz-Fotodesign-Herr-Scheller-2730-218x194.jpeg 218w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-19825" class="wp-caption-text">@SCHMELZ-FOTODESIGN</p></div>
<p>Die Gesellschaft altert, die Geburtenrate sinkt. Was abstrakt klingt, zeigt sich im Alltag sehr konkret – nicht zuletzt im Bereich Wohnen und Pflege. Landrat Thomas Eberth brachte es bei einem Pressetermin auf den Punkt: Seine Generation, Jahrgang 1975, werde keinen Pflegeheimplatz mehr bekommen, „wenn wir nicht jetzt massiv Gas geben und die Weichen richtig stellen“. Es ist eine Mahnung, die viele aufhorchen lässt. Denn die Sorge, im Alter unversorgt und allein zu bleiben, treibt längst nicht nur die Hochbetagten um. Im Landkreis Würzburg ist das Kommunalunternehmen (KU) ein zentraler Akteur, wenn es darum geht, seniorengerechtes Wohnen und Pflegeangebote zu schaffen. „Insgesamt bieten wir in unseren Seniorenzentren 549 stationäre Plätze sowie 138 Plätze im Bereich Service-Wohnen. Hinzu kommen 16 Plätze in der teilstationären Pflege“, erklärt Robert Scheller, Vorstand des KU. Die Einrichtungen verteilen sich auf Würzburg und umliegende Orte – von Aub über Bergtheim bis Ochsenfurt. Damit ist ein Netz entstanden, das kurze Wege ermöglicht und den Bezug zur Heimatgemeinde gewährleistet. Die Mischung in den Häusern ist bewusst gewählt. „Es ist uns wichtig, dass jedes unserer Seniorenzentren auf die Aufnahme von Seniorinnen und Senioren der unterschiedlichsten Pflegegrade ausgelegt ist. In allen unseren Seniorenzentren leben Menschen, die sich noch selbstbestimmt versorgen können, bis hin zu stark pflegebedürftigen Menschen. Das schafft ein lebendiges Miteinander.“ Diese Mixtur zeigt sich auch im neuen Seniorenzentrum Uettingen, der neunten Einrichtung des KU. Dort gibt es 49 vollstationäre Plätze, ergänzt durch Kurzzeitpflege und Service-Wohnungen. Flexibilität trifft in Uettingen auf ein außergewöhnlich integriertes Konzept. Mitten im Ortskern gelegen, sind Bäckerei, Metzgerei, Ärztinnen und Ärzte, Apotheken, Kindergarten und Gastronomie fußläufig erreichbar. Innenhof und Garten der Sinne laden ein, aktiv zu bleiben, Hochbeete ermöglichen den Anbau von Kräutern und Gemüse, Kleintiere wie Hühner oder Ziegen sollen für Beschäftigung sorgen. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Menschen mit Demenz. „Das Seniorenzentrum Uettingen ist auch auf die Bedürfnisse demenziell erkrankter Bewohnerinnen und Bewohner ausgerichtet.“ Unterschiedlich gestaltete Flure, kontrastreiche Farben, demenzsensibel eingerichtete Bäder und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit gerontopsychiatrischer Zusatzausbildung bieten Orientierung und Sicherheit. Der Garten der Sinne wurde eigens auf die Bedürfnisse bei Demenzerkrankung zugeschnitten. Pflege ist hier nicht nur Versorgung, sondern ein Konzept des Lebens. Doch die schönste Architektur, die beste Lage, die modernsten Pflegekonzepte sind wirkungslos ohne Fachkräfte. „Die größte Herausforderung besteht sicherlich in der nachhaltigen Gewinnung von Pflegefachkräften“, sagt Scheller. Attraktive Arbeitsbedingungen, internationale Rekrutierung über Programme wie „Triple Win“ und die ständige Aufgabe, Pflegekräfte zu halten und zu gewinnen seien entscheidend. „Ohne Pflegekräfte nutzt uns das schönste Seniorenzentrum nichts – wir können nur dann Pflegeplätze anbieten, wenn wir ausreichend in der Pflege ausgebildete Menschen für eine Tätigkeit in unseren Häusern gewinnen – eine zentrale Daueraufgabe, der wir uns täglich stellen.“</p>
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		<title>Surfen mit über 80 Jahren</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/surfen-mit-ueber-80-jahren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Apr 2025 16:33:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
