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	<title>Lebenslinie</title>
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	<description>Gesundheitsmagazin für Mainfranken</description>
	<lastBuildDate>Thu, 22 Oct 2026 21:14:49 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>94 Einsatzkräfte proben  gemeinsam den Ernstfall</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/94-einsatzkraefte-proben-gemeinsam-den-ernstfall/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sandra Redlich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2026 21:13:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Freitag, 16. Oktober 2026, fand an der Kreuzung zwischen Geroldshausen, Ingolstadt und Albertshausen eine groß angelegte Einsatzübung statt. Insgesamt beteiligten sich 94 Einsatzkräfte, darunter 20 Einsatzkräfte der Johanniter und des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) sowie 74 Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren Geroldshausen, Moos, Albertshausen, Reichenberg, Kirchheim und Giebelstadt. Auch Vertreter der Kreisbrandinspektion waren vor Ort. [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag, 16. Oktober 2026, fand an der Kreuzung zwischen Geroldshausen, Ingolstadt und Albertshausen eine groß angelegte Einsatzübung statt.<br />
Insgesamt beteiligten sich 94 Einsatzkräfte, darunter 20 Einsatzkräfte der Johanniter und des<br />
Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) sowie 74 Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren Geroldshausen, Moos, Albertshausen, Reichenberg, Kirchheim und Giebelstadt.<br />
Auch Vertreter der Kreisbrandinspektion waren vor Ort.</p>
<p>Um 18:23 Uhr wurden die Feuerwehren mit dem Einsatzstichwort<br />
„THL 4 – Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen“<br />
alarmiert. Für die alarmierten Einsatzkräfte kam die Übung unangekündigt.</p>
<p><strong>Anspruchsvolles Unfallszenario</strong></p>
<p>Das Szenario stellte einen schweren Verkehrsunfall mit drei Pkw und einem Lastkraftwagen dar.<br />
Nachdem der Lkw während der Fahrt zwei große Reifen verloren hatte, wich ein nachfolgender<br />
Pkw auf die Gegenfahrbahn aus und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug.<br />
Ein weiterer Pkw kam beim Ausweichversuch von der Fahrbahn ab und überschlug sich im<br />
Straßengraben.</p>
<div id="attachment_20996" style="width: 362px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20996" class="wp-image-20996" style="font-size: 15.0766px; font-family: 'Open Sans', Arial, sans-serif;" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Bild-2_Grossuebung-von-Rettungsdienst-und-FFW-in-Geroldshausen_GeorgeMelissa-768x1024.jpg" alt="" width="352" height="470" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Bild-2_Grossuebung-von-Rettungsdienst-und-FFW-in-Geroldshausen_GeorgeMelissa-768x1024.jpg 768w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Bild-2_Grossuebung-von-Rettungsdienst-und-FFW-in-Geroldshausen_GeorgeMelissa-225x300.jpg 225w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Bild-2_Grossuebung-von-Rettungsdienst-und-FFW-in-Geroldshausen_GeorgeMelissa-1152x1536.jpg 1152w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Bild-2_Grossuebung-von-Rettungsdienst-und-FFW-in-Geroldshausen_GeorgeMelissa-1536x2048.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Bild-2_Grossuebung-von-Rettungsdienst-und-FFW-in-Geroldshausen_GeorgeMelissa-218x291.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Bild-2_Grossuebung-von-Rettungsdienst-und-FFW-in-Geroldshausen_GeorgeMelissa-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 352px) 100vw, 352px" /><p id="caption-attachment-20996" class="wp-caption-text">Foto: Melissa George / Johanniter</p></div>
<p>Insgesamt waren sechs Personen betroffen. Fünf geschminkte Verletzte, sogenannte Mimen, die von der Realistischen Unfalldarstellung der Johanniter vorbereitet worden waren, sorgten für realistische Einsatzbedingungen.</p>
<p>Die Feuerwehren sicherten die Unfallstelle ab, stellten den Brandschutz sicher und befreiten eingeklemmte Personen mit hydraulischen Rettungsgeräten. Gleichzeitig übernahmen die<br />
Rettungskräfte der Johanniter und des BRK gemeinsam mit den Notärzten die medizinische Versorgung.</p>
<p>Der Rettungsdienst war mit vier Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeugen,<br />
einem Krankentransportwagen und einem Einsatzleitwagen vertreten.<br />
Hinzu kamen insgesamt 13 Feuerwehrfahrzeuge. Gegen 19:02 Uhr war die Übung beendet.</p>
<p><strong>Gemeinsame Organisation und Einsatzleitung<br />
</strong><br />
Organisiert und vorbereitet wurde die Großübung von Kreisbrandmeister Jürgen Fuß<br />
und Jan Ehrhardt von den Johannitern, der im Bereich Katastrophenschutz tätig und zugleich HvOBeauftragter (Helfer vor Ort) der Freiwilligen Feuerwehr Geroldshausen ist.</p>
<p>„Bei einem schweren Verkehrsunfall mit zahlreichen Verletzten müssen viele Einsatzkräfte<br />
gleichzeitig unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Entscheidend ist, dass die Abläufe<br />
aufeinander abgestimmt sind und alle Beteiligten wissen, wie sie zusammenarbeiten.<br />
Genau das wollten wir mit dieser Übung trainieren“, erklärt Kreisbrandmeister Jürgen Fuß.</p>
<p>Jan Ehrhardt ergänzt: „Uns war wichtig, nicht nur die technische Rettung, sondern auch die<br />
medizinische Versorgung der Verletzten möglichst realistisch darzustellen. Feuerwehr und<br />
Rettungsdienst müssen gerade bei solchen Einsatzlagen eng zusammenarbeiten. Das lässt sich<br />
am besten gemeinsam üben.“</p>
<p>Die Einsatzleitung für die sechs Feuerwehren übernahm Heiko Drexel, 1. Kommandant der<br />
