Weniger ist mehr … aber richtig!

Kosmetikerin Jutta Blankenhagen-Wagner über Pflege für trockene Haut

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Während der Hautregeneration in der Nacht sollte ebenfalls gepflegt werden, auf diese Weise, so Jutta Blankenhagen, könne die Haut Wirkstoffe umsetzen und speichern. Foto: Nicole Oppelt

„Unser größtes Organ, die Haut, besteht aus Fett und Feuchtigkeit“, sagt Jutta Blankenhagen-Wagner. Ursachen für trockene Haut könnten vielfältig sein. Angefangen von Veranlagung, über falsche bis gar keine Pflege, Medikamente, Hormonschwankungen, das Klima am Arbeitsplatz bis hin zu Hauterkrankungen wie etwa Neurodermitis.

Der staatlich geprüften Kosmetikerin zufolge gebe es für trockene Haut deutliche Anzeichen. „Sie ist fahl, leblos und blass. Trockenheitsfältchen, vergrößerte Poren und Talgüberschuss, bei dem der Talg in den Poren stehen bleibt, um vor weiterem Feuchtigkeitsverlust zu schützen, treten ebenfalls auf.“

Zudem könne es zu Entzündungen und Unterlagerungen kommen. Im schlimmsten Fall trete als Folge der trockenen Haut eine Couperose/Rosacea (Rötung aufgrund von Gefäßerweiterungen) auf, demzufolge dann eine frühzeitige Hautalterung. Diverse Waschsubstanzen, Puder oder Peeling seien meist kontraproduktiv, weiß die Fachfrau mit Naturkosmetikstudio in Würzburg-Oberdürrbach aus mehr als 20-jähriger Erfahrung.

Was tun? „Am Anfang sollte eine gezielte Anamnese durch gut geschultes Personal stehen. Hauttests aus der Drogerie sind nicht zuverlässig. Man muss nachfragen und den Ursachen auf den Grund gehen.“ Jutta Blankenhagen-Wagner plädiert für eine auf den Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut abgestimmte Pflege.

Peelings oder schäumende Reinigungsprodukte seien tabu. Die darin enthaltene Seife trockne die Haut weiter aus, indem sie ihr die Feuchtigkeit entziehe: „Die Haut verhornt immer mehr.“ Ziel sei es, die natürliche Hautschutzbarriere wieder aufzubauen und die Lymphe anzuregen, um entstauen zu können.
Für die kühle Jahreszeit hat die Fachfrau eine ganze Reihe an Tipps gegen trockene Haut parat.

„Das A und O ist die richtige Reinigung – morgens und abends – mit Reinigungsmilch oder -creme, je nach Alter und Hautbild. Nur so können Wirkstoffe überhaupt in die Haut einziehen.“ Ergänzend empfehle sich ein mildes Gesichtswasser, das den PH-Wert der Haut heruntersetze und die Poren zur Aufnahme nachfolgender Produkte öffne. Auch hier sei ein Blick auf die Inhaltsstoffe unerlässlich.

„Es darf nur fermentierter Alkohol enthalten sein, der die Haut nicht austrocknet.“ Haut, die mehr Pflege bedarf, können ölhaltige Ampullen oder ein Gesichtsfluid auf Feuchtigkeitsbasis gut tun. Darüber wird dann eine Creme mit Fettgehalt gegeben, die vor allem im Winter als Schutz vor Erfrierungen diene. „Wird nur ein Feuchtigkeitsprodukt verwendet, können die Kapillargefäße gefrieren.“

Tages- und Nacht-Produkte mit Aloe Vera, Kamille, Johanniskraut, Karotin, Gelee Royal und der Ginsengwurzel oder auch Sanddorn stehen im Winter hoch im Kurs. Jutta Blankenhagen-Wagner setzt besonders auf eine Honig-Zitronen-Creme, die „stark beruhigend“ wirke und die Haut wieder zart werden lasse.

Die Kosmetikerin schwört zudem auf Rosen-Produkte wie etwa ein Öl der Rosenblüte für Körper, das nach dem Bad oder dem Duschen in die noch feuchte Haut einmassiert wird und so schützt, ohne einen Fettfilm zu hinterlassen. Als „Notfall-Produkte“ empfiehlt sie eine Rosen-Creme-Packung, die die Feuchtigkeit der Haut bewahrt und diese „fühlbar glättet“, sowie ein Rosen-Fluidum, das „erfrischt und stärkt“.

Auch eine Winter-Lotion mit den regenerierenden Inhaltsstoffen des Granatapfelsamenöls aktiviere und schütze die Haut.

Tipps aus der Natur gegen spröde, juckende und rissige Haut von Jutta Blankenhagen-Wagner, staatlich geprüfte Kosmetikerin:
•  Aloe Vera, Kamille Nachtkerze, Ringelblume, Karotin, Gelee Royal, die Ginsengwurzel oder Sanddorn können im Winter beruhigend, stärkend und feuchtigkeitsspendend wirken.
•  Eine sanfte Reinigung der Haut am Morgen und Abend sollte den Start und Abschluss
des Tages bilden.
•  Mildes Gesichtswasser mit fermentiertem Alkohol helfen der Haut, nicht auszutrocknen und mache sie für nachfolgende Produkte aufnahmefähig.
•  Ölhaltige Ampullen oder Gesichtsfluids auf Feuchtigkeitsbasis sorgen für den „Frischekick“ bei extrem trockener Haut.
•  Fetthaltige Cremes schützen die Kapillargefäße vor dem Einfrieren.
•  Cremes mit Honig und Zitrone wirken stark beruhigend auf strapazierte Haut.
•  Rosenblütenöl nach dem Bad oder der Dusche schützt und hüllt den Körper ein, ohne einen Fettfilm zu hinterlassen.
•  „Rose“ generell bewahrt die Feuchtigkeit der Haut, harmonisiert, glättet fühlbar, erfrischt,
wirkt aber auch stärkend.
•  Die Inhaltsstoffe des Granatapfelsamenöls aktivieren und schützen die Haut.
www.naturkosmetik-blankenhagen.de

 

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