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					<description><![CDATA[„WhatsApp kann ich, alles andere nicht!“ Das ist ein Satz, den Peter Wisshofer bei den Anfängerkursen des Würzburger Internetcafés „Von Senioren für Senioren“ häufig hört. Wie reserviere ich einen Termin im Rathaus? Wie kann ich eine Bahnverbindung recherchieren? Oder noch viel einfacher: Wie schalte ich den Laptop, den mein Enkel mir geschenkt hat, richtig ein [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„WhatsApp kann ich, alles andere nicht!“ Das ist ein Satz, den Peter Wisshofer bei den Anfängerkursen des Würzburger Internetcafés „Von Senioren für Senioren“ häufig hört. Wie reserviere ich einen Termin im Rathaus? Wie kann ich eine Bahnverbindung recherchieren? Oder noch viel einfacher: Wie schalte ich den Laptop, den mein Enkel mir geschenkt hat, richtig ein und aus? Seit drei Jahren bietet das Internetcafé Anfängerkurse an. Über 150 Seniorinnen und Senioren haben inzwischen daran teilgenommen. Das Internet, heißt es immer wieder, ist heute im Alltag nicht mehr wegzudenken. Auch viele alte Menschen finden, haben sie es erst einmal entdeckt, dass es wirklich eine feine Sache ist. Wie schön, vom Enkel eine Mail nebst Foto, wo er sich gerade befindet, zu erhalten! Allerdings gibt es nach wie vor Barrieren. 2020 waren es laut dem „Deutschen Alterssurvey” immerhin fast 15 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger, die keinen Zugang zum Internet haben. Zu vermuten steht, dass sich diese Zahl verringert haben dürfte. Doch gerade Menschen im Alter von über 80 Jahren waren oft noch nie in der digitalen Welt unterwegs. An den Anfängerkursen des Internetcafés „Von Senioren für Senioren“ in Würzburg, Höchberg und Veitshöchheim nehmen Menschen zwischen Anfang 70 bis Mitte 90 teil. Peter Wisshofer, der dem Trägerverein vorsteht und das Internetcafé mit seinem Stammsitz im Caritas-Seniorenzentrum St. Thekla in Würzburg leitet, macht es Spaß, Seniorinnen und Senioren digital zu bilden. Der 77-Jährige sagt aber auch klar: „Den Zwang zur Digitalisierung lehne ich ab.“ Für viele Seniorinnen und Senioren sei es schrecklich, dass sie einen Termin im Bürgerbüro nur noch digital bekommen. Oder dass Termine bei der Fachärztin oder beim Facharzt nur noch digital ausgemacht werden können. Wisshofer, der sich im Arbeitskreis „Digitalisierung und Digitale Bildung“ der Würzburger Seniorenvertretung engagiert, setzt sich aktuell stark dafür ein, dass ältere Menschen nicht digital abgehängt werden. Natürlich haben viele Enkel. Die wurden auch schon zigmal gebeten, dies oder jenes zu erklären. Aber sie tun das so schnell. Gehen sie, ist alles vergessen. Konkret wünscht sich Wisshofer, dass Seniorinnen und Senioren in allen Würzburger Stadtteilen ein Quartiersmanagement aufsuchen können, wenn sie Hilfe brauchen. Quartiersmanagerinnen und -manager, sagt er, sollten sich als eine Art analoge Dolmetscherinnen und Dolmetscher ins Digitale verstehen: „Und beispielsweise Verbindungen zur Ärztin/zum Arzt herzustellen.“ Begrüßt wird ein solches Engagement vom evangelischen Altenheimseelsorger Andreas Fritze in Würzburg. „Ich kenne viele alte Menschen, die noch nie im Internet waren“, sagt er. Aufgrund der Corona-Jahre habe sich die Situation zwar etwas verändert. Durch den zeitweisen Abbruch der persönlichen Kontakte hätten auch Ältere neue Möglichkeiten der Kommunikation finden müssen. Manche hatten sich dann auch ganz gut auf die digitale Welt einlassen können: „Andere tun sich damit bis heute wahnsinnig schwer.“ Das liegt im Übrigen nicht allein an der Technik. Sondern auch an vergleichsweise kleinen Endgeräten. So sei das, was über das Smartphone vermittelt wird, so Andreas Fritze, für Seniorinnen und Senioren nicht immer gut zu hören und/oder gut zu sehen. Technisch relativ fit sind die fünf betagten Mitarbeiterinnen der von ihm angebotenen offenen Seniorenarbeit des evangelischen Arbeitervereins in Würzburg: „Zwei erreiche ich regelmäßig via Handy, vier per Mail.“ Gibt es technische Probleme, komme Fritze zu seinen Freiwilligen sogar nach Hause, um zu helfen. Erst vor Kurzem half er einer Seniorin im Alter von über 80 Jahren, endlich mal wieder ihren Computerschreibtisch aufzuräumen.</p>
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		<title>Keine Einbahnstraße</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/keine-einbahnstrasse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Mar 2025 22:01:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