Freiwilligen Feuerwehr Geroldshausen. Die rettungsdienstliche Einsatzleitung lag bei Stefan<br />
Lang von den Johannitern. Beide koordinierten ihre Einsatzkräfte und stimmten die<br />
Rettungsmaßnahmen miteinander ab.</p>
<p>Jan Ehrhardt zog eine positive Bilanz: „Besonders schön ist zu sehen, dass sich die Zusammenarbeit und die Abläufe in den drei Jahren, in denen ich diese Übung mitorganisiere und mitplane, kontinuierlich verbessert haben. Natürlich gibt es immer Punkte, an denen wir<br />
weiterarbeiten können.“</p>
<p><strong>Gemeinsamer Abschluss und Dank<br />
</strong><br />
Nach Abschluss der Übung trafen sich die Beteiligten am Feuerwehrhaus Geroldshausen zur<br />
gemeinsamen Nachbesprechung und zum Erfahrungsaustausch. Die Gemeinde Geroldshausen<br />
übernahm die Verpflegung der Einsatzkräfte.</p>
<p>Geroldshausens 1. Bürgermeister Gunther Ehrhardt würdigte das Engagement der Beteiligten:<br />
„Es ist beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement und welcher Professionalität unsere<br />
ehrenamtlichen Feuerwehrleute und die Einsatzkräfte der Rettungsdienste zusammenarbeiten.<br />
Was bei einer solchen Übung selbstverständlich aussieht, erfordert viel Ausbildung,<br />
Vorbereitung und regelmäßiges gemeinsames Training. Mein besonderer Dank gilt allen<br />
Beteiligten, insbesondere den Organisatoren Jürgen Fuß und Jan Ehrhardt. Solche Übungen<br />
sind ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger.“</p>
<p>Ein besonderer Dank gilt auch Thomas Hüttner von der Firma Steinbruch Wirths GmbH, der das<br />
aufwendige Unfallszenario vor der Übung aufbaute und anschließend wieder zurückbaute, sowie<br />
der Firma Schwarz KG, die die benötigten Unfallfahrzeuge zur Verfügung stellte.</p>
<p>Die Freiwillige Feuerwehr Geroldshausen, die Gemeinde Geroldshausen, die Johanniter-Unfall Hilfe e.V. und die Kreisbrandinspektion Würzburg bedanken sich gemeinsam bei allen<br />
beteiligten Feuerwehrangehörigen, den Einsatzkräften der Johanniter und des BRK, den<br />
Notärzten sowie sämtlichen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz.</p>
<p>Die Großübung hat erneut gezeigt, wie wichtig das Zusammenspiel der verschiedenen<br />
Einsatzorganisationen über Gemeindegrenzen hinweg ist. Denn im Ernstfall zählt vor allem<br />
eines: dass alle Beteiligten schnell und koordiniert zusammenarbeiten, um Menschenleben zu<br />
retten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sich einen Kopf um den Kopf machen</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/sich-einen-kopf-um-den-kopf-machen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 20:19:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
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					<description><![CDATA[„Was man vergisst, hat man im Grunde nie erlebt“, sagte der deutsche Bibliothekar und Lyriker Ernst R. Hauschka. Gefühlt ist das so! In Deutschland leiden derzeit rund 1,8 Millionen Menschen über 65 Jahren an einer demenziellen Erkrankung. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft schätzt, dass die Anzahl an Demenzkranken bis 2050 aufgrund des demografischen Wandels auf 2,7 [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20978" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20978" class="size-medium wp-image-20978" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Prof_Maeurer-300x245.jpg" alt="" width="300" height="245" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Prof_Maeurer-300x245.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Prof_Maeurer-1024x835.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Prof_Maeurer-1536x1252.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Prof_Maeurer-2048x1669.jpg 2048w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Prof_Maeurer-218x178.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Prof_Maeurer-168x137.jpg 168w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-20978" class="wp-caption-text">©Inline Internet– und Webeagentur</p></div>
<p>„Was man vergisst, hat man im Grunde nie erlebt“, sagte der deutsche Bibliothekar und Lyriker Ernst R. Hauschka. Gefühlt ist das so! In Deutschland leiden derzeit rund 1,8 Millionen Menschen über 65 Jahren an einer demenziellen Erkrankung. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft schätzt, dass die Anzahl an Demenzkranken bis 2050 aufgrund des demografischen Wandels auf 2,7 Millionen ansteigen wird<sup>1</sup>. Das Gedächtnis lässt nach und Erinnerungen schwinden. Dem Vergessen den Kampf anzusagen, das hat sich das Team um Professor Mathias Mäurer, Chefarzt der Neurologie und Neurologischen Frührehabilitation am Klinikum Würzburg Mitte (KWM), auf die Fahnen geschrieben. Demenz ist der Abbau und Verlust kognitiver Fähigkeiten. Zu den möglichen betroffenen Bereichen gehören Aufmerksamkeit, Lernen und Gedächtnis, Orientierung, Urteilsvermögen und planendes Handeln, Sprache, Motorik und Fähigkeiten zum sozialen Austausch mit anderen. Es gibt verschiedene Formen von Demenz. Am häufigsten sei die Alzheimer-Demenz, gefolgt von der vaskulären Demenz aufgrund von Durchblutungsstörungen, der Lewy-Körper-Demenz und der Frontotemporalen Demenz, so die Deutsche Alzheimer Gesellschaft. Grundsätzlich kann eine demenzielle Erkrankung auch schon in jüngeren Jahren auftreten, weiß der Facharzt für Neurologie und Geriatrie Mathias Mäurer, allerdings steige das Risiko mit höherem Alter stark an. „Ab 90 Jahren sind 30 bis 40 Prozent der Hochbetagten von einem kognitiven Abbau betroffen. Frauen häufiger als Männer.