Zingiber officinale

Die Ingwerwurzel – Heilpflanze des Jahres 2018

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„Die Heilpflanze des Jahres 2018, Ingwer, versorgt den Organismus mit wichtigen Mineralstoffen und mit Vitamin C“, so Heilpraktiker Späth.
 Foto: Regina Rodegra

Ingwer (Zingiber officinale) ist die Heilpflanze 2018. Das gab der Verein NHV Theophrastus bekannt. In der chinesischen Medizin hat sie die scharfe Wurzel seit Jahrtausenden ihren Platz. In Europa setzten Hildegard von Bingen und Paracelsus Ingwer vor allem bei Magen-Darm-Beschwerden ein. Mit der Wahl zur Heilpflanze des Jahres soll sowohl die Arzneidroge als auch das Küchengewürz wieder aufs Tapet und aufs Tablett kommen.

„Ingwer verleiht zum einen Speisen eine interessante fernöstliche Würze, zum anderen hat er ein erwiesenermaßen breites Wirkspektrum auf medizinischem Gebiet“, so Heilpraktiker Konrad Jungnickel, Vorsitzender des Vereins NHV Theophrastus mit Sitz in München.

Dem pflichtet auch sein Kollege Bernhard Späth aus Lohr am Main bei. „Der Ingwer sieht aus wie eine Mischung aus Schilf und Bambus. Er erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 150 Zentimetern und wird in tropischen und subtropischen Ländern wie Sri Lanka, Indien, China, Indonesien und Südamerika angebaut.

Inhaltsstoffe sind in erster Linie ätherischen Öle und Scharfstoffen, wie zum Beispiel Gingerol“, so der Heilpraktiker. Als Küchengewürz passe er sehr gut zu Geflügel und Lamm sowie zu Fisch und Meeresfrüchten. Auch in süßen Speisen findet er Verwendung, wie in der beliebten Ingwerkonfitüre in Großbritannien.

„Ingwer ist bekannt für seine verdauungsfördernde, magenstärkende, appetit- und kreislauffördernde Wirkung. Ferner rückt er Entzündungen und Infekten zu Leibe“, so Bernhard Späth. Durch den Scharfstoff Gingerol habe Ingwer eine entzündungshemmende Wirkung, das heißt, Schmerzzustände wie Rheuma, Arthrose, Muskel- oder Kopfschmerzen könnten mit Ingwerzubereitungen gelindert werden.

Wegen der wärmenden, antibakteriellen und antiviralen Wirkung käme Ingwer außerdem bei akuten Erkältungen zum Einsatz. Zu den wissenschaftlich am besten ­dokumentierten Eigenschaften des Ingwers zählt seine Wirkung gegen Übelkeit und Erbrechen.

Ebenfalls wissenschaftlich nachgewiesen sei, dass sich sein Verzehr positiv auf die Blutfettwerte und den Cholesterinspiegel auswirke. Eingenommen werden kann Ingwer als Pulver, Tropfen, Tabletten, Kapseln oder fertige Teebeutel aus Apotheken, Reformhäusern und Drogerien. „Beliebt ist auch die Einnahme des frischen Ingwers, der nach der Schälung gerieben oder in kleinen Scheiben oder Würfel geschnitten als Tee zubereitet wird“, weiß der Experte.

Man nehme pro Tasse circa einen Teelöffel geriebenen Ingwer, gießt kochendes Wasser darüber und lässt den Tee drei bis zehn Minuten ziehen. Je länger er zieht, desto schärfer wird er.

Aber Vorsicht: „Ingwer darf von Schwangeren sowie von Babys und Kleinkindern nicht eingenommen werden.“

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