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					<description><![CDATA[„Außerklinische Intensivpflege ist das Angebot an Menschen, die so schwer erkrankt sind, dass sie 24 Stunden ärztliche und pflegerische Interventionen benötigen, um am Leben zu bleiben“, erklärt Gabriele Schuster. Zusammen mit Dr. Tim Stelzer leitet sie das 2016 mit Unterstützung des Ärztenetzwerks Mainfranken gegründete IPT – Intensivpflegeteam. Gemeinsam bieten sie seither eine ganzheitliche Intensivpflege-Betreuung von [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Außerklinische Intensivpflege ist das Angebot an Menschen, die so schwer erkrankt sind, dass sie 24 Stunden ärztliche und pflegerische Interventionen benötigen, um am Leben zu bleiben“, erklärt Gabriele Schuster. Zusammen mit Dr. Tim Stelzer leitet sie das 2016 mit Unterstützung des Ärztenetzwerks Mainfranken gegründete IPT – Intensivpflegeteam. Gemeinsam bieten sie seither eine ganzheitliche Intensivpflege-Betreuung von zumeist tracheotomierten und beatmeten Erwachsenen in Wohngemeinschaften in Würzburg und Schweinfurt, aber auch zuhause, an. Lebensqualität, also ein würdiges und soweit möglich selbstbestimmtes Leben führen, das stehe Schuster zufolge ganz oben auf der Agenda. Das gelänge mit einer interdisziplinären Mannschaft, bestehend aus einem pflegerischen Team, Ärztinnen und Ärzten sowie Therapeutinnen und Therapeuten. „Die Menschen in den Wohngemeinschaften organisieren sich selbst“, erklärt Gabriele Schuster das Konzept. Das pflegende Team verstehe sich als Gast. „Die Bewohnerinnen und Bewohner definieren, wann wer aufstehen möchte, was im Fernsehen läuft oder was gekocht wird.“ Bis sie auf dieser Betreuungsstufe ankommen, liegt meist ein harter Weg hinter ihnen. Ein Schlaganfall, Autounfall oder ähnliches reißt sie aus dem Leben und sie erwachen auf der Intensivstation. „Wir wissen aus Studien, dass so etwas Traumata auslösen kann“, erklärt die Diplom-Psychologin. Auch die anschließende Reha sei eine anstrengende Zeit. Dort müssten sie lernen, wieder allein zu atmen oder zu schlucken. „Das macht Angst. Und es schaffen nicht alle.“ Jene, die weiterhin Unterstützung benötigen, fänden daraufhin oft den Weg in die Wohngemeinschaft. „Die Menschen kommen mit einem Schock bei uns an“, umreißt Schuster die Situation. 14 Tage seien sie zunächst Hochrisiko-Patientinnen oder -Patienten. „In dieser Zeit müssen wir besonders gut auf sie aufpassen. Viele erholen sich aber, lernen uns und das neue Leben kennen und arbeiten mit.“ Ruhe und Zeit, die wird sich in den Wohngemeinschaften genommen, vorhandene Familienstrukturen, wenn möglich, eingebunden. Es ist ein Kommen und Gehen ohne Besuchszeiten oder Pforte. Externe Logopädinnen und Logopäden, Ergotherapeutinnen und -Ergotherapeuten, Physiotherapeutinnen und -therapeuten sowie weitere Fachdisziplinen – sie alle sind gemeinsam mit dem speziell ausgebildeten Pflegefachteam bestrebt, die Menschen wieder zu mobilisieren. Selbst tierische Unterstützung sei im Einsatz. „Aufgrund dieses multidisziplinären Konzepts erreichen wir eine Dekanülierungsquote von knapp 20 Prozent. Jeder Fünfte schafft es also zurück nach Hause. Es ist keine Einbahnstraße“, so Schuster. Doch selbst, wenn man in der Wohngemeinschaft bleibt, sei ein gutes Leben möglich. Ein Zoo-Besuch mit Beatmungsmaschine? Kein Problem! „Der allergrößte Anteil der Pflege wird durch die Krankenkasse und durch die Pflegekasse übernommen“, erklärt die Fachfrau. Falls nötig, springe auch der Sozialhilfeträger ein. Im Laufe der Zeit haben Gabriele Schuster und ihr Team viele schöne Momente erlebt. Da ist zum Beispiel der junge Noah, ein „Strahlemann und Kämpfer“, der nach einem schweren Autounfall als Wachkomapatient zur IPT kam und sich mittlerweile zurück in ein aktiveres Leben gekämpft hat. Oder Senior Peter, der schwerstpflegebedürftig ankam und sich selbst aufgegeben hatte. Knapp zwei Jahre später ist er zurück in sein Haus gezogen. Es gibt aber auch die anderen, die hier viele Jahre bleiben und hier auch sterben. „Das trifft auch professionelles Personal sehr“, sagt Gabriele Schuster. Schließlich sei man im Laufe der Zeit zusammengewachsen. In den Wohngemeinschaften ist das volle Leben möglich. In all seinen Facetten, Kurven und Kapriolen und für alle Beteiligten.</p>