“ Die junge Generation setze daher ein bewusstes Zeichen für gesunden Lebensstil und Hirngesundheit, so Mäurer. Und die Generation Z (Jahrgänge 1997 bis 2007) und die Millennials (Jahrgänge 1981 bis 1996) seien es vornehmlich auch, die sich darüber Gedanken machen, an Demenz zu erkranken. Das bestätigt auch Professor Mäurer aus seiner Praxis. Die neuetablierte Gedächtnis-Sprechstunde soll daher nicht nur älteren Personen als Anlaufstelle zur Diagnostik demenzieller Erkrankungen dienen, sondern auch Jüngeren zur Früherkennung. Die Vorstellung sein Gedächtnis zu verlieren und damit auch seine Persönlichkeit, sei extrem angstbesetzt. Bereits Mittfünziger, die in den Keller gehen und dort angekommen nicht mehr wissen, was sie da eigentlich wollten, machen sich Sorgen. In den meisten Fällen seien diese unbegründet, so der Mediziner. Dass das Gedächtnis mit zunehmendem Alter abnimmt, ist Teil des normalen Alterungsprozesses. Alarmglocken sollten läuten, wenn die Orientierung generell leide, Alltags-Routinen nicht mehr bewältigt  werden können, Kommunikationsinhalte verflachen, Wortfindungsstörungen auftreten oder Halluzinationen. Eine Demenz sei zwar nicht heilbar, aber durch eine sinnvolle soziale und ärztliche Begleitung kann vielfach noch lange ein guter Lebensabend möglich sein, so der Ärztliche Direktor des KWM. Eine wichtige Neuerung sei die Verfügbarkeit von sogenannten Anti-Amyloid-Antikörpern mit denen direkt in die pathologischen Vorgänge der Alzheimer-Demenz eingegriffen werden kann. „Allerdings wirken diese neuen Medikamente wahrscheinlich insbesondere in den ganz frühen Phasen der Erkrankung – also in Phasen, in denen sich die Erkrankung noch gar nicht relevant im Alltag bemerkbar macht.“ Daher plant das Team der Neurologie am KWM, ab 1. Januar 2027 zusätzlich zu dem bereits vorhandenen Angebot eine Gedächtnis-Sprechstunde im Neurologie-MVZ auf dem Gelände der Missio-Klinik zu etablieren. „Mit der Gedächtnis-Sprechstunde möchten wir mit Labordiagnostik und Gedächtnistests verstärkt auf Früherkennung setzen, um diejenigen zu identifizieren, die von modernen Antikörper-Therapien profitieren können“, so Mäurer. Diese Früherkennung werde von den gesetzlichen Kassen noch nicht übernommen,<span class="Apple-converted-space">  </span>kann aber zu günstigen Konditionen für Selbstzahlerinnen und Selbstzahler angeboten werden, so der Facharzt für Neurologie. Sie soll damit ein niederschwelliges Angebot an junge und ältere Menschen sein, die sich einen Kopf um ihren Kopf machen! <i><span class="Apple-converted-space"> </span></i><i>Quelle: 1 www.deutsche-alzheimer.de/fileadmin/Alz/pdf/factsheets/infoblatt1_haeufigkeit_demenzerkrankungen_dalzg.pdf</i></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eine Wutprobe managen</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/eine-wutprobe-managen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 20:19:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psyche]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=20989</guid>

					<description><![CDATA[Manchmal reicht ein Satz, ein Blick, eine Zurückweisung. Schon ist er da, der Ärger. Der Körper spannt sich an, das Herz schlägt schneller, die Gedanken werden enger. Im Online-Vortrag „Ärger und Wut: Wo kommen diese Gefühle her und wie gehe ich damit um?“ der Universität Würzburg ging es genau um diesen Moment, in dem so [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20990" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20990" class="size-medium wp-image-20990" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Bildschirmfoto-2026-10-12-um-22.16.23-300x300.png" alt="" width="300" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Bildschirmfoto-2026-10-12-um-22.16.23-300x300.png 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Bildschirmfoto-2026-10-12-um-22.16.23-150x150.png 150w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Bildschirmfoto-2026-10-12-um-22.16.23-218x218.png 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Bildschirmfoto-2026-10-12-um-22.16.23.png 470w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-20990" class="wp-caption-text">©Daniel Peter</p></div>
<p>Manchmal reicht ein Satz, ein Blick, eine Zurückweisung. Schon ist er da, der Ärger. Der Körper spannt sich an, das Herz schlägt schneller, die Gedanken werden enger. Im Online-Vortrag „Ärger und Wut: Wo kommen diese Gefühle her und wie gehe ich damit um?“ der Universität Würzburg ging es genau um diesen Moment, in dem so ein Gefühl übernimmt. Die Zoom-Veranstaltung bildete den Auftakt der neuen Reihe „Mentale Gesundheit im Trialog“. Die Reihe richtet sich an Betroffene, Angehörige, Fachpersonen und Interessierte. Für den Start konnten die Veranstaltenden – die Universitätsambulanz und die Forschungseinheit Psychotherapie der Universität Würzburg – zwei ausgewiesene Expertinnen gewinnen: Professor Katja Bertsch und Postdoktorandin Dr. Linda Wilkin-Krug. Beide beschäftigen sich mit psychologischen und neurobiologischen Grundlagen von Aggression und stellen heraus: Ärger entsteht selten aus einem einzigen Grund. Zu den typischen Auslösern zählen Provokation, Frustration, Bedrohung, Zurückweisung, Ablehnung und Ungerechtigkeit. Wie stark ein Mensch reagiert, hängt von der eigenen Geschichte ab. Erfahrungen, Sensibilitäten, wiederkehrende Muster und persönliche Interpretationen spielen eine Rolle. Auch ganz Alltägliches kann die Reizbarkeit erhöhen, etwa Hunger, Durst, Hitze, Stress, Schlafmangel oder der Zyklus. Deutlich wurde auch, dass Ärger den ganzen Menschen erfasst. Er verändert Atmung, Herzschlag, Durchblutung, Muskelspannung und Körperhaltung. Die Wahrnehmung kann enger werden, der berühmte „Tunnelblick“ entsteht. Auch das Denken verändere sich. Frühere Kränkungen