Macht und Liebe

"Doppelzimmer oder der Klinikspion" im Theater in der Gerbergasse Karlstadt – Für Risiken und Nebenwirkungen rufen Sie einen Arzt!

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Wenn es um Macht geht, ist auch Göttern in Weiß jedes Mittel Recht. Foto: Theater in der Gerbergasse Karlstadt

„Undercover Boss“ heißt eine Sendung im Privatfernsehen, bei der sich Firmenchefs als einfache Arbeiter getarnt unter ihre Belegschaft mogeln, um mehr über die Unternehmensbasis zu erfahren. Auf ähnlicher Mission befindet sich Schneyder Junior, der Sohn des kürzlich verstorbenen Vorstandsvorsitzenden eines großen Krankenhaus-Imperiums: Er gibt sich als Patient aus und mischt sich in allen zwölf Kliniken unters Volk. Allerdings nicht, um die Distanz zu seinen Untergebenen zu überbrücken, sondern um einen würdigen Nachfolger für seinen Vater zu finden.

Dieses Unterfangen könnte er sich sparen, wenn es nach Professor Meinunger ginge: Er ist Leiter in der letzten Klinik, die der Junior-Boss auf seiner Suche besucht, und würde den vakanten Chefposten nur allzu gerne besetzen. Um ihn von sich zu überzeugen, müsste der Professor den „Headhunter“ allerdings erst Mal finden. Und schon beginnt eine aberwitzige Suche in den Gängen und Betten der großen weißen Krankenhauswelt, bei der Professor Meinunger in einen atemlosen Strudel von Verwechslungen und Verwirrungen gerät. Welche Rolle spielt die geheimnisumwitterte Chefärztin Dr. Huhn? Ist ihr Sohn Benn wirklich als Zivi im Einsatz? Was führt Schwester Isabella im Schilde? Kann man Herrn Ernst, Ersatzmann für den Haustechniker, trauen?

Mit ihrem Theatererstling „Doppelzimmer oder der Klinikspion“ erzählt Autorin Stella Muller eine temporeiche Geschichte über den erbitterten Kampf um Macht und Liebe. 2009 wurde das Stück von Schauspieler und Synchronsprecher Heiner Lauterbach im Renaissance Theater Berlin mit großem Erfolg zur Uraufführung gebracht. Lauterbach hatte die Deutsch-Chilenin 1983 bei Dreharbeiten in Chile kennengelernt und seit dem verbindet die beiden eine enge Freundschaft. Nun hat sich Werner Hofmann, Künstlerischer Leiter des Theaters in der Gerbergasse, der romantischen Krankenhaus-Satire angenommen und sie für seine Bühne im Herzen Karlstadts inszeniert.

Weitere Vorstellungen: 13., 17., 21., 22., 28. April., 4., 5., 12., 13., 20., 21., 24., 27. und 28. Mai, jeweils um 19.30 Uhr (an Sonn- und Feiertagen: 18 Uhr). Eintritt 12 Euro. Karten unter Telefon 09353.9099490, www.theater-gerbergasse.de

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