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		<title>Die Treppe: unüberwindbares Hindernis?</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/die-treppe-unueberwindbares-hindernis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Mar 2025 22:01:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=19095</guid>

					<description><![CDATA[Wenn man älter und gebrechlich ist oder gar im Rollstuhl sitzt, ist das Thema „Sturzprophylaxe“ besonders wichtig, insbesondere, wenn ältere Menschen noch allein in der eigenen Wohnung oder im Eigenheim leben. Treppen können hier ab einem gewissen Punkt ein unüberwindbares Hindernis darstellen. „Die meisten Stürze passieren im Badezimmer, das ist der ‚gefährlichste‘ Ort, das Treppenhaus [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man älter und gebrechlich ist oder gar im Rollstuhl sitzt, ist das Thema „Sturzprophylaxe“ besonders wichtig, insbesondere, wenn ältere Menschen noch allein in der eigenen Wohnung oder im Eigenheim leben. Treppen können hier ab einem gewissen Punkt ein unüberwindbares Hindernis darstellen. „Die meisten Stürze passieren im Badezimmer, das ist der ‚gefährlichste‘ Ort, das Treppenhaus folgt direkt auf den Fuß auf Platz zwei“, berichtet Mathias Endres, Chef der Sanitätshäuser Schön &amp; Endres. „Es muss gar keine Treppe sein, es gibt schon Türschwellen, die ein Hindernis darstellen. Die Lösung sind hier Brücken oder auch kleine kurze Rampen, die man auflegen kann, um zum Beispiel eine Wohnung oder eine Hauseingangstreppe zu überwinden“, so Endres. „Es gibt auch Einzellösungen für Balkon- oder Terrassentüren, die man von innen und von außen hinlegt, oder solche, die man aufklappen kann.“ Welche Variante geeignet ist, müsse man aber bei einer Vor-Ort-Begehung prüfen. „Schwellenrampen oder Stufenrampen, innerhalb der Wohnung sowie zum Erreichen oder Verlassen der Wohnung sind in der Regel im Leistungskatalog der gesetzlichen Kranken- oder Pflegeversicherung enthalten“, weist der Fachmann auf den Kostenträger hin. Voraussetzung sei hier jedoch, dass sie nicht festmontiert werden. „Bei größeren Rampenanlagen, die fest installiert sind, besteht keine Leistungspflicht der gesetzlichen Kranken- oder Pflegeversicherung“, so Endres weiter. Da gebe es meistens diesen Zuschuss von 4.000 Euro für behindertengerechten oder barrierefreien Umbau des Wohnumfeldes. Und nun zum großen Thema „Treppe“ &#8230; „Um eine Treppe zu überwinden, die jetzt, sage ich mal, über zehn bis 20 Stufen verfügt, die vielleicht eine Krümmung oder eine Kurve aufweist, gibt es sogenannte mobile Treppensteiger. Diese kann man entweder an einen Rollstuhl adaptieren oder sie haben einen Sitz und Rücken mit dran“, erklärt Mathias Endres das Hilfsmittel. Das funktioniere im Prinzip wie eine „Sackkarre“. „Man sitzt vorne drauf und die Betreuerin oder Betreuer steuert das Teil.“ Diese Variante ist somit immer an eine Begleitperson gebunden. Alternativ für die Treppe gebe es auch fest montierte Treppenlifter, Sitzlifter oder auch Plattformlifter (mit Rollstuhl nutzbar). Sitzlifter kosten zwischen 8.000 und 10.000 Euro, Bei einer Liftanlage, die Wendelungen und Steigungen auf der Treppe zu kompensieren hat, geht es in Bereiche zwischen 12.000 und 20.000 Euro. Wenn man räumlich die Möglichkeit dazu hat, gebe es für den häuslichen Bereich auch den sogenannten Senkrechtaufzug, so der Experte. „Den gibt es in zwei unterschiedlichen Größen. Bei dem einen kann eine Person stehend darin fahren, bei der größeren Variante ist es möglich, auch mit dem Rollstuhl hineinzufahren“, weiß Mathias Endres. Auch wenn sich die ein oder andere Variante kostenintensiv anhört: Der Orthopädietechniker-Meister und Chef von sieben Sanitätshäusern mit Standorten in ganz Unterfranken empfiehlt, sich lieber früher als später für einen Lifter zu entscheiden. „Zum einen, um Stürze zu vermeiden, die im Alter oft nicht gut ausgehen, und zum anderen als Investition in die eigene Selbstständigkeit zu Hause!“</p>
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