oder Frustrationen drängten sich auf, aus einer konkreten Situation werden schnell Gedanken wie „immer“ oder „nie“. Problematisch würden Emotionen nach Ansicht der Expertinnen dann, wenn sie nicht gerechtfertigt sind, wenn sie zwar gerechtfertigt, aber zu intensiv ausfallen, oder wenn notwendige Konsequenzen vermieden werden. Der Umgang mit Ärger sollte deshalb mit einer Prüfung beginnen. Ist die Reaktion angemessen? Trifft sie die richtige Person? Besteht eine Gefährdung? Je nach Antwort geht es darum, bewusst zu handeln, Abstand zu nehmen, die Perspektive zu wechseln, neu zu bewerten oder die Emotion abzuschwächen. In neuen Therapieansätzen wird etwa untersucht wie Menschen soziale Sicherheitssignale besser wahrnehmen, Bedrohungsreize genauer einordnen und impulsive Annäherung an bedrohlich erlebte Situationen reduzieren können. Dazu gehören Psychoedukation, Achtsamkeit, das Wahrnehmen von Auslösern, das Unterscheiden von Vergangenheit und Gegenwart sowie Übungen zum entgegengesetzten Handeln. Die beiden Wissenschaftlerinnen machen damit Mut zu einem nüchternen Blick auf ein oft unangenehmes Gefühl. Ärger und Wut seien nicht einfach schlecht – und schon gar kein Makel. Sie können Hinweise geben, Grenzen sichtbar machen und Handeln auslösen. Entscheidend sei, sie zu verstehen, bevor sie die Führung übernehmen. Gut zu wissen: Die Veranstaltungsreihe wird fortgesetzt. Am 21. Oktober folgt das Thema „Sozialer Medienkonsum: Wann wird&#8217;s zum Problem und was mache ich dann?“</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenn der Schluck stockt</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/wenn-der-schluck-stockt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 20:14:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
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					<description><![CDATA[Mal verschluckt, mal leiser gesprochen, mal weniger Appetit. Was im Alter zunächst harmlos wirkt, kann ein medizinisch relevantes Warnsignal sein. Für Fabian Klenk, Therapieleiter in der Therapiepraxis des Bürgerspitals Würzburg, ist klar: „Wenn Essen, Trinken, Sprechen oder Alltagshandlungen plötzlich schwerfallen, sollte das immer ärztlich kontrolliert und therapeutisch diagnostiziert werden.“ Denn häufiges Verschlucken, undeutliches Sprechen oder [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20986" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20986" class="size-medium wp-image-20986" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Klenk_K2A1834_2400px_final_Fotograf-Christof-Herdt-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Klenk_K2A1834_2400px_final_Fotograf-Christof-Herdt-300x200.jpg 300w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Klenk_K2A1834_2400px_final_Fotograf-Christof-Herdt-1024x683.jpg 1024w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Klenk_K2A1834_2400px_final_Fotograf-Christof-Herdt-1536x1025.jpg 1536w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Klenk_K2A1834_2400px_final_Fotograf-Christof-Herdt-2048x1366.jpg 2048w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Klenk_K2A1834_2400px_final_Fotograf-Christof-Herdt-218x145.jpg 218w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-20986" class="wp-caption-text">©Christof Herdt</p></div>
<p>Mal verschluckt, mal leiser gesprochen, mal weniger Appetit. Was im Alter zunächst harmlos wirkt, kann ein medizinisch relevantes Warnsignal sein. Für Fabian Klenk, Therapieleiter in der Therapiepraxis des Bürgerspitals Würzburg, ist klar: „Wenn Essen, Trinken, Sprechen oder Alltagshandlungen plötzlich schwerfallen, sollte das immer ärztlich kontrolliert und therapeutisch diagnostiziert werden.“ Denn häufiges Verschlucken, undeutliches Sprechen oder eine spürbare Gewichtsabnahme könnten Hinweise auf Schlaganfall, Parkinson, Demenz oder neurologische Erkrankungen sein. Bei Schluckstörungen gehe es nicht nur um das Verschlucken am Esstisch, erklärt Klenk. Wenn Kraft, Wahrnehmung oder Koordination fehlen, könne Nahrung oder Flüssigkeit in die Lunge gelangen und eine Lungenentzündung verursachen. Im Bürgerspital kann die Therapiepraxis in den eigenen Heimen für Seniorinnen und Senioren hinzugezogen werden, wenn Schwierigkeiten beim Essen oder Trinken bemerkt werden. Dann wird ein Schluckbefund durch die Logopädinnen und Logopäden erhoben und eine Essensempfehlung an die Küche weitergegeben. So kann etwa empfohlen werden, Wasser anzudicken oder bestimmte Kostformen anzupassen. „Es folgen logopädische funktionelle Übungen, Reizsetzung, Muskelaktivierung und Training in echten Esssituationen.“ Zugleich betont der Ergotherapeut den interdisziplinären Blick. Eine Schlucktherapie sei nur begrenzt wirksam, wenn Haltung, Rumpfstabilität oder Griffposition nicht mitbeachtet werden. Viele Patientinnen und Patienten sowie Angehörige wünschen sich schnelle Erfolge. Diese Erwartung muss Klenk oft einordnen. „Das soll ja am besten alles vorgestern schon passiert sein“, sagt er. In der Therapie gehe es jedoch nicht immer um rasche Wiederherstellung, sondern nicht selten um Erhalt, Stabilisierung oder das möglichst lange Bewahren bestehender Fähigkeiten. Hoffnung macht er dennoch. Nach leichten Schlaganfällen lasse sich aus seiner Erfahrung bei frühem Beginn oft viel erreichen. Gleichzeitig bleibt er realistisch: „Nicht alle Beschwerden lassen sich vollständig zurückbilden.“ Bei chronischen neurologischen Prozessen gehe es häufig darum, den Verlauf möglichst lange aufzuhalten, neue Ziele zu finden und Selbstbestimmung zu erhalten. „Dranzubleiben ist schon sehr, sehr wichtig“, betont er. Genau hier setzt das Zusammenspiel der Therapieberufe an. Im Bürgerspital arbeiten Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie unter einem Dach, ambulant auf Rezept und häufig kombiniert. Für Klenk ist das besonders bei älteren Menschen zentral: „Sie profitieren enorm von einer interdisziplinären Zusammenarbeit.“ Denn es gehe um viel – um Mobilität, Essen, Kommunikation, Teilhabe, Selbstversorgung und Selbstbestimmtheit im Alltag. Die allgemeine Entwicklung „ambulant vor stationär“ mache solche Angebote noch wichtiger.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wieder auf einem guten Weg</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/wieder-auf-einem-guten-weg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 20:10:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=20981</guid>

					<description><![CDATA[Es fehlte ihr an Aktivität und Lebensfreude. Wobei sich beides bedingte. Erna T. (Name geändert) hatte einfach keine Lust mehr, rauszugehen. „Sie lebte zum Schluss sehr zurückgezogen”, sagt Dr. Kathrin Tatschner, Leiterin des Würzburger Zentrums für Altersmedizin (ZAM). Dorthin kam Erna T. zu Jahresbeginn, weil sie fünfmal gestürzt war. Aufgrund ihrer vielfachen Leiden ist die [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20982" style="width: 260px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20982" class="wp-image-20982 size-medium" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Tatschner-250x300.jpg" alt="" width="250" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Tatschner-250x300.jpg 250w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Tatschner-855x1024.jpg 855w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Tatschner-218x261.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Tatschner.jpg 1111w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" /><p id="caption-attachment-20982" class="wp-caption-text">©Würzburger Zentrum für Altersmedizin</p></div>
<p>Es fehlte ihr an Aktivität und Lebensfreude. Wobei sich beides bedingte. Erna T. (Name geändert) hatte einfach keine Lust mehr, rauszugehen. „Sie lebte zum Schluss sehr zurückgezogen”, sagt Dr. Kathrin Tatschner, Leiterin des Würzburger Zentrums für Altersmedizin (ZAM). Dorthin kam Erna T. zu Jahresbeginn, weil sie fünfmal gestürzt war. Aufgrund ihrer vielfachen Leiden ist die 85-Jährige ein typisches Beispiel für jene über 200 Patientinnen und Patienten, die bisher in der Tagesklinik des ZAM behandelt wurden. Es gab niemanden in Erna T.s Nähe, der, wenn sie mal wieder auf gar nichts Lust gehabt hatte, zu ihr hätte sagen können: „Nun mach schon!“ Durch das Alleinsein wurde sie zunehmend depressiver. „Auch wegen ihrer leichten Inkontinenz traute sie sich nicht mehr raus”, berichtet Fachärztin für Innere Medizin und Geriatrie. Über 15 Tage hinweg wurde geschaut, warum sie so oft gestürzt war. Wie sich herausstellte, kam bei ihr viel zusammen, wie auch bei den anderen Seniorinnen und Senioren der für 20 Patientinnen und Patienten ausgelegten Einrichtung. So mussten Herzprobleme abgeklärt werden. Das geschah in der Würzburger Universitätsklinik, der das ZAM seit Januar 2025 angehört. Ein wahrscheinlich nur geringer Teil älterer Menschen startet schwungvoll in den Tag. Das Alter bringt jede Menge Beschwerden mit sich. „In der Regel sind unsere Patientinnen und Patienten multimorbide“, sagt Dr. Tatschner. Darum ist das Team der Tagesklinik interdisziplinär aufgestellt. Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegende engagieren sich für die im Durchschnitt 84 Jahre alten Patientinnen und Patienten, die täglich von 8 bis 15 Uhr in die Tagesklinik kommen. Daneben werden Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Ernährungsberatung und Massagen angeboten. Ein Psychologe kümmert sich um seelische Probleme. Auch Erna T. erfuhr, wie sie ihre Stimmung aufhellen könnte. Das Team der Tagesklinik sorgt nicht nur für Diagnostik und Therapie, am Ende der Reha vermitteln die Therapeutinnen und Therapeuten, was sie selbst an Stelle der Patientinnen und Patienten tun würden, damit es dauerhaft besser geht. „Wir geben Empfehlungen für den Hausarzt und für die Patienten mit”, erklärt die Chefärztin und Standortleiterin des ZAM. Erna T. wurden Übungen empfohlen, um ihre Muskulatur aufzubauen. Durch die Ernährungsberatung kam sie auf neue Ideen, was sie sich Leckeres zu essen machen könnte. „Als sie zu uns kam, hatte sie keinen Appetit mehr, wenig gegessen und an Gewicht verloren.” Über zwei oder drei Wochen hinweg einen Wochentag um den andern in eine Tagesklinik zu gehen, ist für Seniorinnen und Senioren anstrengend. „Doch sie bekommen hier Frühstück und Mittagessen, außerdem gibt es Ruhezeiten”, sagt Dr. Tatschner. Sie die früher an gleicher Stelle die vollstationäre geriatrische Reha-Klinik der Arbeiterwohlfahrt leitete, findet das neue Konzept des ZAM stimmig. Besonders gut sei, dass kein aufwändiges Antragsverfahren mehr nötig ist: „Der Hausarzt kann einfach einweisen“. <i></i></p>
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		<title>Was im Leben wirklich zählt</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/was-im-leben-wirklich-zaehlt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 20:00:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Buchtipps]]></category>
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					<description><![CDATA[„Die Intensivstation ist ein Ort, an dem der Ausnahmezustand zur Routine wird“, sagt Dr. Matt Morgan. Der intensivmedizinische Consultant und Honorarprofessor an der Cardiff University sowie der Curtin University in Australien begleitet Menschen zwischen Leben und Tod. Er erzählt in „Lebensursache: Tod“ von elf Patientinnen und Patienten, die einen Herzstillstand überlebt haben. Ihre Erfahrungen sind [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20974" style="width: 200px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20974" class="size-medium wp-image-20974" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Morgan_MLebensursache_Tod_260297_300dpi-190x300.jpg" alt="" width="190" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Morgan_MLebensursache_Tod_260297_300dpi-190x300.jpg 190w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Morgan_MLebensursache_Tod_260297_300dpi-648x1024.jpg 648w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Morgan_MLebensursache_Tod_260297_300dpi-972x1536.jpg 972w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Morgan_MLebensursache_Tod_260297_300dpi-1295x2048.jpg 1295w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Morgan_MLebensursache_Tod_260297_300dpi-218x345.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Morgan_MLebensursache_Tod_260297_300dpi.jpg 1606w" sizes="auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px" /><p id="caption-attachment-20974" class="wp-caption-text">Lebensursache Tod von Matt Morgan</p></div>
<p>„Die Intensivstation ist ein Ort, an dem der Ausnahmezustand zur Routine wird“, sagt Dr. Matt Morgan. Der intensivmedizinische Consultant und Honorarprofessor an der Cardiff University sowie der Curtin University in Australien begleitet Menschen zwischen Leben und Tod. Er erzählt in „Lebensursache: Tod“ von elf Patientinnen und Patienten, die einen Herzstillstand überlebt haben. Ihre Erfahrungen sind erschütternd, überraschend, aber auch tröstlich und inspirierend. Dr. Morgan zeigt, wie eine Nahtoderfahrung den Blick auf das Leben verändern kann und warum ausgerechnet die Intensivstation zu einem Ort existenzieller Erkenntnisse wird. Das Besondere: Das Buch sucht nicht abstrakt den Sinn des Lebens, sondern sehr konkret, und stellt die Frage: „Was ist wirklich wichtig im Leben?“ (Mindestens) ein Rat: Wir sollten nicht erst auf den Ausnahmezustand warten, sondern schon heute prüfen, welchem Menschen, welchem Gespräch, welcher Entscheidung oder welchem Moment man wirklich Bedeutung geben möchte. Oder wie Morgan es formuliert: „Von den Toten können wir viel lernen. Vielleicht sollten wir alle einmal vor unserem Grab stehen, bevor wir sterben.“ <i></i></p>
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		<title>Alt werden ist Haltung! </title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/alt-werden-ist-haltung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 19:51:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Buchtipps]]></category>
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					<description><![CDATA[„Ich weiß gar nicht, ob man sich so alt fühlen kann, wie man ist.“ Der Gedanke des deutschen Philosophen Odo Marquard passt gut zu Professor Dietrich Grönemeyers „Natürlich altern!“. Denn dieser schreibt nicht über Anti-Aging um jeden Preis, sondern über Alter, das bewusst, beweglich und zugewandt gestaltet werden kann. „Wie wir alt werden, ist Haltung.“ [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20970" style="width: 222px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20970" class="size-medium wp-image-20970" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Groenemeyer_DNatuerlich_altern_261232_300dpi-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Groenemeyer_DNatuerlich_altern_261232_300dpi-212x300.jpg 212w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Groenemeyer_DNatuerlich_altern_261232_300dpi-725x1024.jpg 725w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Groenemeyer_DNatuerlich_altern_261232_300dpi-1088x1536.jpg 1088w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Groenemeyer_DNatuerlich_altern_261232_300dpi-1451x2048.jpg 1451w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Groenemeyer_DNatuerlich_altern_261232_300dpi-218x308.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/Groenemeyer_DNatuerlich_altern_261232_300dpi-scaled.jpg 1813w" sizes="auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px" /><p id="caption-attachment-20970" class="wp-caption-text">Natuerlich altern von Dietrich Groenemeyer</p></div>
<p>„Ich weiß gar nicht, ob man sich so alt fühlen kann, wie man ist.“ Der Gedanke des deutschen Philosophen Odo Marquard passt gut zu Professor Dietrich Grönemeyers „Natürlich altern!“. Denn dieser schreibt nicht über Anti-Aging um jeden Preis, sondern über Alter, das bewusst, beweglich und zugewandt gestaltet werden kann. „Wie wir alt werden, ist Haltung.“ Ihm geht es darum, „möglichst viel Leben in unsere Tage zu bringen.“ Dieser Ansatz steht im Zentrum seiner ganz persönlichen Formel mit fünf Schlüsseln. „Turne bis zur Urne!“ heißt für ihn Bewegung, die Körper und Kopf in Schwung hält. Mit „Genuss muss!“ meint er gesundes Essen ohne Verbissenheit. „Gemeinschaft!“ erinnert daran, dass Zusammensein stärkt, tröstet und belebt. Hinzu kommen Entspannung und Schlaf. Und wie sollte man das etwa bei stillen Entzündungen im Körper umsetzen? Mehr gehen, dehnen und leichtes Krafttraining, dazu Gemüse, Olivenöl, Fisch, weniger Zucker, weniger Fleisch, weniger Stress und mehr Schlaf. Ein motivierendes Buch für alle, die nicht jünger wirken, sondern besser, wacher und zufriedener älter werden möchten. Oder, wie es Cicero sagt: „Solange ich atme, hoffe ich, solange ich hoffe, liebe ich, solange ich liebe, lebe ich.“ <i></i></p>
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		<title>Glaskinder</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/glaskinder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 19:44:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie lieben, beteuern Eltern, alle ihre Kinder gleichermaßen, und das zu hören tut natürlich gut. In Familien, wo ein Kind behindert ist, stellt sich dieses Gefühl allerdings nicht immer ein. Viel Aufmerksamkeit muss auf das behinderte Kind verwandt werden. Der Sohn oder die Tochter ohne Beeinträchtigung fühlt sich deshalb oft zurückgesetzt. Übersehen. Wie gar nicht [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-20967 alignleft" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/cover_2d-182x300.jpg" alt="" width="182" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/cover_2d-182x300.jpg 182w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/cover_2d-620x1024.jpg 620w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/cover_2d-930x1536.jpg 930w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/cover_2d-1239x2048.jpg 1239w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/cover_2d-218x360.jpg 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/cover_2d.jpg 1358w" sizes="auto, (max-width: 182px) 100vw, 182px" />Sie lieben, beteuern Eltern, alle ihre Kinder gleichermaßen, und das zu hören tut natürlich gut. In Familien, wo ein Kind behindert ist, stellt sich dieses Gefühl allerdings nicht immer ein. Viel Aufmerksamkeit muss auf das behinderte Kind verwandt werden. Der Sohn oder die Tochter ohne Beeinträchtigung fühlt sich deshalb oft zurückgesetzt. Übersehen. Wie gar nicht richtig da. Was Auswirkungen bis ins Erwachsenenalter haben kann. Stefanie Gregg schreibt davon in ihrem Roman „Das Glaskind”. Ist ein Kind behindert, bedeutet das zum Beispiel, ständig Termine bei Ärztinnen oder Ärzten und Therapeutinnen oder Therapeuten wahrnehmen zu müssen. Allein dadurch geraten die Bedürfnisse der nicht behinderten Geschwister leicht außer Acht. Weil dies immer wieder vorkommt, richtete die Lebenshilfe in Schweinfurt eine Geschwisteranlaufstelle ein. Hierhin können sich betroffenen Familien hinwenden. Einmal im Vierteljahr begegnen sich die unbeeinträchtigten Geschwisterkinder. Das nächste Treffen findet am 17. Oktober statt. „Dann machen wir einen Ausflug nach Erlangen”, berichtet Beraterin Annika Dietz. Ist die Behinderung eines Kindes gravierend und darum beherrschend in der Familie, sollten Eltern ihren nicht behinderten Geschwistern gut erklären, worin das Handicap genau besteht und welche Konsequenzen dies hat. Sonst komme schnell das Gefühl von Zurücksetzung auf. Dietz erzählt von einem Mädchen, dessen schwerbehinderter, auch kognitiv eingeschränkter Bruder nur dann gefüttert werden könne, wenn der Fernseher läuft. Eigentlich sei Fernsehen bei den Mahlzeiten in dieser Familie tabu gewesen, doch im Falle des Jungen wurde das TV-Gerät quasi behelfsmäßig eingesetzt. Ohne diese Ablenkung aß das Kind einfach nicht. Als der Schwester die Hintergründe noch nicht klar waren, fühlte sie sich benachteiligt. Sie selbst musste immer am Tisch essen. Nie durfte sie bei den Mahlzeiten eine Serie schauen. Wie man mit solchen Situationen umgehen kann, erläutert Annika Dietz bei einem Vortrag am 12. November um 18 Uhr in den Offenen Hilfen der Lebenshilfe Schweinfurt (Gorch-Fock-Straße 13). Alle sind willkommen. Man muss kein Mitglied der Lebenshilfe sein. Die Auswirkungen dieser besonderen familiären Konstellation, dass ein Kind behindert ist, beschränken sich nicht nur auf die Kindheit. Ältere Geschwister quält oft die Frage, wie sie mit dem Bruder oder der Schwester mit Handicap umgehen sollen, können sich die Eltern altersbedingt nicht mehr kümmern. Auch hier hat die Fachfrau ein konkretes Beispiel aus ihrer Anlaufstelle: „Zwei Schwestern berichteten, dass ihr behinderter Bruder wünschte, später bei ihnen wohnen zu dürfen.” Doch sollten sie wirklich tun, was der Bruder von ihnen verlangte? Mit dieser Frage setzten sich die zwei intensiv auseinander: „Letztlich konnten sie sich das nicht vorstellen.” Damit sei eine für den Bruder bittere Entscheidung getroffen worden. Er würde in ein Wohnheim ziehen müssen. Doch für die zwei Schwestern sei es gut gewesen, diese Grenze zu ziehen.</p>
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		<title>Mutpost: Plattform für Suizidprävention</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/mutpost-plattform-fuer-suizidpraevention/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 19:39:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psyche]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=20962</guid>

					<description><![CDATA[Wenn Menschen in eine seelische Krise geraten, können Worte Halt geben. Genau hier setzt die neue Online-Plattform „Mutpost“ an, die vom Werner-Felber-Institut für Suizidprävention in Dresden entwickelt wurde. Nutzerinnen und Nutzer können dort Briefe schreiben, in denen sie von schweren Zeiten erzählen, von Trost, Zuversicht und Momenten, die ihnen geholfen haben. Die Zeilen werden geprüft [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Menschen in eine seelische Krise geraten, können Worte Halt geben. Genau hier setzt die neue Online-Plattform „Mutpost“ an, die vom Werner-Felber-Institut für Suizidprävention in Dresden entwickelt wurde. Nutzerinnen und Nutzer können dort Briefe schreiben, in denen sie von schweren Zeiten erzählen, von Trost, Zuversicht und Momenten, die ihnen geholfen haben. Die Zeilen werden geprüft und anonym veröffentlicht. Sie sollen anderen Betroffenen signalisieren, dass Krisen überwindbar sein können. „Gerade in schwierigen Lebensphasen kann es entscheidend sein, Worte des Trostes zu finden, die zeigen: Du bist nicht allein“, sagt Instituts-Vorstandsvorsitzende Ute Lewitzka. Inspiriert wurde „Mutpost“ von der englischsprachigen Plattform „Reasons to Stay“, auf der bereits Hunderttausende Briefe gesammelt wurden. Wichtig ist den Initiatoren zugleich die klare Abgrenzung. „Mutpost“ ersetzt keine professionelle Hilfe. Die Website verweist deshalb auf Anlaufstellen, bietet einen Soforthilfe-Button und Unterstützungsangebote für akute Krisensituationen. <i></i></p>
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		<title>Seele außer Takt</title>
		<link>https://www.lebenslinie-magazin.de/artikel/seele-ausser-takt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Trost]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 19:36:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psyche]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lebenslinie-magazin.de/?p=20958</guid>

					<description><![CDATA[Manchmal gerät das Leben aus dem Gleichgewicht. Die Stimmung kippt, der Schlaf verändert sich, der Antrieb läuft davon oder kommt zum Erliegen. Bei psychischen Erkrankungen wie bipolarer Störung oder Schizophrenie ist genaues Hinsehen essenziell. Medizinisch gesehen, so erklärt Dr. Notker Zorn, Oberarzt im Krankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin Schloss Werneck, gebe es klare [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20960" style="width: 249px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20960" class="size-medium wp-image-20960" src="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/N.-Zorn-v3-239x300.png" alt="" width="239" height="300" srcset="https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/N.-Zorn-v3-239x300.png 239w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/N.-Zorn-v3-817x1024.png 817w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/N.-Zorn-v3-1225x1536.png 1225w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/N.-Zorn-v3-1633x2048.png 1633w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/N.-Zorn-v3-218x273.png 218w, https://www.lebenslinie-magazin.de/wp-content/uploads/2026/10/N.-Zorn-v3-scaled.png 2042w" sizes="auto, (max-width: 239px) 100vw, 239px" /><p id="caption-attachment-20960" class="wp-caption-text">© F. Jacob</p></div>
<p>Manchmal gerät das Leben aus dem Gleichgewicht. Die Stimmung kippt, der Schlaf verändert sich, der Antrieb läuft davon oder kommt zum Erliegen. Bei psychischen Erkrankungen wie bipolarer Störung oder Schizophrenie ist genaues Hinsehen essenziell. Medizinisch gesehen, so erklärt Dr. Notker Zorn, Oberarzt im Krankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin Schloss Werneck, gebe es klare Unterschiede: „Die bipolare Störung gehört zu den sogenannten affektiven Erkrankungen, die Schizophrenie hingegen zu den Psychosen.“ Bei bipolaren Störungen stünden Veränderungen von Stimmung und Antrieb im Vordergrund. Man unterscheide depressive Phasen, „in denen die Betroffenen sich traurig und antriebslos fühlen“ von manischen Phasen, „in denen die Patienten viel Antrieb, viele Ideen haben, in denen die Stimmung gereizt oder übermäßig fröhlich ist“. Bei einer bipolaren Störung treten beide Phasen im Wechsel auf. Bei Schizophrenien stünden laut Dr. Zorn dagegen „psychotische Symptome wie akustische Sinnestäuschungen, Fremdbeeinflussungserleben, Veränderungen des Denkens und der Konzentration sowie Wahnerleben“ im Vordergrund. Zugleich gebe es Überschneidungen: „Sämtliche der genannten Symptome können bei beiden Erkrankungen auftreten.“ Aber: Nicht jede Schwankung der Stimmung sei krankhaft. Entscheidend seien Dauer und Schwere. „Eine depressive Episode dauert mindestens zwei Wochen an und ist gekennzeichnet durch anhaltende Traurigkeit, Grübeln und Antriebslosigkeit.“ Eine manische Phase dauere mindestens eine Woche und sei gekennzeichnet durch ein vermindertes Schlafbedürfnis, gesteigerten Antrieb, euphorische bis gereizte Stimmung, Tatendrang und unter Umständen auch riskantes Verhalten. Auch über Schizophrenie kursieren viele Missverständnisse. Der Begriff stamme aus dem Griechischen und bedeute, frei übersetzt, „gespaltene Seele“, so Dr. Zorn. Doch er stellt heraus: „Dieser Begriff ist irreführend, mit verschiedenen Persönlichkeiten hat Schizophrenie nichts zu tun.“ Vielmehr sehe man bei Schizophrenie „eine Veränderung des Erlebens, Fühlens und Verhaltens“. Dazu zählen etwa Verfolgungswahn, beschleunigtes oder unzusammenhängendes Denken sowie Sinnestäuschungen. Betroffene berichteten etwa, „Stimmen von nicht anwesenden Menschen zu hören oder Dinge zu sehen, die gar nicht vorhanden sind“. Häufig zeigten sich zuerst Veränderungen von Stimmung, Antrieb und Schlaf. Auch gesteigertes Kontaktbedürfnis oder sozialer Rückzug können frühe Hinweise sein. Für Angehörige sei das eine schwierige Situation. Zeichne sich eine manische Episode ab, steigt der Antrieb, sinkt das Schlafbedürfnis, ist die Stimmung gereizt und droht sich der oder die Betroffene in Gefahr zu bringen, sei laut dem Mediziner meist eine Einweisung in die Klinik notwendig. Bei milderen Verläufen solle „unverzüglich ein Facharzt für Psychiatrie aufgesucht werden“. Wichtig zu wissen: Stress, Substanzkonsum und akute Belastungen können den Verlauf beeinflussen. Auch Wohnortwechsel, Belastungen am Arbeitsplatz, der Verlust einer nahestehenden Person oder körperliche Krankheiten können ihm zufolge dazu beitragen, dass eine bis dahin stabile Patientin oder ein stabiler Patient krank wird. Behandlung bedeute heute mehr als nur Medikamente. Es seien Maßnahmen wichtig, „die im Grunde für jeden Menschen hilfreich sind: ein geregelter Tag-Nacht-Rhythmus, ausreichende Erholungsphasen, soziale Bezüge, sinnvolle Beschäftigung, maßvoller Gebrauch von Genussmitteln.“</p>
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